#66 Kathrin Jansen: Nachhaltigkeit ist nicht tot – doch das Greenwashing wird leiser
Shownotes
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In dieser Folge von FAIRstärkung sprechen Anja und Helene mit Katrin Jansen, Gründerin von Cambria Consulting, über nachhaltige Transformation, planetare Grenzen und die Frage, warum Nachhaltigkeit gerade nicht verschwindet – sondern ehrlicher wird.
Gemeinsam sprechen sie über:
warum Nachhaltigkeit kein Trend sein darf was planetare Grenzen für Unternehmen bedeuten warum weniger Berichtspflicht nicht heißt, dass Klima- und Lieferkettenrisiken verschwinden weshalb CSRD, Omnibus und Nachhaltigkeitsberichte für Unternehmen so wichtig sind warum Greenwashing durch neue Regeln schwieriger wird welche Rolle Biodiversität für Rohstoffe, Lieferketten und Geschäftsmodelle spielt warum Verbraucher*innen nicht allein die Verantwortung tragen können weshalb Regulierung wichtig ist, wenn freiwillige Veränderung nicht reicht wie Menschenrechte, Lieferketten und wirtschaftliche Stabilität zusammenhängen warum nachhaltige Geldanlage Unternehmen in der Transformation unterstützen kann weshalb es nicht Perfektion braucht, sondern viele, die anfangen
Zu Gast: Katrin Jansen – Gründerin von Cambria Consulting. Sie unterstützt Unternehmen und Organisationen dabei, Nachhaltigkeit strategisch anzugehen: von Berichterstattung und Klimarisiken über Biodiversität bis zu Lieferketten und Menschenrechten. Website: www.cambria-consulting.de/ueber-uns
💬 Diese Folge ist für alle, die verstehen wollen, warum Nachhaltigkeit nicht vorbei ist – auch wenn sie gerade weniger laut vermarktet wird. Und warum Unternehmen, die es ernst meinen, jetzt umso sichtbarer werden.
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00:00:05: Ich kann diese Diskussion nicht mehr hören, dass wir das als Verbraucher in der Hand haben.
00:00:11: Also es ist die Umwelt und das Klima, das wir schützen müssen für irgendwen.
00:00:15: Wir machen das für uns!
00:00:19: Wie sagst du immer?
00:00:19: Es braucht Tausende, die einfach anfangen und nicht einen, der alles perfekt macht.
00:00:27: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:29: Wir sind deine Verstärkung von Verwendo – ein Podcast für nachhaltige Versicherungen und sozialethisches Finanzwesen.
00:00:36: Hier geht es nicht nur um deinen persönlichen Wohlstand, sondern auch um eine bessere Zukunft für uns alle.
00:00:42: Im heutigen Format nachgefragt reden wir mit Expertinnen und Gästen – dabei teilen sie ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen mit uns, insbesondere zu Finanz- und Versicherungsthemen!
00:00:53: Das soll dich inspirieren und befähigen, nicht nur deine eigene Zukunft zu gestalten, aber auch zu positiven Veränderungen in der Welt beizutragen.
00:01:02: So werden wir ganz nebenbei zu deiner Verstärkung.
00:01:11: Ich bin Anja Werner, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Verwindow zusammen mit Helene Marketing Team und nebenbei studiere ich Mediendesign.
00:01:18: Mein Name ist Helene Bosmann, ich bin Diplombetriebswirtin und habe ein Master in Wirtschaftspädagogik.
00:01:23: Ich bin seit zwölf Jahren selbstständiger als Versicherungsmarklerin und davon so zehn Jahre bei Verwendow.
00:01:27: Hallo Helene!
00:01:28: Hi Anja!
00:01:30: Du, ich hab auf Empfehlungen eines unserer Geschäftsführers eine ganz spannende Gäste mitgebracht und zwar ist das Katrin Jansen.
00:01:38: sie ist Gründerin von Cambria Consulting.
00:01:40: Herzlich willkommen, liebe Katrin.
00:01:42: Hallo!
00:01:43: Hallo, Katrin, schön dich kennenzulernen.
00:01:46: Schön dass du da bist.
00:01:47: Sehr gerne.
00:01:48: Ich war ganz fasziniert von deiner Website.
00:01:53: Also magst Du uns und unseren Hörerinnen, die Deine Website noch nicht gesehen haben, die wir natürlich verlinken, erklären was Cambria Consulting ist?
00:02:02: Ja, sehr gerne.
00:02:03: Also ich habe mich vor vier Jahren selbstständig gemacht.
00:02:06: Cambria Consulting ist meine Selbstständigkeit und habe aber gedacht es ist ja ein bisschen langweilig das nur unter meinem eigenen Namen zu machen und hab dann rum überlegt was könnte ein guter Name sein?
00:02:17: Und muss mein Mann dafür sozusagen den Kredit geben oder der Kredit gebt?
00:02:20: Der hat mir von der cambrischen Explosion erzählt.
00:02:24: Ich dachte jetzt was soll das denn sein?
00:02:26: Das ist ich glaube so fünfhundertvierzig Millionen Jahre etwa her mit einem biologischen Urknall darstellen.
