#71 Dr. Nicole Guedes: Hilfe, mein Kind will nicht mehr zur Schule
Shownotes
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In dieser Folge von FAIRstärkung spricht Anja mit Dr. Nicole Guedes über ein Thema, das gerade viele Familien beschäftigt: Kinder, die morgens weinen, Bauchschmerzen bekommen, sich übergeben oder die Schule komplett verweigern.
Gemeinsam sprechen sie über:
- warum Schulstart, Einschulung und Schulwechsel für Kinder so belastend sein können
- weshalb lange Ferien den Übergang zurück in den Schulalltag erschweren können
- warum Sicherheit, Orientierung und Vertrautheit für Kinder so wichtig sind
- wie Eltern Übergänge schon vor Schulbeginn sanfter gestalten können
- warum Schlafrhythmus, Frühstück und Morgenroutine nicht unterschätzt werden sollten
- was Co-Regulation bedeutet und warum Eltern erst sich selbst beruhigen dürfen
- wie Eltern reagieren können, wenn Kinder weinen, blockieren oder körperliche Symptome zeigen
- warum „Reiß dich zusammen“ Kindern langfristig schaden kann
- weshalb Schulangst ernst genommen werden sollte
- wie Eltern mit Lehrer*innen und Schule in Kontakt gehen können
- warum Kinder nicht „komisch“ sind, wenn sie mit dem System Schule ringen
- wann externe Unterstützung, Beratung oder Therapie sinnvoll sein kann
- wie Eltern zwischen echter Not, Unlust und Überforderung unterscheiden können
- warum Nicole das Buch Lieblosigkeit macht krank von Gerald Hüther empfiehlt
Zu Gast: Dr. Nicole Guedes – Expertin für bindungs- und bedürfnisorientierte Begleitung von Familien, Kindern und Eltern. Sie unterstützt Familien dabei, Gefühle, Bedürfnisse und herausfordernde Situationen besser zu verstehen.
Buchtipp aus der Folge: Gerald Hüther – Lieblosigkeit macht krank Nicole empfiehlt das Buch für alle, die tiefer verstehen möchten, warum emotionale Sicherheit, Zugewandtheit und das Ernstnehmen von Bedürfnissen für Kinder so wichtig sind
Website: www.nicoleguedes.com
💬 Diese Folge ist für alle Eltern, die morgens zwischen Brotdose, Tränen und Schulpflicht stehen – und sich fragen: Muss mein Kind da jetzt durch? Oder braucht es gerade etwas ganz anderes?
Feedback oder Fragen? fairstaerkung@fairvendo.de
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fairvendo #hamburg #FAIRstärkung
Transkript anzeigen
00:00:05: Es wird einem wie so der Teppich unter den Füßen weingerissen, ne?
00:00:10: Ihre Tochter hat im Schulmorgen am ersten sich übergeben vor Angst.
00:00:15: Wie gehe ich damit um?
00:00:17: Mein Kind spinn nicht oder also in zwei für zwei Teamkind sage ich an der Stelle gerne
00:00:27: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:29: Wir sind deine Verstärkung von Verwendo ein Podcast für nachhaltige Versicherungen und sozialethisches Finanzwesen.
00:00:36: Hier geht es nicht nur um deinen persönlichen Wohlstand, sondern auch um eine bessere Zukunft für uns alle.
00:00:42: Im heutigen Format nachgefragt reden wir mit Expertinnen und Gästen – dabei teilen sie ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen mit uns, insbesondere zu Finanz- und Versicherungsthemen!
00:00:53: Das soll dich inspirieren und befähigen, nicht nur deine eigene Zukunft zu gestalten, aber auch zu positiven Veränderungen in der Welt beizutragen.
00:01:02: So werden wir ganz nebenbei zu deiner Verstärkung.
00:01:07: Ich bin Anja Werner, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Verwendur zusammen mit die Lene Marketing Team und nebenbei studiere ich Mediendesign.
00:01:14: Und eigentlich sollte ich heute mit Gordon zusammensitzen unserem Geschäftsführungskollegen.
00:01:18: aber da ist das Leben dazwischen gekommen.
00:01:21: Nämlich es sind ja so.
00:01:22: die ganzen Einschulungen, die Vorschulkinder, die Erstklässler, die Fünftklässlern werden gerade alle eingeschult und von allen Seiten eilen Mischmeldungen Dass die Kinder nicht zur Schule gehen wollen oder dass sie sich morgens übergeben haben, weil sie so eine Angst vor der neuen Schul-Situation haben.
00:01:38: Sagen wir in den Fünften oder der Ersten?
00:01:40: Dass Kinder auf der Bühne stehen und bitterlich weinen in der Vorschule.
00:01:45: Und deshalb... Weil genau das passiert ist, habe ich und Gordon entschieden, dass wir uns zu diesem Thema jemanden einladen und ihr kennt sie alle schon!
00:01:52: Ich hab' die liebe Frau Dr.
00:01:53: Nicole Gages wieder zu Besuch und Sie möchte mit uns genau über dieses Thema sprechen.
00:01:57: Hallo Nicole
00:02:00: Ich freue mich jetzt zu sein.
00:02:01: Schön, dich
00:02:01: hier zu haben!
00:02:03: Also es ist rundherum so und bei anderem auch in unserem Kundenstarm.
00:02:07: deswegen ist das auch interessant für unsere Kunden und Kundinnen dass ich von Kindern höre die die Schule verweigern.
00:02:15: Wie kommt das zu sowas?
00:02:17: Ja, also du hast das ja gerade schon gesagt.
00:02:19: Wir sind jetzt wieder am Anfang des Schuljahres der Schule.
00:02:23: für viele überhaupt der Schule weil sie jetzt eingeschult werden.
00:02:27: gerade diese Woche oder letzte Woche nach den Ferien wieder starten mussten könnte man ja in manchen Fällen dann in dem Moment auswagen Und tatsächlich ist das so ein Phänomen, dass wir als Erwachsene oft aus dem Blick verlieren.
00:02:43: Dass Kinder auch jeglichen Alters bis weit in ihre Pubertätaneien oft mit Wechseln nicht so gut umgehen können.
00:02:50: Das heißt erst mal dieser Wechsel von den großen Ferien jetzt überhaupt wieder an diesen Schulalltag bei sechs Wochen in unserem Kinderleben Das ist ja schon eine ganz schöne Zeit, das fühlt sich an.
00:03:00: Da gibt es ne neue Routine und einen neuen Alltag.
00:03:03: Es ist so in einem anderen Modus.
00:03:05: Und das jetzt wieder umzuschalten an sich erstmal.
00:03:08: Ich sage mal raus wieder in die weite Welt und weg von... ich bin vielleicht gewohnt mit Mama und Papa von morgens bis abends zusammen.
00:03:17: Wir haben ganz viele tolle Familienzeit, die sich gut anfühlt, den man sonst nicht hat im Alltag.
00:03:22: Und in all dieser Zeit ist es eben jetzt ein Wechsel.
00:03:25: dadurch unter Umständen für viele Kinder von... ach, zweig ich so richtig nett und schön und warm und bequem und gemütlich.
00:03:33: Jetzt geht's wieder zur Schule!
00:03:35: Ich muss früh aufstehen.
00:03:36: Ich bin mit lauter fremden Leuten zusammen.
00:03:38: Vielleicht jetzt erste fünfte Klasse gerade an diesem Übergang vor Schule?
00:03:43: Alle die jetzt neu gestartet sind auch noch mit wildfremden Leuten.
00:03:46: Das heißt, ich kenne niemanden, ich kenn die Umgebung nicht gut.
00:03:50: Das ist jetzt ein super krasser Sprung zwischen heimlich, bekannt vertraut nahezu alles komisch und fremd.
00:04:00: Und da sind Kinder eben sehr verschieden.
00:04:02: Manche haben richtig Bock wieder loszulegen und sagen endlich muss ich meinen Eltern nicht mehr singen, kann ich meine Freunde treffen?
00:04:09: Es geht wieder was los, es passiert mal was!
00:04:12: Und genauso viele Kinder meiner Erfahrung nach sind aber genau nicht so... Sondern die sind eher so, dass sie das schon ganz schön finden zu Hause.
00:04:19: Und je schöner es zu Hause ist, desto schwerer das dann manchmal auch fällt.
00:04:22: Ich würde jetzt nicht sagen, dass die Kinder, die gerne rausgehen und sich nicht zuhause wohlfühlen, das soll's nicht heißen... Aber es ist so, da es eben bestimmte Kinder gibt, die es denen zu Hause am liebsten, das sag ich jetzt mal so.
00:04:32: Das hat nicht unbedingt was mit ihnen zu Hause zu tun, nicht nur auch vielleicht ein bisschen aber es hat vor allem einmal damit zu tun ,dass Menschen sehr verschieden sind und dass es so unterschiedliche Typen gibt.
00:04:42: Und dementsprechend ist für manche Kinder das eben eine ganz schöne Herausforderung, erst mal überhaupt nur dieser Wechsel von diesen langen Ferien wieder in so ein Alltag zurückzukommen.
00:04:51: Da heißt es dann unter Umständen sehr bewusst auch Übergänge wieder zu gestalten.
00:04:56: Das ist jetzt natürlich ein bisschen spät, wenn ich das in der Beratung habe und die Leute das schon kennen von ihren Kindern auch für den nächsten Ferien schon mal vormerken.
00:05:05: Es ist halt nervig dass es auch ist zum Beispiel eine super gute Idee schon in den Ferien anzufangen mal wieder ein bisschen früher aufzustellen bis in früher ins Bett zu gehen so diese ganz biologischen Rahmen Daten mal wieder so ein bisschen Richtung Alltag schonmal zu verschieben.
00:05:21: Das könnte.
00:05:21: zum Beispiel ist so eine Sache, die oft schon mal hilft sich wieder einzustimmen.
00:05:26: Das muss man ja sich wochenlang vorher schon anfangen.
00:05:29: aber nach so großen Ferien kann man da so drei vier fünf Tage vorher zum Beispiel schon mit starten um diesen Übergang so bisschen sanfter zu machen sich wie gesagt innerlich schon mal wieder einzustellen.
00:05:40: das geht jetzt sozusagen für die Kinder die einfach nur wieder zur Schule gehen und in besonderer Fall sind natürlich die für die jetzt alles neu ist.
00:05:50: Dieser Wechsel da ist, es war kuschelig schön zu Hause.
00:05:55: Ganz sicher ganz warm und nahe sondern jetzt kommt auch noch dazu dass ich vielleicht oben drauf nicht nur damit zu tun habe sondern eben auch noch damit das sich jetzt mit ganz vielen fremden neuen Leuten zu tun hat.
00:06:06: Und das ist ja auch eine Situation die sehr häufig vorkommt wie viele Eltern auch vorher schon Angst haben, dass sie auftreten kann unter Umständen.
00:06:13: Je nachdem was für eine Erfahrung man hat mit Kita oder Grundschule und wenn jetzt die Folge Schule kommt... So dann ist das natürlich auch so, dass die Eltern unter Umstellung schon eine gewisse Anspannung haben.
00:06:25: vorher?
00:06:26: Ja ja auf jeden Fall.
00:06:27: also ich glaube die Eltern sind genauso oder noch aufgeregt totalweise als ihre Kinder bei diesem Übergang.
00:06:33: aber was tue ich, wenn ich so ein Kind vorher vielleicht schon fangen wir doch einfach mal mit vorher an begleiten will um das vorzubeugen.
00:06:40: also klar dass mit dem aufstehen, das ist für alle interessant.
00:06:43: Vielleicht auch einfach so die Ernährung wieder in die Uhrzeiten anpassen und so.
00:06:48: Aber was kann ich zum Beispiel so ein Kind, wo ich noch gar nicht weiß, was auf das Kind zukommt?
00:06:52: Gut wir alle sind zur Schule gegangen.
00:06:53: So ein bisschen wissen wir natürlich.
00:06:54: die müssen jetzt plötzlich ein bisschen mehr still sitzen, bisschen mehr zuhören.
00:06:58: Hast du da ein paar Tipps im Vorfeld?
00:07:00: Ja na klar!
00:07:01: Also man kann relativ konkret wie gesagt also dass mit dem Rhythmus das ist gar nichts zu unterschätzen.
00:07:06: also der eine Biorythmuss sich schon mal so ein bisschen einstellt wieder auf diesen Alltagsmodus und er sieht in manchen Familien ja schon ganz schön heftig aus auch.
00:07:14: Da wird dann zum Teil um sechs halb sieben spielte es uns aufgestanden damit die Kinder dann um acht am Start sind.
00:07:19: Und das ist ja auch für viele, z.B.
00:07:21: von Kita zur Schule erst mal eine große Umstellung, dass sie nicht irgendwann um neun da angekleckert kommen können oder bis neun zwischen acht und neun sein sollen, dass die wirklich Punkt da sein müssen.
00:07:31: Also im Acht geht es los.
00:07:32: alle sollen wach sein, alle sollen da sein!
00:07:36: Genau.
00:07:37: Und da ist es zum Beispiel eben ultra wichtig, dass dann so ein Schlafrhythmus zum Beispiel schon mal so'n bisschen angepasst ist damit man z.B.
00:07:43: dann in dieser Situation konkret, wenn's losgeht nicht total über müde das Denn Müdigkeit macht eben, dass die Nerven schon mal n bisschen blanker liegen Das kennen wir von uns selber auch Mühde-Hungrys Beides keine Gute kommen.
00:07:57: Das heißt, auch wenn das Kind zum Beispiel nicht gerne früh stückt oder Bis jetzt eben dann wieder da sich dran gewöhnen muss, früher zu frühstücken.
00:08:05: Ist das eben darum reich ich da gerade so ein bisschen drauf rum?
00:08:08: Das gilt für alle und ist erstmal eine ganz Basismaßnahme.
00:08:12: Und es ist auch nervig weiß ich wenn man vielleicht auch selber erst die letzten Tage frei hatte und schon wieder einen Teil von seinem Urlaub abknapsten muss mit ausschlafen und so.
