#68 Marils Lamers: Was dein Gesicht verrät – und deine Familie verschweigt
Shownotes
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In dieser Folge von FAIRstärkung sprechen Anja und Helene mit Marlis Lamers über Mimikresonanz, Palliativbegleitung, Demenz, Schmerz, Trauer und die Frage, was Familiengeschichten mit unserem heutigen Leben zu tun haben.
Gemeinsam sprechen sie über:
- was Mimikresonanz bedeutet und warum unser Gesicht oft schneller spricht als wir
- wie Emotionen in Sekundenbruchteilen sichtbar werden können
- warum Mimikresonanz gerade in Pflege, Demenz und Palliativbegleitung wichtig ist
- weshalb Schmerzen bei Menschen mit Demenz häufiger übersehen werden können
- warum Beziehung, Verbindung und echtes Hinsehen so viel verändern
- was „herausforderndes Verhalten“ mit unerfüllten Bedürfnissen zu tun haben kann
- warum Biografiearbeit in Pflegeeinrichtungen und Familien so wertvoll ist
- wie Krieg, Flucht, Verlust und Schweigen über Generationen weiterwirken können
- weshalb es wichtig ist, Zeitzeug*innen zu befragen und alte Briefe, Fotos oder Geschichten zu sichern
- warum lebenslanges Lernen, Bewegung und Spürigkeit auch Vorsorge sein können
- wie Marlis Menschen als Rednerin bei Trauer, Abschied und Übergängen begleitet
Zu Gast: Marlis Lamers – akademische Palliativ-Expertin, Dozentin, freie Rednerin und Expertin für Mimikresonanz. Sie begleitet Menschen in Themen wie Palliativversorgung, Demenz, Pflege, Burnout, Selbstfürsorge, Trauer und Abschied.
Website: https://marlis-lamers.com
💬 Diese Folge ist für alle, die verstehen wollen, warum echtes Zuhören und Hinsehen so wichtig sind – in Familien, in der Pflege, in Beziehungen und im Umgang mit Menschen, die ihre Bedürfnisse vielleicht nicht mehr gut in Worte fassen können.
Feedback oder Fragen? fairstaerkung@fairvendo.de
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00:00:05: Und das kann ich wirklich nur jedem dringendst ans Herz legen, diese Zeitzeugen zu befragen.
00:00:10: Weil es ist für ein Familiensystem essentiell wichtig!
00:00:15: Warum können so viele Menschen so schlecht einen Koffer packen für eine Wochenende?
00:00:20: Die einen haben ein kleines Täschchen die anderen müssen mit dem Überseekoffer los.
00:00:27: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:29: Wir sind deine Verstärkung von Vervendo Ein Podcast für nachhaltige Versicherungen und sozialethisches Finanzwesen.
00:00:36: Hier geht es nicht nur um deinen persönlichen Wohlstand, sondern auch um eine bessere Zukunft für uns alle.
00:00:42: Im heutigen Format nachgefragt reden wir mit Expertinnen und Gästen – dabei teilen sie ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen mit uns, insbesondere zu Finanz- und Versicherungsthemen!
00:00:53: Das soll dich inspirieren und befähigen, nicht nur deine eigene Zukunft zu gestalten, aber auch zu positiven Veränderungen in der Welt beizutragen.
00:01:02: So werden wir ganz nebenbei zu deiner Verstärkung.
00:01:11: Ich bin Anja Werner, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Verwendo zusammen mit Helene im Marketing Team und nebenbei studiere ich Mediendesign.
00:01:19: Mein Name ist Helene Bosmann, ich bin Diplombetriebswirtin und habe ein Master in Wirtschaftspädagogik.
00:01:23: Ich bin seit zwölf Jahren Selbstständiger als Versicherungsmarklerin und davon seit zehn Jahren bei Verwendung.
00:01:28: Hallo Helene!
00:01:29: Hi Anja!
00:01:31: Liebe Anja, ich hab uns heute wieder einen ganz tollen Gast mitgebracht Und zwar ist das Mali Slamas.
00:01:38: Liebe Malis, herzlich willkommen!
00:01:40: Schön, dass du da bist.
00:01:41: Hallo, schön, dass Du da bist
00:01:43: und
00:01:44: ich würde Dir gerne direkt das Wort geben weil Du viel besser als ich erklären kannst was Du alles tust.
00:01:52: Wie viel Zeit haben wir?
00:01:54: Stunden.
00:01:55: Also... Was tu' ich alles also?
00:01:59: erstmal bin ich akademische Palliativ-Expertin Und Schule in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
00:02:06: Menschen in der Palliativkehr Fachausbildung In den Themen Demenz Sexualität in der Pflege Burnout selbstpflege.
00:02:15: und mein absolutes Steckenpferd ist die Mimik Resonanz Die Emotionserkennung.
00:02:21: einfach übersetzt das Gesichter lesen.
00:02:24: Daneben habe ich mir ein zweites kleines Standbein aufgebaut.
00:02:28: als freie Rednerinnen mit dem Schwerpunkt Trauer- und Abschiedsreden.
00:02:35: Und ganz hinten dran bin ich Mitgesellschaft darin einer Biogasanlage, habe auch noch einen landwirtschaftlichen Betrieb am Niederrhein den einem meiner Kinder jetzt mittlerweile betreibt und war schon immer sehr groß und sehr breit aufgestellt.
00:02:51: Das ist spannend.
00:02:52: Auf jeden Fall eine Menge!
00:02:55: Ich finde was... Was du ja neben Trauer reden auch machst, ist das Thema Traureden.
00:03:00: Denn darüber haben wir uns ja kennengelernt.
00:03:02: Marlis hat auf unserer freien Trauung eine wundervolle Rede gehalten.
00:03:07: Da ist sogar mein Mann ein bisschen emotional geworden.
00:03:09: Das habe ich noch nicht geschafft bis dahin.
00:03:12: Schön!
00:03:14: Ja gerne.
00:03:17: Nein, ich habe als Kind schon immer sehr gerne geschrieben sehr viel gelesen, sehr viel geschrieben.
00:03:22: Schreibe auch heute noch immer regelmäßig für verschiedene Fachmagazine werde ab Juni-Juli endlich meinen Blog in Angriff nehmen weil ich einfach so viele Geschichten im Kopf habe und dann war für mich die logische Konsequenz irgendwann wenn ich mal nicht mehr soviel unterwegs sein möchte zu Seminaren und Fortbildungen dass ich dann etwas vor Ort mache.
00:03:44: und da bot sie eben diese freie Redentätigkeit an.
00:03:49: Ich mag es, Menschen in irgendeiner Weise zusammenzubringen.
00:03:54: Emotional und deshalb heißt meine kleine Redenfirma auch die Fairfrau, weil ich Menschen begleite von dem einen Ufer zum anderen vom Ich zum Wir aus einer Familie raus in eine Welt, in der wir nicht folgen können
00:04:13: etc.,
00:04:17: Mit über vierzig, wenn die Kinder vielleicht schon größer sind, sich nochmal die Frage stellen.
00:04:23: Wo möchte ich hin?
00:04:24: Was kann ich noch tun?
00:04:25: Also ich coache nicht in dem Sinne aber Ich bin häufig als Beakerin eingeladen weil ich bis vor sechzehn Jahren, wenn ihr mich jetzt getroffen hättet, noch in Gummistiefeln im Stall gestanden hätte und mit Leid- und Seelandwerten war und innerhalb dieser sechszehn Jahre mein Leben einmal komplett umgekrempelt habe.
00:04:45: was mir immer wieder zeigt für die wirklich wichtigen Dinge im Leben ist nie zu spät.
00:04:50: Ich habe mit siebenfünfzig angefangen, zu studieren also nebenberuflich.
00:04:54: und würde ich es wieder tun?
00:04:56: Wahrscheinlich nicht!
00:04:57: Weil ich bin manchmal wirklich verzweifelt weil auch mit dieser ganzen Technik mich groß geworden bin.
00:05:03: Ich musste mir da vieles drauf schaffen nur ich glaube das lebenslanges Lernen eine gute Vorsorge gegen vorzeitiges Alter ist
00:05:14: Gibt es doch Studien zu, glaube ich.
00:05:15: Ja oder?
00:05:16: Es gibt ja Studien das wenn wir lernen neue Synapsen im Kopf schaffen und wirklich fit bleiben also auch für ältere Menschen täglich so ein Kreuzwort Rätsel oder so für geistige Fitness.
00:05:28: Richtig!
00:05:29: Oder mal mit der anderen Handizäne zu putzen
00:05:31: Genau, also auch Bewegungen.
00:05:32: Die sind wohl unheimlich wichtig.
00:05:34: Also tanzen ist ja das gerade der neue Trend für ältere Menschen damit sie die Synapsen wieder bilden zwischen den beiden Seiten sozusagen.
00:05:42: Ah spannend!
00:05:45: Ob das zu Napsten heißen, wenn es die beiden Gehirnhälften betrifft.
00:05:48: Aber es geht auf jeden Fall um die Verbindung von beiden Gehörnhälfte und so.
00:05:51: Man muss
00:05:52: also vorstellen ... Treppe
00:05:54: runter.
00:05:54: ...
00:05:54: dass viele dünne Straßen haben.
00:05:57: Ich halte gerade meine Hand hoch.
00:05:59: Wenn man sich so vorstellt, die haben fünf dünnen Straßen sind dann eine dicke große Autobahn.
00:06:04: Und wenn da im Alter ein paar wegfallen aufgrund von Erkrankung, ganz normalem Zellabbau, dann hab ich vielleicht immer noch zwei oder drei.
00:06:13: Wenn diese Autobahn aber nur ein Feldweg ist und eh nur zwei Stränge hat, die wegfallen.
00:06:20: Dann ist klar dass ich dann irgendeine Fähigkeit verliere und das ist ja auch ganz vereinfacht ausgedrückt Das Bild der Demenz.
00:06:28: Und da wir uns darüber klar sein müssen, dass jeder vierte Ich würde aus dem Bauch raus sagen, dass wir deutlich in Richtung drei gehen Jeder vierte Mensch an Demenz erkrankt.
00:06:40: Ist es eine gute Vorbeugung?
00:06:42: Es wird sicherlich nicht jeden davon abhalten oder dass die Krankheit nicht ausbricht.
00:06:48: Aber auch Menschen mit einer Demenz können ja noch lernen und können auch noch diese neuen Verbindungen schaffen, wenn sie das ihr ganzes Leben lang schon eingeübt haben fällt's ihnen in der Erkrankung natürlich auch deutlich leichter.
00:06:59: Das ist
00:07:01: ein total spannendes Feld.
00:07:02: Meine Mutter läuft regelmäßig die Treppe rückwärts runter, weil sie das eben auch kennt.
00:07:07: Einfach nur aufs Spaß und ... Sie haben viele Treppen im Haus, so will es ja lange die Treppen gehen können.
00:07:12: Also mal seitlich, mal rück wärts, mal vorwärz, mal gehüpft!
00:07:15: Verrückt?
00:07:17: Ja...
00:07:17: Ich hab gerade ... letztens mich mit dem Thema Menopause beschäftigt.
00:07:23: Und da ist ja auch Osteoporose ein Thema gerade bei Frauen und Ja, auch Demenz.
00:07:28: Da war auch das quasi Bewegung... ...und auch korrigieren man mich wenn ich falsch liege aber auch gerade Krafttraining und so wirklich für die Osteoperose gut ist.
00:07:38: Und ich meine sie hätten gesagt halt auch für so Demenzsachen also die Muskeln wirklich benutzen.
00:07:44: Dieses Krafttrainig ist insofern wichtig als Menschen miteinander Demenz Je nachdem, wie schnell die Krankheit vorausschreitet auch Gang umsicher werden.
00:07:53: Und wenn die eben mehrere mehr Muskeln aufgebaut haben Dauerts eben länger, bis sie da auch körperliche Einschränkungen haben.
00:08:01: Und Bewegung ist natürlich für das ganze lymphatische System mit Cetra total wichtig und hält uns einfach auch länger beweglich und jung und fit.
00:08:10: Und vor allen Dingen man muss jetzt nicht dreimal die Woche ins Fitnessstudio.