00:02:35: Das ist sozusagen der Moment, es waren natürlich viele Millionen Jahre in denen ganz viel Vielfalt passiert ist also man weg ist zusammen von diesen Einzelern sich ganz viel entwickeln konnte und eigentlich eine Grundlage gelegt wurde für die für die meisten heute lebenden Tierarten.
00:02:51: und diesen Gedanken fand ich ganz spannend.
00:02:54: eigentlich um das geht es ja diese biologische Vielfältesten Planeten zu erhalten, auch in meiner Selbstständigkeit als Nachhaltigkeitsberaterin.
00:03:05: Das klingt total schön!
00:03:06: Ich hatte das auf deiner Website gesehen.
00:03:08: die kambrische Explosion.
00:03:10: Es geht um Vielfalt oder im Allgemeinen und ganz konkret was macht ihr?
00:03:16: Oder was machst du?
00:03:17: Richtig, genau.
00:03:17: Also als Nachhaltigkeitsberaterin unterstütze ich Unternehmen öffentlich oder private Unternehmen meistens manchmal auch Organisationen eigentlich bei diesen.
00:03:28: wir nennen das ein bisschen so diese nachhaltige Transformation.
00:03:30: Das ist natürlich Transformation schon wieder so ein Begriff für Leute sagen weil es jetzt auch nicht was damit gemeint ist.
00:03:35: Aber im Grunde genommen zu sagen, so wie wir bisher Wirtschaften und immer noch Wirtschaften.
00:03:40: Das ist einfach eben nicht nachhaltig.
00:03:42: man kann das zum Beispiel mit den planetaren Grenzen erklären.
00:03:45: davon gibt es neun und wir haben etwa sechs planetare Grenzen.
00:03:50: Bekannteste Beispiel sind wahrscheinlich eben die Emission und der Klimawandel, dass wir einfach da viel zu viele Emissionen verbraucht haben.
00:03:58: Der Klimawandel immer weiter fortschreitet unser Planet immer mehr ungemütlicher wird nicht nur wärmer sondern auch feuchter in manchen Gebieten Und das ist natürlich eben auf Emission zurückzuführen.
00:04:09: und dann haben wir aber eben auch andere Grundlagen wie zum Beispiel Die Biodiversität.
00:04:14: Da haben wir leider nicht diesen einen Messer wie Emission Sondern Biodiverzität eben die Vielfalt der Arten und das ist natürlich ein bisschen schwieriger dann auch teilweise zu messen.
00:04:26: Und auch wesentlich schwieriger für Unternehmen, natürlich zu sagen welchen Druck übe ich da eigentlich mit meiner Geschäftstätigkeit drauf aus?
00:04:34: Das möchten wir mit Kameria Consulting Unternehmen erstens ein bisschen erklären wenn man es noch nicht so ganz weiß und zweitens dann auch schauen wo können wir uns denn als Unternehmen verändern und nachhaltiger werden?
00:04:47: Wie sieht das
00:04:49: Konkret aus.
00:04:50: Also wirst du gebucht, weil jemand sagt hey ich möchte mein Unternehmen gerne nachhaltiger aufstellen also so ganz allgemein und dann geht ihr da zusammen rein.
00:04:58: oder kommen die Klienten schon mit einem sehr konkreten Wunsch
00:05:02: Ja, also ich bin mal gestartet eben vor vier Jahren etwa das ich gesagt habe wenn doch diese verschiedenen Einflüsse da sind.
00:05:10: Also der Klimawandel, Biodiversitätsverlust aber auch gesellschaftliche Veränderungen, geopolitische Veränderung dass ich eigentlich mit Unternehmen an der Frage arbeiten möchte was braucht es eigentlich für mein Unternehmen in zehn vielleicht zwanzig Jahren noch relevant zu sein?
00:05:25: Was hab' ich eigentlich für ein Produkt, für einen Service den ich anbiete und ist er in dieser Welt wie weiterentwickeln wird, in die Zukunft entwickelt.
00:05:34: Eigentlich noch relevant und von da möchte ich sozusagen zurückgehen und fragen wenn das mein Ziel ist in zehn, fünfzehn Jahren als Unternehmen dort zu sein?
00:05:42: Das braucht es heute!
00:05:44: Und da muss man aber sagen, das wollte eigentlich niemand mit mir bearbeiten.
00:05:47: Diese wie ich finde sehr spannende Frage Sondern wie du sagst es passiert eher das zweite Es gibt Firmen die so denken Aber die brauchen dann eben keine Berater Eigentlich eher das Zweite zu sagen Hoppla hier ist irgendwie eine Regulierung.
00:06:02: Die kommt wohl auf mich zu Habe ich mir gar nicht genau angeguckt.
00:06:04: Oder es gibt Fragen von der Band Zu meiner Klimabilanzierung.
00:06:08: Ich habe gar keine Klimabilzierung Also eher Da, wo der Schuh drückt.
00:06:13: Ich hatte diese Woche einen Kundenworkshop und da sagte auch jemand fast schon bisschen verzweifelt ja eigentlich muss es erst weh tun bevor wir etwas tun und das sind die meisten Kunden mit einem spezifischen Problem und das hängt oft mit der Regulatur zusammen.
00:06:30: auf mich zu kommen.