00:08:19: aber das ist tatsächlich für solche Kinder, die eher Schwierigkeiten haben sie ein bisschen sich wieder anzupassen da reinzukommen ist das schon mal eine gute Basis sozusagen ist, dass man natürlich sowas wie Schulwege schon mal abgehen kann.
00:08:35: Dass man gerade wenn ein neuer Weg jetzt ansteht das man schon in den Ferien immer mal einen Spaziergang in die Richtung macht.
00:08:41: Das man sich den Schulhof schon mal zusammen anguckt also alles was man von außen zumindest schon mal angucken kann auch wenn ich nicht genau weiß in welchem Klassenzimmer ich am Ende bin, dass sich das Kind so ein Bild von dem Schulhof macht.
00:08:54: also oft also zumindest hier in Hamburg.
00:08:56: es ist so dass die Schulhöfe eigentlich nicht abgeschlossen sind, dass man da auch am Nachmittag mal drüber laufen kann.
00:09:02: Dass man mal gucken kann, wo sind coole Ecken?
00:09:04: Wo man spielen kann?
00:09:06: Wo will ich mich wohlfühlen hier?
00:09:08: Welches Gebäude ist vielleicht das Hauptgebäude?
00:09:11: Das kann man von außen so ein bisschen sehen.
00:09:13: oft sind die großen Schulgelände ja auch ausgeschildert.
00:09:16: Das heißt wir könnten auch da schon mal so ein wenig vorbereiten Räumlich vorbereiten, Orientierung bieten und das alles.
00:09:25: Und das ist jetzt der große Hintergrund dazu.
00:09:27: Alles was ich gleich noch an Tipps geben werde in die Richtung zielt auf dasselbe Ziel, nämlich Sicherheit aufzubauen.
00:09:33: Dann das, was Angst ausschlöst bei Kindern?
00:09:36: Wir haben ja drei Grundbedürfnisse mit drei großen Grundbedörfnissen.
00:09:39: vor allem bei Kindern lohnt es dir immer einmal abzuchecken.
00:09:43: da gibt es einmal die Nähe und die Autonomie.
00:09:45: Die stehen sich so gegenüber.
00:09:48: Wieso Gegensätze?
00:09:49: Die müssen so im Ausgleich immer stattfinden.
00:09:51: Das heißt, einerseits will ich Sachen selber machen und alleine machen und vielleicht auch schon mal hier oder da selber gehen.
00:09:58: Das ist gerade in dem Schulalter ein großes Thema.
00:10:00: wenn die so um die sieben Jahre alt sind dann ist das bei den meisten Kindern spätestens einsetzt dass wir die deswegen ja auch theoretisch in diesem Alter einschulen weil es eh innerlich so einen Entwicklungsschritt, dass der jetzt kommt.
00:10:13: Dass das größer wird.
00:10:14: Die erste Phase haben die ja schon wie alle wahrscheinlich noch gut erinnern, die jetzt schon größere Kinder haben in der sogenannten Autonomiephase.
00:10:23: Genau wenn die so zwei drei sind.
00:10:26: da wird sich dann an Boden geschmissen, wenn es nicht so läuft wie man selber das gerne hätte und wird geschrien und geweint ganz laut.
00:10:35: Der zweite Auto-Mischu kommt oft, wenn es gut läuft in dem Moment wo die eingeschult werden.
00:10:39: Jetzt sage ich gerade schon so um und bei das siebte Lebensjahr... Und das ist ja bei vielen Einschülern gar nicht so, ne?
00:10:44: Die sind zum Teil kann Kinder sind noch viel jünger oder sind eben noch gar nicht soweit.
00:10:49: aber weil wir eben sagen im Sommer ist es sowei alle müssen jetzt los sind alleine deswegen die Kinder manchmal auch gar nicht in dieser Phase wieder.
00:10:56: also auch das kann natürlich nochmal erschweren.
00:10:59: Ich habe auch das Gefühl, alleine das Wissen.
00:11:02: Ich gehe bald auf eine neue Schule für unsichert Kinder schon Wochen vorher und weiß ich nicht, sagt man es dann lieber nicht?
00:11:10: Und sagt ne Woche vorher ist übrigens so weit!
00:11:12: Aber nee die Kita und alle arbeiten ja schon damit.
00:11:15: Also man hat ja schon sechs Wochen vorher hören die ja schons erstes Mal auf jeden Fall davon.
00:11:19: Die haben ja zum Teil auch diese Kennlerntermine.
00:11:21: also je nach Schule wird ja aus dem Kennlernen am Nachmittag angeboten.
00:11:24: genau um das was ich jetzt gerade gesagt hab Zumindest ein, also heutzutage.
00:11:30: früher war das ja wirklich so dass man seine Schule des Erste mal sah wenn man da irgendwie dann ankam.
00:11:34: Also zumindest war es bei mir so als ich in meinem Gymnasium damals angefangen bin nach der Grundschule.
00:11:38: Ich hatte das erste Mal gesehen an dem Tag wo ich da geschult
00:11:42: habe.
00:11:43: Weil man sich darüber keine Gedanken gemacht hat ne?
00:11:46: Genau und das ist ja heute von Schulseite auch wird das schon versucht.
00:11:50: aber dieses Angebot was total toll ist, dass die jetzt fast alle Flächendecken machen zum Beispiel an den Weiterführenden oder an den Grundschulen.
00:11:58: Das Blöde ist aber, es reicht für viele Kinder nicht.
00:12:02: Also ganz im Gegenteil manchmal ist das sogar mit der Erfahrung verbunden Oh Gott ich kenne ja wirklich niemanden hier und oh Gott ist das alles groß.
00:12:10: Und oje oje was wird das alles?
00:12:12: Also das heißt bei manchen Kindern löst dieser Kenner nachmittags sogar eher noch Sorgen und Bedenken aus.
00:12:18: also gerade bei den Ängstlichen
00:12:20: Genau, ja.
00:12:21: Also dann lernt man für ein oder zwei Stunden seine Klasse und sein Klassenlehrer kennen und sagt nie passt aber gar nicht.
00:12:27: Das ist
00:12:27: komisch!
00:12:28: Das sind ja gar nicht meine Freunde dort und das ist ja gar kein Team.
00:12:32: Und was dann?
00:12:33: Was macht man in den Sommerferien mit den Kids?
00:12:35: wie baut man die auch?
00:12:36: Ja, das ist eine gute Frage.
00:12:38: also ich glaube ein Patentrezept liegt leider wie immer nicht an.
00:12:42: Aber es ist... Ich wünschte auch manchmal, ich hätte in meinen Beratungen so einen Zauberstab zur Hand um dann irgendwie Heil über alle zu bringen.
00:12:50: Aber ganz grundsätzlich ist es natürlich super wichtig das ernstzunehmen.
00:12:54: also ich sagte ja gerade schon Grundbedürfnisse Autonomie hatten wir jetzt gerade ist so dass was ansetzt was einsetzt hoffentlich und was die Kinder so ein bisschen immer nach raus schubst von den Eltern weg.
00:13:06: Und gleichermaßen im Ausgleich besteht es aber auch in großes Nähebedürfnis bei Kindern, auch von Mensch zu Mensch verschieden.
00:13:12: Jeder hat also unterschiedliche Strebungen.
00:13:15: Auch zwei Kinder aus der seiten Familie können da ganz unterschiedlich aufgestellt sein.
00:13:19: Manche Kinder brauchen ganz viel Näh, auch physische Nähe.
00:13:22: Nicht nur dass jemand da ist sondern auch wirklich auf dem Schoß sein noch sehr lange bis weit ins Grundschulalter rein.
00:13:28: Also das ist eben wie gesagt sehr verschieden.
00:13:30: aber haben tun wir die alle.
00:13:32: also Autonomie und Nähe ist so etwas gegensatzbar und darunter wie in einem Dreieck liegt die Sicherheit Die speist sich aus dem einen oder anderen und ist aber auch für sich selber ein Bedürfnis.
00:13:44: Also eine Bedürftnis nach Orientierung, nach Halt, nach Vertrauen, nach Geborgenheit... Und das ist natürlich wenn ich jetzt umgetoppt werde in eine komplett neue Umgebung einfach gar nicht mehr da!
00:13:57: Es wird einem wie so der Teppich unter den Füßen weggerissen ne?
00:14:00: Ich kann mir das auch gar nicht vorstellen, ich habe das nie erlebt.
00:14:03: Also bei uns auf dem Dorf wurde man fast mit seiner kompletten Klasse umgetopft.
00:14:07: so dann hat man natürlich das Gebäude und die Lehre aber man kann mit seiner besten Freundin drüber ablässt dann so und sagen hast du die gesehen?
00:14:13: Die Lehrerin oder so?
00:14:14: oder dies ja toll.
00:14:16: also dass ich finde das hier in Hamburg da mischt sich das ja extrem teilweise soweit dass ein Kind gar keinen kennt.
00:14:24: Dass das einem Angst macht, würde mir auch Angst machen.
00:14:26: Wenn ich mir vorstelle, ich müsste morgen in eine neue Firma gehen, wo ich niemanden bekenne die Räumlichkeit nicht den Weg dorthin... Echt enorm.
00:14:35: Und wie vielleicht meinem Kind?
00:14:36: Sicherheit und diese Wurzeln, die ist dann raus?
00:14:39: Ja genau, apropos Umtopfen vielmehr gerade auch das Bild nämlich ein, dass wenn man Pflanzen umtopft, dann macht man zwar das alte bisschen ab so die Erde und so.
00:14:49: aber man lässt den ja immer so'n bisschen Alterde.
00:14:51: oder wenn man Fische in ein anderes Aquarium setzt, dann darf man das ja nur ganz langsam das neue Wasser da raus und ins neue Becken kippen.
00:15:00: Warum
00:15:00: machen wir das mit unseren Welten nicht?
00:15:02: Ja, und das ist die gute Frage.
00:15:04: Also fast es ist eher ein Wunder dass so wenige Kinder stark rebellieren dagegen.
00:15:09: also aus meiner Perspektive tatsächlich wenn man sich das so klammert weil die Bedürfnisse ernst da genommen werden.
00:15:14: heutzutage also wir haben damit sicherlich viele Eltern fragen mich auch wieso irgendwie ja ich fand's auch doof aber irgendwie hat man das dann halt geschafft.
00:15:23: Und wieso ist das jetzt so ein Thema und wie so meine Kinder da so einen Riesenwiderstand?
00:15:28: Das liegt natürlich daran, dass wir denen auch die Räume zugestehen.
00:15:31: Das zu zeigen!
00:15:32: Also wir hatten diese Räumen eben oft gar nicht und Kinder sind sehr anpassungsfähig.
00:15:36: also wenn ich denen keinen Raum lasse für... Man kann natürlich jetzt auch sagen der Tipp könnte sein dem Kind zu sagen reiß dich zusammen bist du durch wird schon So wie man das bei uns gemacht
00:15:46: hat.
00:15:46: Und dann, was hat es davon für Nachtleine?
00:15:48: Es hat den großen Nachteil dass es lernt seine Bedürfnisse systematisch zu unterdrücken und dadurch den Kontakt zu sich selbst verliert dann also das ist auf Dauer ist es dann wenn man jetzt ganz holtschnittartig argumentiert unter Umständen die Ursache für die Leute die heute Burnout haben immer wachsen nehmen weil sie den Anschluss an sich oder
00:16:07: psychosomatische Dinge
00:16:08: Genau.
00:16:09: Weil man den Anschluss beim Krieg quasi beigebracht, den Kontakt zum eigenen Empfinden zu den eigenen Emotionen, den Gefühlen und Bedürfnissen abzuschneiden sich eben im wahrsten Sinne des Wortes zusammenzureißen darüber hinwegzugehen und weiterzufunktionieren.
00:16:24: Und wenn funktionierend dann so ein Maßstab sozusagen ist der als einziger zählt Ja, dann ist es das Einfachste für das Kind.
00:16:34: Eben lebendige Bedürfnisse ganz nach Gerald Hüter kann ich gern darauf verweisen wenn das näher interessiert.
00:16:40: Lieblosigkeit macht krank.
00:16:42: ein ganz wunderbares Buch an dieser Stelle warum das eben keine gute Idee ist.
00:16:46: Genau können wir auch in die Schoen und Zuleib noch mal aufnehmen.
00:16:51: Das
00:16:51: zitiere ich an der Stelle gerne sehr schön und deutlich darlegt Warum das auch für unser Gehirn ein großes Problem ist?
00:16:57: Dann werden wir bestimmte Bahnen immer wieder unterdrücken Eppen, die eben auch ab und sterben.
00:17:02: Und dann sitze ich mit Erwachsenen, Burnout-Kandidaten heutzutage in der Beratung, die nicht mehr wirklich sagen können wie es ihnen geht wenn ich sie frage.
00:17:11: Und ich in ratlose Gesichter gucke und sage naja fühle doch mal deinen Bauch also den ich richtig beibringen muss.
00:17:18: Empfinden dafür zu kriegen.
00:17:20: was ist eigentlich Trauer?
00:17:21: Wie fühlt sich Wut an?
00:17:22: wann fühle ich das?
00:17:24: Das könnte Scham sein.
00:17:25: habe ich mich schonmal geschehen?
00:17:26: weiß ich gar nicht.
00:17:27: Also mit solchen Fragen beschäftige ich mich dann oft Coachings mit Erwachsenen, die genau so eine Vorgeschichte haben.
00:17:33: Das heißt aus meiner Perspektive ist es eben zurückgeguckt, weil also das jetzt keine empirische Forschung, obwohl es gibt empirische Forschen dazu.
00:17:43: deswegen der Verweis auf Gera Tüter.
00:17:46: ist es tatsächlich nicht nur Alltagsbeobachtungen sondern die Gefahr dass wir die Kinder da sozusagen ihrer Emotionalität auf eine ungute Weise berauben?
00:17:56: Ja, die ist groß und das ist sozusagen würde ich jetzt sagen nicht wert.