00:08:15: Ich glaube es macht schon sehr viel aus wenn ich mich wirklich zwinge und dann müsste ich mir selber zuhören eine halbe bis ne Stunde am Tag spazieren zu gehen Vielleicht auch mal ein bisschen blotterspazierend zu gehen.
00:08:27: Du hast einmal diese Sonneneinstallung, also bei mir scheint jetzt gerade die Sonne aber auch die Luft und du hast diese Bewegung.
00:08:34: Und das Schöne finde ich immer beim Gehen ist bewegt sich der Körper, bewegt dich der Geist.
00:08:40: Also ganz viele Gedanken, die mir kommen Ideen, denen wir kommen habe Ich wenn ich gehe
00:08:44: Tatsächlich ist das auch so ein bisschen mein Allheilmittel.
00:08:47: Seit meiner Tochter zur Schule geht, habe ich diesen Fußweg zur Schule.
00:08:52: Ich bring sie tatsächlich auch weil wir jetzt einen kleinen Hund haben, auch ganz gern Und ich hab seitdem merk' ich, wir hatten vielleicht einen Streit.
00:08:59: Irgendwas lag in der Luft und die Kleine.
00:09:02: Wenn wir an der Schule ankommen ist es vorbei dann sind wir wieder fröhlich und gelöst.
00:09:06: Mittlerweile ist es wirklich so wenn ich merke dass ich mich anspanne innerlich, dass sie sagt Ich gehe noch rund am Hund.
00:09:12: Wirklich ein Allheil mittel!
00:09:14: Ich halt auch total viel vom Gehen- und Bewegen über die Erde zum Aufladen der Batterien
00:09:20: Und wer die Möglichkeit hat, vielleicht einen kleinen Garten oder irgendwo auch eine öffentliche Rasenfläche.
00:09:27: Warum nicht mal mit nackten Füßen?
00:09:30: Das Erde total.
00:09:32: Und ich glaube, was wichtig ist für die Menschen, dass sie ihre Spürigkeit wieder mehr verfeinern, also feiner hinlangen, spüren wie fühlt sich der nasses Gras an trockenes Gras?
00:09:46: Wie fühlen sich Schnee an?
00:09:48: Wie fühlen sich Steine an
00:09:50: etc.?
00:09:52: Abgesehen von Kneipkuren und ich weiß nicht, was es da alles gibt!
00:09:55: Wir haben ja alles wir müssen's nur tun
00:09:59: Das stimmt.
00:10:00: Und ich glaube, wir sind da ja auch schon mitten in deinem Thema.
00:10:04: Sag nochmal kurz, du hast vorhin erzählt, du hattest nebenbei noch mal studiert mit siebenfünfzig?
00:10:08: Was hast du studiert
00:10:10: im Spiritual Care in Österreich studiert und bin da nochmal tiefer gegangen was die Spiritualität bei palliativ erkrankten Menschen sein kann, bedeuten kann.
00:10:24: Wo die hilfreich sein kann?
00:10:26: Vielleicht sollte ich den Begriff Palliativ noch mal so ein bisschen erklären.
00:10:29: nicht jeder hat sich da wahrscheinlich schon mit auseinander gesetzt.
00:10:34: Menschen, die nicht mehr kurativ also heilbar zu behandeln sind werden palliativ Patienten genannt das heißt sie haben eine lebensverkürzende Diagnose Und die Palliativmedizin hat sich der Aufgabe verschrieben, die Leute möglichst Symptomarm zu behandeln.
00:10:59: Heißt Atemnot zu dämpfen, Schmerzen zu dämfen, ihnen noch die letzten Jahre, Monate und Wochentage so angenehm wie irgend möglich zu gestalten.
00:11:13: Wenn ein Mensch palliativ ist, heißt es nicht unbedingt dass er in absehbarer kurzer Zeit verstirbt.
00:11:22: Ich habe Menschen betreut die sind seit zehn Jahren und länger im palliativen Stadion.
00:11:28: das heißt zum Beispiel ihre Krebserkrankung ist nicht mehr heilbar aber sie ist auch nicht mehr prokredient.
00:11:35: also Sie geht nicht weiter fort sie ist auf einem Stillstand deshalb sind sie aber nicht geheilt sie sind immer noch palliatif.
00:11:43: Und was diese Palliativmedizin eben kann, ist ganz andere vielfältigere Methoden anwenden um das Leben so angemessen nehmen wie möglich zu gestalten.
00:11:55: Man hat eine ganz andere Bandbreite an Medikamenten die man einsetzen kann gerade in der Schmerztherapie.
00:12:02: und dann gibt es spezielle Teams Die auch nach Hause kommen Das spezialisierte palliativ Team die SAPV oder die APV die eben Menschen zu Hause begleiten.
00:12:15: Und das ist ein großes Team von allen möglichen Therapeuten, die man sich so vorstellen kann, ob das jetzt Logopädie oder Moto-Pädie ist oder Ernährungsberatung.
00:12:26: und das Schöne ist es immer das ganze Familiensystem was betreut wird.
00:12:31: Es ist nicht nur der Patient oder die Patientin Sondern die ganze Familie wird in ihren Sorgen, Ängsten und Nöten mit einbezogen.
00:12:41: Das hat mich schon immer fasziniert und ich bin über die Hospiz-Schiene.
00:12:46: Ich habe lange ehrenamtlich Herr Sterbebegleitung gemacht, habe selber meine Eltern und weitere sieben Zugehörige begleitet.
00:12:55: Und über diese Schiene bin ich eben zur palliativen Begleitung, palliativ Medizin gekommen und hab dann nochmal eben Spiritual Care
00:13:04: studiert.".
00:13:05: Da spielt doch dann oder spielt da auch das Thema Mimikresonanz mit rein?
00:13:10: Was du besprochen hast, wie muss ich mir das vorstellen?
00:13:13: Die Mimikresonanz ist natürlich für jeden wichtig, der mit anderen Menschen kommuniziert.
00:13:19: Ja auch wenn diese Menschen noch verbal aussagefähig sind in einem belasteten Zustand wie zum Beispiel im palliativen Setting habe ich ja vielleicht einen Patienten oder eine Patientin die sich aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr äußern kann.
00:13:33: Wir hatten schon das Stichwort Demenz.
00:13:35: es gibt aber auch weitere Neurologie logische Erkrankungen oder sogar die Schock-Situation.
00:13:40: Ich bin jetzt lebensverkürzt erkrankt, mir fehlen die Worte und dann kommt die Mimikresonanz ins Spiel.
00:13:47: Denn wir alle haben Bewegung im Gesicht zeigen Bewegungen im Gesicht zwischen vierzigund fünfhundert Millisekunden.
00:13:57: Die nicht steuerbar sind und die werden nicht beeinflussen können in keinster Weise.
00:14:05: Da spricht wirklich unser Innerstes Und es gibt zuverlässige Merkmale für die einzelnen Primäremotionen.
00:14:13: Wenn ich diese zuverlässigen Merkmalen kenne, dann sehe ich zum Beispiel wenn ich mich mit der Patientin Frau XY unterhalte dass sie immer wieder Angst zeigt.
00:14:25: Angst wird in Gesicht gezeigt indem die Augenbrauen eine Welle darstellen.
00:14:31: also man kann so regelrecht eine kleine Welle in den Brauen erkennen Und eventuell werden beide Mundwinkel nach hinten gezogen und die Luft eingezogen.
00:14:44: Wenn ich dann merke, dass diese Frau Angst zeigt weiß ich ja, da sie das Bedürfnis der Sicherheit erfüllt braucht.
00:14:56: Also kann ich jetzt im Gespräch weitergehen und sagen Frau XY, Ich habe so eine Wahrnehmung als hätten sie vor irgendetwas Angst.
00:15:03: Mögen Sie mit mir drüber sprechen?
00:15:05: Kann ich Ihnen da in irgendeiner Weise Sicherheit
00:15:08: geben?".
00:15:11: Und so halte ich diese Leute eben im Gesprächen weil oftmals sind diese feinen Mikro-Expressionen wie diese schnellen kurzen Bewegungen heißen den Menschen gar nicht bewusst und der Körper spricht immer.
00:15:28: Und wenn er eben diese Einwand Signale, wenn der Gegenüber die sehen kann, erkennen kann und damit in Resonanz tritt.
00:15:39: In einer Ich-Botschaft darauf reagiert genau in dem Moment haben wir Verbindung und haben Beziehung.
00:15:45: Und Beziehungen und Verbindungen sind zwei ganz wichtige Fähigkeiten von Menschen um nicht unbedingt gesund zu werden, aber um eine ganz werthaltige Beziehung zu haben die auch das Leben angenehmer gestalten kann.
00:16:05: Jeder Mensch möchte Beziehungen und wir beobachten ja gerade in den Senioreneinrichtungen, aber auch im täglichen Leben.
00:16:12: Wir haben immer mehr Singlehaushalte, wir haben immer mir Menschen, die alleine leben.
00:16:16: Wir sind immer mehr Menschen, wie unbegleitet in Einrichtungen sind.
00:16:20: In meinem Nebenberuf der Trauerrednerin habe ich ganz häufig Menschen, die ohne jegliche Angehörige gestorben sind allein in irgendeine Einrichtung oder alleine tot in der Wohnung gefunden werden.
00:16:34: Dieser Beziehungsaufbau ist eben das was mit der Mimikresonanz unterstützt wird und gerade auch beim Menschen mit Demenz, die sich nicht mehr adäquat äußern können wo die Worte nicht mehr zu dem passen was sie sagen wollen.
00:16:48: da kann ich aber im Gesicht noch lesen.
00:16:51: Und darüber hinaus habe ich mich dann in meiner Studienarbeiter mit beschäftigt, wie kann ich mit der Mimikresonanz Schmerzen erkennen?
00:17:00: Weil leider Gottes werden auch von wirklich altgedienten sehr erfahrenen Pflegenden und auch Ärzten die Emotion Ekel mit dem Ausdruckschmerz verwechselt.
00:17:13: Mit allen negativen Folgen.
00:17:15: wer keine Schmerze hat bekommt mehr Schmerzmittel obwohl er sie gar nicht bräuchte Fällt vielleicht Oberschenkelhalsbruch, Lungenzündung, Tod?
00:17:25: So der Klassiker.
00:17:26: So hart es auch klingt oder eben Menschen werden unterversorgt.
00:17:33: Menschen mit einem Obershenkelhallsbruch die an Demenz leiden bekommen in der Regel dreißig Prozent weniger Schmerzmittel als vermeintlich gesunde also neurologisch nicht eingeschränkte Menschen.
00:17:48: das ist ja krass Falls Sie es nicht mehr ausdrücken können.
00:17:51: Ja, die nächste Diskriminierung in unserem Gesundheitssystem.
00:17:55: Wir wissen Frauen werden diskriminiert.
00:17:58: Andere Dosierungen an Schmerzmitteln.
00:18:00: Ja spannend!
00:18:01: Ja irgendwie logisch, man kann's nicht ausdrücken.
00:18:03: und dann... Und man kann nicht sagen wie doll ist denn der Schmerzen?
00:18:06: Und Schmerze ist ja eh so subjektiv.
00:18:10: Also ich hatte mal eine tolle Prellung des Mittelfußes.
00:18:15: Boah das waren Schmerzens.
00:18:16: Ich hatte echt noch nie solche Schmercen Und du hast Kinder bekommen.
00:18:21: Ja,
00:18:22: das war davor.
00:18:22: Das war ein Thema als
00:18:24: ich noch nie solche Schmerzen verstehe.
00:18:26: Danach dann schon!
00:18:27: Genau also vor dieser Verletzung und alle so wie es der Schmerzniveau nicht war bei zehn und die haben mich halt echt... Also sie haben sich halt total lustig gemacht darüber und ich dachte, ich hatte in meinem Leben noch nie so schlimme Schmerze.
00:18:39: für mich ist das ne Zehn.
00:18:41: Wäre das keine Zehn mehr, aber ich hatte halt noch nie irgendwas gebrochen oder so.
00:18:45: Das heißt was ist der Referenz wert wenn jemand Zehen sagt?
00:18:48: Also... ...das ist ja eh so subjektiv.
00:18:53: So auch Geburtschmerzen!
00:18:55: Und der eine haut sich auf den Finger und sagt kurz Aua streift sich das Blut an der Hose ab und arbeitet weiter und der nächste muss mit dem Notarzt des Krankenhausen.