00:06:33: Ja das ist ja häufig so.
00:06:35: ich hatte letztens mit Bekannten gesprochen die auch in dem Bereich arbeiten also reporting, regulatorik und all der Aufwand.
00:06:43: Und das ist ja jetzt Anfang sechsundzwanzig durch das EU Omnibus Eins Paket deutlich reduziert worden.
00:06:49: Also die Berichterstattung wurde vereinfacht und viele Berater- und auch Nachhaltigkeitsbeauftragte von Unternehmen verlieren gerade in diesem Zuge ihren Job oder werden nicht weiter beauftragt.
00:07:01: Siehst du da einen Denkfehler bei den Unternehmen?
00:07:04: Genau, also vielleicht nochmal ganz kurz zur Einordnung dieser sogenannte CSID Corporate Sustainability Reporting Directive.
00:07:11: Das ist eine EU-Direktive.
00:07:13: Die sind kraftgetreten im Januar zwanzig vierundzwanzig und die verpflichtet Unternehmen, also weit mehr Unternehmen als davor.
00:07:22: Davor haben nur sehr große Unternehmen und Kapitalmarkt orientierte Unternehmen berichtet Und auf einmal kam eben diese abgekürzt CSRD in Spiel und verpflichtet unternehmend schon ab zweieinundfünfzig Mitarbeitenden und fünfzig Millionen Umsatz nach diesen Standards zu berichten, in der Nachhaltigkeit.
00:07:42: Auch wirklich auf einem relativ hohen Niveau und auch eine große Ernsthaftigkeit, weil die Idee war neben dem finanziellen Bericht wird es im Lagebericht jetzt ein Nachhaltigkeitsbericht geben Und das ist dann im Laufe, würde ich mal sagen, den Unternehmen einigen Unternehmen bewusst geworden und dass sie auf ein bisschen Panik geraten sind und gesagt haben wir haben dazu gar nichts.
00:08:04: Wir könnten das gar nicht machen.
00:08:05: Das soll nachher also von einem Wirtschaftsprüfer mit geprüft werden.
00:08:09: wie soll das gehen?
00:08:10: Was müssen wir
00:08:11: machen?".
00:08:12: Da kamen viele Unternehmen oder haben sich Beraterinnen genommen oder eben die eigenen Nachhaltigkeitsabteilungen haben natürlich dann auch einmal deutlich mehr Gehör gefunden, weil das ja dann auch in den Finanzbereich geht.
00:08:26: Der CEO ist der letzten Endes für den Jahresabschluss verantwortlich und wäre damit verantwortlicher.
00:08:34: Das hat schon sehr lange in diesem Bereich eine ganz andere Ernsthaftigkeit bekommen über die sich Leute wie ich sehr gefreut haben.
00:08:43: Dann haben aber eben viele Lobbyisten in der EU gedacht, dass kann nicht der Ernst sein.
00:08:49: Das geht so nicht, das ist ein viel zu hoher Aufwand und haben dann muss man sagen, du hattest den Omnibus angebracht, der fuhr sozusagen im Jahr zwanzig-fünfundzwanzig los.
00:08:58: Omnibus bedeutet ich nehme verschiedene Gesetzesinitiativen oder Regulierungen und Direktiven in diesem Fall mit rein.
00:09:05: es gibt noch ein europäisches Lieferkettengesetz beispielsweise Und die werden sozusagen in einem Fahrzeug gesetzt und erfahren dann diesen Weg nochmal entlang.
00:09:14: Und sollen sozusagen vereinfacht entbürokratisiert werden, das war der Anstruch.
00:09:21: Da muss man aber eben sagen ich bin ja auch dafür Sachen zu entbürokratisieren.
00:09:24: Ich hätte jetzt nicht unbedingt da angefangen, da hätte man ganz viele andere Regulierungen und Bereiche finden können bevor man wie ich finde bei diesem wichtigen anfängt.
00:09:34: Und ja, dann wurde letzten Endes mit Stimmen der Rechten im EU-Parlament dieser Omnibus dann verabschiedet und diese Regulierung von zweihundertfünfzig Mitarbeitenden, fünfzig Millionen auf tausend Mitarbeitende und vierhundfünfzig Millionen Umsatz hochgesetzt.
00:09:50: So dass neunzig Prozent der Unternehmen die vorher berichtswichtig waren jetzt nicht mehr berichtswidrig sind.
00:09:56: Und da hast du Recht, das hat natürlich dann als das deutlich wurde sich abzeichnete im letzten Sommer und Herbst ja auch schon dazu geführt.
00:10:04: Das Unternehmen gesagt haben wir jetzt erst mal nichts mehr nachhaltig.
00:10:07: Es wird angehalten.
00:10:08: Budgets werden wieder zurückgenommen dafür und es sind mit Sicherheit auch Leute entlassen worden.
00:10:15: die ganzen großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften haben ja Leute eingestellt weil sie eben dachten Wir prüfen diese Berichte erst beraten wir und dann Prüfen wir dazu.
00:10:25: Das war schon so ein ziemlicher Dip, sag ich mal.