00:18:00: Also es ist nicht gesund für die Kinder unter Umständen was zu tun.
00:18:03: Es mag Kinder geben, die da unbeschadet durchgehen.
00:18:05: Erwachsene sagen, die hat's auch nicht geschadet.
00:18:08: Das war dann die Frage ob so ein Kommentar nicht schon Aussage genug darüber ist wie sehr es ihnen geschadete?
00:18:13: Das sag' ich auch immer.
00:18:14: ja, ja Da musst du mich nicht abholen, das sage ich auch Immer.
00:18:19: Aber Jetzt hab ich zum Beispiel eine Freundin, wir hatten ja jetzt darüber gesprochen was man im Vorfeld gut machen kann.
00:18:25: Jetzt sind wir mal konkret bei dem Übergang.
00:18:27: also ich habe zum Beispiel ne Bekannte von mir.
00:18:29: die hat mir erzählt ihre Tochter hat am Morgen einem Schulmorgen am ersten sich übergeben vor Angst.
00:18:36: Wie gehe ich damit um?
00:18:38: Es gibt immer noch die Option zu sagen, ich lass mein Kind zu Hause.
00:18:40: Ich weiß aber vielleicht, sie hat das öfter, wenn sich richtig gestresst fühlt.
00:18:44: Da kann man sie ja auch schicken!
00:18:46: Was ist hier
00:18:47: richtig?!
00:18:47: Also wie gehe ich mit diesen akuten Sachen um?
00:18:49: oder am zweiten Tag treten Bauchschmerzen auf?
00:18:52: Inspezifische, wir alle wissen.
00:18:54: Ein Teenie-Alter ist das vielleicht auch psychosomatisch?
00:18:57: Kennt man bei Tia?
00:18:59: Ja, also tatsächlich ist das natürlich... Ich glaube mit der Frage die kennen auch alle Eltern von nicht ängstlichen Kindern wenn das Kind irgendwelche Symptome hat, irgendwelchen körperlichen ... Beschwerden ist das so, dass wir uns immer fragen wie schlimm es gerade ist.
00:19:13: Kann ich dem jetzt zumuten in die Situation reinzugehen oder eben auch nicht?
00:19:17: Ganz grundsätzlich wenn es eben völlig klar ist so wie du das grad beschreibst, dass das eine psychosomatische Reaktion ist weil das Kind sehr sehr aufgeregt ist vielleicht auch schon sehr schnell atmet sehr sehr ja also einfach wahnsinnig aufgeregtes Fett schnell das Frühstück gegessen hat und dann kommt das wieder raus Dann gilt es natürlich erstmal zu beruhigen Also erstmal zu gucken, okay jetzt vielleicht auch mal den Zeitplan kurz aus den Augen zu lassen und so sagen.
00:19:41: Jetzt mal ganz ruhig, jetzt sammeln wir uns mal kurz.
00:19:44: Und da ist wieder der Anschluss für die Erwachsenen, die das mich manchmal auch nicht gelernt haben selber in ihrer Kindheit weil, bevor wir alle zusammenreißen, ist es natürlich die Herausforderung wie bewahrt man denn eigentlich Ruhe?
00:19:58: Das ist ein Ansatz, den ich dann an einer Beratung auch oft habe dass ich erst einmal erkläre was heißt sich beruhigen.
00:20:04: Das heißt eben, so simpel es auch klingt erstmal alle zusammen tief durchzuatmen.
00:20:09: Sich mal hinzusetzen vielleicht auf dem Boden zu setzen ganz viel Erdung haben.
00:20:14: Durchzuatmend sich in Arm zu nehmen.
00:20:17: Sich wirklich im Sinne im wahrsten des Wortes übernähe wieder Sicherheit zu holen.
00:20:21: dann da sind wir wieder bei den Bedürfnissen.
00:20:24: Dann ein Schluck Wasser trinken ist fürs vegetative Nervensystem total gut.
00:20:29: Wenn ein Kind sowieso immer mal schnell aufgeregt ist, helfen natürlich auch unter Umständen homöopathische Mütte oder so was wie Rescue-Tropfen gibt es in jeder Apotheke.
00:20:39: Die für Panik im Moment die Bachblüten, die manchmal ganz gut sind wenn man sie als Mama eine Handtasche hat.
00:20:45: Wenn man weiß dass das Kind dazu neigt schnell aufgerägt schnell ängstlich zu sein dann ist es so den besagten Schluck Wasser nehmen und vor allen Dingen was ganz wichtig ist, dass die Eltern jetzt erstmal Selbstmanagement machen.
00:20:58: Also ich bin beim Kind und sage hey!
00:21:00: Ich verstehe das Bedürfnis anerkennen, das ist aufregend.
00:21:04: Das ist für dich vielleicht auch gerade beängstigend.
00:21:06: also das wahrzunehmen Und während ich das so tue mit dem Kind zu einem Kontakt bin, ist es super wichtig eben jetzt gucken wie aufgeregt bin.
00:21:14: Ich habe gerade gesagt, weil wenn man manche Eltern da vor der Schule sieht die Kinder stehen da fast ein bisschen paralysiert nehmen und die erwachsen.
00:21:23: Das summt richtig die Luft.
00:21:24: So
00:21:25: sind eigentlich auch total übern.
00:21:27: Wir sind ja die, die koregulieren sein.
00:21:28: also wir sollen ja eigentlich dafür da sein dass das Kind an uns Orientierung und Halt findet Auch in der fünften Klasse, ne?
00:21:35: Sagst du so
00:21:36: einfach.
00:21:37: Genau!
00:21:37: Ich weiß das ist gar nicht einfach.
00:21:39: Wir haben doch den Handwerkskoffer gar nicht bekommen.
00:21:41: Was soll mir das denn ihr zählen?
00:21:42: Das ist genau der Punkt dass es auch wieder ein Thema für die Ferien unter Umständen oder für jetzt sofort wenn ihr gerade in der Situation seid mit euren Kindern zu sagen okay jetzt mal her mit dem Meditationsapp die schon seit Jahren auf dem Handy aber liebe Nutze Jetzt übe ich mal abends, wirklich mal runterzufahren und guck mal wie sich das anfühlt.
00:22:01: Und ob ich das aushalten kann oder überhaupt runterfahren kann?
00:22:04: Weil viele erzählen mir dann aus den besagten Gründen dass sie es zum Beispiel auch erst einmal gar nicht zulassen können.
00:22:10: aber da ist sozusagen der Ansatz am Anfang der Kette Das heißt die Eltern erstmal ein Selbstmanagement als Altseltern in so einer Art Selbstmanagements zu bekommen weil die Kinder spiegeln da also die sind einerseits mit sich beschäftigt und die nehmen dann noch unsere ganzen Emotionen auch mit Reflektoren sind, weil sie eben noch nicht in ausgereiftes Nervensystem haben.
00:22:32: Brauchen Sie uns um sich zu regulieren.
00:22:35: ab sieben fangen sie auch anders selber vermehrt tun.
00:22:39: da helfen wir ihnen ja schon bei der ersten Autonomiefase mit zwei drei bei.
00:22:43: das heißt es ist etwas was ich langsam entwickelt und aufbaut.
00:22:46: Aber solange die nicht, ich sage jetzt mal vielleicht, einundzwanzig sind und zwar eine ganz hohe Zahl.
00:22:52: Ich höre immer wieder diese Zahl?
00:22:55: Also mit vierzehn sind die schon meistens so weit dass sie das schon ganz gut hinkriegen.
00:23:00: aber jeder der in Teenager zuhause hat weiß auch das klappt mal so und mal so weil die ja dann auch mal pumpig sind Und sich gar nicht irgendwie mit sich im Reihen.
00:23:09: und dann sind wir ja auch gefragt als erwachsene
00:23:11: Zahl.
00:23:12: Zumal wir ja auf der Prellbox sind.
00:23:14: Wir sind ja der sichere Hafen und dann bemühen die sich zwei Wochen lang auf irgendeinem Schüler-Austausch stabil zu sein, aber hinterher ist dann eben absolut der Overload.
00:23:23: Also diese Co-Regulationsbeziehung führt dazu dass die Kinder uns einerseits gut nutzen können um Sicherheit zu finden weil sie wenn Mama... also es gibt ganz frühe Untersuchungen kleine Kinder werden spiel gelassen.
00:23:36: Dann kommt ein Hund ins Zimmer, ein großer schwarzer Hund.
00:23:40: Und wenn Mama lesend auf dem Studer neben sitzt, den freundlich anlächelt vielleicht sogar so dahin fest oder denen einfach so da sein lässt ohne groß zu reagieren dann kommt das Kind freudig und interessiert auf den Hund zu.
00:23:52: Wenn jetzt die Mutter aber sagt oh ein Hund!
00:23:56: Oh Schreck!
00:23:57: Dann fängt das Kind an zu plernen versteckt sich läuft vor dem Hund weg.
00:24:00: Also
00:24:01: das heißt, bei kleinen Kindern ist das ja auch jedem weiß jeder.
00:24:04: Das Kind fällt hin die Mama macht oh Gott!
00:24:07: Die was passiert?
00:24:07: Dann fängt das Kind in dem Moment an zu planen.
00:24:09: Die gucken sogar meistens erst mal bevor sie einfach zu wollen weil sie abchecken.
00:24:14: war das jetzt schlimm oder nicht?
00:24:16: Und das machen unsere Großen nicht mehr so offensichtlich, also unsere Schulkinder oder auch die, die dann aufs Gymnasium oder auf die Stadtteilschule kommen.
00:24:23: Die machen es nicht mehr sehr stark weil sie eben schon weiter sind und nicht mehr ganz so verstrickt mit uns in dieser Korregulation.
00:24:31: aber die machen das eben auch noch und das führt dazu dass sämtliche Anspannung Stress Energie auch rüberfließt zu denen.
00:24:39: Und deswegen ist es immer so wichtig, dass wir Eltern mal als allerersten Schritt immer daran denken und wenn's aufregend wird immer zu versuchen uns selber runterzufahren und dabei im Kontakt mit dem Kind zu sein.
00:24:51: das kann man ja auch zusammen machen.
00:24:52: also wenn man das jetzt noch nicht kann.
00:24:54: Das rate ich auch in meiner Beratung ist es so dass man eben diese Schritte wir atmen jetzt mal tief durch Was ist das Kind weint, ne?
00:25:00: Jetzt putze mal die Nase.
00:25:01: Jetzt nehmen wir immer einen Taschentuch.
00:25:03: Vielleicht kommen mir sogar selbst die Tränen weil ich gerade ganz aufgeregt bin.
00:25:06: es überhaupt nicht schlimm.
00:25:07: Das ist total authentisch.
00:25:08: dann merkt das Kind okay Wir beruhigen uns jetzt man weint man beruhigt sich Aha!
00:25:13: Das ist überhaupt kein Drama So.
00:25:15: und dann trinkt man mal zusammen Glas Wasser Und dann guckt man mal was jetzt zu tun ist und da ist natürlich immer wichtig Fragen zu stellen.
00:25:24: Also wenn wir uns jetzt ein bisschen beruhigt haben, das Kind hat sich übergeben kriegt vielleicht mal einen Traumenzucker oder irgendwas um den Magen zu beruhigen.
00:25:31: Vielleicht erstmal Wasser wie gesagt und Zwiebeln oder was auch immer, wenn schon was mag oder erst mal gar nix.
00:25:37: Und dann ist es wichtig dass die Kinder vielleicht mal kurz sagen dürfen was sie brauchen.
00:25:43: Das wäre natürlich eine Frage für ein zwei Tage vorher schon Wenn man mit denen abends zusammen sitzt und sagt Ideal läuft, machen wir das ein, zwei Tage vorher.
00:25:53: Sonst spätestens dann, wenn das schon so eskaliert ist...
00:25:58: Man weiß ja nicht was einen erwartet
00:25:59: an sie in der Augen manchmal.
00:26:00: Manchmal hat man auch vorher alles besprochen und dann kommt noch mal etwas ganz Neues hoch.
00:26:03: also man kann das auch alles ganz toll richtig machen und trotzdem hat das Kind das Thema dann doch nochmal.
00:26:08: Und da ist es irgendwann zu wichtig immer Fragen zu stellen Was brauchst du?
00:26:12: Was genau ist das gerade?
00:26:13: Was dich so stresst oder nervt dass wir halt gucken können wie können wir das ändern?
00:26:18: Oder können wir da was ändern?
00:26:21: Und das ist jetzt natürlich, wenn das Kind dann sagt ... weiß nicht.
00:26:25: Ich hab irgendwie Angst vor den anderen zum Beispiel oder dass ich da keinen zum Spielen finde.
00:26:30: Ist ja auch so ein Klassiker, wenn man noch niemanden kennt.
00:26:33: Dann ist es eben eine Möglichkeit zu sagen okay was könntest du denn tun um selber jemandem zu finden?
00:26:39: Also dass sich in dem Moment nicht darauf wartet, dass mich jemand anspricht sondern was könnte ich denn tun damit ich vielleicht angesprochen bin.
00:26:49: Vielleicht nehme ich irgendein spannendes Stoff hier mit oder eine Puppe, die meistens dürfen dir irgendwas Kleines mitnehmen.
00:26:56: Also es muss ja nicht eine Riesenpuppe sein
00:26:57: aber
00:26:58: oft dürfen die ja gerade in der Grundschule so einen kleinen Begleiter irgendwie ein Viech dabei haben oder irgendeinen Spielzeug was sie mitbringen dürfen.
00:27:05: Oft haben Sie auch Ihre Schultüte die vielleicht besonders und dann kann man zum Beispiel mal darüber reden wie.
00:27:09: also das ist ja so ein Moment wo wir unseren Kindern Smalltalk beibringen dürfen.
00:27:14: Also wie gut sind wir selber in Smalltalk?
00:27:16: Dann kann ich sagen, Mensch guck mal du hast ja die gleiche Tüte wie ich oder die hat gleiche Farbe.