00:19:03: Beide satt seine Berechtigung Und wir sprechen Menschen Schmerzen ab.
00:19:08: Wir können es doch überhaupt nicht einschätzen, wir stecken nicht in deren Körper.
00:19:12: und gerade Menschen mit Demenz die sich eben nicht ausdrücken können, die auch mehr Zeit brauchen um sich auszudrücken dafür hat das deutsche Gesundheitssystem keine Zeit Ja?
00:19:23: Wir müssen Rückzugmenschen abarbeiten und das soll jetzt kein Bashing gegenüber Pflegekräften sein.
00:19:28: Das macht das System.
00:19:30: Meinen die Menschen die dort arbeiten denen bin ich Gottlob dankbar dass sie da doch arbeiten Ja.
00:19:36: Nur es ist halt eben so, wenn ich morgens eine Station mit dreißigvierzig Zuflegenden habe und da sind vielleicht auch noch ein paar Menschen mit einer Demenz dabei?
00:19:48: Und ich bin mitten als Fachkraft vielleicht mit zwei Hälfern morgens im Frühdienst alleine muss die alle versorgen, also mit allen die Morgentolette durchführen dann Frühstückverteilen Medikamente stellen etc.
00:20:00: pp.
00:20:00: Dann hab' ich keine Zeit drauf einzugehen.
00:20:04: Und was wir nicht verkennen dürfen ist.
00:20:07: Im Barmareport, es ist sehr deutlich geworden, jede vierte Pflegekraft kommt gedobt zum Dienst.
00:20:19: also die haben jetzt nicht Marihuana genommen oder sonst was sondern Schmerzmittel.
00:20:24: krass.
00:20:26: Und es gibt eine Untersuchung, wenn du von Montags bis Samstags jeden Tag eine Ibu-Sixhundert nimmst oder ein vergleichbares Präparat.
00:20:36: Ist deine Emotionserkennungsfähigkeit für die Emotion deines Gegenübers deutlich messbar geringer?
00:20:45: Auch für die eigene Emotion übrigens.
00:20:47: also tatsächlich können die Menschen weder in Empathie noch in Selbstmittel selbst mit Gefühl.
00:20:55: Und diese Menschen sollen dann ein Schmerzassessment, also einen Schmerzeinschätzungsinstrument mit dem Patienten der Patientin ausfüllen.
00:21:05: Das ist ein Widerspruch in sich, dass die Menschen das Schmerzenmittel brauchen.
00:21:10: Da bin ich ganz dabei.
00:21:12: Also Rückenschmerzen ist ja der Klassiker in der Pflege durch die ganzen schweren Arbeiten, die getan werden müssen Stress Verspannungen
00:21:20: etc.,
00:21:21: Dann hat man mal schnell eine Ibu genommen nur was bedeutet, dass für die Menschen gerade die Medements.
00:21:28: Also von daher ist dieses ganze Schmerzassessment eben sehr schwer.
00:21:33: es gibt eins für Menschen mit Demenz das sogenannte Pike-Fünfzehn ist europäisch gefordert gefördert ist mittlerweile auch noch weiterentwickelt worden.
00:21:43: Das geht tatsächlich auf ganz feine Bewegungen im Gesicht ein denn das schöne ist am Auge an den Bewegungen des oberen und unteren Augenliedmuskels.
00:21:56: Kann ich auch bis wenige Minuten vor dem Tod noch erkennen, ist da noch eine Reaktion oder ist da keine mehr?
00:22:04: Also kontrahiert dieser Augenringmuskel weiß ich in einer entsprechenden Situation habe ich noch Zugang zu diesen Menschen oder eben nicht mehr.
00:22:16: Und daher kenne ich eben auch Schmerz.
00:22:18: Wenn der Augenringmuskel, der obere und unteren nicht kontrahiert, sprich angespannt wird das Auge ein müh kleiner Wert zum Beispiel ist es in aller Regel kein Schmerz.
00:22:32: Und das ist nun wahrlich keine Raketenwissenschaft.
00:22:36: Aber man muss sich darauf eingassen.
00:22:40: Man muss es lernen oder?
00:22:42: lernen das zu erkennen.
00:22:44: Also ich habe vorhin unsere Hörerinnen haben es nicht gesehen, aber ich hab versucht diese Welle zu machen mit meinen Augenbrauen glättlich gescheitert.
00:22:55: Aber das finde ich so spannend weil du ja auch sagst, dass sind nur fünfhundertste Sekunden die wir diese Emotionen zeigen.
00:23:02: also ich muss ja
00:23:04: halbe Sekunde.
00:23:06: Ich muss ja permanent schauen.
00:23:08: Es kann ja sein Übersehe, weil ich geblinkt habe.
00:23:12: Schau
00:23:12: mal,
00:23:13: ich
00:23:13: hab keine Ahnung!
00:23:14: Ich zieh die Socke an und dabei hat die Person schmerzt aber weil ich halt auf die Socke achte sehe ich das vielleicht gar nicht.
00:23:20: also
00:23:21: Es gibt eine Untersuchung jede zweite Emotion wird übersehen oder falsch interpretiert Und dann wundern wir uns noch dass wir so viel Missverständnisse erleben
00:23:32: weil
00:23:34: eben leider Gottes durch diesen ganzen sozialen Medien einen ganz schnellen Konsum betreiben.
00:23:44: Kaum jemand nimmt sich Zeit wirklich zu beobachten, man weiß es ja aus der Forschung wenn irgendwelche Reels gesendet werden.
00:23:53: oder ich kann jetzt die genauen Zahlen nicht wiedergeben aber sind ja wirklich nur Sekunden wo die Menschen aufmerksam sind bevor sie dann schon wieder weiter wischen und weiter scrollen.
00:24:04: und das ist eben für die Emotionserkennung nicht förderlich.
00:24:09: Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich jede Emotion bei einem anderen Menschen sehe.
00:24:13: Dann wäre ich wahrscheinlich der liebe Gott!
00:24:15: Der bin ich nur wahrlich nicht.
00:24:17: Nur es ist auch für mich ständig andauerndes Training und wir suchen ja immer nach mindestens zwei Signal aus mindestens drei Kanälen.
00:24:29: Also wir haben ja nicht nur das Gesicht, wir haben auch die G-Stick.
00:24:31: Wir haben die Stimme und die Kopfhaltung.
00:24:35: Die Körperspannung.
00:24:36: Das Raumverhalten.
00:24:37: Wie geht jemand in den Raum?
00:24:39: Wie steht jemand im Raum
00:24:40: etc.?
00:24:42: Und diese ganzen Wahrnehmungskanäle sieht.
00:24:45: unser Unterbewusstsein.
00:24:47: Unser Unterbewusstein, unser sogenanntes Bauchgefühl sagt ganz häufig – ich weiß es nicht – aber irgendwie macht der Menschen einen unzufriedenen Eindruck, obwohl jetzt Ich sage jetzt mal, du hast ihm eine Versicherung verkauft.
00:25:01: Ihr wart auch beide wertmäßig also von euren privaten eigenen Werten was euch im Leben wichtig ist auf einer Wellenlänge etc.
00:25:10: Und dennoch hast Du den Eindruck irgendwo hakt's!
00:25:14: Du kannst es aber nicht festmachen und vielleicht hast Du übersehen dass dieser Mensch trauergezeigter Trauer ist das beidseitige Aufziehen der inneren Augenbraue so dass das Auge dreieckig wird.
00:25:28: Es hat so eine richtig schöne dreieckige Form.
00:25:32: Und hoher bedeutet immer Verlust oder Verlusterwartung, bedeutet jetzt in deinem Fallelehne der Mensch hatte sich schon mit dieser Versicherung angefreundet, hatte die auch schon gekauft abgeschlossen und jetzt ist ihm auch was dazwischen gekommen.
00:25:48: Keine Ahnung was, wir konstruieren jetzt etwas ganz Wildes.
00:25:51: Er hat einen riesen Wasserschaden im Haus die Renovierung des Bades ist notwendig.
00:25:56: er ist schlecht abgesichert und hat jetzt kein Geld mehr übrig für die notwendige Versicherung, die er bei dir abschließen wollte.
00:26:03: So wenn du das nicht siehst dann bleibst mit deinem schalen Bauchgefühl und fehlende Unterschrift zurück.
00:26:10: Wenn du es aber wahrgenommen hast diese Trauer Dann kannst du dem Menschen entgegenkommen und kannst ihm sagen, also ich spüre bei ihnen ganz deutlich das ist noch ein Punkt den wir klären sollten.
00:26:22: Ich möchte ohne Druck sie weiter beraten.
00:26:24: an welcher Stelle kann ich Ihnen hilfreich sein?
00:26:28: Dann fühlt der Mensch sich gesehen und wertgeschätzt und vielleicht könnt ihr dann ja in einer abgespeckten Version oder eine andere Versicherung oder weiß der liebe Himmel Nur den wirst du nicht als Kunden verlieren.
00:26:41: Und genauso ist es in der Pflege auch gut, ich würde einen zu pflegenden Nicht-als-Kunden bezeichnen aus.
00:26:46: Das ist jetzt im ambulanten Pflegedienst und das ist natürlich irgendwo mein Kunde.
00:26:52: Es geht um Menschenleben und Menschen die nicht wahrgenommen werden, die nicht gesehen werden von gegenüber äußern dass manchmal mit dem sogenannten Herausforderungen fallen was sie in meinem Sprachbrauch nicht gibt Weil ein herausforderndes Verhalten ist immer eine fehlende Bedürfnisbefriedigung.
00:27:14: Ein Beispiel, du hast vielleicht einen Menschen der alleine lebt, der kommt jetzt ins Pflegeheim und muss sich ja erst mal komplett eingewöhnen, ist vielleicht auch schon so ein bisschen neurologisch verändert durch eine beginnende oder mittelschwere Demenz?
00:27:33: Und der verweigert das Essen!
00:27:36: Und du versuchst mit Engels Zungen und immer wieder, und kommst noch mit ihnen Speisesaal.
00:27:40: Sie können auch gerne für sich essen.
00:27:42: oder was essen sie denn gerne?
00:27:43: Wobei die Auswahl an Nahrung ist in den meisten Pflegeheimen ja eher nicht so schön um das mal vorsichtig auszudrücken.
00:27:51: also ich finde immer nahrung is etwas was gesund halten soll.
00:27:55: aber es ist in einem richtigen leider nicht der Fall kennen wir alle von krankenhaus
00:28:00: Oder den schulen.
00:28:01: Und weil du immer weiter insistierst, denn du möchtest den Menschen ja im Leben halten reagiert dieser Mensch plötzlich mit einem aggressiven Verhalten.
00:28:12: Er schlägt vielleicht nach deiner Hand er wird laut er wird launisch erwürft Gegenstände durch den Raum etc.
00:28:22: dann würde das als Herausforderung dokumentiert ohne dahinter zu gucken was der Mensch denn in dem Moment wirklich braucht.
00:28:31: Vielleicht braucht er nur jemand, der sich mal eine Stunde Zeit nehmen kann.
00:28:34: Sich neben ihn setzen sagt ich finde es auch richtig, richtig beschissen dass sie jetzt hier im Altenheim sind und nicht mehr in ihrem schönen Zuhause das ihr Leben jetzt so einsam geworden ist.
00:28:45: alle ihre Freunde sind tot etc.
00:28:47: Und so kann ich den dann abholen.
00:28:50: So stellvertretter Probleme nicht immer habe Ich gerade am Wochenende erlebt bei der Tochter von einer Freundin.
00:28:59: Das wäre deutlich herausforderndes Verhalten.
00:29:01: Und ich meine Kinder sind da ja ähnlich, die können ja auch zumindest wenn sie noch kleiner sind nicht äußern was jetzt eigentlich das Thema ist.
00:29:08: und da war mir auch klar also total ausgerastet.
00:29:16: Die Mutter bewundert für Engelszungen.
00:29:18: Ich, das kann ich nicht dann raste ich irgendwann mit aus weiß es nicht gut aber
00:29:22: so
00:29:23: und dachte auch so... Was ist hier gerade das Stellvertreter-Ding?
00:29:28: Die Kleine hatte immer geschrieben, lass mich in Ruhe.