00:10:29: Es haben sich auch in der Zeit sehr viele digitale Tools entwickelt oder Plattformen entwickelt die eben auch da unterstützen wollten dass das nicht alles über Excel Spreadsheets gemacht werden muss und natürlich einige wieder dann ja einfach pleite gegangen weil die Kunden natürlich da nicht mehr da sind.
00:10:45: wer bedarf er nicht mehr dar?
00:10:47: aber zu deiner Frage ursprünglich frage ob es zu kurz gedacht ist natürlich den Unternehmen vorher geholfen hat auch viel klarer zu sehen.
00:10:59: Wo sind eigentlich die negativen Auswirkungen, die wir haben?
00:11:01: und vielleicht noch viel spannender für Unternehmer?
00:11:03: Sind die Risiken, die auf uns zukommen?
00:11:06: Und das kann ich auch nur aus meiner Erfahrung sagen dass kleinere Unternehmen also jetzt nicht gleich so ein Siemens oder so.
00:11:13: Die haben natürlich auch Risikoabteilung in die sich sehr genau angucken.
00:11:17: Aber kleinere Unternehmen haben kein Risikomanagement in dem Sinne, keine Person extra die sich das irgendwo anguckt und da fand ich es eigentlich sehr gut.
00:11:27: Das ist jetzt natürlich schade dass diese Unternehmen nicht gezwungen werden.
00:11:32: sie können es weiterhin freiwillig machen tun aber die wenigsten und das wäre einfach schön gewesen auch ein einheitliches in europa ein einhaltliches berichtswesen zu haben finanziell unternicht finanziellen da banken diese und Investoren diese Daten ja durchaus brauchen.
00:11:50: Und auch die sind ja darauf angewiesen zu sagen, wenn ich einem Unternehmen einen Kredit geben möchte dann muss sich ja wissen was ist das Klima-Risiko eigentlich?
00:11:58: Wie stark ist es vielleicht von Wasserrisiken betroffen, die wir heute schon haben.
00:12:02: wie fragil sind eigentlich die Lieferketten?
00:12:05: weiß das Unternehmen eigentlich was sie für eine Lieferkette haben?
00:12:08: also das sind alle so Dinge die nur weil dieses CSID weg ist nicht vom Tisch sind.
00:12:14: Ja ich finde's Quatschig.
00:12:17: Also die Bekannte hat ja erzählt, wie gesagt das Projekte abgebrochen wurden da wurden schon Gelder investiert und es war dann also dieses Sankt Kost einfach so ohne drüber nachzudenken und da sind wir eigentlich super schlecht dran.
00:12:30: Also wenn wir was anfangen dann ziehen wir's ja durch auch wenn wir denken Okay, wäre das vielleicht nicht so gut.
00:12:37: Aber wir machen es jetzt durch und das war ein Thema wo man dann direkt sagt puh egal was wir da jetzt investiert haben.
00:12:45: Wir brauchen's nicht.
00:12:46: Und das finde ich halt auch so kurz gedacht wie du sagst diese ganzen Risiken.
00:12:50: also ich stelle doch in Unternehmen finanziell auch viel robuster auf für all das, was da in den nächsten Jahrzehnten kommen wird.
00:12:58: Das heißt ja nicht dass es nicht kommen wird weil wir jetzt nicht mehr berichten müssen.
00:13:01: Das ist halt so
00:13:03: abstrus
00:13:03: in meinen Augen.
00:13:04: Also wirklich zu sagen, wir müssen nicht berichten dann kommt es nicht.
00:13:07: So Klimawandel.
00:13:08: Ach nee konnten wir noch mal abwenden.
00:13:11: Stärke
00:13:13: in Büchern findet nicht statt.
00:13:15: Ja das macht so keinen Sinn in meine Augen und eben... Wie du sagst, also das was du vorhin gesagt hast, es muss weh tun damit wir's tun.
00:13:25: Ja dann tut's halt weh, aber ist doch gut!
00:13:28: Also ich glaube dass die Großen ja auch sehen, dass das etwas bringt.
00:13:32: Ich denke wenn man viele der großen Unternehmen die trotzdem berichten müssen fragt so die werden schon sehen dass das was bringt
00:13:40: Und da sind auch einige dabei, die weitermachen.
00:13:42: Die auch wenn sie jetzt im Moment nicht in diesem sogenannten Scope sind durchaus weitermachten und sagen wir sind ja so weiter mitgekommen und wir sehen ja was es uns bringt und die haben denn schon aus einem gewissen Ripple Effekt in die ihre Lieferkette dass sie sagen wir brauchen aber von unseren lieferanten Daten Informationen.
00:14:02: Ja, also wie gesagt, da spielen ja natürlich auch diese politischen Sachen auf der EU-Ebene aber auch in unseren eigenen Regierungen eine Rolle.
00:14:12: Dass man das gerne macht vor diesem Hintergrund der Bürokratisierung ist es zu viel und dass Jagd, also diese Direktive ich habe sehr intensiv mit der gearbeitet und mache das bis heute noch die ist nicht wirklich lustig oder so.
00:14:26: Das macht mich wahnsinnig viel Spaß sich dadurch zu quälen durch diese wirklich endlosen Seiten oder so.
00:14:33: Also es hätte man auch schon anders machen können, man muss aber immer sagen auf der europäischen Ebene sind das ja auch alles Kompromisse.
