#73 Birger Mählmann: Pflege wird zum finanziellen Risiko für die ganze Familie
Shownotes
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In dieser Folge von FAIRstärkung sprechen Anja und Helene mit Birger Mählmann von der IDEAL über das Pflegeneuordnungsgesetz, kurz PNOG.
Noch ist nicht alles beschlossen. In der Folge geht es deshalb um den aktuellen Entwurf, mögliche Änderungen und die Frage, was diese Reformideen für Pflegebedürftige, Angehörige und Familien bedeuten könnten.
Gemeinsam sprechen sie über:
- warum das Pflegeneuordnungsgesetz gerade so wichtig ist
- weshalb Pflege oft weniger Aufmerksamkeit bekommt als Rente oder Krankenkasse
- welche Änderungen bei den Pflegegraden diskutiert werden
- warum besonders die unteren Pflegegrade betroffen sein könnten
- was Bestandsschutz bedeutet – und wo er an Grenzen kommen kann
- was sich beim Entlastungsbetrag verändern könnte
- welche Folgen das für Pflegeheime, Gruppenangebote und soziale Teilhabe haben kann
- was hinter Begriffen wie Entlastungsbudget, Sachleistungsbudget und Sozialraumbudget steckt
- warum Pflege für Familien schnell zur finanziellen Belastung werden kann
- wann das Sozialamt eine Rolle spielt
- was Elternunterhalt bedeutet und warum das Thema viele Angehörige betrifft
- warum Pflegevorsorge nicht erst im hohen Alter Thema sein sollte
- weshalb private Pflegevorsorge ein Baustein sein kann, um finanzielle Risiken abzufedern
- warum Beratung bei Pflege, Pflegekosten und Vorsorge frühzeitig sinnvoll sein kann
Zu Gast: Birger Mählmann – Experte der IDEAL und regelmäßiger Gesprächspartner bei FAIRstärkung, wenn es um Pflege, Pflegevorsorge und die finanziellen Folgen von Pflegebedürftigkeit geht.
💬 Diese Folge ist für alle, die verstehen wollen, was beim Pflegeneuordnungsgesetz diskutiert wird – und warum Pflege nicht erst dann Thema werden sollte, wenn sie plötzlich im eigenen Familienalltag angekommen ist.
Denn Pflege betrifft nicht nur Pflegebedürftige selbst. Sie betrifft Partnerinnen, Kinder, Angehörige, Freundinnen – und oft auch die finanzielle Planung einer ganzen Familie.
Feedback oder Fragen? fairstaerkung@fairvendo.de
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fairvendo #hamburg #FAIRstärkung
Transkript anzeigen
00:00:05: Das ist keine normale Reform, die wir vorliegen haben.
00:00:07: Es ist wirklich eine existenzielle Reform!
00:00:10: Was würde passieren?
00:00:12: Was ist das Horrorszenario, wenn wir nichts tun?
00:00:15: Es wird wehtun müssen.
00:00:17: es geht nicht anders weil wir alle bezahlen letztendlich die Pflegeversicherung mit unseren Beiträgen.
00:00:27: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:29: Wir sind deine Verstärkung von Vervendo ein Podcast für nachhaltige Versicherungen und sozialethisches Finanzwesen.
00:00:36: Hier geht es nicht nur um deinen persönlichen Wohlstand, sondern auch um eine bessere Zukunft für uns alle.
00:00:42: Im heutigen Format nachgefragt reden wir mit Expertinnen und Gästen – dabei teilen sie ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen mit uns, insbesondere zu Finanz- und Versicherungsthemen!
00:00:53: Das soll dich inspirieren und befähigen, nicht nur deine eigene Zukunft zu gestalten, aber auch zu positiven Veränderungen in der Welt beizutragen.
00:01:02: So werden wir ganz nebenbei zu deiner Verstärkung.
00:01:08: Ich bin Anja Werner, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Verwendo und zusammen mit Helene Marketing Team.
00:01:13: Mein Name ist Helene Bossmann.
00:01:15: ich bin Diplombetriebswirtin und seit zwölf Jahren selbstständig als Versicherungsmarklerin und davon seit zehn Jahren bei VerWendo.
00:01:22: Hallo Helene!
00:01:23: Hi Anja Du liebe Anja.
00:01:26: weil ja gerade leider noch nicht in aller Munde aber zumindest im Bundestag sehr präsent das Pflege-Neuordnunggesetz diskutiert wird habe ich uns einen allseits bekannten und beliebten Experten wieder mitgebracht, und zwar den Bürgermehlmann von der Ideal.
00:01:42: Herzlich willkommen lieber Bürger!
00:01:44: Ja hallo ihr beiden.
00:01:45: das ist toll dass sich heute hier sein kann ein bisschen was zum Pflege-Neuordnungsgesetz erzählen kann.
00:01:50: Da freuen wir uns sehr drauf.
00:01:52: Ich finde das Thema ist leider also nicht wie das GKV Stabilisierungsgesetz in aller Munde sondern mal wieder wird die Pflege irgendwie ausgespart und ich finde eigentlich stecken in dem Gesetzentwurf wirkliche Brennpunkte.
00:02:08: Also ich bin gespannt, ob das hoffentlich nochmal groß hochgekocht wird oder ob es quasi so durchgewunken wird?
00:02:15: Aber heute wollen wir uns erst mal damit beschäftigen was denn so drin steckt.
00:02:19: also vielleicht vorweg mein aktueller Stand Ich weiß nicht ob du einen anderen hast ist seit Anfang Juni liegt der Entwurf zum Pflege Neuordnungsgesetz kurz PNOG vor.
00:02:30: beschlossen ist aber bis Heute nichts.
00:02:33: Es gibt so ein paar Punkte drin, da kommen wir bestimmt noch drauf die schon wieder geändert wurden.
00:02:38: Also wir haben ja jetzt einen neuen Gesundheitsminister also der Entwurf noch von Nina Warken und jetzt hat Carsten Linnemann als Gesundheitsminister übernommen und schon so ein Paar Dinge geändert.
00:02:50: aber generell wie verbindlich ist das was wir hier besprechen?
00:02:54: Und was davon kann noch kippen?
00:02:56: Wie sind da so deine Erfahrungen?
00:02:58: Ja, gute Frage.
00:03:01: Jetzt hol ich mal meine Glaskugler raus und versuche da mal was drum zu lesen.
00:03:05: Also tatsächlich bis vor drei Wochen hätte ich gesagt, da wird sich nicht viel dran ändern.
00:03:12: Vielleicht so ein bisschen was hier und ein bisschen etwas da... Es gibt ein paar Solbruchstellen, die baut man wahrscheinlich immer mit ein.
00:03:19: Wenn dazu sehr darüber diskutiert wird dass man die da kippen kann wie zum Beispiel die Rente für die pflegenden Angehörigen das ist so ein klassischer Punkt.
00:03:30: aber tatsächlich haben wir ja doch starke politische Verwerfung momentan im Lande und die zwingen mehr oder weniger die Bundesregierung dazu diese Reform wahrscheinlich noch aufzuweichen.
00:03:45: Was da genau passiert, kann natürlich keiner jetzt sagen.
00:03:48: aber das Grundproblem ist dass diese Reformen eigentlich glaube ich in jedem Bereich auch in der Pflege so zwingend erforderlich sind weil die Sozialsysteme einfach überlastet sind und zwar massiv überlastete übrigens genauso wie die Bürger auch dass es nicht mehr so geht Und das ist keine normale Reform, die wir hier vorliegen haben.
00:04:13: Das ist wirklich eine extenzielle Reform!
00:04:16: Und man geht jetzt ganz bereit rein und kürzt ganz viele Leistungen in allen möglichen Bereichen, also da wird kein Bereich ausgenommen.
00:04:25: Ich wüsste jetzt gar nicht wenn man diese Reform aufweicht wo man da Alternativen finden sollte weil alle Bereiche betroffen sind.
00:04:34: Wenn man nur die Punkte rausnimmt die besonders weh tun dann hat man wieder ein Reförmchen.
00:04:40: das bringt uns nichts Was wir die letzten Jahre gemacht haben, was nicht zielführend ist und auch der Situationen nicht gerecht wird.
00:04:51: Im Moment geht es ein bisschen unter muss man fairerweise sagen.
00:04:54: Wir haben die Gesundheitsreform, die jetzt noch stark diskutiert wird.
00:05:00: Die Rentenreform ist jetzt gerade in aller Munde.
00:05:04: Und ja wenn sie da mal durch sind dann kommen wir mal zum Thema Pflege.
00:05:09: aber das ist wie immer etwas nachgelagert für den Sachsenlernen.
00:05:12: Ja, ich finde generell... Also das hatten wir ja schon im ersten Podcast den sich gerne auch jeder nochmal anhören darf der ihn noch nicht gehört hat.
00:05:21: Das Pflegejahr sowas ist was sich so schön wegschieben lässt.
00:05:24: also solange ich nicht selbst betroffen bin weil ich entweder gepflegt werden muss oder eine pflegende Person bin.
00:05:31: Solange lässt sich das Thema ja schön weg schieben mit dem Gedanken es wird mich schon nicht treffen und dann brauchen wenn ich drüber reden.
00:05:40: Und Gesundheit ist ja was?
00:05:42: Bei den Krankenkassen gekürzt wird es halt was, was direkt spürbar ist und Pflege.
00:05:47: Also das Pflegen-Neuordnungsgesetz wird auch für all die Spürbar sein, die halt gerade pflegen oder gepflegt werden.
00:05:53: Das ist aber ja ein kleiner Rateil also nicht so hochgekommen.
00:05:57: Und vielleicht vergänzen?
00:05:59: Auch für die, die jetzt einfach nur Beiträge zahlen weil auch da ändert sich etwas Ja
00:06:04: Und muss es ja auch.
00:06:06: Das hatten wir, glaube ich im ersten Podcast schon.
00:06:09: Es war die Botschaft, dass da ganz dringend eine Reform her muss – ne gute!
00:06:13: Weil der Pflegesatz also das was wir prozentual in einer Sozialversicherung zahlen einfach viel zu wenig ist.
00:06:19: Also für das was auf uns zukommen wird an zu pflegenden Personen ist das einfach gar nicht haltbar.
00:06:26: Ist es denn eigentlich eine wirkliche Neuordnung?
00:06:30: Also so'ne richtige Reform mit Vizins nochmal neu auf oder größere kleinere Heftpflaster auf verschiedene Stellen.
00:06:39: Ah
00:06:40: ja, es ist also grundsätzlich an der Grundstruktur ändert sich eigentlich nichts.
00:06:48: was sich ändert das sind die ganzen Bezeichnungen.
00:06:51: also wenn damit dass auch nach Reform aussieht muss ich ja vieles ändern.
00:06:54: insofern hat man ganz viele neue Begriffe eingeführt alte begriffe gegen neue Begriff rausgetauscht Und man hat die Leistung natürlich entsprechend angepasst.
00:07:06: Grundsätzlich muss man jetzt eins sagen, es gibt nur einen einzigen der bei dieser Reform weniger Zahlen muss und das ist der Start.
00:07:17: Das ist so.
00:07:18: Und das ist auch ganz bewusst so gemacht, es muss so sein weil die Pflege einfach nicht mehr finanzierbar ist.
00:07:26: Das kann ich auch gerne vielleicht mal an ein zwei Zahlen deutlich machen.
00:07:30: wenn wir mal gehen auf Ninzehundneinzig da wurde die gesetzliche Pflege eingeführt Da hat der Staat fünf Milliarden Euro im Jahr gezahlt.
00:07:40: Es waren fünf Milliarden aufwendungen, die man hatte für die Pflege, die dann letztendlich durch Beitragseinnahmen eingenommen werden mussten.
00:07:48: So.
00:07:50: Im Moment oder in den Jahr zwei Tausend zwanzig standen wir bei knapp fünfzig Milliarden und zweitausend sechsundzwanzig bei fünfund siebzig Milliarden.
00:07:59: Und zwei tausend vierzig bis dahin werden die ganzen Baby Boomer auch mal in die Pflege kommen.
00:08:05: Da werden wir irgendwo stehen, keine Ahnung.
00:08:08: Aber die Kosten explodieren uns unter den Füßen.
00:08:13: Das ist das große, große Problem und es ist einfach nicht mehr finanzierbar.
00:08:20: Der Staat kann es nicht bezahlen.
00:08:22: Und man kann diese Kosten aber auch nicht.
00:08:25: so wie du, sagt der Selene... dass wir zu wenig Beitragseinnahmen haben, man kann das nicht alles auf die Beiträge umlegen.
00:08:32: Auch dann ist es für den Bürgern nicht mehr bezahlbar und das ist das große Dilemma an dem wir stecken.
00:08:37: Der Staat kann's nicht mehr bezahlen – nicht mehr in Zukunft!
00:08:41: Die Bürger können sie nicht mehr zahlen und trotzdem muss das System irgendwie repariert werden.
00:08:46: Das ist das grosse Versäumnis der letzten Jahre wo wir eigentlich die Leistung immer ein bisschen erweitert haben Hier ein bisschen mehr und da ein bisschen.
00:08:56: Und haben da eigentlich, wie man so schön sagt über die Verhältnisse gelebt?
00:09:01: Das holt uns jetzt ziemlich genadenlos ein weil Jetzt ist das System wirklich wir stehen direkt vor der Wand es Ist nicht mehr bezahlbar
00:09:08: stecken in den seventy-fünf Milliarden nur die Aufwendung der Pflegekassen drin oder auch die Sozialleistungen.
00:09:15: Weil wenn ich als Person gepflegt werden muss, mir das aber nicht leisten kann, dann beantrage ich ja quasi Sozialhilfe dafür und stecke das in den Seventic Milliarden schon darin.
00:09:25: Oder kommt das noch on top?
00:09:26: Das kommt noch on Top.
00:09:28: Und das ist natürlich ein richtig fetter Klopper, weil... ...das ist auch ein Bereich, auch wenn da gerade noch viel darüber diskutiert wird.