00:29:31: Dann war sie in einem anderen Zimmer nebenan, wo aber die Tür beschädigt ist, konnte man nicht zumachen.
00:29:36: und dann hat sich was gegen die Scheibe geworfen von der Tür.
00:29:39: Da war klar so sagst du willst im Ruhe gelassen werden, aber willst du gar nicht, weil dann würdest du nicht ständig etwas gegen diese Scheibe werfen damit ... Man agiert!
00:29:48: Also es war halt so,
00:29:49: what
00:29:49: the hell willst du
00:29:50: eigentlich?!
00:29:53: Da dachte ich auch bei Kindern wahrscheinlich ähnlich neurologisch, die das ja gar nicht sagen können.
00:29:59: Das merke ich bei meiner Großen immer.
00:30:00: Die sagt dann, ich bin traurig.
00:30:01: Warum denn?
00:30:02: Das weiß ich nicht, Mama!
00:30:04: Ja,
00:30:04: ich wollte gerade sagen die Pubertät.
00:30:06: Da können sie das sagen.
00:30:07: aber die Wissen ist trotzdem nicht unbedingt weil da ja ganz viel Hormonell und Emotionen dass das Emotionszentrum es ja riesig und das Regulierungszentrum ist quasi bei null Und natürlich überschlägt sich dann manchmal nur so drei vier Gefühle auf einmal hast alles.
00:30:21: Das kann ich schon nachvollziehen.
00:30:23: Aber was tut man denn?
00:30:27: Ich glaube das eine Frage.
00:30:29: die Generation von Eltern beschäftigt Und nicht nur Eltern, sondern natürlich auch Lehrpersonen oder Erzieher in der Kita.
00:30:38: Oder ich sehe das gerade bei einer meiner Enkelin.
00:30:43: Obwohl wir hier auf Land leben in einer sehr speziellen Klasse wo sie dann auch schon mal häufiger den Unterricht alle man verlassen müssen bis auf einen Störenfried, der gerade wieder ein Stuhl zerdämpert hat oder die Hefte von anderen zerrissen hatte.
00:30:58: Das hat man nicht so oft aber es kommt vorne klar!
00:31:02: Ja.
00:31:02: Und dann ja die Frage für alle damit umzugehen, ne?
00:31:05: Also ich meine als Eltern von diesem Jungen ist es wahrscheinlich auf dem Land noch schwieriger als in der Stadt weil aufm Land wird man da eher geschämt.
00:31:11: so weißt du hier von Justin wie Eltern die machen nur irgendwas falsch?
00:31:15: Der kann doch nicht normal sein!
00:31:16: Da musst du da zu Hause irgendwo los sein.
00:31:19: So...ja
00:31:20: das stimmt in der Stadte ist es anonymer.
00:31:22: Die Anonyme
00:31:22: ist das wahrhaftig nicht aber in dieser speziellen Familie auch sehr verständlich warum das Kind so reagiert.
00:31:30: Es gibt immer einen Grund.
00:31:31: Und das sehe ich eben auch, um zurückzukommen auf alte kranke Menschen.
00:31:36: Die müssen ja nicht unbedingt alt sein, sondern es gibt auch jungen Erkrankte, gerade im rechten Demenz.
00:31:43: Es gibt eine Grund.
00:31:47: Es ist sicherlich ... Nicht immer zu hundert Prozent zu klären, warum?
00:31:54: Wieso weshalb?
00:31:55: Weil wir auch die Biografie des Menschen nicht hundert Prozent kennen.
00:31:58: Wir haben keine Stunde in seinen Schulen gestanden.
00:32:01: Gleichwohl würde ich mir wünschen dass wir uns wieder mehr Zeit für so ein Miteinander nehmen und auch für Biografiarbeit.
00:32:09: In ganz vielen Einrichtungen wird die Auszeitmangel vernachlässigt.
00:32:15: aber wie will ich denn mit einem Menschen umgehen der als völlig fremder in eine Einrichtung kommt?
00:32:21: Ich weiß nichts von ihm, außer an dem was ich sehe.
00:32:24: Was ich mir zusammenreime?
00:32:27: Aber ich weiß ja nicht.
00:32:28: wie ist er so geworden?
00:32:30: Was hat er erlebt oder hat der für Vorleben Abneigung etc.
00:32:34: und selbst wenn ich die Angehörigen frage also ich würde jetzt sagen Wenn ich eins meiner vier Kinder frage, was ist denn die Morgenroutine in deiner Mutter dann würden zwei vier sechs acht Augen.
00:32:47: Paare mit vier Augen Paaren acht Augen würden dann die betreffende Person mit großen Augen anschauen und sagen, keine Ahnung.
00:32:56: Ich glaube, die trinkt morgens Kaffee.
00:32:59: Trinke ich nicht schon lange nicht mehr.
00:33:01: Ja?
00:33:01: Solche Sachen halt.
00:33:03: Ja total.
00:33:04: ja auch das was man davor erlebt hat.
00:33:08: Ich meine viele der alten Menschen, die jetzt im Altersheim sind haben noch irgendwie einen Bezug zum erstem zweiten Weltkrieg.
00:33:16: also Weil sie da schon gelebt haben, weil die Eltern da gelebt sind.
00:33:19: Also diese ganze Trauma-Arbeit, die ja nie wirklich stattgefunden hat dieses ... Trauma was sich einfach fortgesetzt hat also in meinen Familien war es ... Platt der Prat geht man nicht fangen, das spricht man nicht drüber und dann ...
00:33:34: Das war quasi übersetzt?
00:33:36: Da spricht man nichts drüber.
00:33:40: Ja, also das war dann ja quasi die Trauerbewältigung.
00:33:45: Mein Vater hat so ein paar Sachen erzählt, was mein Opa, der noch vielvierzig eingezogen wurde dann direkt nach Russland und direkt in russische Gefangenschaft.
00:33:53: Vier Jahre in Gefangschaft ist neunvierzzig zurückgekommen schon allein.
00:33:58: Und ich sag so wow so krass Was der erlebt haben muss in der Zeit hat halt zähne verloren und so also wirklich wirklich schlimm wenn Ich versuche mich in diesen menschen rein zu versetzen der mein opa war den ich nie kennengelernt habe.
00:34:14: Und beim Vater so sage ich, und wie war's?
00:34:17: Ja.
00:34:17: Mein Vater konnte sich nicht an meinen Opa erinnern.
00:34:22: Er ist dreiundvierzig geboren.
00:34:24: Also mein Vater ... Dann ist vierundvierzig mein Opa in den Krieg gezogen, dann war Papa wieder da.
00:34:30: Das war es!
00:34:32: Für die älteren Geschwister war er einfach wieder da was der an Trauma und Trauer durchgemacht hat aber auch der Rest der Familie meine Oma, die mit den Kindern In so eine Scheune musste, weil das Haus zerbompt war und so.
00:34:45: Also all das was halt irgendwie nicht aufgearbeitet wurde?
00:34:49: Ja und was ja jetzt noch nicht aufgearbeitet wird also diese transgenerationale Übertragung unserer Generationserbe Das wird ja langsam aber sicher kommt das ein bisschen ins Bewusstsein der Menschen.
00:35:03: Aber mir war zum Beispiel nicht klar.
00:35:05: Ich war vor einigen Wochen auf dem Messe Leben und Tod Und da gab es auch einen sehr.
00:35:12: Ich versuche jetzt die ganze Zeit, mich zu erinnern wie der Vortragende hieß.
00:35:16: Aber ich weiß es jetzt gerade nicht.
00:35:18: Es ging auch um transgenerationale Vererbung und er sagte warum können so viele Menschen so schlecht einen Koffer packen für ein Wochenende?
00:35:27: Die einen haben ein kleines Täschchen, die anderen müssen mit dem Überseekoffer los!
00:35:33: Und ich weiß dass meine Mutter nicht in der Lage war einen Kaffee zu packen.
00:35:37: Sie hat immer den halben Haus.
00:35:40: Auch wenn die nur über ein Wochenend weg waren.
00:35:42: Das ist eben in den Genen, im Epigenom auch noch festgehaltene Trauer und Angst nicht wieder zurückzukönnen, die rational gar nicht da ist.
00:35:57: Im Moment noch nicht, muss man vielleicht sagen.
00:36:00: aber das war ihr größtes Problem.
00:36:03: Das ist aber nicht drüber gesprochen worden.
00:36:05: Also mein Vater war selber Kriegsteilnehmer, der ist dreiundzwanzig geboren, Mama war von sieben und zwanzig.
00:36:12: Die haben also den Krieg in vollster Härte mitgemacht, mit Fluchtvertreibung wiederkommen alles zerbombt etc.
00:36:18: Pp.
00:36:19: Mein Vater hat nicht viel darüber gesprochen, aber er hat mir etwas hinterlassen.
00:36:24: Neun achtzig hundertneinhalbzig Feldpostbriefe Und aus diesen Feldpost-Briefen habe ich dann für die Familie ein Buch gemacht.
00:36:33: Opa, meinen Vater besser verstanden.
00:36:36: Warum er so war wie er war?
00:36:37: Warum er uns oftmals hart behandelt hat, warum er oft mal distanziert war... Er hatte auch ein schweres Leben gehabt.
00:36:48: Meine älteste Schwester ist ganz klein gestorben.
00:36:51: Ihr erstes Kind haben sie verloren.
00:36:52: Er hat lebenslang eine kranke Frau etc.
00:36:56: Das kann ich wirklich nur jedem dringendst ans Herz legen diese Zeitzeugen zu befragen Und zu gucken, gibt es noch irgendwas an Aufzeichnungen die auch zu sichern.
00:37:06: Weil das ist für ein Familiensystem essentiell wichtig dass wir irgendwann diese Muster unterbrechen weil ich möchte diese Musta nicht an meine Kinder weitergeben und dann meine Enkelkinder.
00:37:19: Es wird mir sicherlich nicht in Gänze gelingen aber Ich habe gemerkt nachdem ich das Buch fertig hatte es allen meinen Kindern zur Verfügung gestellt haben.
00:37:28: es hat sich was gedreht Vielleicht gar nicht erkennbar, vielleicht auch gar nicht in dieser Tiefe spürbar.
00:37:36: Aber ich merke sehr, sehr deutlich dass sich da Muster deutlich verschoben haben
00:37:42: und das ist ja oft nur ein Brübersprechen.
00:37:44: Ja
00:37:45: Er hat jetzt beide diese Geschichten erzählt und ich spüre aber oder höre raus, dass das bei uns anders ist.
00:37:52: Bei uns gibt es eine Kultur, dass die Großeltern die Geschichten ihrer Kindheit erzählen den Kindern.
00:37:58: wir haben meinen Opa stundenlang die Füße gekrault oder massiert weil er das liebte und er hat uns geschichten erzählt genauso meine Oma.
00:38:06: das waren natürlich auch mal ausgedachte Fabeln aus dem Wald oder so.
00:38:10: Aber das waren auch oft alte Geschichten und wir haben dann immer gesagt Oma schreib's auf Und sie hat dann wirklich noch so einen Schriftstellerkurs, so ein Online-Kurs gemacht und mit sechsundsechzig war sie verstorben.
00:38:23: Und diesen Kurs hat sie genutzt um ihr Leben zumindest ihre Kindheit aufzuarbeiten.
00:38:29: Ich weiß, dass ihre Kinder das nie lesen konnten.
00:38:31: Weil sie konnte es uns erst schenken als ich klar war, dass sie bald stirbt.
00:38:34: Die haben das bis heute nicht gelesen.
00:38:36: Aber die Enkel haben's gelesen und ich glaub, das hat ganz viel mit uns gemacht.
00:38:40: Wir haben so eine total schöne Gesprächskultur um meine Tochter!
00:38:43: Ich weiß nicht warum, weil die weiß das ja nicht.
00:38:45: Die kennt die Leute alle gar nicht mehr.
00:38:47: Die fragt immer, erzähl was von früher?
00:38:49: Schon seit sie ganz klein ist auch ihre Oma, auch ihre Onkels ... Und natürlich auch uns als Eltern.
00:38:54: Es scheint irgendwie drin zu stecken.
00:38:57: Ja, das ist so.