00:27:22: Oder da hat irgendwas drauf auf seiner Tüте das andere Kind und ich sage dann Mensch guckt mal ihr habt ja dieselben Figuren, die ertäufeln.
00:27:31: Da kann ich natürlich als Eltern auch wenn man davor der Schule rumsteht so bevor es losgeht bei der Einschule natürlich auch versuchen ein bisschen zu helfen.
00:27:38: Da sind wir ja noch dabei dann.
00:27:40: Aber das kann man eben verabreden, also das sollte man mit dem Kind vorher besprechen.
00:27:44: Also nicht gut ist wenn ich das jetzt nicht bespreche und ich fange an der Anwilt irgendwie fremden Kinder an zu quatschen und unser eigenes Kind steht drei Schritte in dort.
00:27:51: so es schämt sich zur Tode.
00:27:52: Weil Mama hier wieder mit Wildschrecken rein will!
00:27:57: Ich fürchte, das ist bei mir so.
00:27:59: Ich bin ja sehr extrovertiert und ich bin auch ein totaler Smalltalk-Fan und ich weiß dass sowohl mein Mann als auch meine Tochter da jetzt nicht so begeistert immer von sind, dass die Mama immer auch gerne mal zwei Stunden am Pool im Hotel mit irgendwelchen
00:28:12: fremden Leuten quatscht.
00:28:15: Erwischt!
00:28:17: Aber jetzt... Jetzt gibt es die Kinder, die du dann mit diesen Maßnahmen überzeugst.
00:28:22: Es gibt aber auch die Kinder... ...die dann kurz bevor es ernst wird komplett blockieren.
00:28:26: Also sie gehen gar nicht auf die Bühne hoch und in den Klassenraum rein.
00:28:28: Wie gehe ich damit um?
00:28:30: Lasse ich die auf meinem Schoß und lasse das einfach geschehen oder eine erwändlichen Trick an oder gehe ich mit auf die bühne?
00:28:37: Habe ich noch nie gesehen, aber wäre auch mal lustig!
00:28:41: Ja, genau das.
00:28:42: Das kann man mit dem Kind verhandeln in dem Moment.
00:28:44: Wenn es total blockiert heißt ja dass das System Ultrastress hat gerade also das ist ja wie ein Blackout in der Prüfung oder so vergleichbar wenn die dann so völlig in den Widerstand gehen und gar nicht mehr kooperieren können Und das ist eine Kooperationsleistung die sie da bringen müssen dann in dem moment und wenn das nicht möglich ist hat das kindengrund.
00:29:04: Also es ist Kinder wollen mit uns kooperieren und wenn die sich dieser Kooperation so stark verwehren, dann gibt es da in der Regeln Grund für.
00:29:13: Und das gilt denen rauszufinden.
00:29:15: also dann geht es das ernst zu nehmen.
00:29:17: Das ist meistens das Wichtige.
00:29:18: dass war jetzt gerade indem was ich schon erklärt habe mit wir beruhigen uns zusammen noch nicht so deutlich glaube ich ja ist dass wir erstmal anerkennen da ist ein Widerstand und er darf da sein.
00:29:29: Ich weiß ja im Ablauf von einer Einschnung ist das nicht vorgesehen.
00:29:33: Nein, gar nicht.
00:29:35: Ich hab mich
00:29:36: gefragt, was tun?
00:29:37: Wo ich Eltern ermutigen würde, erst mal das auszuhalten und sagen okay.
00:29:44: Das Kind wird aufgerufen dann passiert nichts.
00:29:47: Meistens ist man zu zweit da einer beim Kind bleiben und der andere sagen wir haben hier gerade noch einen kurzen Thema.
00:29:53: Dann weiß der Lehrer Bescheid, macht erstmal einen Haken so.
00:29:56: Und man bleibt erstmal da wo man isst und versucht auch da wieder erst mal wieder überhaupt in Kontakt zu kommen.
00:30:02: Wenn die so blockieren, dann sind sie ja oft gar nicht richtig ansprechbar.
00:30:05: Dann fangen die an zu weinen oder gucken einen gar nicht mehr an Verstecken sich irgendwie und da einfach mal kurz Zeit vergehen zu lassen dass die sich beruhigen können.
00:30:16: man findet so ein Klassenraum immer irgendwie wo man das Kind auch noch hinterher mit dahin begleiten kann.
00:30:22: aber dann würde ich tatsächlich sagen im härtesten Härtefall den wir jetzt gerade besprechen ist das Kind dann eben gerade mal noch nicht mitgegangen.
00:30:31: Und dann versuche ich natürlich, mit dem Kind darüber zu sprechen oder auch wieder da in Kontakt zu kommen.
00:30:36: wie gesagt wichtig ist erstmal Kontakt aufzunehmen, das Ernst zu nehmen und nicht jetzt zu sagen ja aber du musst jetzt aber und jetzt solltest du aber doch und die anderen und ... und ja... Ich weiß!
00:30:47: Das is echt hart weil dass alle gucken unter Umständen also man kann auch anbieten was gutes entweder erst einmal in der Anonymenge bleiben wenn du merkst dass alle gucken Wenn ihr das nagt in so einer Situation, dann ist rausgehen immer gut.
00:31:01: Das gilt auch für die schreienden Kinder im Supermarkt oder wenn man sonst irgendwelche emotionalen Eskalation mit Kindern welcher Art auch in welchen Situationen auch immer hat, immer Publikum minimieren möglichst also das Kind auch ein Stück weit schützen dass nicht noch dreißig Leute drauf gucken und ihrem Kommentar dazu abgeben denn das machen Leute ja auch gerne Erwachseneneigen dazu alles zu kommentieren um zu bewerten zumindest in unserer Welt.
00:31:25: Und deswegen Kann es gut sein, dass ich zum Beispiel... Der Papa geht mal in den Weg nach vorne oder umgekehrt.
00:31:31: Die Mama geht nach vorne und sagt dem Lehrer, oh wir haben hier gerade doch irgendwie ein Thema Und das andere Elternteil geht mit dem Kind z.B.
00:31:37: auf Toilette.
00:31:39: Wir gehen mal raus, wir schnappen mal frische Luft Also auch einen Ortswechsel kann Sowohl wie bei einem schreienden Baby, was sich nicht wieder zusammenkriegt.
00:31:47: Es ist ja auch immer der Rat machen Fenster auf dem Balkon und kalte Luft.
00:31:52: Das bringt das Nervensystem auch.
00:31:54: Wir müssen irgendwas finden, was das Nervensystem wieder greifen lässt sozusagen.
00:31:59: Dass wir wieder einen Zugriff auf diesen Autopilot-Modus, der da anspringt in dieser Panik die sie dann haben in dem Amis eine richtige Panikreaktion ist wie eine Panikattacke, die Erwachsene auch kennen.
00:32:10: unter Umständen brauchen wir jetzt wieder Zugriff auf dieses Nervensystem und dafür ist eben der allererste Schritt immer ernst nehmen, beruhigen.
00:32:19: Denn je mehr ich jetzt in Widerstand gehe und sage du musst doch aber und so und dann zumindest meine Erfahrung das Du größer wird das Problem
00:32:27: Absolut, aber da frage ich mich wie gehe ich denn dann in diesem Moment um gerade um ruhig zu bleiben?
00:32:31: Ich meine klar wir haben es hier mit Erwachsenen zu tun und die sollten natürlich über den Kindern stehen.
00:32:37: Aber wie geh' ich mit meinen eigenen Ängsten um?
00:32:38: also mein erster Gedanke ist dann Ja, aber wenn das Kind da jetzt nicht reingeht, wird's ja nicht leicht.
00:32:43: Da geht morgen dann auch nichts zur Schule!
00:32:44: Also hat ja noch gar nix kennengelernt und so... Was mach ich mit mir?
00:32:49: Was mach' ich mit meinen Gedanken, mit meinen Ängsten, mit meiner Sicherheit?
00:32:51: Wenn es gut läuft sind die Lehrratangute-Ansprechpartner unter Umständen.
00:32:56: Das ist meistens bei einer Einschwungssituation, dass sie eine Stunde mitgehen und dann kommen alle wieder.
00:33:01: Und wenn das kind bis dahin nicht mit Mama zusammen hinterhergegangen ist oder nur mit Papa wie auch immer Dann ist es der Zeitpunkt, wo ich da warte mit dem Kind aus meiner Sicht und erst mal die Lehrkraft anspreche.
00:33:15: Und ein Kind kontakt Lehrer mit Eltern herstelle und sagt wir haben hier folgendes Problem.
00:33:21: Wir wissen gerade gar nicht genau, wo's herkommt.
00:33:22: Es gibt grad eine große Angst.
00:33:25: Und jetzt ist natürlich die Frage was hat man dafür jemanden vor sich?
00:33:28: Jetzt gibt es natürlich welche, die dann einfach sagen ja, da muss man sich halt mal zusammenreißen.
00:33:33: Das sind nicht mehr die meisten hoffe ich.
00:33:38: Ich kann es schwer einschätzen, ich höre das ein und das andere.
00:33:43: Aber
00:33:43: wenn es gut läuft und man wirklich an einem Menschen gerät, der eben normalerweise ja das gewohntes Erstklässler oder Fünfklässlern-On zu boarden dann schaffen die meisten das schon... Das kennt man so'n bisschen auf sich zu beziehen mal kurz ins Gespräch zu kommen und dadurch schon mal so ein bisschen Vertrauen herzustellen, vielleicht auch für den ersten Schultag eben was zu verabreden wie ich hole euch ja sowieso dann da unter ab.
00:34:08: Und dann sei mal rechtzeitig da das dann quasi nochmal eine Eltern-zu-Lehrerübergabe stattfinden kann.
00:34:14: Das ist ein Stück weit auszuhalten dass es eben vielleicht auch in der fünften Klasse noch so ist, dass das Kind das gerade braucht denn oft ist das so wenn wir das ermöglichen, dann sieht das Kind wir stehen hinter ihm Es gibt keinen Grund besorgt zu sein, es wird sich gekümmert sozusagen.
00:34:30: Also das sind ganz wichtige Sicherheitsgeber, Sicherheitssignale.
00:34:34: und ja ich kann natürlich verstehen dass viele Eltern aufgrund ihrer eigenen Schulerfahrung so Hemmungen haben auf die Lehrkräfte zuzugehen und dass es auch Lehrkräften gibt die dann vielleicht nicht so cool reagieren weil sie selbst zuteil überlastet sind.
00:34:45: mit dreißig neuen Schülern aber die meisten würde ich jetzt mal aus meiner Erfahrung sagen sind schon so dass Sie ein Ohr dafür haben.
00:34:54: Außerdem gibt es Beratungslehrer an allen Schulen.
00:34:57: Müssen die hier in Hamburg zumindest haben, Sozialpädagogen-Beratungslehre auch da, also früh wie möglich Kontakt aufzunehmen und zu sagen Es gibt hier ein Problem eben in diesem Übergang.
00:35:10: bitte helft uns!
00:35:11: Und wenn sie jetzt Vorschläge machen, die man ganz schrecklich findet darf man ja auch nein sagen aber gleichzeitig ist das schon meistens gut dann Vertrauen gleich herzustellen miteinander.
00:35:22: Nein, dass es da so eine Durchlässigkeit gibt und das nicht einfach nur das Gefühl auf der einen als auf die anderen Seite ist man weiß gar nicht so genau was da los ist also auch als Eltern für sich zu minimieren Zumindest das Bedürfnis mal zur Sprache zu bringen, dass man da noch mal einen engeren Austausch kommen möchte.
00:35:41: Dass man da Bedarf hat, weil es mit dem eigenen Kind vielleicht schon immer schwierig war oder jetzt auf einmal schwierig ist.
00:35:48: Weil vielleicht gerade vieles zusammenkommt und dann ist es eben für die Kinder gutzusehen, dass die Erwachsenen das schon regeln.
00:35:55: Das ist so für die eigene Entlastung oft ganz wichtig.
00:35:59: Und im nächsten Schritt kommen dann die anderen Kinder
00:36:02: erst dazu.
00:36:04: Kurze Unterbrechung an dieser Stelle weil es gerade so gut um Austauscht, Verantwortung und gutes Miteinander geht.
00:36:10: Nicole, die ihr gerade hiermit angehört ist am Donnerstag den vierundzwanzigsten September auch live bei Fervendo in Hamburg
00:36:18: dabei!
00:36:19: Bei unserer Panel-Diskussion handeln statt hoffen EHR und Führung die Vorsorge von Frauengestalten.
00:36:27: Mit dabei sind Andrea Machost vom Öko Welt unsere Helene Bosmann von Fervendow Und Dr.
00:36:35: Nicole Gatches.
00:36:36: Wenn ihr Nicole Live erleben möchtet und Lust
00:36:38: auf Austausch,
00:36:39: neue Impulse und gute Gespräche habt Schaut gerne in die Show Notes.
00:36:44: Dort findet ihr alle Infos und den Anmeldeling.
00:36:50: Und das ist genau die Frage, die ich dich fragen wollte.
00:36:52: Denn was es eine ist ja in der Erwachsenenwelt Kinder zu integrieren.
00:36:56: Das kriegen wir vermutlich hin weil wir es mit Erwachsenden zu tun haben.
00:37:00: Was wir aber nicht steuern können sind andere Kinder oder Dynamiken in der Klasse.
00:37:05: Wie würdest du sagen?
00:37:06: Ist die soziale Dynamik wenn mein Kind, sagen wir mal ein Kind wäre das Block hier dass auch Mal weint?
00:37:15: Mein Mann sagt Lasst die weinen, wenn das andere Kinder sehen, beruhigen sie das Kind.
00:37:21: Wir hatten das Thema schon öfter im Familienumfeld bei Maneffen nicht und so weiter ... Aber ich frag mich, stimmt das?
00:37:28: Oder fangen die irgendwann an einfach zu lachen.
00:37:31: So wie es bei uns früher war.
00:37:32: Sind auch die Kinder vielleicht ein bisschen offener und weicher oder kann die Dynamik auch echt nach hinten losgehen?