00:09:34: Ich kann mir im Leben nicht vorstellen dass sie das wieder rausstreichen Weil die Sozialkassen sind so stark nur durch die Pflege überlastet.
00:09:42: Man muss sich vorstellen, dass vierzig Prozent aller derer, die in stationären Pflegeeinrichtungen leben, sozial für bedürftig sind.
00:09:48: Vierzig Prozent!
00:09:50: Das heißt alle Pflegeeinrichtung, die es in Deutschland gibt werden zu vierzig Prozent durch den Steuerzahler finanziert.
00:09:58: Und es geht einfach nicht mehr, die Kommunen können ihre eigentliche Aufgabe schon gar nicht mehr wahrnehmen, weil die Belastung zu hoch ist und da muss man was machen.
00:10:09: Das kann man aber nicht machen über die Pflegeversicherung sondern dann muss man halt eben etwas tun über Sozialrecht und das ist halt letztendlich damit verbunden dass zukünftig wahrscheinlich auch wieder die Kinder für die Eltern mehr gerade stehen müssen als es zur Zeit der Fall ist.
00:10:28: Haben wir noch eine extra Frage zu, finde ich super spannend bevor wir da jetzt vorgreifen.
00:10:33: Sag mal du bist ja sehr tief im System drin.
00:10:37: was würde passieren?
00:10:38: Was ist das Horrorszenario wenn wir nichts tun.
00:10:42: Ja, wenn wir nichts tun dann passiert folgendes.
00:10:45: Wenn es einen Fehlbetrag gibt den wir übrigens aktiv auch haben in der Pflegeversicherung Dann springt der Staat ein und vergibt an die gesetzliche Pflege Versicherung einen Kredit.
00:10:59: Im Moment haben wir wenn ich das richtig weiß kredite über Und die müssen von der gesetzlichen Pflegeversicherung zurückgezahlt werden.
00:11:12: Wenn wir jetzt nichts tun würden und es würde einfach so weiterlaufen, dann werden wir im Jahr in den Jahren ist, wo wir jedes Jahr einen zweistelligen Milliardenbetrag der Pflegekasse als Kredit zahlen müssten.
00:11:29: Und wir kommen immer weiter in die Schulden rein, das kann ja nicht zurückgezahlt werden.
00:11:34: Alleine schon die aktuelle Situation wo man versucht diese Reform über die Bühne zu bringen sieht vor dass die aktuellen Schulden von über vier Milliarden erst zwei tausendvierzig zurück gezahlt werden müssen.
00:11:47: Also man versucht halt eben die Kosten daraus zu nehmen im Moment für die gesetzliche Pflege und schiebt die Schulden auf die ganz lange Bank, aber das ist halt das Grundproblem.
00:11:57: Wir verlagern ganz viele Kosten auf die Folgegeneration.
00:12:02: Das merken wir ja schon seitdem die Regierung sich die Schulde aufgenommen hat ganz am Anfang.
00:12:09: es wird wahnsinnig viel auf die folge Generation umgelegt und dass es halt große übel daran Das würde passieren, wenn nichts passiert.
00:12:19: Und nochmal zum Verfahren einmal kurz wie ist das weitere Verfahren?
00:12:24: Also es liegt jetzt der Entwurf vor.
00:12:27: was sind die nächsten Schritte?
00:12:30: Ja also jetzt wird erstmal diskutiert und zwar bis aufs Messer und irgendwann wird das ganze dann auch mal im Fernsehen ankommen.
00:12:39: wahrscheinlich dass man sich über die Pflegereform zereist dort und jeder wird seine eigenen Vorstellungen haben.
00:12:47: Letztendlich geht das dann in den Kabinettsbeschluss, da wird dann letztendlich aus dem Referentenentwurf ein Regierungsentwurf, wenn dem zugestimmt wird.
00:13:00: Und dann geht es in den Bundestag, dann kommen die ganzen Lesungen dazu, dass ist das was man im Fernsehen immer sieht, dann wenn das dann abgesegnet ist irgendwann geht's in den Bundesrat Und dann haben wir letztendlich das Gesetz.
00:13:13: Das eigentlichen Kraft treten sollte, ab ersten Ersten.
00:13:17: aber nach den politischen Verwerfungen die gerade jetzt laufen und wo man ja noch bei den anderen Reformen wieder beim Null anfängt.
00:13:26: glaube ich das nicht.
00:13:27: Also wenn ihr mich jetzt fragt, dann würde ich sagen mein Gefühl ist nicht so dass wir am ersten hier ein neues Gesetz zur Pflege haben.
00:13:39: Ich glaube es wird sich ins nächste Jahr reinziehen und zwar mindestens bis zum Mitte des Jahres.
00:13:46: aber das ist Glaube.
00:13:48: was davon tatsächlich umgesetzt wird weiß ich nicht
00:13:52: Und dann hat es ja auch meistens noch ein paar Monate bis zur Umsetzung.
00:13:56: Also wenn man sagt, man braucht quasi von Gesetzesbeschlossen bis gesetzt wird umgesetzt die auch mal nochmal bisschen Vorbereitungszeit.
00:14:03: also selbst wenn die Entscheidung... Da bin ich bei dir.
00:14:08: Ich sehe das auch nicht dass das Thema in diesem Jahr noch angegangen wird.
00:14:12: Wenn dann gegen Ende des Jahres.
00:14:13: aber Ja Verwerfung triffts ganz gut Aber lass uns doch mal einsteigen so nach und nach durchgehen.
00:14:23: Also ich habe mir eure Unterlage, die übrigens sehr gut ist zu dem Thema nochmal angeguckt und das Gesetz ein bisschen Und es soll ja unter anderem angepasst werden.
00:14:33: Die Punkte schwellen für die Pflege gerade eins bis drei und verschärft die Bewertungen im Bereich der Selbstversorgung.
00:14:40: also wie gut bin ich noch in der Lage mich selbst Zu versorgen und was bedeutet dass im Alltag?
00:14:47: bekommt jetzt keinen Pflegegrad mehr oder niedrigeren, der ihn heute noch anders bekommen würde.
00:14:53: Also so ganz konkret in der Praxis wie sieht es aus?
00:14:55: Ja wir haben also tatsächlich diese zwei Dinge die man beachten muss.
00:15:01: wenn man sich viele Berichterstattung anhört über das pflegeneuartungsgesetz dann wird häufig geredet wirklich nur über die höheren Schwellenwerte.
00:15:09: heißt also dass abpflegegrad also erst mal grundsätzlich vielleicht Wenn ich den Gutachter hier habe und ich werde begutachtet zum Thema welchen Pflegegrad ich habe, dann arbeitet er mit einem Punktesystem.
00:15:25: Ich kann also maximal hundert Punkte erreichen und dann hab' ich garantiert pflegegrad fünf.
00:15:30: Und je nachdem wieviel... Punkte ich erreiche, je mehr Punkte desto höher der Pflegegrad.
00:15:36: Also das fängt bei zwölf und ein halb Punkten an und dann komme ich in den Pflegegrad eins und dann steigert sich das Ganze bis zum Pflegegerad.
00:15:42: fünf davon.
00:15:44: diese Punktewerte werden angehoben im Pflege grad eins von zwölfen halb auf fünfzehn Punkte.
00:15:50: na gut es lesen wir so durch und denkt mir dann so Naja, okay wird ein bisschen angehoben.
00:15:54: Ist jetzt nicht die Welt?
00:15:56: Im Pflegegrad zwei von siebenundzwanzig auf dreißig und im Pflege grad drei von siebundvierzig fünf auf fünfzig Punkte.
00:16:02: Okay hört sich erstmal völlig ja nebensächlich an ist für mich jetzt nicht so.
00:16:08: der der Bringer muss mal umgangssprachlich zu formulieren.
00:16:13: das muss man aber in Zusammenhang sehen mit der Verschärfung der Bewertungssystematik.
00:16:18: Und zwar ist es so, dass man durch verschiedenste Punkte geht wenn der Gutachter da ist und ein Punkt davon ist der Bereich Selbstversorgung.
00:16:27: Da wird geprüft wie gut kann sich dieser Mensch noch selber versorgen also mit allem was dazugehört oder braucht er irgendwo bei Hilfe?
00:16:38: In diesen Punkten, da ist das so gerade beim Punkt Selbstversorgerung, da kann ich letztendlich nur zehn, zwanzig, dreißig oder vierzig Punkte erlangen.
00:16:48: Ja, in diesem Bereich.
00:16:49: So und bei dieser individuellen Prüfung ist es halt eben tatsächlich so dass die Bewertungssystematik dahingehend geändert wurde das viele nicht mehr dreißig sondern noch zwanzig Punkte kriegen weil ich gibt nichts dazwischen.
00:17:05: ja Ich habe also immer zehn Punkte Unterschiede und kann in diesen Punkt bis zu vierzig Punkte erreichen.
00:17:11: Und wenn wir davon ausgehen dass die maximale Punktzahl Hundert Punkte sind, dann sind vierzig Punkte eine Menge im Verhältnis dazu.
00:17:20: Also dieser Bereich selbst versorgen wird sehr stark bewertet weil er sehr wichtig ist und da ist es so dass viele zukünftig zehn Punkte weniger bekommen werden.
00:17:31: Und jetzt muss man das Ganze zusammenbringen und sagen okay ich bekomme zehn Punkte Weniger Und gleichzeitig werden die Einstufungsschwellenwerte nach oben gedrückt, auch wenn es nur zweiinhalb oder drei Punkte sind.
00:17:45: Aber wir reden dann plötzlich nicht mehr über zehn, sondern wir reden da plötzlich über zwölfen halb Punkte und das ist wirklich eine Menge!
00:17:56: Das betrifft hauptsächlich die unteren Pflegegrade eins bis drei Und wir werden also zukünftig viele Menschen haben, die erst gar nicht in die Pflege kommen.
00:18:09: Weil sie noch drunter liegen nach dem neuen System oder halt eben nicht mehr ein Pflegerat zwei sondern ein Pfleggerat eins sind oder einen Pflegegrad zwei oder ein Pflege grad drei, die jetzt im Pflege-Grad zwei sind.
00:18:25: Also die werden einfach nicht mehr so hoch eingestuft.
00:18:27: Wir werden bestehende gepflegte Personen neu eingrupiert, also findet auch eine Neuordnung statt.
00:18:34: Nein es gibt Bestandsschutz aber ihr müsst sehen Fliege ist ja nun leider ein endliches Thema.
00:18:42: wenn ich mal fliegebedürftig werde da werde ich in der Regel nicht nach zwei Jahren als gesund entlassen sondern das ist ne Einbahnstraße Die wird immer schlimmer und irgendwann endet das mit dem Tod.
00:18:52: Wir haben eine durchschnittliche Pflegedauer von knapp sieben Jahren jetzt im Moment oder etwas über sieben Jahre.
00:18:59: Und gerade die höheren Pflege, gerade oder stationär bin ich gar nicht so lange drin.
00:19:05: Das heißt es gibt einen Standenschutz der ist aber ein paar Jahre.
00:19:10: automatisch hebt er sich von selbst auf weil die Menschen einfach verstärben.
00:19:15: Aber in dem Zusammenhang Gute Frage, was ist eigentlich wenn diese Personen dann mal hochgestuft werden?
00:19:23: Also wie gesagt ich habe einen Bestandschutz.
00:19:24: Ich bin jetzt im Pflegegrad eins und werde nicht runter gestuft oder neu bewertet.
00:19:31: aber was ist denn wenn ich jetzt hochgestuft werde Und es kommt der Gutachter und das geht jetzt um vielleicht um ein Pflegegrad zwei, dann greifen die neuen Kriterien.
00:19:40: Dann greift nicht das alte Gutachtervverfahren sondern dann greift das neue Gutachterverfahren und dann kann es gut sein dass ich zwar Bestandschutz auf dem Pflegerad eins habe aber halt eben nicht in den Pflege grad zwei kommen würde.
00:19:54: früher wäre ich da vielleicht reingekommen jetzt nach den neuen kriterien nicht mehr.
00:20:03: Haben wir ja die meisten, also zwei und drei.
00:20:06: Ich finde mich recht der Erinnerer an unsere letzte Folge sind ja die meisten Personen in Pflege grad zwei und Drei.
00:20:13: Eins haben wir festgestellt noch sehr wenig weil man da denkt man kann das noch alles alleine Und das meistens noch gar nicht beantragt und dann fängt es bei zwei an.
00:20:20: Der ist ziemlich groß der Block.
00:20:22: Also viele denken ja tatsächlich, dass der Pflegegrad eins oder der Einstieg ist... Da müssen ja unendlich viele drin sein weil da auch gar nicht so starke Einschränkungen dafür notwendig sind um in den eins zu kommen.
00:20:36: Es sind aber tatsächlich nur dreizehn Prozent.
00:20:38: Dreizehn prozent aller pflegebedürftigen sind im Pflegerad eins und im Pflegerat zwei- und dreizusammen siebzig.
00:20:45: Ja, aber das liegt schon auf daran, dass so wenige in Pflege gerade eins sind.
00:20:49: Weil das ja oft noch die Ehepartner mit übernehmen, weil das wirklich kleine Aufgaben sind.
00:20:54: Also das soll nicht heißen, dass ich das richtig finde aber so ist es.
00:20:57: und bei zwei und drei sagen die Partner, weil sie vielleicht selber alt sind, vielleicht selbst schon gebrechlich.
00:21:01: Das kann ich nicht mehr leisten.
00:21:03: und dann geht es wirklich darum, Pflege zu beantragen was er aber auch wieder ein Zeichen für eine Reform sein kann Also wenn ja wirklich Fliegegrad einzu wenig genutzt wird, weil man das offensichtlich noch in den meisten Fällen irgendwie kompensieren kann.
00:21:20: Ist das vielleicht auch ein Ansatz für eine Reform dazu sagen?
00:21:23: Okay, da bin ich dann bei der Anhebung der Punkte Schwellen.