00:38:59: Dieser Vortragende hatte da ein Beispiel an dem Tag, an dem sein Onkel am Blindarm operiert worden ist und er hat diesen Onkel nie kennengelernt weil der im Krieg gefallen ist oder auch bei ihm der Blindarm entfernt.
00:39:13: Also am Datum?
00:39:14: Gleichem Datum!
00:39:15: Ah ja... Und dem gleichen Alter.
00:39:17: Es gab da ganz viele Synchronitäten in ihrer beider Leben Obwohl sie sich nie gesehen haben und auch nie gekannt haben, dass es eben das alles was in unseren Genomen verankert ist.
00:39:31: Dass manche Kinder auch eine panische Angst vorm Keller haben obwohl sie nie eine negative Erfahrung gemacht haben und noch niemals damit geängstigt wurden.
00:39:41: Ich wurde noch im Keller gesperrt wenn ich irgendwas angestellt habe.
00:39:45: Hab' ich mit meinen Kindern nicht gemacht wie mein Enkel schon gar nicht machen?
00:39:50: Aber er hatte da auch so ein Beispiel, dass eben eine junge Frau zu ihm in die Praxis gekommen ist.
00:39:55: Er coacht da auch und hat gesagt ich will wissen woher es kommt das Ich mich so sehr im Dunkeln fürchte.
00:40:02: Es gab nie einen Vorfall Und dann sind sie zurückgegangen haben Biografie Arbeit gemacht und es zeigte sich Dass Die Großeltern beide lange Zeit In einem Bunker gefangen saßen weil sie verschüttet waren.
00:40:16: Ja, und das vererbt sich eben.
00:40:18: Also man darf es nicht unterschätzen!
00:40:20: Ich will jetzt nicht für alles verantwortlich machen was in meinem eigenen Leben vielleicht nicht ganz gerade gelaufen ist.
00:40:26: nur ich möchte Erklärungen finden warum Manche Dinge so sind wie sie sind.
00:40:33: zum Beispiel habe ich kein Zuhausegefühl.
00:40:36: Ich habe eine schöne Wohnung ich fühle mich hier wohl gar kein Ding Aber dieses zu Hause Gefühl kann ich nicht beschreiben
00:40:44: auch als Kind nicht.
00:40:46: Ich habe
00:40:47: keine
00:40:47: Erinnerung bis ungefähr zum sechsten Lebensjahr, weiß ich
00:40:50: nicht.
00:40:51: Krass!
00:40:52: Ich weiß weder was im Kindergleich war noch... Weißt du auch nicht viel?
00:40:55: ...wenn wir da aufgewachsen sind oder sonstwas.
00:40:58: Aber da bin ich auch nicht gut.
00:41:00: In Erinnerungen bin ich grundsätzlich sehr schlecht.
00:41:02: Alles was älter als zwanzig Jahre ist, hab ich irgendwo ganz weit hinten und klar.
00:41:06: wenn man dann mal irgendwas hört dann fällt es einem wieder ein.
00:41:09: Aber ich wüsste nicht mal mehr viele Namen aus meiner Klasse, die ich bis ich sechzehn war oder so begleitet habe.
00:41:15: So ein Paar natürlich, die man vielleicht noch kontakt hat aber gerade neulich überlegt dich wieder Ich weiß noch den Spitzname aber vor und nach nahm nicht mehr Und ich meine ich war mit dem zwanzig Jahre fast in einer Schule also also zehn Jahre auf jeden Fall meist noch Kita.
00:41:30: dieses fehlende Zuhausegefühl da hab' ich auch lange nach geforscht Und es war tatsächlich so, dass wir in unserer Familie nicht mehr meine Eltern, weil die hatten ja schon den Bauernhof und auch nicht die Großeltern.
00:41:47: Aber die Generationen davor sind sehr, sehr umtriebig gewesen, sind ständig umgezogen.
00:41:55: Kleine Normaten!
00:41:56: Dann ist es natürlich auch schwer irgendwo so ein Zuhause-Gefühl zu entwickeln.
00:42:00: also wo ich mich tatsächlich zu Hause fühle das immer im Wohnmobil.
00:42:04: Weil du unterwegs sein kannst?
00:42:05: Weil du dich bewegen kannst, ja.
00:42:08: Aber das ist natürlich komplett individuell?
00:42:11: Meine Schwester ist jemand, der super gerne zu Hause bleibt und geht schon mal in Urlaub.
00:42:16: Dann ist auch wieder gut mit Urlaub und möglichst jede Nacht nicht noch übernachten mit den Kindern oder so, sondern gerne nach Hause.
00:42:23: Und ich bin genau das Gegenteil.
00:42:24: Raus, Menschen treffen, spontan sein.
00:42:27: Verrückt!
00:42:28: Aber es stimmt schon, es kommt viel von den Vorfahren.
00:42:32: Für mich ist Freiheit eines der höchsten Güter, nicht viele Dinge zu besitzen.
00:42:40: Wir haben ein Dachboden und unsere Nachbarn sagen schon immer, dass da so wenig ist.
00:42:43: Weil ich denke entweder brauche ich die Sachen noch, dann behalte ich sie oder eben nicht.
00:42:49: Dann schmeiße ich sie weg.
00:42:50: Manchmal habe ich Dinge zu früh wegschmissen aber dieses Horten ... ist so was, wo ich merke, dass meine Eltern das noch hatten.
00:42:58: Eben weil man halt nichts hatte und da hab' ich auch negative Dinge.
00:43:02: So Bettwäsche kann ich erst weg tun wenn die kaputt ist und die geht nicht so oft kaputt.
00:43:06: Das sind Dinge, wo mich echt ärgere.
00:43:09: Wo ich denke so mein Gott diese Bettwäsche ist so hässlich.
00:43:11: aber nein!
00:43:11: Ich muss sie benutzen, weil sie ist doch gut.
00:43:16: Ja, also das weiß ich hab' ich von meinen Nachkriegseltern auf jeden Fall.
00:43:20: Mein Vater hat immer Butter gegessen ganz viel Butter möglichst dick und das war wirklich immer dieses wer weiß wie lang's das noch gibt wenn es das nicht mehr gibt.
00:43:29: und so.
00:43:29: dass ist echt faszinierend auf eine Art und Weise und gruselig auf einer anderen Art undweise dass diese Verarbeitung nie stattgefunden hat.
00:43:40: und ja das sind ja im Prinzip um wieder da den Bogen zu schlagen das sind häufig oder das sind ja jetzt Menschen, die im Pflegeheimen sind.
00:43:47: Die selbst gar keine Biografiarbeit machen können weil sie es nie gelernt haben das zu tun oder da in ihre Bedürfnisse zu gehen sondern weil alles verbuddelt wurde.
00:43:58: quasi auf
00:43:59: der einen Seite Ja auf der anderen Seite hat aber auch sie niemand gefragt.
00:44:04: und ich habe wirklich gerade in meiner Sterbe Begleitung ganz ganz häufig die Erfahrung gemacht Dieses Strahlen im Gesicht eines durchaus finalen Menschen, wenn du ihn fragst.
00:44:18: Wie war das denn?
00:44:19: Erzähl doch mal!
00:44:21: Ich glaube es ist auch dieser Punkt wo du sagst mit der Mimikre, sondern dass wir ja in unserer Gesellschaft heute eigentlich gar nicht mehr in der Lage sind Menschen wirklich in die Augen zu schauen.
00:44:31: ich merke das bei meinen Schülern, die das wirklich nicht mehr können also gar nicht Und wir wissen ja, dass es uns sehr unangenehm ist.
00:44:39: Wenn wir jemandem lange in die Augen schauen... Also dann fühlt man sich ja so angestarrt und das ist irgendwie ...und wir tun sie auch nicht.
00:44:46: Aber einen Kontext wo wir das bewusst sehr lange tun.
00:44:50: und dazu gibt's Studien, wenn wir wirklich Menschen einfach fünf Minuten gegenüber sitzen und uns in die Auge schauen, dass da eine tiefe Verbindung hergestellt wird.
00:45:01: Hat man in Amerika Studien gemacht?
00:45:05: Lerngruppen.
00:45:07: Man macht so was ja häufig mit Studenten, weil die ein bisschen Geld brauchen und dann gab es eine Kontrollgruppe, die nicht diese fünf Minuten in die Augen gucken gemacht haben sondern einfach so als Lerngruppe zusammengingen.
00:45:16: und dann die Menschen denen man wirklich sich fünf Minuten an die Augen schauen und dann lernen und die Verbindung war viel viel größer.
00:45:24: das heißt dass miteinander, dass miteinander arbeiten war viel größerer.
00:45:28: andere Studie, da hat man sich in den Augen geschaut einfach random irgendwelche Menschen also So, die hatten nix miteinander zu tun.
00:45:37: Und dann hat man sie immer wieder befragt im Laufe der Zeit.
00:45:41: was hat das jetzt verändert?
00:45:43: Bei vielen war es wirklich, dass die nach vier, sechs Wochen gesagt haben Sie überlegen manchmal wie's dem anderen Menschen gerade geht.
00:45:50: Das hat wirklich ganz viel mit Verbindung zu tun sich einfach in die Augen zu schauen und das geht irgendwie verloren Weil wir nicht mehr in den Augen schauen oder diesen Bildschirm schauen und glauben das ist irgendwie das gleiche.
00:46:01: Also weil ich meine ich schau dir ja auch in die Auge malies Was du nichts siehst Weil es was anderes ist online.
00:46:09: Verliebte können das ja wunderbar, die können sie stundenlang in die Augen schauen ohne dass es jetzt für die eine Seite peinlich wäre.
00:46:16: mit Zeuglingen kriegst du das auch noch wunderbar hin?
00:46:19: Weil Kinder eben gerade in dem Stadion wenn sie noch nicht verbal sich artikulieren können ja halt nur über deine Mimikästik etc.
00:46:27: reagieren können und da ja auch sehr feinfühlig sind.
00:46:31: Das kommt wieder bei Menschen mit Demenz.
00:46:33: Das sind für mich wirklich menschliche Seismografen.
00:46:36: Du kannst einen Menschen mit dem Mensch nicht belügen, der spürt das sofort und reagiert dann entsprechend drauf.
00:46:42: Spannend!
00:46:43: Und es ist genau das was du sagst wenn wir diesen Blickkontakt verlieren, verlieren wir auch den Menschen.
00:46:50: Deshalb finde ich's wirklich so traurig wenn ich... Also ich hab noch ein kleineren Enkel, wenn ich mit ihm im Kinderwagen unterwegs bin wie viele Menschen?
00:47:00: Ich will jetzt nicht unbedingt sagen Mütter Wie viele Menschen einen Kinderwagen schieben und dabei auf ihr Handy schauen?
00:47:08: Und ich finde, das geht bei ganz klein noch.
00:47:10: Also wenn es so Säuglinge sind ... Meine Tochter hat immer geschlafen!
00:47:15: Ja, ich möchte da auch kurz eine Lanze brechen weil ein Teil der Wahrheit ist dass manchmal der einzige Moment ist wo man mal schnell aufs Handy gucken kann.
00:47:23: also zumindest wenn man mit seinem Kind wirklich interagiert war das bei mir immer so dass okay die Sam Einpan.
00:47:29: ich gucke jetzt mal hier kurz was sich heute für Nachrichten bekommen haben Aber ich fühle schon, was du meinst.
00:47:35: Und es gibt ja durchaus auch ganz viele Abhandlungen darüber, dass das stimmt.
00:47:39: Dass Mütter am Essendstisch mal eben schnell oder viel telefonieren und Kinder zuallererst diese ganzen Bewegungen machen, obwohl sie so mini-klein sind – fast wie Gebärdensprache die Mama vom Handy macht!
00:47:55: Und dass sie Ringringen sagen und sich Dinge ans Ohr halten.
00:47:58: So erste Worte... Das schon, wobei ich jetzt hier einmal kurz trotzdem die Landse brechen musste.
00:48:04: Ich war auch die Mama, die am Kinderwagen mal schnell endlich geguckt hat.
00:48:08: Was war denn da heute alles?
00:48:09: Mal schnell ist es vollkommen in Ordnung.
00:48:11: Wir haben uns verstanden.
00:48:12: Haben wir nichts
00:48:13: gegen?
00:48:13: das würde ich auch machen gar keine Frage.