00:14:39: Ich glaube als sie die ersten Entwürfe oder die ersten Standards, die es gab haben Sie nochmal Befragungen gemacht dass wir da waren achthundert Stakeholder beteiligt.
00:14:48: ich habe in einem Dokument gesehen Es gab sechzeintausend Anmerkungen und Kommentare.
00:14:53: Also, da kann man sich ja auch dann irgendwie ein bisschen überlegen wie ein Dokument wenn ich achthundert Leuten versuche irgendwie gerecht zu werden.
00:15:00: Dann halt auch entsprechend aussieht.
00:15:01: das ist schon alles nicht so spaßig.
00:15:04: also Ich bin ja in meiner Selbstständigkeit gestartet und habe eigentlich gedacht ich helfe Unternehmen das Thema anzugehen.
00:15:12: Und dann ist es egal ob es eine CSID gibt die Es gibt noch eine freiwillige Berichterstattung, ob ich eine Klimawilanzierung machen möchte.
00:15:22: Es gibt ja noch eine ganze Reihe von anderen Regulierungen und Verordnungen die bisher nicht abgesagt wurden und gerade enormen Druck auf Unternehmen ausüben.
00:15:32: dann bin ich dafür gewappnet.
00:15:33: Also aus meiner Sicht war es eigentlich immer falsch zu gucken, okay welche Regulierung trifft mich?
00:15:38: Dann mache ich da irgendwie schnell was und dann habe ich in dem anderen Bereich wieder Ruhe und sondern zu sagen du baust das einmal vernünftig auf, dann ist es egal wenn jetzt zum Beispiel was Unternehmen gerade unter den Nägeln brennt, dass ist die sogenannte Empowering Consumer Directive.
00:15:53: also da geht es um Verbraucherschutz eigentlich man denkt hat jetzt gar nicht so viel mit Nachhaltigkeit zu tun.
00:16:00: Aber
00:16:00: was eben diese Direktive sagt, ist dass diese Begriffe wie unser Produkt ist nachhaltig.
00:16:06: Unser Produkt ist grün das wurde klimaschonend hergestellt.
00:16:09: also so sehr breite Begriefe sage ich mal dürfen nicht mehr verwendet werden.
00:16:15: dafür wird es auch Strafen geben ab Ende September wenn das noch irgendwo kommuniziert wird oder auf dem Produkt steht und es nicht belegbar ist.
00:16:24: Und da bin ich selber jetzt auch gerade ein bisschen überrascht Die CSRD ist abgesagt, wurde abgeholt nenn ich's mal und jetzt kommt durch die Hintertür die EMCO.
00:16:34: Und die Unternehmen kriegen ziemlich Panik und denken nie abgesichert war unser Klimaziel nie!
00:16:39: Wir haben immer nur gesagt dass wir dann irgendwann mal klimaneutral werden sein wollen.
00:16:44: aber wann wissen wir ja gar nicht so genau?
00:16:49: finde ich schon fast ein bisschen lustig.
00:16:51: Auch das zum Beispiel einen Supermarkt, eine Supermarktkette hat ein internes Label so ein bisschen mit dem sie Verbraucher sagen wollte Das Produkt ist vielleicht nachhaltig, dass weniger nachhaltigt.
00:17:01: und jetzt kommt diese M-Code her und sagt okay was sind die wissenschaftlichen Kriterien?
00:17:05: Nachdem ihr das einordnet und die fallen eigentlich sofort um und sagen wir haben kann dann nehmen wir das label zurück.
00:17:11: da muss sich total an diese Bio Label der Supermarktketten denken, also alle die Eigenmarken bio Dings.
00:17:21: Wo ich überdenke was dahinter?
00:17:23: Also es gibt Bioland Demeter wo halt wirklich eine Prüfungsstand findet, wo ich dann sagen kann ist das eingehalten ja oder nein.
00:17:31: So dann ist das Produkt teurer weil diese Zertifizierung halt so teuer sind und die Tiere besser sind.
00:17:36: aber einfach ein Produkt zu nehmen und bio draufzuschreiben weil am Ende Mehr ist es für mich als Verbraucher nicht.
00:17:43: Ich kann nicht sehen, liebt dieses Tier jetzt besser?
00:17:46: Was für Bio-Standards sollen denn das jetzt sein?
00:17:48: Keine Ahnung!
00:17:49: Steht einfach bio drauf.
00:17:52: Ist ja auch für uns... Konsumenten, das sind wir ja alle irgendwie.
00:17:55: Wir gehen da in den Supermarkt und brauchen gewisse Produkte.
00:17:58: Es gibt natürlich auch Apps mit denen man das jetzt scannen kann und so.
00:18:02: Das nutze ich auch manchmal aber ich habe weder immer Zeit noch Lust.
00:18:05: mir dass also die Recherche, dass sie bei mir liegt.
00:18:07: deswegen ist es ja richtig vom Gesetzgeber zu sagen Verbraucher müssen geschützt werden.
00:18:12: Auch regional versteht manchmal jemand, dass es einfach aus einer Region kommt.
00:18:16: Ich denke als Verbrauchers kommt aus der Region, in der ich gerade stehe und dieses Produkt kaufe.