00:37:37: Ich
00:37:37: glaube sowohl als auch.
00:37:39: aber tatsächlich sind die Kinder, die dann tröschen dazu kommen wahrscheinlich die besseren Spielpartner für das Kind als die, die lachend.
00:37:45: Dann weiß man schon mal... Das
00:37:47: ist natürlich komplett wahr!
00:37:48: ...dann weiß man mit wem man sich vielleicht eher nicht zusammen tun sollte.
00:37:53: Man sagt ja so schön, die Warnfreude zeigen sich in der Krise.
00:37:57: Und also wenn man da eben offen mit seinen Gefühlen umgeht und da finden sich gleich ein zwei Kinder, die da empathisch drauf eingehen fragen was ist denn los?
00:38:08: oder sich da beteiligen das gibt in einer Gruppe von zwanzig bis dreißig Kindern sind immer welche dabei die kompetent genug sind dass zu tun sozialkompetent genug sind.
00:38:18: ich würde sogar sagen mehrere sind das.
00:38:23: Das ist ja eine wichtige Erfahrung auch unter Umständen für unser eigenes Kind, dann in dem Fall wenn das betroffen ist.
00:38:29: Dass zu sehen dass da natürlich die Kinder das nicht übernehmen können.
00:38:33: deswegen es ist so wichtig dass der Lehrer oder die Lehrerin das auch im Kopf haben, dass sie das Kind ein bisschen im Blick haben an der Stelle weil das natürlich eine völlige Überforderung wäre wenn jetzt diese anderen Kinder komplett ausgleichen oder regulieren sollten dass eine Kind jetzt gerade große Ängste hat.
00:38:51: Denn Ängsten sind ja schon ganz schön starke Gefühle, ne?
00:38:54: Ja absolut!
00:38:55: Ich mag die gar nicht.
00:38:56: Wer mag die schon?
00:38:57: Das stimmt.
00:38:58: und gleichzeitig ist es so, dass die Kinder aber eben dann oft ganz coole andere Tricks auch haben oder selber dann ja eben auch ins Gespräch kommen.
00:39:07: Genau das was ich sagte, dass dann zwar kein Smalltalk sondern eher ein Deep Talk sofort entsteht Aber dass die doch relativ bereit sind, die meisten Kinder zu teilen.
00:39:20: Dass sie das kennen oder dass es ihnen auch so geht... ...oder dass der Lehrer eben oder die Lehrerin wenn sie schlau sind, das auch nutzen zum Beispiel zu sagen Mensch guck mal jetzt ist das so gemeinsach so Angst.
00:39:31: geht's denn hier sonst jemandem so?
00:39:32: Also das auch ein bisschen zu moderieren, wenn ihr das mitkriegen, dass ein Kind im Unterricht anfängt zu weinen oder aus der Pause irgendwie geknickt wieder kommt.
00:39:40: also Meistens sind die in dieser Anfangszeit relativ nah an den Kindern und versuchen auch, die Dynamik durch irgendwelche Spiele miteinander eben in die Verbindung zu bringen.
00:39:53: Das ist ein wichtiges Kriterium für Eltern, wenn ihr eine Schule aussucht vielleicht noch mal als Tipp an dieser Stelle schon bei der Auswahl der Schule mal zu gucken und nachzufragen in diesen Gesprächen, die man da unter Umständen beider Anmeldung hat wie findet das denn statt des Onboarding?
00:40:08: Also haben sie ne Kennenlernwoche Oder man merkt schon, die kommen halt an und dann geht es los.
00:40:16: Das ist ja auch nach wie vor leider sehr unterschiedlich, weil das nicht einheitlich in unserem Schulsystem gehandhabt wird.
00:40:23: oder gibt es so Art Patenschaften?
00:40:25: An ganz vielen Schulen gibt's auch ältere Kinder, die jüngeren Kindern als Patentugelteilt werden.
00:40:31: Das heißt, dass dann eine Kind-zu-Kind-Beziehung schon da ist.
00:40:34: Die ein bisschen schon so ist, dass die auch trösten können noch besser als vielleicht die Gleichaltrigen oder so.
00:40:40: Also nach sowas könnte man auch... das ich jetzt wieder aus meinem Vorwege fragen kann.
00:40:44: natürlich sind wir ideal aber spätestens dann wenn es solche Probleme gibt nochmal aktiv nachzuhaken ob es da so Vertrauensschüler auch gibt.
00:40:52: An so weiterführenden Schulen gibt es ja auch einen Schülerrat.
00:40:56: Die haben oft irgendwelche Ersthelferkinder, die dann irgendwie manchmal oder also Konfliktenmanager, die schon kleine Ausbildungen durchlaufen haben.
00:41:05: Also die gibt's da alle!
00:41:06: Die muss man ja nur erst mal finden und die können einem natürlich unter Umständen auch so ein Netz an Unterstützung bieten die dann eben, aber leider immer oft nur auf Anfrage.
00:41:17: Also sie werden selten so proaktiv auf die Kinder zugeschickt, sondern es ist eben so dass das gut ist wenn man da als Eltern zumindest meine Erfahrung und auch aus meinen Beratungen so die Rückmeldung, wenn man als Eltern da ja versucht eben auch zu gucken was gibt's denn eigentlich an Möglichkeiten?
00:41:34: Und ich sag jetzt mal denen die diese Situation kreieren nämlich den die diese Schule gestalten auch darüber zurückzumelden.
00:41:43: Jetzt haben wir das Problem, was ist denn deine Idee dazu?
00:41:46: Denn jetzt sitzen wir hier und machen uns ganz viel Gedanken rüber, was die Eltern tun sollen.
00:41:50: Und das ist ja auch wichtig weil wir die Kinder zu Hause stärken und für deren Entwicklung zuständig sind als Eltern.
00:41:56: aber wir dürfen ja eigentlich auch den Anspruch haben dass da ein Pädagoge dagegen über ist unter Umständen ja zumindest ein bisschen darin ausgebildet ist dazumindest auch mal eine Idee zu haben und nicht einfach nur fachlich zur Verfügung zu stehen.
00:42:12: also
00:42:14: Also bei der Auswahl der Schule schon ein bisschen schauen.
00:42:19: Man kann ja bei so einem Gespräch vielleicht sogar erzählen hier das und das kenne ich über mein Kind.
00:42:24: Und dann einfach mal schauen, wie antworten die da drauf?
00:42:28: Wie beim Bewerbungsgespräch.
00:42:29: also wenn ich Coachings mache zum Thema Bewerbung, ist es so dass wir auch dazu neigen nach wie vor.
00:42:35: Ich weiß gar nicht wieder mit den ganz vielen jüngeren Menschen jetzt gerade in den Job einsteigen wo es eher einen Arbeitnehmer macht wird langsam.
00:42:43: aber ich sage jetzt mal ganz altweise zu meiner Zeit.
00:42:48: Da war es so, dass das eben Interviews waren wo man als Bewerber befragt wurde und wenn man Glück hatte hat die Firma noch ein bisschen gesagt so hier würde die Arbeitsplatz sein.
00:43:00: so sieht es aus Und das hat sich ja auch schon verändert.
00:43:04: Das heißt, dass wir heute in Bewerbungsprozessen durchaus die Situation haben und dazu ermunter ich zum Beispiel den Coachings auch, dass die Bewerber durchaus auch freigestellen dürfen.
00:43:13: Zum Beispiel was ist denn wenn ich Problem ex Y habe?
00:43:17: Wie wird meine Einarbeitung genau laufen?
00:43:19: Werde ich da einfach nur daneben gesetzt und darf dann nach einer Woche frisst oder stirbt gleich irgendwie meinen Job hier voll übernehmen?
00:43:24: Oder gibt es hier ein System?
00:43:27: also gibt es Einarbeitungsprogramm, gibt es eine Schulung... eigentlich sein.
00:43:33: Und je nachdem, was mein persönliches bedürnt ist und manche Leute sind ja froh wenn sie in einer Woche einfach so los tun können und andere brauchen total wie eben diese manchen Kinder ihr macht viel mehr Sicherheit Struktur.
00:43:44: und wenn ich merke dass es schon im Gespräch merken das ist ein Arbeitgeber eine Schule schräg-strich kann alles vergleichen in gewisser Weise die diese Strukturen dann für die nicht so viel Wert auf struktur legen dann ist für so einen kind was eher ängstlich ist das vielleicht eher nachteilig weil struktur Immer Orientierung bietet zum Beispiel.
00:44:03: Und dann ist es vielleicht für so ein Kind, was eher sehr freigeistig ist und sich gerne selbst schon wirklich eher nach vorne geht.
00:44:10: Vielleicht nicht so eine coole Umgebung wenn da alles in kleinen Kästchen schön geordnet immer noch bestimmte Strukturen abläuft.
00:44:16: aber für das andere Kind was eben eher viel Sicherheit braucht?
00:44:20: Ist genau der richtige Rahmen!
00:44:24: den Mut zu haben, da noch mal genauer hinzugucken.
00:44:27: Und gerade an dem Weiterführende also von der Grundschule aus ist es ja Richtung weiter für eine Schule.
00:44:32: in der Entscheidung und aber auch in den Weiterfühlenden Schulen gibt's ja nicht umsonst diese Orientierungsphase fünfte sechste Klasse wo man danach eben auch nochmal Bilanz ziehen kann theoretisch
00:44:44: Wobei wir sagen müssen, wenn wir ehrlich sind gibt es in dem Sinne keine freie Schulwahl.
00:44:50: Wir sind nach Bezirken und Entfernungen eingeteilt, besonders im Grundschulbereich.
00:44:55: Wenn wir uns das Gymnasium nicht geschafft haben oder sagen, das wollen wir jetzt nicht mehr für unsere Kinder zu viel Leistungsdruck, dann müssen wir die nächstgelegene Stadtteilschule nehmen.
00:45:06: Und für viele ist das total unglücklich um das hier auch einmal zu sagen ... Für viele bedeutet das, dass sie ein System müssten, wo sie ihr Kind gar nicht sehen.
00:45:15: Dann lassen Sie es lieber auf dem Gymnasium und setzen uns diesem Leistungsdruck aus.
00:45:19: Davon hat weder das Gymnasiam was noch die Kinder in der Klasse, noch das einzelne Kind natürlich.
00:45:24: Das ist ein total unglückliches System meiner Meinung
00:45:26: nach.
00:45:26: Ja, total.
00:45:27: Da stimme ich dir total zu, weil das eben nur eine theoretische Wahl ist.
00:45:31: In der Kita ist es sehr einfach, da dürfen wir es ganz frei entscheiden, je nachdem, ob Platz frei ist.
00:45:38: Das ist ja jetzt heutzutage auch schon besser geworden, zumindest hier in den Großstadt-Bereichen.
00:45:44: Genau natürlich und das ist im ländlichen Bereich noch schlimmer.
00:45:47: Da gibt es dann einfach nur das eine Gymnasium und entweder geht man dahin oder halt auf die Stadtteilschule und das war's.
00:45:53: Also das ist tatsächlich... Natürlich hast du recht ne relativ theoretische Diskussion heißt aber nicht des Eltern über ihre Rückmeldungen, nicht auch entsprechende Bedarfe kommunizieren können und dürfen.
00:46:07: Und da ist es wieder so, dass ich eben auch da ganz oft merke oder auch von meinen Beratungsgesprächen immer die Rückmeldung kriege ja aber die haben ja eh schon so viel zu tun sind so gestresst und da ist meine Erfahrung das die Art der Ansprache natürlich total wichtig ist.
00:46:21: und das ist auch wieder ganz schwierig wenn man dann so emotionalisiert ist weil es vielleicht im eigenen Kind gar nicht gut geht ruhig zu bleiben, keine Vorwürfe zu machen an die Schule.
00:46:31: Sondern erst mal auch da wieder Fragen zu stellen eher zu sagen was schlagen sie denn vor als zu sagen es kann ja wohl nicht wahr sein wie das hier läuft.
00:46:41: Das ist ultra schwierig weiß ich.
00:46:44: und doch ist es so dass wenn man das schafft eben eher Fragen zu Stellen zu sagen ich verstehe auch dass sie nicht auf jeden gucken können aber Gleichzeitig.
00:46:54: Ich
00:46:55: möchte sich gerne noch mal anmerken, mein Kind hat hier dieses Bedürfnis oder ist da irgendwie nicht ganz angekommen an der Stelle?
00:47:04: Oder braucht er immer länger?
00:47:06: aus meiner Erfahrung dann sind die eher dankbar.
00:47:09: also ich sag mal so ich habe noch ich persönlich aber auch aus meinen Beratungsrückmeldungen ist es so wenn den Eltern das gelungen ist auf die Lehrer zuzugehen eben auf diese Weise im Sinne von.
00:47:19: Ich habe hier ein Problem.
00:47:21: Was können Sie tun?
00:47:22: Wie können wir zusammen das lösen ohne irgendein Vorwurf, auch nur den leisesten Vorwurf an die Lehrkraft?
00:47:28: Sie hätte irgendwas versäumt nicht gemacht, wäre irgendetwas nicht gerecht geworden.
00:47:33: Dann ist es in der Regel so dass da selten Menschen sitzen sehr, sehr selten.
00:47:38: sie sagen soll nicht mein Problem sondern mindestens mal zuhören und sagen, na ja vielleicht mal mit dem Beratungslehrer.
00:47:45: Also selbst wenn sie es dann wegdelegieren an Kollegen die beratungs Lehrer ist oder da zuständiger ist als Koordinator in der Jahrgangsleitung das aber schon so ist... eben leider ein sehr überlastes System ist, in dem aber schon grundsätzlich Menschen arbeiten die auch für die Kinder das Beste wollen und nicht irgendwie eigene Agenten haben.
00:48:09: Nein also im Bereichen in denen man nicht reich wird darf man davon ausgehen dass Idealisten zu werket gehen.