00:48:16: und auch meine Enkel, wir lesen irre viel Bücher mit allen weil die Eltern halt eben auch sehr bevorzugen und uns sehr befürworten.
00:48:27: Dennoch war die Bewegung bei allen erst mal dieses Wischen auf der Seite, bevor sie geklappt haben.
00:48:35: Und ich muss zu meiner Schande gestehen Ich habe gestern von einer alten Bekannten uralte Fotos von mir bekommen und die sind relativ unscharf Und ich glaube, glaubte bisher ... Ich war noch ganz im Besitz der geistigen Kräfte.
00:48:52: Ich hab versucht da reinzuholen.
00:48:56: Ja, es hat mir
00:48:57: auch passiert.
00:48:57: Es ist mir bei einer Zeitung von ein paar Monaten passiert, wo ich dachte, das Bild ist so unscharf und jetzt geht's wirklich los?
00:49:04: Mir gehts genau so.
00:49:05: Ich habe das schon gehabt.
00:49:07: Bei alten Fotos war das auch.
00:49:09: Also es hat sich da schon was verändert, gar keine Frage.
00:49:13: Nur ich finde immer so lange wir uns währenddessen bewusst sind, was wir da tun und welche Auswirkungen das haben kann.
00:49:22: So lange können wir's für uns auch adaptieren verändern wie auch immer nur wenns eben nicht mehr bewusst ist.
00:49:29: also Ich weiß dass jetzt bei einer Enkelin wird im zweiten Schuljahr beginnen die mit am Tablet zu arbeiten.
00:49:36: Das ist sicherlich auch Wirklichkeit.
00:49:40: Wenn daneben auch noch ein Buch in die Hand genommen wird, bin ich da vollkommen dabei.
00:49:44: oder wenn Sie ihn dem Tablet lesen.
00:49:47: Dann gibt es tausend Leute, die das viel schöner finden als dieses haptische Buch.
00:49:51: Ist das alles in Ordnung?
00:49:53: Nur wenn die Kinder in der Schule sechs Stunden am Tablet arbeiten nach Hause kommen mit dem Fernseher im Hintergrund Mittagessen und dann vielleicht vor dem Fernsehen sitzen bleiben ist was schon wieder Abendessen.
00:50:08: Das gilt für die Erwachsenen im Übrigen genauso, dann bin ich da sehr kritisch mit.
00:50:13: Man wird die Kinder oder die Gesellschaft nicht mehr von diesen digitalen Medien wegbekommen – warum auch?
00:50:20: Sie helfen uns ja auch!
00:50:22: Aber ich habe jetzt zum Beispiel auf dieser besagten Messe Leben und Tod einen Workshop gemacht zum Thema Mimikresonanz also Emotionserkennung und KI.
00:50:33: Wir werden sicherlich, ob ich es noch erlebe weiß ich nicht.
00:50:37: Aber irgendwann wird die Robotik soweit sein dass sie die Pflege auch in sensiblen Bereichen sehr unterstützen wird.
00:50:48: nur noch kann eine Roboter nicht empathisch reagieren.
00:50:59: Der kann Hilfe leisten.
00:51:01: Der kann ein Tablett von A nach B tragen, wie in einem China-Restaurant auch.
00:51:05: Er kann helfen irgendwelche Dinge zu heben aufzurichten etc.
00:51:11: China ist da wesentlich weiter als wir.
00:51:14: Ich habe einen Pflegeroboter kennengelernt der angeblich empathisch mit Patienten kommuniziert.
00:51:22: Der hat aber in meinen Augen so viele Schwächen und ich hab mit den beiden Entwicklern in München gesprochen.
00:51:28: Ich halte das Ding für völlig unnötig und unausgereift.
00:51:32: Und es gibt auch sehr viele Stimmen von Nutzern, die eben sagen ... dass da das Ding nicht wirklich empathisch reagieren kann ist natürlich ganz nett wenn die alten Leute im Pflegeheim eine Unterhaltung haben aber das ersetzt nicht den Menschen aus Fleisch und Blut Ja nie!
00:51:53: Also ich glaube auch, dass diese Pflegeroboter super sind.
00:51:55: also ich hänge ehrlich gesagt immer noch daran, dass jede vierte Pflegekraft auf Schmerzmitteln zur Arbeit geht.
00:52:01: Das finde ich wirklich krass, weil es ja auch schnell eine Sucht wird.
00:52:06: Also das ist ja nicht... Ich schmeiß einmal in vier Wochen eine Schmerzzablette ein, weil ich so tolle Kopfschmerzen habe.
00:52:12: Sondern wenn das wirklich jeder Dienst so ist dann ist das ja auch was Kronisches.
00:52:16: also dann nicht nur chronische Schmerzen sondern auch eine sucht quasi die dazu kommt.
00:52:23: und da freue ich mich auf Roboter, die die pflege unterstützen.
00:52:27: Wertvoll.
00:52:29: Wir hatten in unserer Folge über die Pflegeversicherung auch einen, den Experten wo die Frau auch in der Pflege arbeitet und sagt wenn ich meine Mutter aus dem Rollstuhl ins Auto setze dann heb' ich mir dabei ein Bruch.
00:52:42: Meine Frau hat halt die bessere Technik aber die macht es halt auch täglich mehrmals.
00:52:46: also Technik ist da schön gut aber am Ende geht's halt trotzdem auf die Gelenke oder auf den ganzen Tor so wie auch immer.
00:52:54: Also da freue ich mich.
00:52:56: Ich persönlich finde es nämlich auch schön, wenn die Roboter die Arbeit abnehmen, die den Menschen wirklich zerstören.
00:53:02: Aber ich finde nicht dass sie ihr das menschliche abnehmen müssen.
00:53:04: dafür gibt's uns ja immer noch.
00:53:06: dann lieber die Pflegetätigkeiten von einem Roboter abnehmen lassen oder entteilen und die Arbeit am Menschen im Gesicht Die Biografiearbeit Das was du eben gesagt hast könnte man schon den Menschen überlassen glaube ich Es gibt auch Menschen ist echt von Herzen gerne machen.
00:53:22: also ich bin ja gelernte Physiotherapeutin Und ich habe das geliebt wenn ich bei meiner Arbeit, wenn die Leute Lust hatten mir da was zu erzählen von ihrer Vergangenheit.
00:53:30: Ich fand das immer super spannend und auch hilfreich für mein Leben.
00:53:34: aber also das finde ich jetzt fast ein bisschen schade wenn wir wieder an den Punkt kommen dass die KI die Dinge abnimmt die zwischen Menschen passieren dürfen.
00:53:42: sehr wohl Da bin ich auch bei dir.
00:53:46: Auf jeden falschen Weg, ehrlich gesagt?
00:53:47: Ja!
00:53:48: Aber sie bemerke
00:53:49: ich das immer öfter.
00:53:50: Wir stehen hier und machen unsere Care-Arbeit zu Hause während die Roboter meinen Designberuf übernehmen.
00:53:57: Den mache ich aber richtig gerne.
00:53:58: Die Wäsche und den Abwasch, den würde ich sehr gerne von jemandem übernommen bekommen.
00:54:03: Es wirkt schon ein bisschen die Frage... Also da ist wieder die Frage wer designet denn diese Roboter?
00:54:09: Und wer stellt ihr denn her?
00:54:11: Wem helfen die denen?
00:54:13: Und das ist eben wieder eine große Männerwelt, würde ich sagen.
00:54:16: Ja und dafür führen wir es dann wirklich absurdum wenn die Menschen die Pflege machen also wirklich das Waschen und Putzen und dann lassen wie den Menschen mit einem Roboter sprechen.
00:54:27: Das finde ich jetzt halt wirklich das Absurdeste
00:54:29: von sich
00:54:30: seit langem gehört habe.
00:54:32: So ja genau lass uns die schwere körperliche Arbeit bei den Menschen lassen!
00:54:36: Die Entwicklung
00:54:38: ist in China schon viel weiter.
00:54:40: Da gibt es auch Roboter, die in der Lage sind Menschen zu positionieren im Bett oder den Außenbett rauszuhelfen.
00:54:47: Es gibt entsprechende Betten, die man nicht nur hochkippen kann, sondern auch wo sich das ganze Matratzengestell dreht und dann wie mit einer Aufstellhilfe die Menschen eben in den Stand gebracht werden
00:54:59: etc.,
00:54:59: also Die sind Lichtjahre weiter als die deutschen Entwicklungen bisher, muss man leider so sagen.
00:55:06: Und deren Augenmerk ist tatsächlich viel mehr auf diese rein technische Hilfe, sag ich jetzt mal.
00:55:15: Mir weniger auf diese zwischenmenschliche Kommunikation.
00:55:21: Ich finde zum Beispiel diese ganze Robotik, die im Auto auch verbaut ist.
00:55:25: Die ganze KI, die mich eben warnt, wenn ich zu nahe jemandem bin oder so.
00:55:31: Wunderbar!
00:55:32: Solange sie den Menschen unterstützt, bin ich da vollkommen dabei.
00:55:37: Wenn Sie mich aber ersetzen will gerade in so einem sensiblen Bereich.
00:55:42: Denn das Nächste ist ja dass wir dann vielleicht irgendwann Erzieher in der Kita haben als Roboter, die mit den Kindern spielen gruselig oder denen irgendwas beibringen wollen.
00:55:54: Und da ist ja noch ganz viel Luft nach oben, was man auch gar nicht zu Ende gedacht worden ist.
00:56:00: Wenn wir uns selber abschaffen, fände ich es eben sehr schade und das fängt schon an wie du schon sagtest mit diesem Blickkontakt weil über den Blikkontakt spielt, springt unser Spiegelneuronsystem an.
00:56:11: Über das Spiegleneuronssystem entwickelt Empathie und unsere sogenannte Bauchgefühl.
00:56:18: Das finde ich super spannend.
00:56:20: Ich mich mal mit dem Thema Spiegelneuron beschäftigt, kannst du da noch ein paar Sätze zu sagen?
00:56:25: Weil das finde ich wirklich faszinierend!
00:56:27: Sobald Du einem anderen Menschen ins Gesicht schaust springt Dein eigenes System an und macht genau die gleichen Bewegungen nach, ob gestisch oder mimisch Und so kommst Du dann in.
00:56:44: dieses Gefühl heißt, wenn du nicht weißt was dein Gegenüber gerade fühlt dann beobachte ihn eine Zeit lang und dann wird dir deinen Unterbewusstsein eine Antwort geben.
00:56:57: Oder mach bewusst die Bewegungen im Gesicht nach wie Du gespürt hast, die Du gesehen hast.
00:57:03: Wie Du vorhin versucht hast mit der Welle.
00:57:07: Und wenn Du diese Angst spürst, dann wird bei Dir auch die Welle sichtbar sein.
00:57:15: fühlen wir uns in den anderen Menschen ein und fühlen mit, nichts anderes ist Empathie.
00:57:21: Ein Mit-Fühlen.
00:57:23: Und dieses Mitfühlen ist eben so wichtig um den Anderen zu verstehen warum er in bestimmten Situationen wie auch immer reagiert und wenn das eben alles wegfällt und das könnte jeder für sich selber feststellen Wenn du einem Menschen gegenüberstehst, der eine mehr oder weniger eingefrorene Mimik hat.
00:57:51: Und das muss ja jetzt nicht unbedingt auf einen krankheitshaften Prozess zurückzuführen sein sondern es soll ja tatsächlich auch Menschen geben die relativ viel Botox im Gesicht haben aus welchen Gründen auch immer Stimmt.
00:58:06: Jetzt ist die Stirn Diese seitlichen Falten an zwischen Nase und Mund, die sind sogenannten Nasolabiat-Falten.
00:58:15: Das Kehn alles mehr oder weniger lahmgelegt durch eine Botoxbehandlung nicht vollkommen aber deutlich eingeschränkt.
00:58:25: Und du unterhältst dich mit diesen Menschen und denkst die ganze Zeit.
00:58:30: dieser Mensch ist mir vom äußeren Erscheinungsbild her sympathisch.
00:58:35: Er ist gepflegt, er hat auch keinen unangenehmen Körpergeruch und dennoch schreit mein System Alarm.
00:58:46: Und das kommt daher weil eben die ganz feinen Bewegungen im Gesicht viel viel schlechter von deinem Spiegelneuronsystem einzuordnen sind.