00:21:26: vielleicht brauchen wir das in dem Punkt bei der Art der Selbstversorgung noch gar nicht, weil das noch geleistet werden kann.
00:21:35: Also man muss tatsächlich klar sagen, das hat mich immer gewundert warum ein Pflegegrad eins eingeführt hat.
00:21:43: Weil die Einstiegshürden sind relativ niedrig um da reinzukommen im Verhältnis gesehen.
00:21:51: Das ist genauso wie du sagst an ja die meisten machen das wenn es dann geht über den Partner der das auch in einer Regel gut leisten kann.
00:22:00: aber es gab noch nie großartige Leistungen.
00:22:06: Wir hatten die Hundertdreißig Euro, die da bisher gezahlt wurden und das war es.
00:22:12: Aber mit hundertdreizig Euro kann ich jetzt auch nicht so viel bewegen im Monat.
00:22:17: Das ist ja relativ im Verhältnis zu den anderen Pflegegraden.
00:22:21: also der Staat wusste schon ganz genau, dass ist ein Pflegekrat, da brauche ich nicht so viele Hilfeleistungen oder hat aber trotzdem gesagt okay wir schaffen diesen PflegeKrat eins.
00:22:32: Man hat diesen Pflegegrad eins jetzt auch komplett von Leistungen befreit, zumindestens von finanziellen Leistung.
00:22:40: Das hat wahrscheinlich auch genau den Hintergrund, dass man gesagt hat okay wir müssen hier jetzt sparen gar keine Frage.
00:22:46: aber es ist eigentlich nicht so notwendig weil man muss ja immer sehen die Menschen stehen ganz am Anfang ihrer Pflege und da ist in der Regel ja noch Geld vorhanden bei den Menschen oder bei vielen Menschen.
00:23:00: Und so notwendig ist es da vielleicht nicht.
00:23:03: und liegt da wirklich den Fokus jetzt viel mehr auf Prävention, man bekommt jetzt im Pflegegrad eins eine Pflegebegleitung an die Hand.
00:23:15: früher war das so dass Wenn ich pflegebedürftig geworden bin, dann musste ich mich kümmern und musste sagen okay.
00:23:21: Ich fordere jetzt jemand an der mir erzählt was kann ich denn machen?
00:23:25: Und welche Leistung gibt es dann?
00:23:26: so das muss sich gar nicht mehr gibt es jetzt automatisch.
00:23:28: ich kriege jetzt automatische einen an die Hand Die halt eben kommt oder der halt eben und guckt was ist notwendig, was brauchen die Angehörigen auch um die Pflege besser leisten zu können.
00:23:40: Brauchen sie vielleicht mal so ein Kurs wie gehe ich mit dem pflegebedürftigen besser um?
00:23:44: Wie kann ich den besser bewegen?
00:23:45: mit Eigenbewegungen?
00:23:48: weil manchmal ist das ja auch ein Gewichtsproblem bei den pflegen.
00:23:51: bedürftig kann ja nicht jeder gleich so ein achtzig Kilomenschen da lagern im Bett und umdrehen.
00:23:56: Und auf dem Stuhl setzen, von Rollstuhl setzten etc.
00:24:01: Auf sowas wird geachtet und natürlich ist das ganze Thema Prävention auch wichtig weil man will halt eben versuchen dass durch die bestmögliche Versorgung in dem Moment auch durch die Angehörigen diese Person gar nicht erst in die nächste Pflegestufe kommen.
00:24:17: Klar, da will man letztendlich auch Kosten sparen.
00:24:20: Aber das ganze Thema Prävention hat einen anderen Stellenwert bekommen und das ist praktisch der Ersatz für diese hundertdreißig Euro die ich bisher gekriegt habe.
00:24:29: im Pflegerat eins.
00:24:31: Wie kann ich mir das praktisch vorstellen?
00:24:34: Da kommt jemand vorbei!
00:24:35: Also ich werde pflegebedürftig.
00:24:37: Ich habe Pflegeleistung beantragt, der meldet sich jemand und sagt wie ist denn das überhaupt?
00:24:41: Wer pflegt sie dann?
00:24:42: Und ja das sind die meine Tochter, meine Frau.
00:24:45: Dann wird halt eben Gespräch geführt.
00:24:47: haben Sie da schon mal gemacht?
00:24:48: was brauchen Sie noch dafür?
00:24:51: Dann wird gezeigt wie man bestimmte Dinge machen kann.
00:24:54: also wirklich man bekommt jemand praktisch an die Seite gestellt der einem dabei hilft diese Pflege aktiv zu bewältigen der macht die Pflege nicht Aber der
00:25:04: bildet schon die Pflege aus, die dann später vielleicht noch pflegische für zwei begleiten dürfen.
00:25:09: So ungefähr also macht auch jetzt sich die Kurse nicht aber die guckt halt eben was brauchen diese Menschen damit sie diese Pflege wirklich leisten können?
00:25:16: und das finde ich wirklich auch eine sehr gute Sache, die hier geschaffen wird.
00:25:23: Ja, finde ich auch Und es sind ja auch wieder was man nicht sieht checken ja auch Aufwendungen hinter.
00:25:28: Also diese menschen die die pflegebegleitung machen die müssen ja auch von staatlicher Stelle wahrscheinlich bezahlt werden.
00:25:35: Also stelle ich mir gerade irgendwie ähnlich vor wie einen gerichtlichen Betreuer, also mit weniger Aufwand wahrscheinlich und der Möglichkeit mehr Menschen zu begleiten.
00:25:46: aber das finde ich total gut.
00:25:49: ehrlich gesagt
00:25:50: Ja das macht dann.
00:25:50: das ist die Pflegebegleitung nach § sieben SGBF.
00:25:56: Das kann man jetzt auch schon anfordern.
00:25:59: Aber wie gesagt, das wird noch mal einen ganz anderen Stellenwert kriegen dann wenn diese Reform durch ist.
00:26:04: Ja, das finde ich aber total gut.
00:26:06: Also Präventionen, wie du sagst dass man doch vielleicht sich noch mehr bewegt, dass man jetzt wo man kann da nochmal mehr hat.
00:26:14: also wie beim letzten Mal schon erzählt mein Papa ist in einem Pflegeheim und die haben auch zweimal die Woche machen die da Sport.
00:26:21: Das ist ganz süß, habe ich mal gesehen so im Sitzen mit Gewichten Ja, und ich meine das macht er jetzt da um irgendwie so ein bisschen Beweglichkeit zu erhalten.
00:26:30: Aber die Möglichkeit gibt es ja auch.
00:26:31: wenn man noch Zuhause ist muss man halt nur wissen wo's sowas gibt
00:26:35: ist übrigens, wo du das gerade so schön erwähnst.
00:26:38: So eine Sache, dass die meisten Pflegeheimen diese Sportgruppen und Bastelgruppen Und Singengruppen was es da alles schönes gibt in den Pflegeeinrichtungen.
00:26:47: Bingo Gruppen ganz genau finanzieren oder bisher finanziert aus den hundertdreißig Euro dies da monatlich gab.
00:26:54: Wie gibt's aber zukünftig für Pflegeheime nicht mehr diesen komplett gestrichen worden?
00:27:00: Deswegen bin ich mal gespannt wie sich grade solche So, solche Angebote in dem nächsten Jahr entwickeln werden.
00:27:09: Ich könnte mir vorstellen dass das Angebot dort deutlich zurückgefahren wird weil die Pflegeeinrichtungen können das daraus nicht mehr finanzieren.
00:27:17: Das heißt jeder gepflegte Person bekommt diesen Entlastungsbetrag.
00:27:22: also heute bekommt diesem Entlastung Betrag von hundertdreißig Euro ab.
00:27:26: pflegegrad eins quasi und der fällt nicht nur für pflegen gerade ein Zweck sondern für alle.
00:27:32: Nein, der fällt nur für den Pflegegrad eins weg im ambulanten Bereich und für alle im stationären Bereich.
00:27:38: Na
00:27:38: super!
00:27:38: Dann fühle ich es doch nicht so gut.
00:27:41: Ja das ist tatsächlich was... Ich habe ja ein Pflegeheim gearbeitet weil ich gelernte Physiotherapeutin bin, was den Menschen die dort leben wirklich etwas gegeben hat.
00:27:50: also weil es gibt sowieso schon viel zu wenig menschlichen Kontakt in Pflegeheimen.
00:27:55: Das sehe ich als kritisch tatsächlich.
00:27:58: Bin jetzt auch noch nicht mehr so ein großer Fan.
00:28:01: Prävention gerne, aber das ist ja auch eine Form von Präension.
00:28:05: Wenn die Menschen dort Bingo spielen und ihren Kopf noch mal benutzen können.
00:28:08: Denn es gibt viele Menschen, die versauern sonst wirklich nur im Bett weil sie eben auch wenig Besuch bekommen Da sind wir dann, glaube ich auch schon bei dem nächsten.
00:28:15: Das habe ich ehrlich gesagt nicht so ganz verstanden aber da kannst du uns bestimmt helfen.
00:28:19: Ich hab gelesen Auspflegegeld wird Entlastungsbudget und aus Pflegesachleistung ein Sachleistungsbudgets.
00:28:26: und dann gibt es noch einen Sozialraumbudget.
00:28:28: was bedeutet das jetzt auch wieder in der Praxis?
00:28:31: ist dass nur alter weine neuen Schläuchen.
00:28:33: oder ändert sich jetzt wirklich wofür man das Geld ausgeben darf?
00:28:37: Ja, Tolle Frage, also ich habe mir das durchgelesen und hab mir so gedacht Deutschland wir sind wieder bei dir.
00:28:44: Es ist typisch aber muss wirklich alles ändern und es wird alles immer komplizierter gefühlt.
00:28:51: was ist das denn jetzt nun wieder?
00:28:53: Und es hat tatsächlich einen Hintergrund.
00:28:59: Es gab ja früher sehr viele Einzelleistungen.
00:29:01: Ich mach mal ein Beispiel für... Es gab die Pflegesachleistung, das war halt eben was bezahlt wurde für den ambulanten Pflegedienst.
00:29:12: Das hieß pflege Sachleistung.
00:29:14: Das heißt jetzt neu, dass ist das Sachleistungsbudget und in diesem Sachleistumsbudget da... finden sich jetzt plötzlich Positionen wieder, die für die es sonst extra Leistung gab.
00:29:27: Also früher gab's zum Beispiel auch Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege.
00:29:31: das war eine Leistung.
00:29:33: dreieinhalb tausend Euro im Jahr so roundabout Die wurden dafür gezahlt.
00:29:37: wenn ich als pflegende Angehöriger jetzt mal selber Urlaub machen muss Ich brauche eine Auszeit!
00:29:42: Ich musste einfach mal raus Wenn konnte ich in den Urlaub fahren?
00:29:45: Und dann kam halt eben in der Zeit ein Pfleger.
00:29:47: Eine Pflegarin hat jetzt meinen Vater meine Mutter versorgt Oder ich konnte sie halt eben auch für die Zeit ins Pflegeheim bringen, für die zwei Wochen oder wie auch immer.
00:29:57: Das wurde extra bezahlt.
00:29:58: Diese Einzelne Leistung, die es da gab, die entfallen größten Teils und die finden sich alle in den Budgets wieder.
00:30:07: Deswegen heißt das Budget-Budget Ich kann ja daraus verschiedenste Sachen dann finanzieren.
00:30:15: Damit fallen mal eben locker dreieinhalb Tausend Euro im Jahr weg für den Pflegenden, der jetzt.
00:30:22: diese Leistung muss jetzt aus diesem Budget finanziert werden.
00:30:25: Und diese Budgets sind zwar etwas erhöht worden also im Verhältnis wenn man die Leistungen vergleicht die Leistung steigen etwas aber die gleichen Jetzt auch nur gerade Mal die Inflation aus der letzten Jahre seit der letzten Reform wo diese Leistungen angepasst wurden.
00:30:44: Also Wir kriegen jetzt nicht mehr in dem Sinne und haben das Problem, dass zukünftig aus diesem Geld was bereitgestellt wird alles finanziert werden muss.
00:30:54: Es gibt keine Leistungen a b c d e. es gibt nur eine eine Leistung und dass dieser einen Leistung wird alles financiert.
00:31:03: also auch sowas wie ich brauche so griffe in der dusche zuhause.
00:31:07: also das wäre dann auch quasi in diesem sachleistungsbudget mit drin.
00:31:12: da müsste ich tatsächlich nachgucken.
00:31:13: das kann ich dir jetzt Gerade man nicht genau erklären, ob das nur gerade mit drin ist.
00:31:18: Aber es sind halt eben... Ich mach mal ein anderes Beispiel.
00:31:22: Es gibt immer vierzig Euro für Hygieneartikel jeden Monat wenn jemand gepflegt wird und das fällt jetzt auch weg.
00:31:33: Das ist in den Budgets mit drin.
00:31:35: Und diese ganzen Einzelleistungen die es da gab, die sind weg und dafür haben wir einfach nur noch die Budgets.
00:31:40: und was daraus finanziert wird Das ist das, was notwendig ist und wenn das Budget aufgebraucht ist dann ist das Geld halt eben weg.
00:31:49: Da schiebt man jetzt die Verantwortung auf die pflegenden Angehörigen.
00:31:53: so du darfst jetzt entscheiden möchtest du in Urlaub fahren oder möchtes du Hygieneartikel?
00:32:00: Ja der Staat sieht es eigentlich anders.
00:32:02: Der Staat sagt Du kannst ja immer noch alles machen.
00:32:04: Du musst es dann irgendwann nur selber bezahlen
00:32:08: Wenn du kannst.
00:32:09: Wo ich da jetzt gerade so drüber nachdenke, wie steht denn eigentlich die Pflegeversicherung und die Krankenversicherung zusammen?
00:32:17: Weil ich sage mal sowas wie ein Rollstuhl- und vielfach Hygienesachen, Hilfsmittel werden ja von der Krankenkasse bezahlt.