00:18:32: Das geht natürlich so nicht.
00:18:35: Regional aus Ghana!
00:18:37: Ja, das ist... Das ist natürlich richtig uns zu schützen, finde ich.
00:18:43: Und das andere, weil du zum Beispiel gar nicht angesprochen hast, ist natürlich das Lieferketten-Sorgweizpflichtengesetz mit diesem schönen sehr langen Namen, kurz LKSG, dass es in Deutschland immer noch gibt.
00:18:54: die Bundesregierung hatte ja auch sehr voll und ich gesagt, dass sie abgeschafft wird.
00:18:57: Es ist nicht abgeschauft.
00:18:59: Die BAFA des Bundesamts für Ausfuhr müsste nochmal nachgucken, wofür es genau steht was dafür auf jeden Fall verantwortlich Arbeitet daran, schickt Briefe raus in Beschwerden entgegen.
00:19:11: Also eben zum Beispiel Arbeiter.
00:19:13: eine Gewerkschaft in Ghana könnte sagen seit Jahren werden die Arbeiter hier nicht richtig bezahlt unter anderem ist das die Firma XY in Deutschland und kann dann eine Beschwerde einlegen.
00:19:23: Und dann muss das BAFA ermitteln und würde auch dieses Unternehmen dazu befragen und sagen was habt ihr dazu zu sagen?
00:19:30: Wie stellt sich das für euch da?
00:19:32: also dass es sehr Spannend dann für Unternehmen, die dann oft sagen müssen gar nicht.
00:19:38: Wir müssen erst mal gucken wer ist überhaupt dieser Zulieferer?
00:19:43: Haben wir eine Beziehung zu dem?
00:19:45: oder ist das vielleicht?
00:19:46: nur ist da nochmal jemand dazwischen geschaltet?
00:19:48: aber da gilt schon länger eigentlich nicht mehr dieses.
00:19:52: Das haben wir nicht gewusst.
00:19:53: dass so weit weg in unserer Lieferkette kann ich nicht zu sagen.
00:19:57: Das sind schon auch spannende Entwicklungen, wo man sagt ja hier ist er die fällt weg.
00:20:01: also auch nochmal zu deiner Frage eben ob ich das merke dass Budgets wegfallen.
00:20:06: Die Budgets sind immer knapp in diesem Bereich.
00:20:07: es gab kaum Budgets würde ich sagen.
00:20:09: das kenne ich gar nicht anders.
00:20:12: von daher hat sich nicht außer diesem kurzen nach oben mal Spike nicht viel geändert in dieser Branche eigentlich.
00:20:19: aber diese Transparenzpflicht, glaube ich die von Banken, Investoren kommen teilweise eben aus einer Öffentlichkeit von Konsumenten.
00:20:30: Aber das finde ich fast noch die Schwächste.
00:20:32: der Druck, der von NGOs kommt zu sagen wir möchten es nicht mehr akzeptieren.
00:20:38: Diese Strukturen, die ja also das Wehrprodukte nutzen und unser wirtschaftlicher Wohlstand auf der Ausbeutung anderer Menschen beruht versuchen mal meinen Kindern zu sagen wenn sie dann sagen das war so billig dass sich dann sage zahlt aber jemand anders den Preis, wenn du ihn nicht bezahlst.
00:20:53: Und das ist natürlich jetzt für Kinder auch ein bisschen schwer und viel verlangt zu verstehen wie die globale Lieferketten funktionieren.
00:21:01: Aber letzten Endes finde ich tragen wir eine Verantwortung unter Unternehmen eigentlich erst recht.
00:21:07: Aber da würde ich sagen wären sich noch viele diese Verantwortung annehmen zu wollen.
00:21:14: Da geht mir unser neoliberales, marktwirtschaftliches System auch einfach so dermaßen gegen den Strich muss ich sagen.
00:21:24: Also dieses Ausbeute um jeden Preis... also ich glaube mein erster Punkt war als ich dem Begriff geplante Obstolestenz gelernt habe.
00:21:37: da war so okay die Menschheit ist Geschichte.
00:21:41: Was ist das?
00:21:42: Geplante Obsoleszenz, wenn wir Dinge produzieren mit einem Haltbarkeitsdatum.
00:21:47: der Drucker, der nach zwei Jahren kurz nach der Garantie kaputt geht damit du neuen haust.
00:21:51: Alles was
00:21:51: genau nach der garanti in den nächsten Wochen schon kaputtgeht
00:21:55: oder einfach Produkte die schnell kaputt gehen.
00:21:58: und es ist tatsächlich so.
00:22:00: man denkt dass es so ist.
00:22:02: Das ist so.
00:22:03: Also, das fängt mit ganz kleinen Dingen an und ich finde es ganz kritisch weil wir gerade Kinder hatten dass wir das den Kindern so beibringen.
00:22:09: die nehmen eine Zeitschrift im Regal.
00:22:12: da ist dann ein Miniradio aus Plastik drin das zwei Tage hält.
00:22:17: Meine Tochter hat das einmal von ihrer Oma geschenkt bekommen und das war für mich ein super Anlass mit ihr mal zu besprechen warum ich ihr lieber ein teures Radio kaufe als zehn von diesem Scheiß.