00:48:15: und ich glaube jeder dieser Lehrer hat an irgendeinem Punkt seines Lebens gesagt Ich will das werden weil Und da war nicht, weil ich so viel Geld verdiene.
00:48:23: Weil das tut man ja nun einfach faktisch
00:48:24: mal nicht.
00:48:24: Also es mag einzelne Außennahmen geben aber so ganz grob ist es eben oft eher so dass da Widerstand oder Ablehnung kommt.
00:48:33: wenn da eben das machen Eltern leider oft dann eben aus der Emotionalität heraus genau wie zu Hause im Streit mit Partner der Partnerin Dass wir Vorwürfe formulieren anstatt Wünsche.
00:48:45: Es gibt so einen schönen Spruch.
00:48:46: Vorwürfe sind ungeschickt formulierte Wünsche, also auch wenn euch Vorwörfe gemacht werden hört genau hin was es eigentlich der Wunsch den anderen kommuniziert.
00:48:55: und wenn man gerade schafft darüber zu stehen ist der Konflikt dann schon fast aus der Welt.
00:48:59: wenn man dann schafft darauf einzugehen Und das kann man aber eben auch von den Lehrer nicht immer verlangen die sind eben auch kein über Menschen Die haben halt auch ultra Stress und deswegen gut.
00:49:08: Also natürlich kommt man manchmal auch da dann nicht weiter Dann muss man irgendwelche anderen Konsequenzen ziehen die dann irgendwie Schulwechsel oder was auch immer bedeuten, umzugt.
00:49:17: Was auch immer das dann eben im Einzelfall ist.
00:49:19: aber das sind ja so die Ausnahmeausnahmefälle.
00:49:21: wir wollten ja heute eigentlich eher über die Regel sprechen und da würde ich unbedingt Mut machen wollen Vertrauensvoll, zugewandt auf die Lehrer zuzugehen eher zu sagen wir brauchen hier.
00:49:33: Wir sehen uns hier irgendwie an der Grenze unserer Möglichkeit weil unsere Grenze ist ja wirklich dieses Schultor.
00:49:38: also ab da müssen wir auch vertrauen und ich finde zum Beispiel auch total faszinierend dass das so vorausgesetzt wird von Schule in unserem Land dass das Kind da einfach gut aufgehoben wird ohne also klar gibt es Eltern und Informationsabende Wie gesagt, da tut sich auch schon was.
00:49:56: An vielen Schulen wird genau darauf eingegangen, wird sehr deutlich gemacht, dass das Konzept ist, was der Anspruch ist, den man hat wenn man damit den Kindern arbeitet und so.
00:50:06: Und doch sind wir eben doch ganz schön außen vor.
00:50:08: Gerade wenn ein Kind in eine Grundschule kommt, ist das ja wirklich schon noch ein ganz schöner Vertrauensvorschuss, den wir Eltern da auch leisten also auch da...
00:50:17: Das dachte ich schon an der Kita.
00:50:20: Mein Baby wollen die haben.
00:50:22: Total!
00:50:24: Auch da stichwort Selbstreflektion, wenn das Kind ganz stark im Widerstand ist dürfen wir auch bei uns nochmal gucken wie committed bin ich denn mit dieser Schule?
00:50:35: Also gerade wenn wir als Eltern heute auch kritisch auf der Schulsysteme gucken.
00:50:39: Ist es ja einerseits gut dass wir den Kindern signalisieren wenn wir sehen dass da Sachen nicht fair sind oder naja vielleicht mal ein bisschen doch ein bisschen autoritär daherkommen und da natürlich weiter dreißig Bedürfnisse im Raum stehen, nicht alle berücksichtigt werden können.
00:50:55: Und es regeln für alle geben muss und das mit den Kindern noch zu besprechen dass das wahrscheinlich Zuhause anders läuft in der Familie im kleineren Kontext einfacher ist und dass das einmal so ist wenn man in so einer großen Gruppe ist dass man dann eben viel kooperieren muss und wenig Individualität hat Und gleichzeitig eben trotzdem ein Stück weit damit dadurch ja auch committed und sagt, das ist leider so.
00:51:17: Das dürfen wir alle zusammen konstatieren, dass wir gerade noch kein besseres Angebot vorfinden ohne uns dann mit zufrieden zu geben.
00:51:25: Also ich finde, das is sowas was Kindern auch oft hilft oder wo ich auch immer die Anregung gibt zu sagen aber wie einverstanden bist du denn mit dem Setting da?
00:51:35: Also denke ich, wenn ich da reinkomme und es geht vielen Eltern so.
00:51:38: Stichwort eigene Schulerfahrung schon so wie das hier schon riecht und oh Gott!
00:51:42: Ich bin froh, weil ich da wieder raus bin.
00:51:44: Weil ich beim Elternabend schon Beklemmungen kriege, wenn nicht diese Art von Gebäuden betreten muss die eigentlich einfach auch noch genauso aussehen wie zu unserer Schulzeit Und dann da wieder auf diesen Mini-Stürchen, Hocke und einem Lehrer von unten nach oben in den Augen gucken darf Da geht ja auch bei den Eltern ganz schön was ab unter Umständen und all das stichwort nochmal wir sind so eng verbunden mit den Kindern kann sich ja auch so schön an die Kinder, also wenn diese ganz doll im Widerstand sind.
00:52:09: Dann dürfen wir da natürlich auch bei uns noch mal gucken wie viel Widerstände habe ich eigentlich mit der Situation oder wie viele Sorge, die ja total verständlich ist auf.
00:52:19: Also da auch mit sich Mitgefühl zu haben nicht nur mit dem Kind sondern auch mit und selber.
00:52:27: letztendlich jetzt kommt wieder das berühmte innere Kind.
00:52:30: Der kindliche Anteil in jedem Erwachsenen der emotionale Dem jetzt mal nicht zu sagen, reiß dich zusammen.
00:52:36: Du musst jetzt stark sein für deinen Kind?
00:52:38: Sondern nein!
00:52:39: Da genau mal hinzugucken und zu sagen was beschäftigt uns alle denn hier gerade?
00:52:44: Weil wenn wir uns jetzt vorstellen ein Vater-Mutter-Kind dann sitzen ja einen Vater eine Mutter ein echtes Kind und noch zwei Kinder von Erwachsenen mit am Tisch Also eigentlich fünf.
00:52:55: Ja,
00:52:55: und meistens noch deren Eltern?
00:52:57: Deren Mütter sitzen
00:52:58: doch irgendwo.
00:53:00: Ohne jetzt zu esoterisch sein!
00:53:02: Das ist ja faktisch heute in der Psychologie wirklich ein Modell mit dem ganz viel gearbeitet wird auch um emotionale eigene Bewegungen gut anzugucken.
00:53:09: Ist das ja Fakt dass wir da eben oft mit alten Konflikten konfrontiert sind und Schule ist ein Traumathema für sehr viele Menschen in unserem Land.
00:53:21: also glaube ich gerne Egal ob jetzt noch DDR-Sozialisation.
00:53:27: im alten Westen von Deutschland, also an dem Gymnasium, an dem ich war gab es Lehrer die wahrscheinlich schon in der Nachkriegszeit gearbeitet haben.
00:53:38: Krass, da wurde noch geschlagen.
00:53:42: Dass sie das nicht mehr getan haben in den Neunzigern als ich zur Schule gegangen bin ist schon eine Leistung eigentlich aber da flogen Schlüsselbunde und Kreide durchs Klassenzimmer und wurden rumgebrüllt und geschrien.
00:53:58: Dinge die wir heute nicht tolerabel finden, die zurecht auch wenn andere Lehrer das von Kollegen hören abgemahnt werden... Und das auch als Eltern, wenn wir jetzt an einer neuen Schule sind und merken, das Kind berichtet da Komisches.
00:54:13: Das sofort zur Sprache zu bringen, da mutig zu sein und zu sagen Moment mal, das muss man nicht akzeptieren nur weil es früher vielleicht auch schon so war.
00:54:21: Es ist eigentlich von den Schulleitungen heute nicht mehr geduldet aber die sind eben nicht in jedem einzelnen Klassenraum dabei und deswegen auch dankbar für Hinweise unter Umständen.
00:54:31: Nun haben wir im entfernten Bekanntenkreis meines Mannes einen Fall Und ich nehme stark an, ich habe leider keinen ganz tiefen Einblick.
00:54:39: Dass die auch zu ihrer Schule bereits gegangen sind.
00:54:42: Bei dem hat das ältere Kind komplett blockiert und es wirklich Wochen, Monate nicht mehr zur Schule gegangen mit hin bis hin so auf den Boden werfen und dass eben noch im höheren Alter... ...und das jüngere Kind hat sich dann abgeschaut und mitgemacht.
00:54:56: So was rätst du solchen Eltern?
00:54:59: Also ich gehe stark davon aus, Kontakt zur Schule gesucht haben, musst du ja irgendwann.
00:55:04: Sonst rufkriegst ihr einen Anruf?
00:55:06: Aber was ist dann wirklich der Weg zu einer Psychotherapie?
00:55:11: vielleicht der Wichtige?
00:55:12: Ja sicher!
00:55:13: Also wenn das so extrem ist... Es ist ja so dass nicht alle Kinder gerade wenn sie älter werden nachher im Teenager-Alter Ist es natürlich so dass die Unterumständen keine Lust mehr haben mit ihren Eltern über bestimmte Dinge zu sprechen.
00:55:28: dann ist es sicherlich gut, Dritte hinzuzuziehen.
00:55:31: Also nochmal wieder auch der Vertrauenslehrer an der zuständigen Schule wäre sozusagen der erste Anlaufpartner.
00:55:37: Zumindest würde ich das jetzt mal vermuten oder erstmal so annehmen da Gespräche zu führen und gucken eben und da auch wieder noch Mal wenn Kinder und Jugendliche komplett blockieren und was komplett verweigern Dann hat das Gründe Und wir müssen dringend rausfinden Was ist der Grund?
00:55:56: Das ist sozusagen immer die Frage.
00:55:59: Wer findet den raus?
00:56:00: Wie finde ich den raus, was ist davor gefallen?
00:56:03: Weil das kann ja wirklich eine Geschichte haben von ... Da finden Mobbing und Erpressungsversuche unter Schüler anstatt dass da eben zu welchen große Angst herrscht aber eben auch ne Angst das zu kommunizieren Und deswegen dann in so'ne totale Verweigerung gegangen wird.
00:56:20: Gerade unter Jungs ist das, glaube ich manchmal auch mit diesem noch stärker als Untermädchen so Gewalt androhen.
00:56:27: Manchmal eine Rolle spielen.
00:56:28: also es kann überall der Grund liegen und wichtig ist daran zu arbeiten dass das Kind so viel vertrauen.
00:56:34: Also natürlich auch wieder da, ne?
00:56:36: Ich würde sagen überhaupt nicht sagen, dass Eltern die da den Kontakt verlieren in so einem Moment weil das Kind sehr viel Angst hat weil es vielleicht sogar explizit gesagt kriegt, gerade den Eltern darf das nicht gesagt werden oder so.
00:56:48: Wenn das bedroht oder eingeschüchtert wird zum Beispiel sind ja oft solche Fälle wo das dann so passiert dass das aber wichtig ist immer zu wissen das hat Gründe.
00:56:59: mein Kind spinnt nicht Im Zweifelzweil.
00:57:03: Team Kind sage ich an der Stelle gerne.
00:57:05: Also es ist so, dass wir als Eltern glaube ich mit geburtes Kindes aus meiner Sicht verpflichtet sind leue all den Kindern gegenüber zu sein und im Zweifelsfall ich kenne auch so Geschichten das geht schon.
00:57:18: und das Vertrauen nur um das mal deutlich zu machen wo das so verlustig gehen kann.
00:57:22: das Vertrauen Das geht ja damit los, das Kind kommt nach Hause und sagt, stell dir mal vor.
00:57:26: Der Lehrer XY hat heute und kannst du dir vorstellen?
00:57:29: Und dann hat der da rumgeschimpft.
00:57:31: und dann sagen viele Eltern, hmh, wir hören sich das so an, objektiv an!
00:57:38: Jaa aber er wird hier einen Grund und wenn die anderen laut waren... So.
00:57:44: Ääähk.
00:57:45: Ja, da seh
00:57:45: ich mich auch.
00:57:47: Ich auch, ich kenne das.
00:57:48: Wir haben es dich anders gelernt und wir machen das so, dass ist nicht das was wir gewohnt sind zu.
00:57:53: Das ist unsere gewohnte Reaktion auf sowas man wegt ab man versucht neutral zu sein.
00:57:58: aber eigentlich sagt mein Kind gerade wo Gott stell dir mal vor heißt ich bin ganz aufgeregt ich habe da eine emotionale Not gehabt.
00:58:08: Und jetzt möchte ich bitte das du mir grade mal zuhörst und das mit mir teilst und das ernst nimmt und dann können die immer noch darüber reden.
00:58:15: also Das meine ich mit Team Kind sein.
00:58:20: Es geht nicht darum, was zu verstärken oder das noch in seiner Empörung zu verstirken, aber zu sagen okay wow ja es kann mir vorstellen dass die das Angst gemacht hat wenn der da auf einmal laut wird und dann mal zu fragen ah warst du denn diejenige oder derjenige angeschrien worden ist?
00:58:35: Oder war das jemand anders?
00:58:36: und was war denn der Grund?
00:58:38: und nicht um diese Empörung und diesen Schreck, den das Kind kommuniziert klein zu machen.
00:58:44: Sondern mit dem Ziel rauszufinden... Oder mit dem Kind zusammen zu verstehen, dem zu helfen.
00:58:51: Wie kann es passieren?
00:58:52: Dass der Lehrer, den ich vertraue, auf einmal ausrastet und rumschreit.
00:58:55: Gerade wenn ich das von zu Hause nicht kenne, das geschrien wird zum Beispiel.
00:58:59: Was ja wirklicherweise immer mehr Familien normaler wird, dass nicht so rumgebrüllt wird oder Kinder irgendwie gemaskriert werden auf eine Art die nicht so schön ist... Dann sind die richtig erschreckt in so einem Moment, wenn ein Lehrer dann lauter wird.