00:32:26: Wie stehen denn die zunahnder also... Ich weiß, Pflegefersicherung wird dir auch an die Krankenklasse abgeführt, läuft über die gleichen Stellen Halt, kann ich denn jetzt mehr bei der Krankenkasse beantragen?
00:32:37: Also wenn die Hygiene-Artikel wegfallen... ...die aber medizinisch notwendig sind.
00:32:42: Ja gut das ist was anderes!
00:32:44: Man muss unterscheiden immer, genau das richtige Stichwort.
00:32:47: Medizinische Notwendigkeit ist es medizinischen notwendig ja oder nein?
00:32:52: Ist es medizinisch notwendig, ist es Krankenkassel?
00:32:55: Anderer Topf und anderes Budget wird anders bezahlt.
00:32:57: Ist es medicinisch nicht notwendig dann braucht man's ja nichts.
00:33:04: Also das ist tatsächlich immer, es geht nach der medizinischen Notwendigkeit.
00:33:08: Beispiel dazu ich habe jemand, dass im Pflegegerät eins zu Hause und er nimmt aufgrund einer Demenz seine Medikamente nicht richtig.
00:33:18: dann müsste ja jemand kommen wenn er alleine Zuhause lebt der ihm die Medikamenten morgens gibt.
00:33:24: Das ist eine medizinische Notwendigkeit Und die würde von der Krankenkasse bezahlt werden.
00:33:30: Das hat jetzt nichts mit dem Thema Pflege zu tun, auch wenn der Pflegedienst kommt und auch in der Pflegendienst diese Tabletten dann morgens verabreicht und abends.
00:33:38: Aber es ist medizinisch notwendig und würde daher von einer Krankenkasse bezahlt werden.
00:33:43: Und das müsste ich jetzt nicht aus der Pflege bezahlen.
00:33:49: Und zum Beispiel Hilfsmittel wie Einlagen im Bett?
00:33:53: Weil jemand sich einnässt oder ganz ungewindeln die wären dann quasi nicht medizinischen notwendig sondern pflegebedarflich das richtig Verstanden wäre das so ein Beispiel?
00:34:01: Das kann ich dir nicht genau sagen.
00:34:02: Also das obligiert mir nicht, das zu entscheiden was dann medizinisch notwendig ist oder nicht?
00:34:07: Die Kriterien kenne ich gar nicht so ganz genau von daher weiß ich das nicht.
00:34:11: Ist
00:34:11: auch von Fall zu Fall vermutlich verschieden weil es eben einfach bei dem einen medizinischen Notwendig ist und beim anderen eben nicht.
00:34:18: Ein weiterer Punkt, der geht ja so ein bisschen mit dem Pflegegrad eins einher.
00:34:23: Ich bekomme jetzt kein Geld mehr.
00:34:26: ist das es in den ersten drei Monaten bei Pflege grad zwei und drei nur die halbe Leistung geben soll Und dafür eine intensivere fachliche Begleitung?
00:34:34: ich nehme mal an dass auch sowas wie bei pflegegrad eines.
00:34:37: also wie kann man Dinge noch selbst regeln?
00:34:40: Wie kann man daran noch ein bisschen Prävention betreiben?
00:34:43: genau Man muss das einfach so sehen.
00:34:46: Die müssen kostbar Die müssen einfach klarenlos kosten sparen.
00:34:49: Und die Frage ist, wo tut es am wenigsten weh?
00:34:52: Und da haben wir gesagt okay was ist denn wenn wir jetzt jemanden haben der in pflegegrad zwei oder drei erstmalig eingestuft wird?
00:35:03: Es geht also nicht darum Wenn ich aus dem pflegegrad eins komme und dann in den zwei reingehe Dann würde ich ganz normal die leistung auch bekommen Auch dann wenn ich in pflegerad drei komme.
00:35:15: Das ist aber allerdings anders, wenn ich jetzt erst an die erste Einstufung habe und ich komme jetzt neu das erste Mal überhaupt pflegebedürftig in den Pflegerat zwei oder in dem Pflegegrad drei.
00:35:27: Dann hab' ich hier wirklich die ersten drei Monate nur die halbe Leistung, die ich hier ausgezahlt bekomme.
00:35:34: Das kann ich euch noch nicht mal begründen, was der Sinn dahinter ist.
00:35:39: Es ist einfach mal die halbe Leistung weil man Geld sparen muss.
00:35:44: also es gibt dafür auch ein Gesetz keine Begründung Was der Sinn da hinter sein soll?
00:35:50: Der Sinn ist nehme ich mal an Geld zu sparen
00:35:53: Ja das einzige was denn ergibt.
00:35:55: Also weil entweder bin ich pflegebedürftig dann brauche ich die volle Leistung oder eben nicht.
00:36:00: Aber frei nach dem Motto sei froh Christ überhaupt was vorher hast du nix bekommen.
00:36:04: So ist es so willkürlich.
00:36:06: Man braucht sie ja vor allem den Grad am Anfang, oder?
00:36:09: Also das ist ja oft der Punkt an dem es ganz brenzlig ist in dem Leute vielleicht gerade im Krankenhaus waren und bringt Hilfsmittel brauchen.
00:36:17: Ich finde es etwas kritisch dass die ersten drei Monate unbedingt sein müssen, die oft wirklich schwer sind.
00:36:23: Ja ich denke mal das ist so das Pondant Dazu, dass im Pflegegrad eins diese hundert und dreißig Euro weggefallen sind.
00:36:31: Wenn jetzt jemand gleich in den Pflege grad zwei reinkommt hätte der ja ein Vorteil übertragenen Sinne Und denen soll er natürlich nicht haben und insofern wird da nur die halbe Leistung gezahlt.
00:36:43: das ist so ein bisschen der Ausgleich dafür.
00:36:45: Aber pflegegrad drei ist ja schon ganz ordentlich eigentlich.
00:36:49: Da brauchst du ja wirklich diese drei Monate ernsthaft schon Unterstützung.
00:36:52: Das ist ganz schwierig.
00:36:55: Aber wie gesagt, das ist ja noch ganz am Anfang.
00:36:57: dann der eigenen Pflege.
00:36:59: Wenn ich die erste Einstufung in drei kriege und da geht der Staat wahrscheinlich davon aus dass man noch über finanzielle Möglichkeiten verfügt.
00:37:08: Ach so!
00:37:08: Ja, das natürlich... So, genau frei nach dem Motto sei froh vorerst du nix bekommen.
00:37:17: Na ja wenn man sparen muss, muss man sparn.
00:37:18: also worüber reden wir?
00:37:19: es muss irgendeine Lösung her.
00:37:21: Ich hätte jetzt auch keine.
00:37:22: auf Anhieb habe mich jetzt allerdings auch nicht damit mein halbes Leben beschäftigt, so wie du.
00:37:27: Wie ist denn das?
00:37:28: Wenn ich jetzt einen Pflegegrad beantrage, dauert das ja auch bis der dann durch ist.
00:37:33: also da muss jemand kommen und das prüfen.
00:37:36: wenn er dann genehmigt wird bekomme ich rückwirkend Geld ab dem Zeitpunkt wo ich es beantragt hab oder bekomme erst Geld ab den Moment wo jemand gesagt hat jawohl Stempel drauf Antrags genehmig
00:37:47: immer ab dem moment wo du das beantragt hast
00:37:50: sind die drei Monate vielleicht herum
00:37:53: Genau.
00:37:53: Immer rückwirkend.
00:37:55: wird das genehmigt zum Zeitpunkt der Beantragung?
00:37:59: Ja, weil dann sind die drei Monate vielleicht schon rum und dann musste man es eh schon irgendwie anderweitig... Dann können wir ja fast froh sein, dass sie nicht sagen, das wäre auch ein Punkt gewesen, du kriegst es nicht ab dem Zeitpunkt dieser Beantrage, sondern ab dem Zeltpunkt der Genehmigung.
00:38:15: Wobei, das wäre gemein.
00:38:16: Dann könnte man es einfach willkürlich strecken und weniger Leute einstellen.
00:38:19: Oh, das wär fies!
00:38:19: Das ist niemand Navidäne bringen.
00:38:23: Riecht gerne mein Pflegegrad?
00:38:24: Wir haben keine Leute, die das prüfen.
00:38:28: Schnell erledigt.
00:38:30: Ja okay, das kann ich aber noch ein bisschen verstehen was ich dann schon wieder schwierig finde.
00:38:38: der Leistungszuschlag im Heim soll später greifen.
00:38:42: also Generell jetzt in meinen Leinworten bekomme ich ja einen anderen Satz, wenn ich jetzt im Pflegegrad zwei oder drei ambulant gepflegt werde.
00:38:50: Da sind wir wieder bei den Budgets.
00:38:52: und nochmal einen höheren Satz wenn es dann gleich ins Pflegeheim geht.
00:38:56: Und diese Zuschläge sollen jetzt erst also dieser seventy Prozent sollen erst ab dem fünfundfünfzigsten Monat statt ab dem siebendreißigsten monat greifen.
00:39:07: das heißt Ich bin dann jetzt erstmal fast drei Jahre ... im Heim, bevor ich den höheren Zuschlag bekomme.
00:39:17: Der fürs Heim greift richtig?
00:39:19: Das ist also wirklich ein Punkt wo der richtig schmerzhaft ist.
00:39:25: Also der tut so richtig weh und zwar den Pflegebedürftigen die er eh schon leiden müssen diesmal aber finanziell.
00:39:33: Es war bisher halt eben so, wie du schon gesagt hast.
00:39:36: Wenn ich im Pflegeheim bin hat ja einen Teil der Kosten die Pflegeversicherung übernommen.
00:39:43: Die übernimmt übrigens aber auch nur Pflegekosten.
00:39:46: Ich habe bei verschiedenen Kosten Arten wenn ich im Heim bin ein bisschen was geht für meine Unterbringung weg, ein bisschen etwas für meine Verpflegung, ein bissel was für Investionskosten das heißt also für den Betrieb des Pflegeheimes.
00:39:58: und der größte Teil das sind halt eben Pflege kosten Also, dass die Pfleger bezahlt werden etc.
00:40:06: Je nachdem wieviel Pflege ich dann brauche.
00:40:09: und je höher der Pflegegrad desto mehr Pflegebrauch ich.
00:40:12: Und das was die gesetzliche Pflegeversicherung bezahlt sind ausschließlich Pflegekosten.
00:40:18: Das reicht aber nicht.
00:40:19: Der Rest, der jetzt überbleibt also mein Eigenanteil setzt sich aus diesen restlichen Positionen zusammen plus den restlichen Pflegekosten.
00:40:28: und da hat man dann gesagt okay diese restliche Pflege Kosten die jetzt man selber bezahlen muss dafür gibt es einen Zuschlag und er ist auch gar nicht so ohne.
00:40:38: Er fängt mit fünfzehn Prozent an im ersten Jahr und steigert sich jedes Jahr bis auf seventy-fünf Prozent.
00:40:46: Theoretisch gut.
00:40:49: Praktisch gesehen war das schon immer ein bisschen schwierig, weil die durchschnittliche Pflegedauer im Pflegeheim sind nur eben über zwei Jahre.
00:40:57: Das heißt praktisch gesehen kommen die wenigsten überhaupt dahin dass sie mal seventy-fünf Prozent Zuschlag da bekommen zu den Pflegekosten die selber zahlen.
00:41:08: Und jetzt hat man diese Fristen erweitert, dass ich habe mal ein Beispiel durchgerechnet um das mal so konkret bisschen greifbar zu machen.
00:41:16: Wenn man jetzt ins Pflegeheim kommt und wir nehmen tatsächlich die ersten drei Jahre dann hätte man durch diese Zuschläge knapp vierundzwanzigtausend Euro bekommen von der gesetzlichen Pflegeversicherung, die man weniger als Eigenanteil zahlen müsste.
00:41:36: Durch diese neue Regelung gibt es nur noch siebzehntausend Euro.
00:41:41: Das heißt, wir haben ja knapp siebentausend Euro die es hier weniger gibt in den ersten drei Jahren.
00:41:47: das ist also schon richtig herrb was da passiert und letztendlich nimmt man das von denen Menschen weg die sich am wenigsten wehren können.
00:41:59: Die sind im Pflegeheim.
00:42:01: das ist schon die letzte Stufe mehr oder weniger und es geht einfach nur noch darum Entweder du zahlst das, weil du noch irgendwo Kohler hast.
00:42:09: Entschuldigung, wenn ich das mal so platt formuliere und wenn du es nicht hast dann musst du halt eben sozial für beantragen.
00:42:15: aber wenn du noch was hast, dann jetzt!
00:42:19: Dann ist es weg.
00:42:20: also das ist schon... Das ist heftig, weil das ist wirklich ein großer Posten und das werden die Pflegebedürftigen wirklich schmerzhaft merken, wenn sie ins Pflegeheim kommen, weil diese Zuschläge, die es da bisher gab in dem Umfang nicht mehr gezahlt werden
00:42:36: Und das hatten wir ja auch in der letzten Folge ist jetzt nicht so, als wären Pflegeheimen Schnäppchen.
00:42:42: Generell also schon ohne... Also schon mit diesem Zuschlag ist es immer noch kein Schnäpchchen.
00:42:47: Wir haben tatsächlich, wir haben im Moment bei... ... drei tausend siebenhundert Euro Eigenanteil bundesweit In Bremen über viertausend.
00:42:55: was für Lüge Irrsinn ist.
00:42:57: und ich hatte jetzt tatsächlich, oder ich habe am fünften in Wiesmoor eine Kundenveranstaltung.
00:43:04: Hab mich deswegen mal ein bisschen kundlich gemacht wie da die Preise sind von den Pflegeeinrichtungen Und im Wiesmor liegen wir tatsächlich im Durchschnitt bei zweitausend Euro.
00:43:13: Ich frage mich dann immer Wie können es überhaupt zu solchen Unterschieden kommen?
00:43:19: Das ist für mich nicht mehr nachvollziehbar.
00:43:22: Das ist manchmal wirklich ein bisschen schwierig.