00:22:27: und
00:22:28: da muss man ja auch wirklich sagen kleine Kinder kriegen meistens den größten Mist Als ob sie so angelernt werden sollen, bitte kauf doch den Kindern schon mal den Mist.
00:22:37: Damit die das wissen wie sich das anfühlt und was man mit dem machen kann damit die später auch den Mist kaufen.
00:22:45: aber
00:22:45: es geht darum immer mehr zu haben.
00:22:48: Das Ding ist nach zwei Tagen Kamput, dann willst du Neues.
00:22:50: Beim nächsten Mal ist das Radio Pink oder Rössler?
00:22:53: Oder als Kitzert also so.
00:22:55: Textilindustrie ist da natürlich auch ganz, ganz stark und da gibt es... Da weiß ich jetzt gerade noch aus Frankreich aber es wird ja auch dann europäische Regelungen geben dass Textilunternehmen gezwungen sind Also das was sie auf den Markt werfen für die Entsorgung dann auch wieder weil sie werfen wir einfach ohne Ende Billigklamotten Auf dem Markt und dann kommt das nächste.
00:23:17: Ich glaube, die haben, weiß ich nicht, vierundzwanzig Kollektionen im Jahr wahrscheinlich noch mehr.
00:23:22: Und jetzt sind sie aber gezwungen dann oder werden demnächst gezwogen sein?
00:23:29: Zurücknahme und das zu entsorgen.
00:23:31: Das heißt, die haben natürlich jetzt einen viel größeren Anreiz dadurch zu sagen, Moment mal was verkaufen wir eigentlich wirklich?
00:23:37: Also stellen wir vielleicht auch nur das her, nun kleinen Überschuss weil für den müssen wir nachher wieder teuer... Die müssen wir toll die Entsorgung bezahlen und da sind finde ich sinnvolle.
00:23:47: bei allen Schimpfen über Regulierung und Bürokratie finde ich sehr sinnvoller Sachen zu sagen der Markt hat es ja anscheinend nicht geregelt, zumindest nicht wenn ich Umwäldung Planetare grenzen mit einbeziehe.
00:24:00: Weil irgendjemand muss ja die Kosten für die Entsorgung dieser Textilien tragen und das müssen ja die Unternehmen sein.
00:24:06: Und das kommt jetzt zumindest etwas mehr, dass Unternehmen mehr in die Verantwortung gezogen werden zu sagen du kannst es nicht einfach auf den Markt werfen und dich dann nicht mehr darum kümmern was mit der Entsorgerung beispielsweise passiert.
00:24:20: Vielleicht zwei Punkte als zum einen wissen wir heute schon dass diese Hersteller von Fast Fashion das auch einfach verbrennen, was sie nicht verkaufen.
00:24:30: Also so wie Sie mit Rücknahme und Entsorgung umgehen.
00:24:36: Aber ich finde es total wichtig, das als ersten Schritt uns als ersten Weg zu sehen nämlich genau dahin zu kommen, dass Unternehmen über Regulierungen die Pflicht genommen werden.
00:24:48: Ich kann diese Diskussion nicht mehr hören, dass wir das als Verbraucher in der Hand haben.
00:24:52: So, nee haben wir nicht.
00:24:54: Also wenn ich entscheide das Nicht zu kaufen und von mir ist auch meine Bubble entscheidet das nicht zu kaufen dann ändert das nichts am System.
00:25:02: Selbst wenn jetzt drei Millionen Menschen entscheiden es nicht zu tun ändert dass nichts am system.
00:25:06: die Änderung kann immer nur durch Regulierung stattfinden weil einfach Das System mittlerweile so globalisiert ist.
00:25:15: so wenn sie es nicht an uns verkaufen dann verkaufen Sie's halt demnächst an Frauen und Kinder in Bangladesch, die wenig verdienen.
00:25:23: Die können diese Billigmutter sich aber leisten, die im nächsten Armeland hergestellt wurde.
00:25:28: Also wir spielen quasi dann ... Oder die Konzerne spielen arme Länder gegeneinander aus.
00:25:35: Es wurde zu schlechten Bedingungen in ... Keine Ahnung, Bangladesche.
00:25:39: In Bangladeschen hergestellt.
00:25:41: Dann verkaufe ich es an Frauen in Vietnam auch unter schlechten Bedingungen arbeiten.
00:25:44: Aber schon ein bisschen besser als die in Bangladej.
00:25:48: Ein gutes Beispiel
00:25:49: dafür, dass es Regulation von oben braucht ist für mich auch immer dieses im Land Fliegen.
00:25:53: Während die Flieger oftmals kaum Menschen beinhalten weil sich sehr viele schon entscheiden eben nichts im Land zu fliegen aber eben doch nicht alle.
00:26:02: und die Züge über Quellen von Menschen die eben gesagt haben ich flieg das nicht Ich fahre das mit dem Zug Und trotzdem fliegen die Fliga Die fliegen trotzdem, die fliegen auch mit zehn Leuten drin.
00:26:13: Sie müssen ja fliegen, haben wir ja gelernt über Corona weil sie sonst den Spot verlieren.
00:26:19: Und jetzt ist die Frage sitze ich mit drin?