00:58:57: Sobald ich etwas nicht gut einordnen kann werden bei mir einen Stresshormon ausgespielt, Discordisol.
00:59:05: Ich komme in Stress, ich komme in Unsicherheit und wende mich von den Menschen ab.
00:59:11: Gibt es eigentlich Studien darüber?
00:59:14: Also ich habe mich immer gefragt warum man das mit dem Botox macht.
00:59:17: Mir ist bewusst also jetzt Menschen die das aus ästhetischen Gründen machen mir ist bewusst dass das schön aussieht aber sieht für mich zuerst einmal schön auf Fotos aus denn wenn ich...ich hab' das neulich gehabt.
00:59:28: ich hab einen Bekannten der den ich immer attraktiv fand wo ich immer dachte ein hübscher Mann schon bisschen älter.
00:59:34: Und jetzt neulich kam er und ich dachte, guck mal.
00:59:37: Jetzt find' ich den nicht mehr so attraktiv?
00:59:39: Weil weiß, der hat vielleicht irgendwas verändert.
00:59:40: Ich hab gar nichts drüber nachgedacht und später zählte mir seine Frau das sie Botox behandelt haben!
00:59:46: Das hat auch noch andere Gründer geht's nicht nur um Ästhetik aber es ist die ganze Stirnlamm gelegt... Also ich persönlich habe jetzt damals darauf geachtet.
00:59:54: seit diesem Moment, in meinem Umfeld oder gerade auch im Fernsehen und so.
00:59:58: Und ich finde oft diese Menschen die Botox behandelt sind gar nicht attraktiv.
01:00:02: wenn sie sich...wenn die reden das verrückt auf Fotos bestimmt weil die sehen natürlich jünger und frischer aus.
01:00:07: aber sobald die reden ist es als ob ich eine leere Leinwand.
01:00:11: wenn ich jetzt ein Bild nehmen würde und ich finde ein bild schön dann geht ja nicht dass das ne leere leinwand ist.
01:00:16: mir fehlt da total.
01:00:17: was kann das gar nicht erklären.
01:00:18: mich würde interessieren ob es dazu Abhandlungen gibt.
01:00:22: Wahrscheinlich, die kennen ich nur nicht.
01:00:24: Nur wir müssen sich ja immer vor Augen halten.
01:00:27: Fünfzig bis ninety-neinzig Prozent unserer Kommunikation ist nonverbal und wenn du halt eben dieses mehr oder weniger eingefrorene Gesicht hast aus welchen Gründen noch immer?
01:00:38: es kann ja auch sein Wenn jemand sehr viel Last mit Migräne hat, dann wird ja auch Botox-Behandlungen gemacht oder Depressionen.
01:00:46: Weil du deinem Gehirn natürlich vorgaukelst, dass du gerade keine Angst und Verzweiflung mehr hast?
01:00:51: Weil du es nicht mehr bewegen kannst, ne?
01:00:52: Das ist dann so ein ... Weiß nicht, das Gegenteil von Teufelskreis aber eine Positivspirale.
01:00:57: Richtig genau!
01:01:01: Dann ist es natürlich so, dass dein eigenes System wirklich in Aufruhr gerät.
01:01:08: Ebenso ist das mit diesem Trend, bei Frauen hauptsächlich zumindest hier auf dem Land sich die Augenbrauen wegläsern zu lassen und sich da neue tätowieren zu lassen.
01:01:23: Weil der Bogen vielleicht nicht so ist wie man sich das vorstellt.
01:01:27: was auch immer.
01:01:30: dann ist die Schwierigkeit wenn ich sage jetzt mal künstliche Augenbraue Nicht zu der Muskulatur passt, die darunter liegt.
01:01:42: Dann wird das Gesicht bei emotionalen Anspannungen manchmal disharmonisch und eher zur Fratze.
01:01:52: Und dann kann nämlich auch dein Spiegelneuronensystem nicht wirklich spiegeln weil du kannst es so nicht nachmachen.
01:02:00: Es geht einfach nicht
01:02:03: verrückt Ja voll logisch, wenn man dann die Augenbraue hochzieht.
01:02:06: Aber die Tätowierter-Augenbraue irgendwas anderes tut.
01:02:11: Was macht das mit den Kindern dieser Menschen?
01:02:13: Das würde ich gerne mal.
01:02:14: Das wäre wirklich ein spannendes Thema, denn man weiß ja das Depressionen wenn die Menschen wenig Emotionen in ihrem Gesicht zeigen bei Kindern eine ganz schwere Auswirkung hat.
01:02:23: jetzt frage ich was ist denn eigentlich mit Botox-Mamas?
01:02:26: also es gibt auch wirklich sehr schlimme Menschen die das fast schon wie eine Sucht betreiben und ganz doll und überall und ganz viel und auch schon jung.
01:02:34: Ich bin immer wieder überrascht.
01:02:35: Dieses
01:02:35: Lippen auf Spritzen mit Türoleron, natürlich kannst du die Lippe dann noch bewegen und es muss ja auch nicht bei jedem so eine Schlauchboot-Lippe da entstehen.
01:02:44: Ich kann das auch manchmal verstehen wenn ich ne ganz schmale Oberlippe habe dass sich ein bisschen mehr Volumen haben will.
01:02:49: aber du erkennst sie alle?
01:02:52: Ja weil die Bewegung eben nicht mehr so passend zu dem Ausdruck ist den du kennst.
01:02:58: Ja das stimmt.
01:02:59: Spannend!
01:03:00: Habe ich noch nie darüber nachgedacht?
01:03:01: Spannendes
01:03:01: Feld finde.
01:03:03: Ich habe schon drüber nachgedacht.
01:03:04: Das war das, wo du gerade weg warst?
01:03:07: Und bin zu dem Schluss gekommen, dass diese ganzen Schönheits-OPs mir persönlich – das ist jetzt eine ganz objektive Sache – gar nicht gefallen.
01:03:16: Auf Fotos sehe ich ein schöner Mensch aber nur da!
01:03:19: Sobald ich mit den Menschen zu tun hab, sobald die in einem Fernsehen sehen doch ganz, also gerade wenn es viel ist und selbst dezent, würde ich überhaupt nicht erkennen.
01:03:28: Weiß ich jetzt nicht, vielleicht hab' ich schon viele Menschen getroffen und hab's nicht erkannt.
01:03:31: Aber ich find es immer irgendwie alienmäßig.
01:03:33: Es hat für mich immer was ... Ja, das klingt ja auch ein bisschen gemeiner, aber etwas abstoßendes.
01:03:38: Ich habe weniger Zuneigung oder weniger Empathie?
01:03:43: Weil dein System eben auch weniger drauf schliegen kann.
01:03:46: Und ich muss immer wieder sagen, ich habe immer mal wieder beim Bestatter gearbeitet und habe dann natürlich verstorbene Menschen mit versorgt.
01:03:56: Mehrheitlich waren sie Gott sei Dank alt.
01:03:58: Und was mich immer wieder fasziniert und auch bis zu meinem letzten Atem zu faszinellen wird, sind alte Gesichter und alte Hände.
01:04:07: Weil ich mir immer vorstelle, was haben diese Hände alle schon getan?
01:04:11: Wen haben Sie gestreichelt, wen haben Sie geschlagen?
01:04:13: Was haben Sie getragen?
01:04:14: Wo haben Sie verletzt, wo haben Sie geheilt
01:04:16: etc.?
01:04:17: Und die sprechen!
01:04:20: Hände sind ja meines Wissens nach das einzige, wo man noch nicht viel Schönheits-OP mäßig machen kann.
01:04:27: Altersflecken kommen gut die kannst du überschminken aber dann bist auch schon fertig mit Messe lesen.
01:04:32: Gesicht kann man natürlich ganz viel dran machen.
01:04:34: Aber wie schön ist es denn so die einzelnen Falten?
01:04:38: Die einzelne Linien im Gesicht zu sehen und den vielleicht auch mit dem Finger bei verstorbene Menschen?
01:04:44: darf ich dass er mal nachzufahren und zu überlegen, wie hat sie diese ganzen Lachfältchen bekommen?
01:04:51: Welche Momente gab es in ihrem Leben?
01:04:53: oder die Menschen, die so eine ganz ausgeprägte Zornesfalter haben zwischen den Augenbrauen.
01:04:59: Diese tiefe senkrechtstehende Falte was mag in dem Leben alle gewesen sein Und ich finde dieser Chance nehmen sich Menschen, so viel nachhelfen.
01:05:12: Wenn jemand ein ausgeprägtes Schlupflied hat, bin ich die letzte, die sagt um Gottes Willen nicht operieren weil das kann Menschen wirklich sehr belasten dass es hochgeklebt werden muss oder ob überhaupt noch ein freies Blickfeld zu haben.
01:05:25: aber der menschliche Körper ist nun mal ab einem gewissen Alter einen Verfall vorgeprägt und den finde ich auch ganz spannend.
01:05:36: Ich meine keine auf die Idee seinem alten Hund die grauen Barthare zu färben, nur damit der Hund schöner aussieht.
01:05:47: Das ist wirklich ein schönes Bild!
01:05:49: Warum können wir nicht in Würde alt werden?
01:05:53: Und wie schön können Menschen sein, die in Würder Alt geworden sind?
01:05:56: Also wie schön ist der alte Mann auf der Bank?
01:05:58: oder... aber ich kann mir gar nicht vorstellen was der alte mann auf der bank bedeuten würde wenn er versucht sich ganz modern zu kleiden und vielleicht schon bisschen Botox anerstören.
01:06:06: das sieht doch nicht mehr schön aus oder.
01:06:09: Und ich finde, es hat nicht nur was mit Schönheit zu tun.
01:06:13: Ich find das auch etwas damit zu tun ... die Erfahrung zu negieren.
01:06:18: Also ich finde ja immer so ein Gesicht wie du sagst, hat schon viel erlebt und am Ende bin ich jetzt mit vierzig anders als mit fünfundzwanzig und sehe auch anders aus.
01:06:30: aber würde ich das eintauschen wollen?
01:06:33: Nee weil ich ja die ganzen Erfahrungen auch nicht eintauschen will!
01:06:36: So also ich finde Halte Menschen so spannend, weil wie du sagst an ihr die haben halt so viel zu erzählen.
01:06:42: Die haben ... Soviel Geschichten, die sie dann auch reflektieren konnten und sagen konnten da hab ich das gemacht.
01:06:50: Boah war das eine dumme Idee.
01:06:53: Also wo man einfach so viel lernen kann Und dass dann also das würde ich ja jetzt nicht in zwanzigjährigen fragen vielleicht auch aber den würd ich ja nicht fragen was würdest du in deinem Leben anders machen?
01:07:02: Das ist ja das Jahr langweilig sondern das würde doch jemand fragen der vielleicht achtzig ist oder so um da wirklich was mitzunehmen.
01:07:09: und ich finde genauso ist doch das Aussehen.
01:07:12: Das zeigt ja nur, dass sich schon eine Menge erlebt habe und vielleicht weiß wovon ich rede oder vielleicht auch immer noch nicht weiß wofür ich rede.
01:07:22: aber das finde ich halt so verrückt, dass man ja nicht nur das Aussehen verändert sondern damit in meinen Augen hier auch ein Stück weit die eigene Erfahrung negiert
01:07:35: Und vor allem auch seinen eigenen Selbstwert, sein eigenes Selbsttrendstrich Bewusstsein infrage stellt.
01:07:44: Ich frage mich aber dann oft und da sind wir jetzt wieder bei diesem Spiegeln wenn ein Mensch dazu neigt sich selber dahin gehen zu optimieren also oberflächlich zu optimierend denn meistens ist es ja gar nichts unter der Schwelle Was denkt er über andere?
01:07:58: Hat er noch nie einen Menschen geliebt und schön gefunden, der alt war.
01:08:03: Ich zum Beispiel hab das schon oft gedacht.
01:08:05: Sogar Models, die jetzt älter sind und in die Kamera strahlen.
01:08:09: Und ich mein nicht die Models mit wenig Falten, sondern ganz bewusst, dass man manchmal so hübsche Omas hat.
01:08:17: Aber ich find die hüBSCH!
01:08:18: Und ich will das auch gerne in einer Familie haben sozusagen.
01:08:21: Also ich liebe diese Menschen.