00:43:24: Ich habe da tatsächlich auch keine Antwort darauf.
00:43:26: Es gibt tatsächlich Einzelregionen, die sind extrem in Verhältnis gegeben.
00:43:32: Man muss es... ich mag's ja gar nicht sagen aber sie sind extrem günstig mit zwei, zweitausend, vierhundert, dreieinhalb Euro Eigenanteil und das gibt halt eben andere.
00:43:44: Da liegen wir hier locker über drei, dreien halb, viertausend Euro.
00:43:49: Ist halt eben extreme Unterschiede
00:43:52: Ja, die Hälfte.
00:43:54: Wobei ich das sagen würde... Also so aus meiner kleinmäßigen Geschichte hat es zum einen wahrscheinlich fast mit Boden zu tun.
00:44:02: also wo ist das Pflegeheim?
00:44:03: Wie teuer ist das Grundstück des Gebäude beziehungsweise auch Opportunitätskosten?
00:44:10: wenn das Pflegerheim da nicht stehen würde könnte man das Grund-Stück teuer verkaufen.
00:44:14: Das sind Pflegealmen in Hamburg deutlich teurer als irgendwie auf dem Plattenland geschenkt.
00:44:20: Genauso Lohnkosten, also in Hamburg leben es deutlich teurer als auf dem Plattenland.
00:44:25: Das heißt da werden Pflegekräfte wahrscheinlich nochmal anders bezahlt werden müssen weil die sind ja auch rar.
00:44:31: das heißt dann muss ich vielleicht ein bisschen über Tarif bezahlen um überhaupt noch Personal zu bekommen.
00:44:36: Das kann ich noch ein Stück weit nachvollziehen.
00:44:38: Und dann würde ich es sehen wie bei einem Hotel, was bekomme ich denn dafür?
00:44:42: Also bekomme für zwei Tausend Vierhundert so Basic Verpflegung aber kein Bastel-Bingo Sportprogramm oder kriege ich dafür einen Sportprogrammen und vielleicht noch irgendwas, dann bin ich auch bereit dafür mehr zu bezahlen.
00:44:55: Genau das wird wahrscheinlich der Hintergrund sein.
00:44:58: und ja da sind wir wieder dann bei unserem Thema Was kann nicht mehr in der Pflege leisten?
00:45:04: Und warum fällt dieser Leistungszuschlag weg?
00:45:08: Weil man will, dass die Leute ambulant zu Hause gepflegt werden.
00:45:11: So weil Pflegepersonal ist teuer und da würde ich jetzt einmal quasi springen... Jetzt will man oder man wollte ja, das ist der Punkt den ich vorhin meinte, den Kassenlinne man schon kassiert hat.
00:45:25: Eine Idee war ja dass man den Rentenanspruch, den eine pflegende Person erwirbt verringert.
00:45:32: also heute kriegt man glaube ich für ein Jahr eine Person pflegen bekommt man einen Rentenpunkt, der ist heute ungefähr vierzig Euro wert.
00:45:39: und ein Teil des Entwurfs war ja, dass das runtergeht auf Punkte, das wie gesagt hat Karsten Lindemann schon kassiert.
00:45:47: Dass wir auch was gewesen wo allein ich auf die Barrikaden gegangen wäre.
00:45:50: weil wer pflegt die Person?
00:45:51: Das sind in der Regel Frauen die eh schon also ein Rentenproblem haben genau und jetzt bestrafen wir sie quasi noch dafür dass sie Personen pflegen und zahlen ihnen dann später weniger Rente.
00:46:03: als ich das gelesen habe.
00:46:04: Es hat mich echt wütend gemacht!
00:46:07: Das kann ich absolut verstehen.
00:46:09: Und das ist auch wer oft tatsächlich schmerzhaft gewesen und entspricht überhaupt nicht dem Grundgedanken dieses Gesetzes, also dass es wirklich so ein Punkt der völlig widersprüchlich ist.
00:46:20: man versucht halt eben wirklich alles um die stationären Pflegekosten zu senken.
00:46:25: Also stationär werden keine Leistungen angehoben im Wesentlichen jetzt.
00:46:29: Stationär versucht man wirklich alles eher nach unten zu schrauben, weil die stationären Kosten völlig aus dem Ruder laufen.
00:46:36: Die ambulante Seite wird eher gestärkt dadurch dass man eben auch diese Begleitung bekommt etc.
00:46:44: und plötzlich gibt es hier einen Punkt der dem entgegensteht, wo man sagt okay und jetzt nehmen wir mal die pflegenden Angehörigen, die ja nun wirklich Deutschlands größter Pflegedienst sind.
00:46:54: Und am wenigsten Geld kosten und die bestrafen wir noch einmal dafür und zahlen denen jetzt weniger Rente.
00:47:02: vielleicht mal so ein kleines Beispiel damit man das greifen kann wenn man einen pflegebedürftigen pflegt dann wird man so gestellt als würde man den Durchschnitt verdienen den Eindurchschnittverdiener verdient also einundfünfzigtausend oder knapp zweifünfzig tausend Euro im Jahr und wird so gestellt, als hätte man darauf Beiträge an die gesetzliche Rente abgeführt.
00:47:26: Hat man ja nicht aber der Staat tut so.
00:47:29: Der Staat führt aber auch keine Beiträge dafür ab.
00:47:31: Man kriegt nur die Anwaltschaften gut geschrieben.
00:47:34: das bedeutet dass man mal jetzt mal fünf Jahre pflegt, dass man dann zweihundert zwölf Euro Rente im Jahr bekommt dafür, dass man diese fünf Jahre gepflegt hat.
00:47:47: Das ist eigentlich ganz gut im Verhältnis gesehen und steigert halt eben die eigene Altersversorgung dann noch entsprechend weil man hat ja auch gepflegt in der Zeit.
00:47:54: wenn man jetzt das kürzt auf siebzig Prozent dann wären es nur noch hundert und vierzig Euro Rente im Monat und das ist schon deutlicher Unterschied Und ich kann also überhaupt nicht verstehen warum man diesen Weg gehen wollte.
00:48:09: für mich ist das eine Solbruchstelle wo man gesagt hat, okay wir nehmen das mal mit rein und das werden wir wahrscheinlich eh wieder einkassieren.
00:48:17: Weil dann wird man sich so drüber aufregen.
00:48:19: aber lieber über den Punkt als über einen anderen Punkt.
00:48:23: dieser Punkt kostet uns ja nichts weil wir vergeben ja nur Anwaltschaften.
00:48:28: es kostet aktiv kein Geld.
00:48:29: Das kostet dann aktiv Geld.
00:48:31: wenn die pflegenden Personen irgendwann mal selber in Rente gehen Dann fängt das an Geld zu kosten.
00:48:36: Aber da ist jetzt die Regierung nicht mehr Und deswegen interessiert ihr das wahrscheinlich auch nicht weiter.
00:48:43: Das und ich finde, es hat mich halt an so vielen Stellen wütend gemacht.
00:48:46: Also da mal wieder die Kehrarbeit, die man mal wieder unsichtbar machen will.
00:48:50: Da haben wir mal einen Punkt wo Kehrarbeit sichtbar wird im Sinne von Rentenansprüchen, wo man ja ein Preisschild ranhängen kann.
00:48:56: also jemanden zu Hause zu pflegen ist also so viel wert also durchschnittlicher Lohn einen fünfzigtausend Euro Wert oder kann nicht preischild dran hängen weil ich das dann in Rentenpunkte umrechne.
00:49:07: Und dass quasi Strafen wäre jetzt ab.
00:49:10: Ja.
00:49:11: aber da bin ich froh dass sie das schon selbst kassiert haben.
00:49:14: Also es macht mich noch viel wütender, dass eine Frau das in ihren Entwurf schreibt und der Mann das kassieren muss.
00:49:19: Und jetzt halte ich Karsten Lindemann wirklich nicht für ein Feministen.
00:49:22: Das muss ich ihm so gut halten!
00:49:24: Ja... das fand ich schon spannend.
00:49:27: Genauso und das ist glaube ich jetzt.
00:49:29: also das war für mich in dem Gesetz der wichtigste Punkt wenn wir glaub ich für unsere Hörerinnen auch nochmal gesondert markieren.
00:49:36: Das ist nämlich das Thema Eltern-Unterhalt.
00:49:39: Also heute ist es ja so, dass ich mehr als hunderttausend Euro verdienen muss.
00:49:45: Ich als Person, wenn mein Vater gepflegt wird, zählt nur mein Gehalt und mein Lohn.
00:49:50: Und wenn ich weniger als hundertausend Euro verdiene, dann gilt das das Angehörigen Entlastungsgesetz.
00:49:56: Das soll fallen!
00:49:57: D.h.,
00:49:58: das greift dann wieder... Da musste ich mich echt ein bisschen einfuchsen... ...paragraf, äh, tausend sechshundert drei des BGB, sodass quasi dann die Kinder wieder früher zahlen müssen.
00:50:10: Was bedeutet das?
00:50:11: Hast du hier ein paar Rechenbeispiele und
00:50:13: Zahlen?".
00:50:15: Ja, es ist immer sehr schwierig da konkrete Aussagen zu geben was das für den einzelnen bedeutet.
00:50:23: aber lass uns mal so ein bisschen diese Thematik einsteigen.
00:50:26: also wir hatten das ja bis zwei tausend.
00:50:28: zwanzig galt das Jahr schon und Wir haben damals immer die Berechnung dann auch gemacht wer zahlt wie viele Eltern unterhalt und die waren die sind Irrekomplex.
00:50:38: Die sind wirklich richtig, richtig komplex und gleichzeitig gibt es aber innerhalb dieser Berechnung ganz viele Faktoren.
00:50:47: die kann der Mitarbeiter des Sozialamtes frei bestimmen oder festlegen ob etwas genehmigt, aber was nicht genehmig wie viel Unterhalt dann letztendlich zu zahlen sind das hängt immer davon ab.
00:51:00: lieb ich in einer teuren Region, lebe ich in eine günstigen region wie sind meine Gesamtkosten etc.
00:51:08: Ich habe also tatsächlich nie verstanden, warum man dieses Gesetz überhaupt eingeführt hat.
00:51:12: Weil das zu einer extremen Verschärfung führt auf den Sozialämtern – das waren wir schon klar.
00:51:17: und jetzt wird es kassiert weil die Sozialämter einfach nicht mehr können.
00:51:22: Das geht einfach nicht mit mir.
00:51:24: Und das wird so sein dass in Zukunft dann wieder wenn Pflegekosten offen sind, dass Sozialamt prüfen wird Was können die Kinder denn zahlen?
00:51:38: Das machen die Sozialämter übrigens gar nicht so gerecht, wie viele sich das so vorstellen.
00:51:46: Die Sozialämtern gehen meistens auf ein Kind zu und sagen wir prüfen dich!
00:51:54: Und wenn du dann leistungsfähig bist, dann wirst Du halt eben in Leistung genommen.
00:52:01: Und wenn du sehr leistungsfähig bist, dann wirst Du halt eben auch in Leistung genommen.
00:52:06: bezüglich der Kosten, die da offen sind.
00:52:08: Sagen wir mal... Die Mutter ist im Pflegeheim und es sind tausend sechsuntert Euro Kosten im Monat offen.
00:52:15: Wenn das Kind jetzt leistunsfähig ist weil er es halt eben sehr gut verdient und könnte diese tausensechsuntern Euro unterhalb zahlen, dann wird das darüber in Haftung genommen.
00:52:24: Wenn dieses Kind jetzt sagt, das finde ich ja völlig ungerecht!
00:52:26: Ich habe ja noch Geschwister.
00:52:27: Wieso ist es gerade nieder nichts?
00:52:29: Dann sagt das Sozialamt, dann kümmer dich doch!
00:52:31: Du könnt euch doch abstimmen wie ihr das machen wollt.
00:52:36: Das Sozialamt will gar nicht diese Aufwendung haben und nur wenn dann wirklich große Probleme entstehen würde das Sozialamt bei allen Dreien prüfen und die separaten Haftungen nehmen.
00:52:53: Es gibt da häufig ist es nicht so wie man sich das vorstellt auf dem Sozialamt.
00:52:59: Wenn das Sozialamt feststellt, da ist irgendwo noch Geld dann sagt das Sozialamten nicht du musst dein Haus verkaufen oder du musst die und die Anlage auflösen.
00:53:11: Das Sozialamt sagt einfach wir haben festgestellt sie haben noch genügend finanzielle Mittel und deswegen verweigern wir ihnen momentan die Sozialhilfe.
00:53:23: Ja, also so funktioniert das System.
00:53:26: Also der Kunde weiß schon warum man das nicht gekriegt hat.
00:53:28: aber das Sozialamt wird nie sagen machen Sie dies oder machen sie dass.
00:53:33: Das Sozialamt sagt nur es gibt keine Leistung.
00:53:35: So und das hat denut den Grund.
00:53:37: Und dann kann man selber sich eins und eins zusammen zählen und dann entsprechend handeln.
00:53:42: Wie kommt denn das sozialamt auf die Idee?
00:53:44: also angenommen drei oder vier Kinder?
00:53:46: Und das sozial amt pickt sich jetzt einen raus.
00:53:48: wie Kommt denn das Sozialamt auf die eine Person?
00:53:52: Ja, man muss ja Angaben machen.
00:53:53: Also ich habe als Pflegebedürftiger alle möglichen Angaben und dazu zählt auch wer meine Angehörigen sind.
00:54:02: Und darüber ist... Die Ämter sind heutzutage gut vernetzt.
00:54:06: also man darf es nicht unterschätzen da sind die Familienverhältnisse relativ gut und transparent.
00:54:14: von daher Ja, für das Finanzamt ist es kein Problem an die Kinder heranzukommen.
00:54:21: Und dann gibt's diesen schönen Bogen zur Offenlegung der wirtschaftlichen Vermögensverhältnisse und der macht richtig Spaß!
00:54:27: Der macht richtig spaß.