00:59:13: Und da fängt das aber leider schon an, dass wenn ich jetzt eben nicht empathisch, so wie es gerade beschrieben habe, reagiere und damals ein bisschen reingehe und sage, ach man, mir stimmt.
00:59:23: Das ist ja wirklich doof und ich kann mir das vorstellen, wie dof sich das anfühlen muss.
00:59:27: Das erinnert mich vielleicht auch an dies oder was ich selbst erlebt hab sondern eben sofort in dieses mal Ja, aber guck mal so!
00:59:34: Dass so runterrede wieder?
00:59:36: Dann ist das Signal an das Kind.
00:59:39: Erzähl dich das nächstes Mal wieder oder werde ich dann gleich wieder abgebügelt?
00:59:43: Ja, oder noch schlimmer.
00:59:45: Da hab ich mich vertan!
00:59:46: Meine eigenen Gefühle sind nicht
00:59:48: richtig.".
00:59:50: Was dann zu den Zweifeln wieder führt?
00:59:52: Genau
00:59:52: und in Zweifelsfall bin ich dann an Zweifel an mir selber und das führt dazu dass ich das abschneide, runterschlucke aber es bleibt ja wo... Ich schluck's runter und habe diesen Stress in mir.
01:00:07: Und dann kann es sein, dass ich mit Stress und Stress, je nachdem empfindbar wie ich bin, da muss gar kein Mobber oder Schlimmerer sein.
01:00:14: Dann kann das sein, die Spannung zwischen mich bringt diese Situation, das laut in der Schule, die Art wieder miteinander umgegangen wird... Und wenn es sich dann eben zu Hause nicht gesehen fühlt damit, kann das natürlich passieren.
01:00:42: Dass es auch den Eltern nicht mehr erzählen mag, worum es geht.
01:00:46: Also ich will da mit nur sagen im Gespräch bleiben mit den Kindern.
01:00:50: Ich weiß, dass ist ultra schwierig, selber gerade von der Arbeit kommt oder jetzt noch schnell was zu essen machen muss und das Kind quatscht einander voll mit seinem Städium hervor, was der schon wieder.
01:01:02: Dass man dann schnell mal sagt, es ist nicht schlimm, wenn man das mal macht.
01:01:06: Aber der Grundton in der Beziehung ist, wenn das Kind mit was ankommt ... Weil ich immer zu gestresst bin?
01:01:12: Dann ist zum Beispiel mein Beratungsgespräch in meiner Ansatz zu sagen okay, dann müssen wir gucken wie wird dich als Eltern und damit meine ich beide nicht nur die Mütter auch die Väter in die Lage versetze beim Abendbrot so am Start zu sein dass sich sowas am Abendbrots Tisch zum Beispiel wertschätzend Annehmen kann und selber nicht schon so fertig bin, dass ich da eigentlich gar keine Kraft mehr für habe.
01:01:38: Mir ist es wichtig noch mal zu betonen, das ich die Kinder verstehen kann, die blockieren vor der Schule.
01:01:44: Also ich selber bin zur Schule gegangen, ich war hyper angepasst, hab dadurch bis heute bestimmten Themen zu kämpfen.
01:01:51: aber ein Kind, das das nicht ist und ein Kind das Zuhause durchaus auch Nein sagen darf und es wird auch akzeptiert.
01:01:57: Dass das nicht immer Bock auf dieses System hat, ist mir wichtig noch mal zu betonen.
01:02:02: Ist komplett verständlich in meinen Augen und auch in Ordnung.
01:02:06: Du hast vollkommen
01:02:07: recht gut, dass du es mal so deutlich sagst weil tatsächlich ist das ja eine Herausforderung unserer Kinder jetzt dieser Generation.
01:02:14: die sind mit einem Schulsystem konfrontiert Das in Teilen schon ein bisschen in Bewegung gekommen ist aber im Prinzip seit Der Gründung in Deutschland von Schulsystem und Schulpflicht, sich nicht im Wesentlichen verändert hat.
01:02:29: Also nicht wirklich!
01:02:31: Ja es wird nicht mehr ganz so viel vortal unterrichtet... ...und ja aber die Strukturen wie du schon sagst das Systemische was dahinter steht.
01:02:39: Alle im selben Alter den selben Stoff
01:02:41: usw.,
01:02:42: an den meisten Schulen ist das zumindest so.
01:02:44: Alleine
01:02:44: die Uhrzeiten sind bedenklich früh und so.
01:02:47: Also alles wie das gebaut ist hat sich eigentlich nicht verändert.
01:02:50: Und wenn man sich anguckt, wie unsere Erziehung sich verändert hat von den Kindern.
01:02:55: Dann ist das klar, dass dieses System jetzt auch an seine Grenzen stößt zunehmend weil es jetzt reagieren muss auf nämlich immer mehr Kinder die in den Konflikt gehen, die nicht mehr da hingehen wollen.
01:03:06: Das ist ja zugenommen diese Zahlen also das ist etwas was durchaus steigend ist und die Kinder, die das betrifft von den Eltern, die jetzt besorgt zuhören vielleicht eben auch wirklich nochmal wichtig zu wissen komisch, merkwürdig oder seltsam ist.
01:03:21: Sondern es hat Unterumstände.
01:03:22: Deswegen sage ich das vornach wie stark bist du committed mit diesem System?
01:03:27: Das ist eben diesen Konflikt auch ein Stück weit mit euch zusammen auflösen darf, nämlich einerseits in dieser Welt zu leben, in der ich mich entfalten darf und in der Ich auf meine Gefühle hören darf und dann einen Teil meines Alltags, einem ziemlich großen Teil unter Umständen.
01:03:41: Genau dass gerade mal nicht dran ist.
01:03:44: Und das lässt sich manchmal über diesen Gedanken des Da ist ja nun mal eine große Gruppe, die irgendwie zusammenführen muss lösen.
01:03:53: Größer als unsere Familie wo wir alles bis ins Kleinste diskutieren können.
01:03:56: das kann man da dann irgendwie ab einer gewissen Gruppengröße nicht.
01:04:01: und gleichzeitig darf man natürlich auch mit den Kindern offen das hilft auch oft darüber sprechen dass das tatsächlich auf wirklich keine coole Idee es morgen zum achter immer steht also für alle.
01:04:14: Also das sind flexibler Unterrichtsanfang, zum Beispiel.
01:04:17: Wie an manchen Projekten schon ausprobiert wird für Eulen und Lärchen und wie diese Typen auch immer diese Skröpfe... Im Moment
01:04:25: handelt es sich dabei um Viertelstunden soweit ich weiß.
01:04:29: Das finde ich ein bisschen lächerlich.
01:04:30: also Ich bin ja selber eine Lehrche, mich hat das nie gestört und würde das auch nicht stören Aber eine Viertelstunde, da kannst du dir nur überlegen einen Bus später zu nehmen.
01:04:38: Also theoretisch müsste man wirklich irgendwie so eine Varianz zwischen acht und zehn haben.
01:04:42: Das würde was helfen auch gerade für Teenager also nicht nur die Kinder, die überhaupt so ein Chronotyp haben sondern das Wichtige ist ja auch dass gerade im Teenageralter der sich bei jedem fast verschiebt sind dann mal kurzfristig keine Lärchen mehr.
01:04:59: Also selbst die, die immer früh aufstehen waren und auch später im Erwachsenenalter wieder eher zu diesem Typ gehören werden in dieser Pubertätsphase durch ihre ganzen Umstellungen und so sind einfach oft total verschoben beim Rhythmus.
01:05:14: umso schlimmer dann, dass es diese Möglichkeiten zum Beispiel nicht gibt und das sind rein physische Voraussetzungen.
01:05:19: Da reden wir noch gar nicht darüber wie ich mich da seelisch abgeholt fühle oder gesehen fühle, was auch immer.
01:05:25: Also ja genau also das ist total wichtig, das auch festzustellen und das eben auch... Wir sind jetzt in so einer Übergangszeit wo wir dieses Spannungsfeld irgendwie auch auflösen dürfen müssen alle zusammen möglichst
01:05:43: Für
01:05:43: unsere Kinder, das ist gar nicht einfach.
01:05:45: Das ist eine ganz schöne Aufgabe.
01:05:47: Ja es ist jetzt fast ein bisschen unglücklich dass meine letzte frage noch mal in eine andere Richtung geht Und zwar ist meine letzte Frage was können wir unseren Kindern zumuten?
01:05:56: also an welchem punkt sagst du ja komm jetzt?
01:06:00: Also ich es gibt ja durchaus die kinder die schlawinen sich gern auch bei ihren eltern mal durch.
01:06:04: Ich kenne das selbst von meiner eigenen tochter.
01:06:06: die hat dann eben auch Mal heute Kopfschmerzen und morgen Bauchschmerz und am nächsten Akazin Fuß war knackst als sie kleiner war zumindest Und ich weiß, das ist es nicht.
01:06:14: Na klar frag' ich dann gab's einen Streit oder so.
01:06:16: aber manchmal ist es einfach nur so gemütlich zu Hause und das kann ich alleine schon aus Rechtsgründen ja nicht immer gelten lassen.
01:06:23: So mein Kind weiss ich arbeite von zuhause Ich bin durchaus hier.
01:06:28: Der Kühlschrank ist voll, ich könnte ja bleiben!
01:06:30: Was kann ich ihr zumuten?
01:06:32: Jetzt muss man nicht über mein Kind sprechen.
01:06:33: oder was können wir unseren Kindern zumuten?
01:06:35: in welchem Alter und wann?
01:06:37: würdest du sagen jetzt ist der Punkt wo man vielleicht doch noch mal nachbohrt und das Kind zu Hause lässt und nochmal guckt?
01:06:43: Ich glaube dass was du gerade angesprochen hast es etwas was die meisten Eltern wenn sie so ein bisschen in sich rein hören könnt sie mich gut intuitiv spüren Ich weiche aus.
01:06:56: Dann auch wieder die Frage, wovor eigentlich gerade?
01:06:59: Was ist denn da los?
01:07:01: Wieso ist es grad zu Hause viel schöner als...wieso kann ich das gar nicht aushalten dahinzugehen?
01:07:05: Also die Frage ist berechtigt.
01:07:07: immer also Nachfragen wieder.
01:07:10: Das nicht einfach nur so als ach naja ja klar!
01:07:13: Ich würde auch lieber zuhause bleiben.
01:07:15: Sondern tatsächlich wirklich zu sagen, da deutet sich ein Widerstand an der ist ein bisschen leiser aber es zeigt Ich habe nicht so richtig Bock dahin zu gehen.
01:07:26: Und ich hab keinen Bock heißt eigentlich immer, da ist eine mentale Blockharte oder da ist irgendwie ein Widerstand.
01:07:33: also auch wieder der dann sonst bei der ganzen... Der
01:07:36: ja verständlich is'.
01:07:37: Aber ich muss das Kind schicken!
01:07:40: Richtig genau und das finde ich kann man ganz gut insofern mit dem Kind besprechen als dass man eben genau das was du gerade gesagt hast klar macht, dass es ne Pflicht gibt zur Schule zu gehen in unserem Land Und dass wir als Eltern auch wirklich in große Not geraten, also ohne dem Kind jetzt da was Angst zu machen oder so.
01:08:00: Aber das wir ja tatsächlich ein Problem haben wenn ein Kind nicht zur Schule geht müssen wir uns erklären dann müssen wir das rechtfertigen Dann müssen wir unter Umständen Atteste vorlegen und deswegen... Das kann man mit Kindern gut beschreien Auch schon im Grundschweiter, dass es ja noch genug Situation gibt wo sie wirklich krank sind.
01:08:21: immer wenn ich gerade mal so denke, jetzt ist mir grad nicht so danach.
01:08:26: Wenn das dann schon der Grund ist zu Hause zu bleiben, dann ist es natürlich schwierig, wenn ich wirklich mal krank bin, weil wenn ich dann schon zehnmal wegen mir ist, nicht so nachkrank bin und dann noch zwanzig Mal, weil ich wirklich krank war oder Corona kriege oder was noch immer, dann wirds halt eng.
01:08:42: was so die Anwesenheitspflicht und all das in der Schule anhebt.
01:08:45: Und das kann man mit Kindern ziemlich gut besprechen meistens, weil sie das schon schnellen, dass es ein gewisses Verhältnis zueinander haben muss.
01:08:54: Also wenn das so ist wie du es gerade beschrieben hast, dass man den Eindruck hat auch naja ich habe halt nicht so Lust aber auch da wieder ganz wichtig also einerseits diese Ansprache in Richtung Es gibt Dinge, die muss man halt auch ohne Lust manchmal tun und Schule gehört für viele Kinder leider dazu.
01:09:11: Es wäre schöner wenn das anders wäre.
01:09:15: Und vielleicht auch nochmal zu gucken wie kann man sich dann auch Lust machen auf die Schule?
01:09:21: Das heißt...
01:09:27: Die Woche, natürlich wenn du krank bist, bleib zu Hause.
01:09:29: Aber wenn du die Woche durchhältst dann können wir am Samstag keine Ahnung, Kino abends zuhause machen mit Popcorn und so,
01:09:35: keine Ahmung?
01:09:35: Ja, zum Beispiel.
01:09:35: Also es ist ein bisschen das Prinzip Belohnungen ja aber... Ja deswegen
01:09:39: frage ich oder...?
01:09:40: Naja, ich bin da so ein bisschen zwischwertig.
01:09:42: also ganz grundsätzlich sagt man, wenn man so bedürfnisorientiert unterwegs ist wie ich das in meinen Beratungen auch bin und auch auf die Überzeugung bin Das Belohnen um uns ködern so direkt sind nicht so cool oder Bestrafungen ja sowieso nicht.
01:09:57: Gleichzeitig denke ich manchmal, wenn es Konsequenzen sind aus dem was ich tue.