01:08:23: aber was passiert mit mir wenn ... Wenn ich das wegmachen lasse, finde ich die Menschen grundsätzlich hässlich.
01:08:32: Versteht ihr?
01:08:33: Das ist
01:08:33: ein bisschen unklar ausgefragt vielleicht.
01:08:34: Aber das geht jetzt sehr die tiefen Psychologie.
01:08:37: da sind wir alle nur Hobbypsychologen ehrlich gesagt.
01:08:41: Ich wollte auch keine Antwort haben sondern ich versuch das zu verstehen.
01:08:45: Mir geht es immer darum welche Selbstverständnisse haben die Menschen von sich selber?
01:08:50: warum können sie ihre Falten nicht annehmen?
01:08:54: Und müssen wir tatsächlich alle uniformierte Gesichter haben.
01:09:01: Denn es ist so ein Gleichmachen!
01:09:03: Ich finde es schon wichtig, genau wie du gesagt hast hier denen... Also wenn ich Bilder von mir gucke als ich zwanzig war, wenn ich mit dreißig, mit fünfzig, mit jetzt.
01:09:13: Ich find ja sowieso die beste Zeit meines Lebens ist nach sechzig angebrochen.
01:09:18: Jedes Bild jede Falte jeder Gesichtsausdruck hat seine Berechtigung und passt zu der damals herrschenden oder heute vorherrschende Lebenssituation.
01:09:28: Und wir sprechen ja halt auch mit der Mimik.
01:09:31: und wenn wir aber ein so großes Feld unserer Ausdrucksweise, unsere Wirkungskanäle ausschalten indem wir operativ was machen lassen dann müssen wir uns natürlich die Frage stellen ja womit kann ich denn jetzt noch wirken?
01:09:50: habe ich jetzt noch viel zu sagen?
01:09:52: Denn wenn man mal darauf achtet, ich folge einigen sehr alten Frauen auf Insta.
01:10:00: Gut jetzt kann man immer sagen ist vielleicht auch als KI oder weiß der Kuckuck was wir heute alles nicht mehr ganz genau.
01:10:06: aber zum Beispiel Greta Silva finde ich hat ein tolles Tending trotz ihrer ganzen Falten und ihrem grauen Haar.
01:10:17: Dann ist da so eine sehr oma Brigitte, Ellie die hat jetzt achtundachtzig, hatten ein siebenvierzigjährigen Freund beide sehr gut aussehend aber sie stitzt ihren Fallen.
01:10:28: Die trägt auch ein rückenfreies Kleid.
01:10:30: natürlich sieht man da die fallen.
01:10:33: Und ich denke dass es heute wirklich an der Zeit ist und das möchte ich jedem mitgeben.
01:10:43: Erstens bin ich davon überzeugt, dass es jetzt an der Zeit ist das die weisen Frauen nicht die weißen sondern die Weisen Frauen egal welchen Alters sich ums virtuelle Lagerfeuer scharen.
01:10:59: Um übers Leben nachzudenken.
01:11:00: Nicht nur Ihr eigenes Sondern auch wie wollen wir leben?
01:11:03: Was bringt uns die Zukunft?
01:11:07: und Dass sich jeder mal die Frage stellt Und da habe Ich in der letzten Woche In einem kleinen, feinen Frauenfreundeskreis haben wir dann eine nächtelange Diskussion darüber gehabt.
01:11:19: Über die Frage gibt es etwas was du im Leben bereust?
01:11:25: und die frage kann ich mir stellen ob ich dreißig bin fünfzig bin siebzig bin neunzig bin
01:11:30: ja
01:11:31: und ein zufriedenes sterben hat oftmals mit der Beantwortung dieser frage zu tun.
01:11:38: denn wenn nicht irgendwann in einer situation bin wo ich deutlich merke dass das mit mir zur ende geht Und ich habe aber noch ganz viele Sachen auf dem Zettel, die bedauere oder Menschen mit denen ich hätte noch mich aussprechen wollen.
01:11:52: Oder Dinge, die ich noch gerne in meinem Leben gemacht hätte.
01:11:57: Dann ist mir der Übergang und da sind wir wieder bei der Fairfrau vom Land der Lebenden ins Land der Toten egal wie das aussehen mag deutlich schwieriger als wenn ich meine Sachen geregelt habe Wozu natürlich auch Vorsorge voll machen, den verfügen etc.
01:12:20: Bestattungsfürsorge wie möchte ich bestattet werden?
01:12:24: Wenn ich das alles fertig habe dann kann ich in Ruhe gehen.
01:12:28: Ich möchte abends nicht mit dem Gedanken ins Bett gehen an der Stelle hab ich was falsch gemacht und ich habe mich noch nicht entschuldigt oder ich habe noch die Aussöhnung gesucht.
01:12:42: Ja finde ich ganz wichtig Habe ich schon seit Jahrzehnten, ehrlich gesagt.
01:12:46: Wenn ich morgen sterbe, möchte ich nichts bereuen.
01:12:49: Ich möchte nicht denken, hätte ich das machen noch gemacht.
01:12:52: und genau wie du gesagt hast mit dem muss ich mich versöhnen.
01:12:57: Es gibt einen schönen Satz, den ich mein ganzes Leben lang um mich herum auch baue es gibt nur zwei Menschen die du glücklich machen musst dein siebenjähriges ist ich und dein achtzigjähriges.
01:13:09: Wenn die mit dir zufrieden sind, dann kannst du immer seelisch einschlafen.
01:13:15: Und so geht bei mir.
01:13:16: der Satz ist nur ein klein Satz sondern eigentlich nur drei Worte.
01:13:19: Klarheit geht immer vor Harmonie.
01:13:22: Ich bin nicht groß geworden da eckst Du auch oft mit an.
01:13:26: ich eckete oft mit An gar keine Frage.
01:13:29: auf der anderen Seite wenn Menschen klar wissen Was sind meine Werte?
01:13:34: Wofür gehe ich, an welcher Stelle?
01:13:35: bin ich nicht bereit Kompromisse einzugehen ist es auch viel einfacher mit denen umzugehen.
01:13:40: Mit mir umzugehnen.
01:13:42: Stimmt wenn man das quasi weiß und einschätzen kann.
01:13:45: ja dass das jetzt gar nichts Persönliches ist sondern einfach
01:13:48: richtig.
01:13:48: aber wie oft sagen wir zu uns selber Nein indem wir zu jemand anderem Ja sagen.
01:13:53: Du gehst auf die Party obwohl du überhaupt keinen Bock drauf hast.
01:13:57: du triffst dich mit der Frau mit dem Mann mit wem auch immer Obwohl da ein Bauchgefühl dir sagt, lass es.
01:14:03: Bleib lieber auf der Couch zu Hause oder gehe eine Runde spazieren oder mach was mit deinen Kindern?
01:14:07: Warum bleibst du in Beziehungen, warum bleibste in Arbeitsanstellung klar?
01:14:12: Da ist die Notwendigkeit den Kühlschrank zu fühlen gar keine Frage.
01:14:15: Auf der anderen Seite als ich vor jetzt sechzehn Jahren mich entschlossen habe dem landwirtschaftlichen Betrieb und meine Familie zu verlassen haben am andern Ende gegen überliegenden Seite der Straße, auch nicht dreihundert Menschen auf mich gewartet.
01:14:35: Der geben wir jetzt eine Anstellung und die heben wir jetzt auf dieses Schild der Mimikresonanz oder oder nur wenn man einmal einer Entscheidung getroffen hat ist meine Erfahrung dann öffnen sich auch Türen.
01:14:47: Man sieht sie nicht immer direkt Und ich bin auch schon vor verschlossene Thüringen gelaufen haben mir ne blutige Nase geholt.
01:14:53: Nur Ich war damals ja auch schon ein bisschen älter Ein bisschen reifer und würde diesen Weg immer wieder so gehen.
01:15:02: Egal, wie steinig er war, egal, wie traurig ich oft war, welche Menschen ich hinter mir lassen musste weil sie eben nicht mehr mein Wertesystem bedient haben.
01:15:17: Nur das Schlimmste was ich mir noch selber antun kann ist in Situationen zu verharren die mich dauerhaft krank machen, die mich unglücklich machen Und die definiert jeder für sich anders.
01:15:29: Ich hatte einen tollen Ehemann, einen tollen Vater für meine Kinder.
01:15:34: nur als Paar haben wir halt nicht funktioniert.
01:15:36: Wir haben immer noch zwei Firmen.
01:15:37: zusammen klappt wunderbar.
01:15:39: er ist mittlerweile wieder feiratet total glücklich alles prima und auch den Kindern geht es gut damit.
01:15:46: Meine Maxime war immer ich möchte keine verbrannte Erde hinterlassen und ich denke das habe ich geschafft.
01:15:52: Und wenn ich heute mit über Sechzig irgendetwa merke, an der Stelle passt es nicht mehr.
01:15:58: Dann gucke ich was könnte denn passen?
01:16:00: Wie kann ich die Situation verändern?
01:16:02: wie kann ich meine Arbeitsfeld verändern?
01:16:07: und das war eben auch eine Entscheidung zu sagen Ich baue mir jetzt dieses zweite Standbein auf als Freirätnerin wo ich dann auch durchaus als Ghostwriterin unterwegs bin und reden für andere schreibe.
01:16:21: Weil das kann nicht vom heimischen Schreibtisch aus, das kann ich aus dem Wohnmobil.
01:16:25: Ein so schönes Schlusswort, würde ich sagen.
01:16:28: Ein
01:16:28: sehr schönes Schlusswort!
01:16:31: Total also der Appell macht was euch gut tut, was sich für euch richtig anfühlt.
01:16:38: Und wenn sie es nicht mehr gut und nicht mehr richtig anfühlt, ist es Zeit etwas zu verändern.
01:16:42: Wir werden nicht gleich Koffer packen und weg, sondern vielleicht erst mal drüber nachdenken.
01:16:46: Aber zumindest die Augen und Ohren offenhalten.
01:16:49: Sich vor allen Dingen Sparrowingspartner zu suchen.
01:16:52: Keiner kämpft alleine.
01:16:55: Und das meine ich eben mit diesem virtuellen Lagerfeuer- und uns weisen Frauen.
01:16:59: Und am Ende wenn ich uns drei jetzt hier so anschaue sind wir alle Frauen, den Weg um hundert-achtzig Grad gewendet haben und gedacht haben, so genau das ist es was ich machen will.
01:17:09: Und dann stehst du irgendwann da und sagst nee war irgendwie doch nicht?
01:17:12: Dann kann ich zurückgehen oder ich biege ab.
01:17:14: aber also ich habe immer Möglichkeiten.
01:17:17: Ich finde ein Bild.
01:17:19: was ich nutze ist das Schachbrett.
01:17:20: Das Leben ist wie ein Schachbrät.
01:17:21: Es gibt schwarze und weiße Felder und wenn ich gerade auf einem Schwarzen stehe sind um mich rum nur weißefelder.
01:17:27: Also ich werde irgendwann wieder auf nem weißen feld stehen.
01:17:29: Ich muss einfach nur weiter gehen.
01:17:34: Ich stehe auf einem Schachbrett, ich bin kein Läufer.
01:17:37: Der Läufer auf dem Schachbritt?
01:17:38: Nein, nur Spaß!
01:17:39: Ich nehme heute mit wieder mehr zu beobachten, wieder mehr da zu sein, präsent zu sein und die Situation um mich herum und die Menschen um mich rum klarer zu beabachten und zu reflektieren.
01:17:51: Danke Marlis.
01:17:53: Vielen Dank liebe Marlise.
01:17:55: Dankeschön für die Einladung.
01:17:57: Sehr gerne.
01:17:57: wir freuen uns dass du da warst.
01:17:59: bis zum nächsten Mal
01:18:00: Tschüss.
01:18:03: Mit all diesen neuen Infos wirst du jetzt zur Verstärkung deines Umfelds.
01:18:08: Wenn Du jetzt noch Fragen hast, schreib uns an verstärkungetverwendepunktde.
01:18:19: Die genaue Adresse findest Du aber auch nochmal in den Show-Notes.
01:18:22: Lass uns gerne ein Abo da und bewerte uns auf Spotify, Apple Podcast & Co.
01:18:28: Bis zum nächsten Mal!
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