00:54:28: also sind sie im Seiten und toll.
00:54:32: Wenn man den durch hat...
00:54:34: Das ist ein finanzielles Nackigmachen?
00:54:36: Wie stellt sich das Finanzamt das denn vor, dass ich meine Schwester jetzt herausfinde?
00:54:42: Wieviel in ihrem Haushalt übrig bleibt damit man das prozentual irgendwie anpassen kann.
00:54:46: Also wie soll das ablaufen?
00:54:48: Das ist doch dem Sozialamt egal.
00:54:49: Ist dem total egal!
00:54:50: Ja ja, mir klar und das wollte ich ja jetzt nur hören
00:54:53: es ist ja so, dass häufig dabei rauskommen wird, dass die Schwester vielleicht gar nicht wenn sie geprüft werden würde dann müsste die gar kein Unterhalt zahlen weil die vielleicht zu wenig verdient.
00:55:06: Das sieht aber ganz anders aus, wenn du dich mit deiner Schwester zusammensetzt und sagst hey ich habe hier ein echtes Problem weil das Sozialamt ist gekommen.
00:55:14: Und das würde jetzt hier ´tausendsechsundert Euro haben.
00:55:16: Das geht nicht!
00:55:17: Das kann ich nicht bezahlen.
00:55:18: und dann teilt ihr euch da rein.
00:55:21: Ich sehe das anders.
00:55:22: Ich glaube es wird eher zu riesigen Streits unter Geschwistern führen Weil wer will denn schon freiwillig so sagt na gut dann teilen wir Was will ich mal sehen?
00:55:31: Total.
00:55:32: Und die thousand sixhundert, wenn nicht das richtig sehe sind ja auch abhängig von der Person, die dann geprüft würde.
00:55:37: also es wird ja dann die eine Person geprüfte.
00:55:39: Also so habe ich das verstanden.
00:55:40: Ich hab da versucht mal mit Kloten ein bisschen ran zu kommen.
00:55:42: aber so richtig verstanden habe ich's immer noch nicht.
00:55:45: Also es wird dann ja geschaut wie viel verdient die personen.
00:55:48: also ich guck mal was was Claudine gesagt hat.
00:55:52: also es gibt einen bereinigtes netto Einkommen Dann gibts quasi so ne Art Selbstbehalt warte der liegt bei Euro für die Personen, die potenziell zahlen muss.
00:56:07: Und dann wird quasi das Einkommen, was darüber hinausgeht.
00:56:11: davon bleiben siebzig Prozent an Rechnungsfrei.
00:56:14: Dann gibt es noch ein Altersvorsorge schon Vermögen selbst genutzte angemessen Immobilien, Notkroschen und Rücklagen.
00:56:23: Und dann gibt es quasi jetzt als Beispiel bereinigtes Nettoeinkommen, drei Tausend Fünfhundert Euro.
00:56:29: Die liegt also acht Hundertfünfzig Euro über dem Selbstbehalt.
00:56:32: Davon sind dreißig Prozent werden angerechnet und sind also zweihundertfünfundfünfzig Euro monatlich.
00:56:38: Genau!
00:56:39: Also das finde ich ja noch der Schnupperkurs.
00:56:42: Das ist ja auch im Verhältnis wenig.
00:56:46: Aber je höher das Einkommen kommt, desto mehr potenziert sich das dann auch nach oben weg.
00:56:52: Also sagen wir diejenigen, die jetzt weniger Einkommen haben oder halt eben auch wirklich wohnungs- und ortsbedingt hohe Kosten haben weil die Mieten halt eben hoch sind
00:57:04: etc.,
00:57:06: die werden vielleicht gar nicht so sehr das Problem haben.
00:57:08: aber diejenigen die gut verdienen Da sind wir jetzt aber noch nicht bei hunderttausend Jahren, das fängt schon deutlich darunter an.
00:57:17: Die werden in Zukunft dann auch deutlich mehr
00:57:20: zahlen.".
00:57:36: Das ärgert mich so, weil ich mir denke jetzt greifen wir nämlich wieder die jungen Leute an.
00:57:46: Die dann dieses Geld nicht haben um sich potenziell eine Immobilie zu kaufen was ja die Genset ohnehin schon sagt.
00:57:52: so wir werden uns keine Immobilien kaufen können den wir sagen hey Rente müsst ihr euch irgendwie selbst kümmern.
00:57:58: übrigens müsste euch jetzt auch noch im eure Angehörigen kümmern.
00:58:01: So aber mehr verdienen geht auch nicht weil dann zahlst du wieder mehr unterhalten.
00:58:05: Es ist auch ein Teufelskreis, der dann weitergeht.
00:58:07: Weil wenn die Generation es nicht schafft sich auf finanziell stabile Füße zu stellen, dann wird sie die nächste Generation sein, die sich nicht absichert für Pflegefälle oder für die Rente und deren Kinder dann wiederum für Sie zahlen müssen.
00:58:21: Und so ist das halt auch dabei sich die Katze in Schwanz.
00:58:23: aber es ist ja jetzt schon so schwer Geld bisschen beiseite zu legen dass man sich fragt, wie sollen wir denn... Woher soll das Geld für unsere Pflege dann noch kommen?
00:58:32: Also privat jetzt meine ich.
00:58:34: Plus die Boomer sind ja die, die so viel vererben werden.
00:58:37: aber weil wir wissen über achtzig Prozent der Frauen werden pflegebedürftig und fahren sechzig Prozent den Männer, wissen wir ja es wird gar nicht mehr soviel zum Erben übrig bleiben, weil das Geld genutzt werden muss für die Pflege.
00:58:52: Wir haben halt das Grundproblem, dass es Zeiten gibt wo Die Kosten geringer sind als das Geld, was man hat und das sind dann Zeiten, in denen es ein Gut geht.
00:59:04: Und jetzt leben wir in einer Zeit gerade wo die Kosten höher sind als dass Geld, das insgesamt zur Verfügung steht.
00:59:12: Deswegen ist einfach die Frage,
00:59:14: wo
00:59:15: schieben wir die Kosten gerade hin?
00:59:16: Aber es gibt keinen Bereich, wo genügend Geld vorhanden wäre.
00:59:20: Also mal wieder haben's die Boomer verkackt!
00:59:22: Wieder beim Start noch sonst irgendwo... Das sind halt eben tatsächlich, das muss man einfach fairerweise sagen.
00:59:32: Wir stehen am Ende eines Weges von aufgeschobenen und verfehlten Reformen der letzten Jahre.
00:59:39: Und schuldigung wenn ich es mal so hart ausdrücke jetzt haben wir den Kack.
00:59:44: Nee nee das darfst du ruhig machen ist ja auch so!
00:59:47: Wir müssen jetzt so brutal hier reingerätschen damit dass überhaupt noch irgendwie bezahlbar ist.
00:59:52: und ich meine guckt euch doch mal an Es gibt ja genügend Diskussionen, dass wir so und so viel Prozent des Gesamthaushaltes im Jahr für Sozialabgaben hier zahlen müssen.
01:00:04: Es steht schon praktisch ab dem Jahr gar kein Geld mehr zur Verfügung von der Regierung für irgendwelche neuen Themen wo man mal ran gehen will.
01:00:15: Das läuft ja fast alles in den Sozialbereich herein.
01:00:19: Das ist ja Katastrophe.
01:00:21: Also das können wir nur auffangen mit einer absolut superbundenden Wirtschaft, die durch die Decke geht.
01:00:27: aber danach sieht es ja gerade nun wirklich nicht aus... ...die
01:00:29: wir auch nicht hinkriegen weil wir ja nicht investieren also weil wir hier nur verwalten!
01:00:35: Das ist halt eben tatsächlich gerade ein bisschen daneben Ja.
01:00:39: Das ist so ein Henne-Eiding ne?
01:00:41: Also eigentlich sind wir am Arsch.
01:00:44: Danke dafür.
01:00:47: Eigentlich sind wir im Arsch Ja, weil es... Also das ist ja ein Teufelskreis der sich nicht mehr auflösen lässt quasi.
01:00:55: Das sind ja nicht nur die Reformen der letzten Jahre, sondern eigentlich die Reform in den Jahrzehnten, die fehlen also Rente, Krankenpflege war ja keine Ahnung voraus sich an ja noch kein Thema.
01:01:04: aber auch da hätte schon klar sein müssen.
01:01:06: Ich meine auch da war Forscher klar dass wir immer älter werden, dass die Medizin immer besser wird.
01:01:13: Genau und jetzt kann man natürlich sagen ich will nicht nach viertzig Jahren schon ein Rente beziehungsweise.
01:01:21: Ich will da in Rente, aber es ist halt eine Frage was ist finanzierbar und was ist nicht finanzierbare?
01:01:26: Und natürlich auch eine Frage, was ist gerecht und was is'n nicht gerecht?
01:01:29: Da erscheinen sich die Geister letztendlich!
01:01:33: Fakt ist man kann darüber diskutieren wie man will... Das Geld dafür steht einfach nicht zur Verfügung, egal in welchem Bereich wir gerade gucken.
01:01:42: Und wir müssen einfach kürzen und das tut weh!
01:01:45: Deswegen sage ich auch speziell bei dieser ganzen Pflegerilform dass es so breit geschichtet... Wir haben ja noch viele andere Bereiche wo gekürzt wird die wir jetzt gar nicht angesprochen haben.
01:01:55: aber das ist so breite aufgestellt wenn man da wirklich sagt okay wir nehmen da fang da an Punkte rauszunehmen, die sehr schmerzhaft sind.
01:02:05: Denn verwässert diese Reformen!
01:02:07: Wir sind genau da wo wir die ganzen letzten Jahre schon waren.
01:02:13: Das wird so eine No-Name-Reform, ein bisschen was verändert.
01:02:17: Wir haben paar neue Begrifflichkeiten aber eigentlich finanziell bringt das gar nichts und wir laufen einfach weiter auf diesen Abgrund zu.
01:02:25: es wird wehtun müssen.
01:02:28: Es geht nicht anders, weil wir alle bezahlen letztendlich die Pflegeversicherung mit unseren Beiträgen.
01:02:36: Ob das jetzt mit Steuern ist über Steuermittel oder ob das über Beiträge ist für die Pflegefersicherung und wenn dieses Geld einfach nicht da ist dann ist es so.
01:02:47: Dann können wir ja auch nichts dagegen tun.
01:02:49: Dann müssen wir einfach die Leistung kürzen und damit überhaupt noch die in Zukunft leistungsfähig ist, damit sie überhaupt noch Leistung zahlen kann.
01:03:01: Auch wenn die Leistung dann geringer ist.
01:03:03: aber wir werden wahrscheinlich davon wegkommen dass wir hier eine gute Teilversorgung kriegen.
01:03:12: also die gute Teil Versorgung wird halt eben deutlich gering ausfallen in Zukunft als es bisher der Fall ist
01:03:19: was ja fair enough is weil ja auch.
01:03:22: Also ist dann ja wieder ein Gießkannen-Prinzip.
01:03:25: Wir zahlen alle als Gemeinschaft, aber es bekommt nicht jeder die gleiche Leistung.
01:03:30: der eine stüpft mit dem Herzinfarkt und wird gar nicht gepflegt.
01:03:33: Der andere lebt dann doch sieben Jahre im Pflegeheim.
01:03:36: also das wieder so gießkannmäßig auf alle zu verteilen ist auch nicht gerecht.
01:03:43: Ich finde eigentlich so eine gute Teilleistungen mit der eigenen Verantwortung ganz gut.
01:03:48: Ist jetzt wieder die Frage kriegen wir das hin?
01:03:50: die es jetzt brauchen, also dies noch nicht jetzt brauchen sondern potenziell in Zukunft sich dann auch so absichern können.
01:03:59: Und das finde ich ist eigentlich da.
01:04:02: Also das kriegt man jetzt hin weil die Wuma wird die vererbende Generation sein, die brauche noch keine Pflege haben aber jetzt die Optionen sich dafür abzusichern.
01:04:13: Also entweder zu sagen Geld ist da So nehme ich dann dafür oder zu sagen, ich sehe mich ab und da finde ich immer noch eure Pflegerente einfach super.
01:04:23: Weil das Geld ist halt da entweder sterb ich vorher, dann wird's vererbt oder ich nehm es raus, dann kanns vererbert werden oder ich brauche es halt für ein Pflegefall.
01:04:31: Ja... tolle Theorie!
01:04:39: Würdest du mir widersprechen
01:04:40: müssen?
01:04:40: Nein, wir sprechen absolut nicht weil ich find unsere Pflegerente auch total super.
01:04:45: Aber es ist ja so, dass das schon fast berufsbedingt.
01:04:49: Ich mecke auch gerne über die gesetzliche Pflege rum, genau wie viele andere Experten auch weil es gibt ja auch viele Angriffspunkte und es mag an mir auch vielen nicht gefallen.
01:04:59: Fakt ist aber in dieser schlimmen Situation wo wir auch direkt vor dem Abgrund stehen, wie ich gerade gesagt habe fängt aber die Bundesregierung an ihre Hausaufgaben zu machen Und ich erkenne nicht dass die private Versicherungswirtschaft hier auch eine ansatzweise ihre Hausaufgaben macht.
01:05:19: Das erkenne ich nicht!
01:05:21: Wir müssen sehen, vierzig Prozent aller stationären Pflegebedürftigen haben alles in ihrem Leben verloren, haben kein Cent mehr, haben nichts mehr.
01:05:29: also gut bis auf den schon Betrag.
01:05:33: warum?
01:05:35: Weil nie eine Beratung zum Thema Pflegestadt gefunden hat.
01:05:38: Es kann mir also keiner erzählen, dass vierzig Prozent dieser Menschen gesagt haben ja ich habe das Verstanden mit der Pflegevorsorge.
01:05:44: Ich will das aber nicht.
01:05:44: Das glaube ich nicht.
01:05:46: Wir haben fünf Prozent aller Menschen die nur eine Pflegeforsorge haben.