01:10:02: Zum Beispiel wenn ich jetzt jeden Tag zum Unterricht gehe und dann am Wochenende gar keinen Hausaufgabenstau habe den ich hätte, wenn ich zu Hause bleibe muss sich das nacharbeiten was da ist.
01:10:12: Dann haben wir natürlich abends am Wochenend und so weiter viel mehr Zeit tolle andere Sachen zu machen.
01:10:18: Das ist keine Belohnung sondern die Konsequinz daraus dass ich an dem Moment wo's dran war die Aufgabe vielleicht nicht mit großer Lust, aber eben doch irgendwie erfüllen konnte und dadurch ja ein freies Wochenende unter Umstand habe.
01:10:32: Während wenn ich jetzt sage, ich will nicht muss sich ja spätestens am Wochenende bevor es wieder losgeht alles nachholen was ich dann hat ist dafür keine Zeit.
01:10:40: Dann ist das keine Bestrafung oder Belohnung sondern das ist einfach nur die logische Konsequenz so ähnlich wie wenn ich als Freiberuflerin sage Ich fange heute später an zu arbeiten Oder ich mache die Buchhaltung morgen Ja bei irgendwann muss ich sie machen Und das ist so ein Lebensprinzip, das kapieren die Kinder ja schon.
01:10:55: Also dass es etwas da hat ... Das
01:10:58: sogar besser als ...
01:10:59: Weil das spürbar ist und erlebbar ist.
01:11:01: Weil sie das erfahren, das ist total logisch und schlüssig.
01:11:04: Da steckt natürlich einen Moment der Belohnung drin aber der ist auch okay weil wenn ich meine Buchhaltung fertig habe dann bin ich auch erleichtert und freue mich und denk so yay!
01:11:13: Ich
01:11:15: kann
01:11:15: mit meiner Freundin Kaffee trinken gehen und habe mich die ganze Zeit dieses drückende Gefühl von, oh eigentlich sollte ich jetzt auch Schleifbesitzen.
01:11:23: Und das ist ja eine Lebenserfahrung, die auch für künftige berufliche Tätigkeiten zum Beispiel ein ganz wichtiges und aus dem Kind zum Beispiel auch zu sein.
01:11:30: Guck mal!
01:11:31: Also ich finde, es hilft immer wenn die so Unlustattacken haben dann weil sie gerade jetzt bei Freibuchflüchen etwa weiter und die sonst super gern zu ihrem Job gehen.
01:11:40: Ist das ja zum Beispiel dass die Kinder mal denken aber du kannst machen was du willst.
01:11:44: also ist ja so ein Typ ich muss dahin und ich will da nicht hin und ich muss aber zu dieser Schule an dem Tag das machen Und ja hatten wir grad schon ist ein bisschen doof.
01:11:53: systemisch wäre cooler wenn Schule eher so wäre das Kinder mehr aus sich heraus Interessen geleitet, in freieren Konzepten lernen könnten.
01:12:02: Den Mut hat man noch nicht so richtig aber es wäre pädagogisch auf jeden Fall sinnvoller.
01:12:06: das ist faktisch belegt.
01:12:09: und gleichzeitig ist es so dass wir ja auch wenn wir die Tolst Arbeit haben ich würde sagen ich habe einen der tollsten Jobs der Welt.
01:12:16: ich darf mit Menschen arbeiten Ich kann den helfen Das ist ultraführend.
01:12:20: Und gleichzeitig bietet dieser Job Aber wie ich es gerade schon sagte Buchhaltung Rechnungen schreiben Terminvereinbarungsmails, irgendwelche Abstimmung mit Veranstaltern von meinen Seminaren.
01:12:33: Und das ist okay aber bringt natürlich nicht viel Spaß wie mit dem Podcast zu sitzen oder ein Beratungsgespielchen echt zu führen.
01:12:42: und dass dem Kind auch mal so vererrungen zu führen.
01:12:45: Das hilft oft so ein bisschen.
01:12:47: es ist ja auch ein Stück weit das Leben zu verstehen.
01:12:51: Also so ähnlich wie wir bestimmte Sport und ja, wir müssen Sport- und Rückenübungen machen.
01:12:57: Damit wir nicht irgendwann nur noch am Krückstock gehen.
01:13:00: So gibt es eben so Dinge!
01:13:04: Ich komme immer mit dem Beispiel ich liebe es zu kochen aber ich mag natürlich nicht das Bad putzen.
01:13:10: Das ist aber jemand muss es tun und das gehört zum Leben dazu.
01:13:15: Ich glaube in so einer Mischung.
01:13:17: Also es macht ein bisschen diese Mischungen aus.
01:13:20: gut hingucken, ist da was im Busch?
01:13:22: immer wieder nachfragen?
01:13:23: Selbst wenn zehnmal kommen die haben einfach keine Lust.
01:13:26: beim fünfzehnmal kommt vielleicht naja XY war irgendwie blöd zu mir meistens irgendwie abends wenn man eh schon zu spät mit zum Bett ging Genau,
01:13:37: absolut.
01:13:38: Und dann kommen die Tränen und die ganze Geschichte um zwanzig Uhr fünfzehn?
01:13:42: Alle Eltern kennen das ganz genau.
01:13:46: Das ist der Klassiker.
01:13:48: Und danach aber eben zum Beispiel auch in so einem Moment nicht zu sagen, jetzt ist es aber mal Schluss und schlafen, sonst sagen wir okay, dann erzähl noch einmal kurz was genau war's denn jetzt.
01:13:56: Aha, aha, aha!
01:13:57: Und dann erst wieder in ein... Jetzt müssen wir ja auch immer wieder zum Ende kommen und jetzt können wir uns morgen mal darum machen können usw.. Aber eben dieses im Kontakt bleiben, darüber je besser ich da in Kontakt bin so ein Gefühl dafür zu haben ist es jetzt wirklich ernst.
01:14:13: So dass das eher so ein akuter Anfall von Unnust und dann über diese Unnuss aber auch ins Gespräch zu gehen genauso wie wir es gerade besprochen haben.
01:14:23: Ich denke, das ist eine gute Mischung am Ende.
01:14:26: Jetzt sagen natürlich dann immer ja aber wo ist die Mischungen?
01:14:30: Das kann man, kann ich auch keinem abnehmen.
01:14:32: Da das eigene Kind so gut zu kennen, da ein bisschen reinzuspüren und das kann man üben!
01:14:37: Also selbst wenn ihr jetzt, wenn man so denkt, ah... Ich weiß das immer gar nicht so genau, dann noch genauer hingucken, noch genauern fühlen weiter üben.
01:14:45: irgendwann ist es so dass sich das Gefühl er war, jetzt merke ich das doch, dass das dann einen Unterschied gibt.
01:14:50: Ja weißt du wann wir Profis für unser eigenes Kind sind?
01:14:52: Wenn sie dann endlich ausziehen, dann wissen wir alles
01:14:55: Und dann
01:14:56: wollen Sie's
01:14:56: nicht mehr
01:14:57: hören.
01:14:59: Ja, doch irgendwann schon wieder.
01:15:01: Aber es gibt so einen schönen Spruch der hat mir immer gefallen wenn Eltern schafft ein Navigationssystem wäre das die Richtung zeigt dann wird es eigentlich permanent alle fünf Minuten sagen die Route wird neu berechnet weil sich ja auch ändert.
01:15:14: du änderst dich dein Kind ändert sich die Umgebung änderts sich des umfeldänder sich die sozialen Begebenheiten ändern sich und deswegen Wer soll voraussagen, wann was wie passiert?
01:15:24: Das wird das Recht des Bestes, Verbindung darüber zu reden.
01:15:28: Da sind wir wieder an dem Punkt... Ich bin ein großer Fan von Augenhöhe.
01:15:31: Wenn ich auf Augenhöhen mit meinem Partner bin, dann frage ich nicht, wer nach Hause kommt und einen schlechten Tag hatte und rumnöhlt.
01:15:37: Jetzt hab dich nicht so!
01:15:38: Dann frag ich, was ist los?
01:15:39: So musste ich es mit einem Kind tun.
01:15:42: Mir fällt zum Beispiel auch noch der schöne Spruch Ein Umwegerhöhn die Ortskenntnis.
01:15:47: Wir dürfen das lernen, wir dürfen uns umgucken wie wenn wir auf so einer Wanderung sind.
01:15:52: Wir müssen nicht immer genau wissen als Eltern wo es langgeht aber wir dürfen den Kindern quasi zeigen was wir für Methoden haben um uns zu orientieren.
01:16:04: also man kann sicher verlaufen aber dann ist es eben wichtig zum Beispiel zu sagen okay Ich weiß jetzt auch gerade nicht weiter, also wir holen uns Hilfe.
01:16:11: Wir fragen jetzt mal den Beratungslehrer oder wir fragen den Mathe-Lehrer?
01:16:14: Oder wir suchen unsere Nachhilfe!
01:16:16: Also es kann das ja auf alle möglichen Bereiche auch rundum schon beziehen.
01:16:19: Es kann ja sowohl fachlich sein als auch aber dieses dass ich nicht ratlos bin im Sinne... Also ich darf ratlos sein weil ich nicht weiß wo's hingeht, aber ich sollte nicht methodisch ratlos seien.
01:16:30: in dem Sinne von ich sitze da und fange auch an zu weinen und weiß.. Also kann ich auch mal kurz machen gar kein Problem.
01:16:37: Aber dann zum Beispiel Beruhige ich mich, zeigt dem Kind okay.
01:16:40: Jetzt hab' ich auch einmal geweint.
01:16:41: Jetzt ist aber wieder dran sich zusammen und jetzt machen wir
01:16:44: weiter.".
01:16:46: Ja, einfach die volle Verantwortung übernehmen.
01:16:48: Das ist schon wichtig, dass das Kind einfach weiß... Die Verantwortung für die ganze Sitzung liegt jetzt ja nicht bei mir oder zumindest nicht allein bei mir, sondern jemand übernimmt sie.
01:16:56: Dafür sind Sie zu jung!
01:16:58: Da können wir dann gerne noch mal drüber reden wenn die mal sechzehn-siebzehnt so sind.
01:17:01: Und
01:17:01: dieses jemanden Fragen der sich vielleicht besser damit auskennt ob das ein Arzt ist?
01:17:06: Es kann auch der Kinderarzt übrigens sein bei diesem Thema Schulverwägung erstmal als Anlaufstelle weil am Psychologen es ja wahnsinnig schwierig heranzukommen.
01:17:13: nicht nur für Erwachsene für Kinder und Jugendliche ist, die Versorgungslage katastrophal.
01:17:18: Es ist so dass wir auch schon einfach mal mit dem Kind dann sagen kommen jetzt haben wir einen Termin beim
01:17:25: Arzt.
01:17:26: Oder wenn es Jugendliche sind, die dann sagen, nee Kinderart.
01:17:28: Dann nehme ich das halt mal mit zu meinem Hausarzt was Kind.
01:17:31: Aber das einfach so dieses ... Ich sag mal so eine Form von Ältestenrat.
01:17:36: Wir können auch mal mit Oma und Opa.
01:17:37: Also wir können das Kind auch fragen, mit wem könnten wir denn mal reden?
01:17:40: Ich weiß auch gerade nicht weiter.
01:17:41: Oma-Fragen, Opa-Fragen je nachdem, was sie für eine Beziehung haben wie dieses ältesten Ratprinzip.
01:17:47: Das müssen nicht immer ältere Leute sein.
01:17:49: aber ich meine damit dass die Kinder immer mehr oder es wird das auch wieder mehr etablieren dürfen, glaube ich.
01:17:55: Dass wir raten... Wir können noch eine Freundin also weiß das auch aus dem bekannten Kreis.
01:18:01: Ich habe Kinder im Bekanntenkreis von Freunden die Kinder, die zu mir ein großes Vertrauen haben und die mir dann auch mal Sachen im Vertrauen erzählen Die Mama vielleicht gar nicht wissen soll Weil oder die sogar zu Mama gesagt haben mit wem könntest du dich vorstellen darüber zu unterhalten?
01:18:15: wenn du es mir nichts sagen willst Dann sagen sie wollen mit mir reden zum Beispiel Oder habe ich schon bei Kunden gehabt, dass die Kinder sagen du hast doch einen Coach.
01:18:23: Kann ich nicht auch mal mit dir reden?
01:18:25: Und dann war es sich hier mit einer Sechzehnjährigen oder mit einer zwölf-Jährigen.
01:18:29: und ja, das ist nicht meine Expertise aber es reicht denen oft schon, es reicht deiner Erfahrung noch aufzuzuhören und sie wissen da ist jemand und es wird ernst genommen weil Mama sagt okay dann bezahle ich dir jetzt eine Kotikstunde und das ist für das Kind manchmal auch schon so ein Moment von oh wow wir sind damit nicht alleine und wir haben hier ein Netzwerk.
01:18:49: Ja, und ich werde ernst genommen.
01:18:50: Meine Gefühle sind nicht unwichtig am Sonne?
01:18:52: Cool!
01:18:53: Das sind wieder total vollgestopfte Folge voller Tipps und Mehrwert.
01:18:57: Vielen vielen Dank, dass du da warst.
01:18:59: Wenn euch das Thema interessiert, das Thema Erziehung, das Kindergruß ziehen... Mein Favorit wäre ja nochmal über den Leistungsdruck an Schulen zu reden.
01:19:08: Das können wir auch ganz super mit dir tun glaube ich.
01:19:10: Wenn ihr da Lust habt dann meldet euch mal wenn wir genug zusammenkriegen Dann haben wir bald wieder unsere Frau Doktor Nicole Getsches bei uns.
01:19:18: Ich freue mich auch.
01:19:21: Schönen, dass du da warst!
01:19:22: Danke für das nette Gespräch.
01:19:25: Bis bald vielleicht!
01:19:30: Die genaue Adresse findest du aber auch nochmal in den Shownauts.
01:19:49: Lasst uns gerne ein Abo da und bewerte uns auf Spotify, Apple Podcast & Co.
01:19:55: Bis zum nächsten Mal!
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