01:05:49: dafür haben weiß ich wie viel Tierkrankenversicherung es gibt Ja?
01:05:52: Also das ist als kleines Beispiel.
01:05:55: Wir
01:05:55: versichern unsere Autos besser als den Pflegebefeil
01:05:58: so und das ist auch ein Versäumnis.
01:06:00: Das muss man ganz klar sagen der Versicherungswirtschaft und da das ein sehr allgemeiner Begriff ist muss man das einfach soweit runterbrechen und sagen ja letztendlich auch jeden einzelnen Berater, der seine Kunden diesbezüglich nicht informiert.
01:06:17: Man muss sich mal diesen Wahnsinn überlegen!
01:06:20: Wir haben acht Komma.
01:06:22: acht Frauen von zehn Frauen werden pflegebedürftig.
01:06:26: also fast neun Von zehn Frauen wären Pflege bedürftig und sechs von zehn Männern im Laufe ihres Lebens irgendwann.
01:06:33: Das kostet wirklich hunderttausend Euro häufig Und es gibt keine Beratung dazu.
01:06:40: Das kann ich nicht verstehen, also wirklich das kann Ich nicht verstehen.
01:06:44: und ich finde auch wir sagen Wir sind die Risiko Experten des Kunden.
01:06:49: ja verdammt Wo sind wir denn da wenn dass Wenn das Thema noch nicht mal angesprochen wird?
01:06:54: Und das ist wirklich ein Versagen der privaten Versicherungswirtschaft und da glaube ich wirklich muss hier ein Umdenken erfolgen und zwar nicht auf der oberen da natürlich auch, aber auch beim einzelnen Berater.
01:07:08: Verdammt!
01:07:08: Ich muss wirklich meinen Kunden gerecht werden und ich muss das Thema ansprechen.
01:07:12: wenn der dann sagt dass regelich selbst ist ja wunderbar Aber er muss zumindest diese in die Beratungsleistung reingehen.
01:07:18: Auch wenn es kein so schönes Thema ist, auch wenn es nettere Themen gibt Es ist halt eben ein wichtiger Punkt Und deswegen ist in Zukunft der Berater bei diesem Thema noch viel mehr gefragt als in der Vergangenheit, weil wir müssen erst mal ein bisschen was aufholen.
01:07:39: In dem Bereich das wird die letzten Jahre haben liegen gelassen.
01:07:42: nicht nur die gesetzliche Pflegeversicherung hat viele Versäumnisse gehabt auch die private Pflege versichern hat viele versäumnisse gehabt.
01:07:49: und dieses schöne Bild aus der gesetzlichen Rentenversicherung dieses drei Säulen-Modell, wo sich die gesetzliche Rente auf verschiedene Säule stützt.
01:08:01: Man sagt man hat ein Teil gesetzlicher Rente, einen Teil dann der betrieblichen Altersvorsorgung und ein Teil halt eben dann aus Eigenvorsorge.
01:08:13: Das ist eigentlich genauso auch bei dem Thema Fliege.
01:08:15: Es geht heute nicht darum, eine Pflege vor Sorge zu machen die alle Kosten deckt.
01:08:20: Das kann auch keiner mehr bezahlen gerade wenn man mit einem fünfundfünfzig oder sechzigjährigen Kunden redet.
01:08:25: Da kommt man schnell mal an Beiträge ran, die sind dann lockermal bei hundertfünfzig zweitnacht Euro.
01:08:30: Wer kann und will das noch von seiner Rente abziehen und bezahlen?
01:08:34: Das ist schwierig.
01:08:36: Es geht einfach darum, dass man dann letztendlich sagt okay auch da haben wir ein dreiteiliges System einen Teil gesetzliche Pflegeversicherung, einen Teil private pflegevorsorge und einen Teil muss ich dann aus Eigenanteilen halt eben decken.
01:08:50: aber die müssen bezahlbar sein und das ist das system wo wir hinkommen müssen müssen aber auch die Berater mitziehen.
01:08:59: Und sie müssen halt eben dieses Umdenken haben, dass man sagt okay das ist für mich kein Nischenprodukt sondern es ist für ein wesentlicher Baustein der Altersversorgung.
01:09:10: Pflege ist altersversorger.
01:09:11: Zumindest das Absprechen also drüber sprechen ja das sehe ich auch so.
01:09:15: Also ich muss sagen dass da selten eine pflegeversicherung bei rumkommt.
01:09:21: Ich glaube also bei einigen Kundinnen habe ich den Punkt, dass die sagen aber ich erbe.
01:09:27: Wobei ich mir denke weiß ich nicht ob dann da noch so viel zu erben ist.
01:09:32: Aber das könnte ich verstehen.
01:09:33: also wenn man weiß da kommt Geld irgendwie so brauche ich nicht.
01:09:37: Ich hab dann das Geld für die Pflege.
01:09:38: auch das ja kann man so machen.
01:09:42: Dann habe ich Kunden die sagen ich mache es über die Altersvorsorge.
01:09:44: Also ich bespare einfach mehr altersvorgel.
01:09:50: Das
01:09:50: kann man machen, reicht nicht finde ich.
01:09:53: Also so... Ich verstehe den Punkt und den Gedanken aber ich weiß gar nicht ob vor unserem Gespräch oder nach unserem Gesprächen ich auf jeden Fall direkten Pflege du für mich angeschlossen habe.
01:10:09: Und dass ich auch wirklich ganz viel angeboten habe und das ist halt einfach selbst für Menschen in meinem Alter endet, reißig Anfang vierzig.
01:10:16: Ist das eine finanzielle Geschichte?
01:10:17: So kannst du immer sagen, ich weiß gar nicht was ich abgesichert hab ehrlich gesagt.
01:10:20: Ehm, tausendfünfhundert zwei tausende Euro glaube ich.
01:10:23: Im Pflegedu kostet mich im Monat grad sechzig-siebzig Euro so... Das ist es mir wert weil ich glaube, das ist notwendig aber das ist schon auch ein Nummer!
01:10:33: Das ist Geld, was sich wieder nicht woanders investieren kann.
01:10:36: und jetzt bin Oder war ich neununddreißig, als ich das abgeschlossen habe?
01:10:40: So.
01:10:40: Das heißt wie du sagst jetzt jemand mit sechzig der zahlt halt so ich auch mal gerechnet da zahlst du dann halt nicht siebzig sondern dann bist du bei zweihundertsiebzig mit Glück und dann ist es einfach die Frage wollen oder nicht.
01:10:51: So glaube Ich also Wie rechnen meine Wahrscheinlichkeit Und das finde ich das hatten wir glaube ich beim letzten Mal schon.
01:10:58: Das finde ich einfach so fahrlässig dass sich dieses Thema so gut wegschieben lässt.
01:11:03: Solang's mich nicht betrifft kann ich Kann ich das als ...
01:11:07: Ja.
01:11:07: Das wir hier falsch denken, weil...
01:11:11: Wir Berater oder wir Menschen?
01:11:12: Wir Beratter!
01:11:15: Weil wir Versicherungsberater sind es gewohnt, Menschen Absicherung zu verkaufen, die benötigt werden gegen monatlichen Beitrag.
01:11:28: Das ist für uns das normale und ganz tägliche Leben.
01:11:31: Und immer dann wenn ich etwas verkaufe, hat der Kunde Kosten Immer.
01:11:37: Also wenn ich weggehe, also wenn ich komme zum Kunden weiß der Kunde schon oh das wird teuer.
01:11:43: Weil danach habe ich weniger Geld.
01:11:45: letztendlich ist es ja so Und dieses Denken setzt sich durch und das ist genau das Helene, was du gerade auch gesagt hast.
01:11:52: Ich habe jetzt hier zweihundertsiebzig Euro weniger im Monat und das isst ja auch so!
01:11:58: Machen wir uns doch nichts vor wenn ich jetzt einen sechzig bin und du kommst und willst mir eine Pflegevorsorge anbieten.
01:12:04: mit zweihundertsiebsig Euro denn werde ich in Teufel tun und die schließe ich nicht ab Weil, das können die mir sogar leisten jetzt.
01:12:12: Das ist gar nicht das Problem!
01:12:13: Ich habe noch nie so viel verdient und noch nie wenig Kosten gehabt.
01:12:16: Aber was ist denn in ein paar Jahren wenn ich in Rente gehe?
01:12:19: Will ich zweihundertsiebzig Euro von meiner Rente dann noch bezahlen für die Pflegevorsorge?
01:12:23: Nee, das will ich nicht.
01:12:24: Ja aber auch da gibt es ja Möglichkeiten... Also ich hab' das jetzt schon ein paarmal gemacht gegen Einmalbeitrag.
01:12:30: Da wird eine Rentenversicherung ausgezahlt und das Geld muss sich ja auch irgendwie wieder anlegen.
01:12:35: So, ich muss ja irgendwas mit dem Geld tun.
01:12:38: weil das Geld ist doch ohnehin da.
01:12:40: Und ich muss doch so und so damit zur Bank gehen, und dann sagen okay was mache ich denn damit?
01:12:44: Der Banker wird mir wahrscheinlich einen Sparbri verkaufen der mir auch verdammt wenig Zinsen bringt und ich gar nichts weiter davon habe.
01:12:52: Dieses Geld kann ich genauso in einer Pflegevorsorge anlegen und hab eine Anlage und gleichzeitig noch Versicherungsschutz und Zeit, gar keine Monatsbeiträge mehr!
01:13:01: Das ist halt eben genau der Effekt... muss halt eben gucken, wie kommt der Kunde dabei so weg dass er nicht mehr Kosten hat.
01:13:09: Zumindest dann nicht wenn er sie gar nicht mehr haben will gerade in einer Rente und da könnte ich auch sagen okay wenn ich den fünfundfünfzigjährigen habe der bisher noch nichts gemacht hat wovon es ja für die gibt Dann lass uns doch anfangen mit ... ... hundertsiebzig Euro im Monat, aber nur so lange bis du in Rente gehst.
01:13:27: Weil in dem Moment switchen wir dann um, buchen einfach diese Gelder oben von Konto A auf Konto B und dann hast du gar keine Monatsbeiträge mehr.
01:13:35: Und zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!
01:13:37: Also das ist so ein bisschen der Weg.
01:13:39: Ich weiß genau, dass die Beiträge gerade bei Pflegeränden sehr hoch sind im Alter und dass man sich die eigentlich gar nicht leisten will – ich würde es zumindestens nicht wollen!
01:13:50: Aber das ist ein sehr gangbarer Weg und das machen sehr viele Menschen.
01:13:55: Ja, das finde ich spannend, dass so aus der Berechnung raus….
01:13:59: Es ist ja für jüngere Menschen deutlich günstiger weil ich einfach mehr Zeit habe quasi also meinen Monatsbeitrag wie gesagt ist deutlich geringer.
01:14:07: So da lässt sich das Thema aber noch so gut wegschieben, weil es ja soweit weg ist.
01:14:10: Also es ist ja noch weiter weg als Rente was für viele schon schwierig ist.
01:14:14: Aber genau wie du sagst ab fünfundfünfzigsechzig fangen die Menschen an sich darüber Gedanken zu machen.
01:14:19: Dann sind die Monatsbeiträge nicht mehr finanzierbar.
01:14:22: also zumindest nicht guten Gewissens So.
01:14:25: und dann sind diese Einmalbeiträge, Geschichten super.
01:14:29: Und ihr habt ja auch die Kombi!
01:14:32: Also ich fange wie du sagst mit einem Monatsbeitrag an, habe dann irgendwie eine Einmalzahlung, keine Ahnung kriege ich noch mal ein Bonus als Abfindungen damit ich schon mit sixty-fünf Geld, wie auch immer den packe ich da rein und reduziere damit entweder meinen Monatsbeitrag oder das führt dann ganz dazu dass kein Monatsbetrag mehr gibt quasi.
01:14:48: also Ja das Produkt ist schon ganz gut und ehrlich gesagt hab ich noch keinen.
01:14:55: Also wenn du sagst, die Versicherungswirtschaft macht ihre Hausaufgaben nicht.
01:14:58: Ihr seid doch aber auch die einzigen, die das auf der Pfanne haben!
01:15:02: Also pflege-Tagegelder kriege ich überall.
01:15:04: Find' ich ein furchtbares Produkt wird einfach fast ohne Boden so.
01:15:08: Das wird einfach immer teurer ist dann ja auch eher weder eine Krankenversicherung.
01:15:11: So für alle, die nicht wissen wovon ich rede.
01:15:14: Aber es hat doch auch keiner.
01:15:16: also entweder traut sich keiner an euch ran weil ihr so groß und so gut seid
01:15:21: Naja... Es ist halt so.
01:15:23: Also bei uns ist ja ein Dauerthema seit zwei tausend und vier, da haben wir damit angefangen.
01:15:28: Gar nicht war es zwei Tausend Zwei, Entschuldigung!
01:15:30: Und ich war kürzlich auf einer Messe gewesen und habe da so einen Vertriebspartner getroffen oder einen Vermittler getroffen... ...und der kam dann zu uns an den Stand und er sagte, ach die Ideal was macht ihr denn?
01:15:43: Ja Pflege!
01:15:44: Ach immer
01:15:44: noch?!
01:15:47: Das war jetzt die Aussage.
01:15:51: Ich habe viele andere Gesellschaften in der Zeit gesehen, die auch mit dem Thema angefangen haben.
01:15:56: Die Allianz war zum Beispiel ganz große Erwerbung, also das gab ja durchaus dort auch verschiedenste Ansätze... die dieses Thema nach vorne zu bringen und es hat aber nicht geklappt.
01:16:12: Die haben's alle irgendwie tatsächlich nicht auf die Stimme gebracht, dieses Thema noch vorne zu bringen und dauerhaft auch tatsächlich zu implementieren.
01:16:21: Und das ist der große Problem.
01:16:23: also wir sind dann wirklich in einem langen Streckenlauf und da haben wir tatsächlich jetzt nicht so viele Mitläufer die uns mal begleitet haben sind schnell wieder weg von der Strecke und da sind wir eine der wenigen, die dieses Ziel kontinuierlich und stoisch verfolgen weil es halt eben wichtig ist.
01:16:44: Es ist ein echt wichtiges Thema.
01:16:49: Wir alleine können dieses Thema aber am Markt überhaupt nicht platzieren, so blau euch sind wir gar nicht.
01:16:54: Wir brauchen möglichst viele Gesellschaften die sagen okay wir packen dieses Thema an!
01:17:00: Wir machen das vom Nischenprodukt zum Hauptprodukt.
01:17:03: Wir hängen das in die Beratung mit dran und das muss in die beratungskonzepte mit rein.
01:17:07: Für uns kann gar nichts Besseres passieren als wenn alle möglichen Gesellschaften dieses thema aufgreifen und dieses Thema irgendwie in den Verkauf mit reinbringen weil nur so kriegen wir das am Markt insgesamt platziert, weil wir alleine sind dafür zu klein.
01:17:24: Muss man einfach mal so sagen?
01:17:26: Wir sind zwar auch ein Versicherungsgruppe aber letztendlich sind wir ein Spezialanbieter und wir brauchen die breite Masse.
01:17:34: das muss ein Mainstream-Thema sein.
01:17:38: Und auch dann wenn die Ausschließlichkeiten gar nichts haben!
01:17:40: Richtig genau und deswegen ist es so wichtig und da müssen einfach alle mit anpacken
01:17:48: Ja, und ein... also ich glaube es braucht in erster Linie halt auch das Umdenken der Gesellschaft.
01:17:54: Also ne, nicht in erester Linie.
01:17:56: Ich glaube dass ist ein Parallelabrotest.
01:17:59: Dass man ja, also dass man nicht nur sieht da verändert sich was sondern auch eine eigene Handlungswillen ableitet.
01:18:10: Ja, das fehlt noch!
01:18:12: Zum Schluss noch, wir sind schon wieder sehr lang geworden aber es macht also immer so informationsreich mit ihr Burger.
01:18:20: Was kostet jetzt die Reform den Beitragszahler?
01:18:23: Also es gibt eine höhere Beitragsbemessungsgrenze Es gibt einen höheren Zuschlag für Kinderlose, Beiträge auf Minijobs Eine eingeschränkte Ehegartenversicherung So was kommt da jetzt durchschnittlich monatliche oben drauf?
01:18:40: Habe ich Partner, habe kein Partner.
01:18:41: Wie alt bin ich?
01:18:43: Bin ich Rentner oder noch nicht?
01:18:45: entsprechend wirkt sich das dann aus dass ich für den Ehegatten mitzahlen muss oder nicht bezahlen muss.
01:18:54: aber ich sage mal so.
01:18:55: alles was hier an Beiträgen gemacht wird hält sich eigentlich noch irgendwo in Grenzen.
01:19:03: also das würde jetzt gar nicht einmal so extrem sind.
01:19:05: die einzigen die tatsächlich deutlich knackig etwas mehr zahlen müssen.
01:19:10: Das sind die Gutverdiener.
01:19:12: durch die Anhebung der Beitrags-Bemessungsgrenze, da kommt natürlich schon ein bisschen was zusammen.
01:19:18: das kann dann auch durchaus mal dreißig Euro mehr machen im Monat aber alles andere das summiert sich halt eben.
01:19:26: anders muss man so sehen Wenn der Staat sagt, okay ich habe hier zehn Euro mehr die irgendwo als Beitrag gezahlt werden oder Minijobs sollen jetzt halt eben auch belegt werden mit Beiträgen für die Pflegeversicherung auf die sechshundert Euro.
01:19:43: Das bringt jetzt gar nicht so viel.
01:19:44: aber das müsst ihr immer mal x Millionen Minijobst rechnen und das ist der Effekt.
01:19:50: ja dass wird immer in Millionen hochgerechnet Und das macht den Effekt bei dem Beitragszahlung aus und die Summe macht es da halt eben.
01:20:00: Ich glaube persönlich nicht, dass bei den Beiträgen irgendjemand großartig zucken wird.
01:20:05: dafür sind die Aufwendungen zu gering für den Einzelnen das sich da irgendwie jemand bitterlich beschweren wird.
01:20:12: also dass er jetzt zu viel zahlen muss für die gesetzliche Pflegeversicherung oder soviel mehr zahlen muß natürlich wird das angehoben gar keine Frage.
01:20:20: aber ich finde insgesamt hält sich das noch eher in Grenzen.
01:20:23: Also deswegen wir haben tatsächlich ein Gesamtpaket.
01:20:29: Ich mag es gar nicht sagen, aber ich finde das sogar relativ ausgewogen.
01:20:34: Ausgehend von der Situation dass wir zwingend die Kosten runterfahren müssen und vor dem Hintergrund finde ich das Gesamt Paket gar nicht so schlecht.
01:20:46: da kann man natürlich mal gucken hier und da bei einzelnen Punkten aber insgesamt sollten wir an dem Gesamtpaket gar nicht viel verändern.
01:20:55: Das geht nicht, wir haben einfach keine Möglichkeit hier durch den Staat mehr oder weniger die Pflege zu bezahlen.
01:21:03: Wir müssen uns damit abfinden dass wir für einen großen Teil der pflege selber aufkommen müssen und jetzt kann sich jeder selbst überlegen ob er das selber bezahlen möchte oder ob er das Risiko auslagern möchte.
01:21:16: Und das ist halt eben die Frage.
01:21:17: und wenn es da gute Möglichkeiten gibt, der Auslagerung, die wenig kosten dann ist das sicherlich ein sehr gangbarer Weg.
01:21:27: Das sind so die Fragen, die man sich da stellen muss.
01:21:31: Ernüchternd am gleichzeitig ergibt es ja Wege?
01:21:36: Ja wie du sagst bin ich glaube ich auch.
01:21:38: Wir kürzen Leistungen wir nehmen den Beitragszahler ein bisschen in die Pflicht wohnen an einer stelle so viel zu machen.
01:21:48: ja ich glaube da stecken noch ein paar dinge drin die wahrscheinlich kassiert werden.
01:21:51: wie du sagst sollbruch stellen im grunde wie du sagt brauchts braucht reform.
01:21:58: Ich wollte noch einen kleinen Werbeblock machen, obwohl ich hasse immer so dieses Thema Dringlichkeit.
01:22:04: So Jahresentgeschäft jetzt noch schnell.
01:22:06: abschließend dann bla bla bla.
01:22:08: aber ich finde ihr habt da tatsächlich ein ganz gutes Angebot.
01:22:11: zum einen gibt es in diesem Jahr oder noch in diesem jahr weniger Gesundheitsfragen.
01:22:16: also eine Pflegeversicherung ist ja auch mal eine Gesundheitsabsicherung wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung.
01:22:21: das heißt jemand der quasi schon kurz vor der Pflege steht will man vielleicht nicht unbedingt in einem versicherten Kollektiv haben.
01:22:28: Also verringerte Gesundheitsfragen.
01:22:31: Und das finde ich ganz spannend, ihr... also wenn man noch in diesem Jahr abschließt dann bleibt ihr in der Bewertung der Pflegestufen bei den Grenzen-sächsen-Zwanzig.
01:22:44: Das heißt Ihr prüft dann selber?
01:22:48: Ja wir haben dann ein eigenes Bewertungsschema und zwar ist es wie folgt Wir sagen verbal Auf vielen Veranstaltungen, wir halten uns an die Entscheidung des Gutachters des medizinischen Dienstes.
01:23:02: Das heißt wenn der Gutachter festlegt du hast Pflege grad zwei dann ist das für uns auch ein Pflegegrad zwei und den leisten wir auch.
01:23:08: Das heisst unsere Leistungsabteilung ist relativ klein Weil es ja klar, wenn der Pflegerat zwei hat, hat er Pfleggerat Zwei.
01:23:14: Da müssen wir gar nicht mehr anders prüfen.
01:23:17: Das ist praktisch so umgesetzt dass wir die identischen Regelungen Die der Gutachter hat wie er einen Pflegegrad festlegt bei uns in den Bedingungswerken niedergeschrieben haben.
01:23:30: Wir haben also die Grundlagen des Gutachtens bei uns In den Bedenkungswerke eins zu eins gespiegelt.
01:23:38: So Wenn jetzt medizinische dienst diese grundlagen verändert oder gesetzgeber und sagt okay pflege grad zwei oder drei oder vier fünf ist in zukunft anders zu bewerten dann müssten wir unsere bedingungswerke anpassen.
01:23:57: so Das passiert aber dieses Jahr nicht.
01:24:01: Heißt, das wird vielleicht irgendwann dann im nächsten Jahr passieren müssen wir mal gucken und solange wieder es noch nicht passiert ist kann ich noch ein Pflegevorsorge abschließen und habe noch die alten Bedingungen.
01:24:12: Das heißt, dass könnte dazu kommen, dass ich irgendwann mal pflegebedürftig werde.
01:24:18: der Gutachter kommt und prüft und stellt halt eben fest naja nach MDK hast du hier pflegegrad eins Und wir prüfen dann, nach den jetzigen Bedingungen noch die jetzt noch aktuell sind und stellen fest, ne bei uns hast du aber Pflegerat zwei.
01:24:34: Und deswegen gibt es bei uns auch Leistung nach Pflegegrad zwei.
01:24:37: Uns war dauerhaft.
01:24:39: also wenn man jetzt abschließt hat man ja die alten Bedingung noch die gelten ja so lange wie der Vertrag dann gilt zukünftig auch Nur dann, wenn man jetzt nicht abschließen würde und entscheidet sich dann irgendwann vielleicht im nächsten oder übernächsten Jahres abzuschließen.
01:24:53: Und die Bedingungswerke sind angepasst worden, dann habe ich auch die neuen Bedingungen dann irgendwann.
01:24:59: Deswegen bietet es sich das an noch in diesem Jahr wirklich zu den Altbedingungen zu machen weil Ich hab einfach eine bessere Einstufung in die Pflege gerade noch.
01:25:07: Das heißt, eure Leistungsabteilung wird größer?
01:25:09: Weil die jetzt demnächst endlich wie bei einer BU-Versicherung prüfen müssen.
01:25:13: oder bekommt ihr trotzdem das Gutachten vom medizinischen Dienst mit den Punkten und dann...
01:25:17: Ja.
01:25:18: Wir kriegen das trotzdem, also wir kriegen das Gutachten mit den einzelnen Punkten und wie die Punkte bewertet werden.
01:25:25: Und wir können dann relativ einfach rüber spiegeln, wie sah das im alten System aus?
01:25:30: Und können daran dann halt eben genau sagen hat er nach dem alten System noch den Altenpflegegrad oder nicht?
01:25:41: Ja ich denke dass wird in den nächsten Jahren, wie du schon selber sagst eher immer weiter gekürzt.
01:25:45: deswegen Jetzt Zugreifen kann man da eigentlich nur sagen.
01:25:49: Es wird eher, also ich meine in der gesetzlichen den Fliehpflege gerade werden wahrscheinlich immer weniger.
01:25:56: Ja generell hasse ich Verknappungen als Ding so jetzt noch schnell die letzten Angebote aber in dem Fall finde es tatsächlich Sinnig.
01:26:03: Aber wir haben ja auch grundsätzlich diese ganze Thematik.
01:26:06: immer zum Jahreswechsel, ändert sich auch die Eintrittsalter.
01:26:08: Es kommen halt eben mehrere Dinge zusammen.
01:26:11: Einmal ist der Beitrag noch günstiger dann die besseren Gesundheitsfragen oder die wenigeren Gesundheitsfragen und zum Dritten halt eben dann noch die guten Bedingungen.
01:26:20: Und insofern ist das durchaus gerechtfertigt da nochmal darauf hinzuweisen dass es dieses Jahr wirklich auch Sinn macht.
01:26:27: also gerade bei den Kunden wo man sagt da wollte ich eh schon mal ran Und hat vielleicht noch keinen festen Termin, dann sollte man den vielleicht noch in diesem Jahr legen und nicht mehr ganz so auf die lange Bank schieben.
01:26:39: Bevor man das dann im nächsten Jahr anspricht, da wäre es wirklich für den Kunden eher schlechter.
01:26:46: Super!
01:26:47: Vielen vielen Dank lieber Bürger.
01:26:49: Ich habe nichts mehr an ihr.
01:26:50: Hast du noch Fragen?
01:26:51: Nee nee ich hatte eine Frage, die habt ihr aber einfach fließend mit beantwortet.
01:26:55: Deswegen ist sie schon durch.
01:26:58: Danke, dass du da warst, lieber Bürger.
01:27:00: Das war wieder ganz informativ und wichtig.
01:27:02: Danke, das ihr mich eingeladen habt!
01:27:04: Ich hoffe wir konnten ein bisschen Klarheit in diese ganze Thematik reinbringen was sich ändert wie sich das ändert und was es dann auch für den Kunden oder auch für die Vermitter vielleicht bedeutet.
01:27:14: und würde mich freuen wenn wir dazu beitragen, dass vielleicht dieses ganze Thema ein bisschen mehr im Fokus steht als bisher so der Fire.
01:27:27: Wir arbeiten dran auf jeden Fall.
01:27:28: Jetzt ist auch unser Wirkungskreis nicht so riesig, also wird größer.
01:27:32: über den Podcast.
01:27:34: Ja ich glaube steht da Tropfen höhlt den Stein.
01:27:36: Ich meine für euch ist ein Dauerlauf.
01:27:38: jetzt braucht es auch für uns den Dauerlauf die Menschen davon zu überzeugen dass das was Sinniges ist beziehungsweise einfach sinnvoll ist sich damit auseinanderzusetzen auch wenn's wehtut.
01:27:49: Vielen Dank dass du da warst.
01:27:51: Danke dass du davor warst
01:27:52: ja ich danke euch
01:27:54: Und dann sagen wir bis zum nächsten Mal.
01:28:00: Tschüss!
01:28:09: Bis zum nächsten Mal.
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