00:26:22: Weil es fliegt ja eh oder nicht?
00:26:24: und die Frage, die ist dann richtig unfair also gerade in Menschen der sich für Nachhaltigkeit interessiert, der dann sagt naja Ich kann das vielleicht nicht mit der Bahn fahren, ich müsste's also mit dem Auto fahren Das Flugzeug hebt ab!
00:26:34: Ich fahre es mit einem Auto.
00:26:35: Wir haben doppelt CO-Zwei.
00:26:38: Nicht, dass ich das jetzt schön reden will.
00:26:39: Sondern es ist wirklich eine moralische Frage die ich mir öfter mal stelle.
00:26:42: Sitze ich lieber mit drin vielleicht kompensiere ich den Flug sogar noch hinterher oder nehme ichs Auto und dann habe ich doppelt CO-Zwei?
00:26:50: Eigentlich sollte es ja so sein, dass Ich als Konsument gar nicht mehr in der Lage bin zwischen gut und nachhaltig, dafür ein bisschen teuer.
00:26:57: Und halt schlecht und billig zu
00:26:59: entscheiden.".
00:27:00: Das ärgert mich.
00:27:01: Du hattest das eben Elena auch angesprochen.
00:27:03: Die Zertifizierung dann zum Beispiel für Agrarprodukte macht das Produkt teurer?
00:27:08: Ja aber sie macht es ja halt besser weil es ist ja dann oft wenn ich z.B.
00:27:11: Demeter als eine der strengsten Zertifikierungen in dem Bereich.
00:27:15: Es werden keine Pestizide eingesetzt.
00:27:17: Es kommen also auch keine Pästizide in meinen Körper.
00:27:19: Es kommt nicht im Wasser, Boden oder Luft.
00:27:25: für ihre Bezahlung mit eingepreist.
00:27:27: Das heißt, das wird alles mit eingepreist während dann das billige konventionelle Produkt sozusagen den Preis ja jemand anderen bezahlen lässt.
00:27:36: Da gibt es ja dann Pestizideinsatz.
00:27:38: Die Pestizee betreffen uns ja alle die bleiben ja nicht auf diesem einen Feld oder so.
00:27:44: oder Nitrat beispielsweise wenn ich Kühe, Fleisch denke.
00:27:49: Das zahlen wir ja dann alle mit, dass das wieder in unser Grundwasser gelangt und das finde ich einfach so schwierig immer, dass sich für mein gutes nachhaltiges Gewissen so viel mehr Geld ausgeben muss.
00:28:00: Es sollte eigentlich anders vorm Sein.
00:28:02: der Schlechte, da sollte eine Steuer sozusagen dran sein damit es teurer ist Und diejenigen, die sich so verhalten dass wir halt zum Beispiel wieder in diese planetaren Grenzen hineinkommen und sie nicht immer weiter nach außen pushen.
00:28:18: Die sollten halt dann ja begünstigt werden.
00:28:21: aber leider macht unsere Politik das nicht.
00:28:24: Das kann ich aus Fliegen genauso ausweiten.
00:28:26: Flug Kerosin wird subventioniert während die Bahn Ökosteuer zahlt für den Strom den Sie verbraucht.
00:28:32: also Das ist halt
00:28:34: nicht in die Infrastruktur investiert, was wir eigentlich bräuchten.
00:28:37: Und das ist für uns Konsumenten schwierig.
00:28:39: ich finde aber für Unternehmen da kommt es auch sehr oft und da muss sich häufiger daran denken wie man dass ob das noch möglich ist es auch anders zu kommunizieren weil ich glaube wir haben so oft in unserer Gesellschaft dieses.
00:28:52: also entweder geht es uns wirtschaftlich gut und dem Unternehmen wirtschaftliche gut oder ich kümmere mich um die Umwelt die irgendwie so da ist und anscheinend schützenswert ist Und das ist ja eigentlich Quatsch irgendwie.
00:29:03: Also es ist nicht die Umwelt, dass Klima, dass wir schützen müssen für irgendwen.
00:29:07: Wir machen das für uns und darauf zu warten, dass irgendwann ein Punkt kommt wo man sagt oh jetzt gibt's uns wirtschaftlich aber so gut Jetzt können doch mal bisschen was für die Umwelt machen der wird ja erstens nie kommen weil Unternehmen immer sagen Es ist noch nicht genug wir müssen noch mehr Gewinnen machen und zweitens haben sie wenig Anreiz das zu tun fällt mir nach all den langen Jahren, die ich in dieser Arbeit bin auch nichts anderes ein, zu sagen es geht anscheinend nur über die Regulierung.
00:29:36: Es geht über eine freiwillige Sache anscheint nicht also wird das nicht schnell genug gehen.
00:29:43: wir alle wissen ja wie furchtbar wir schon beim Klimawandel sozusagen versagt haben.
00:29:49: bisher und eigentlich auch unsere Bundesregierung war ja schon fast wenn's nicht so traurig gewesen wäre Lustig zu sehen, sie setzen sich ein verändertes Heizungsgesetz wieder.
00:30:00: Der Heizungskäler ist jetzt wieder Privatsache hat glaube ich entsparen gesagt und drei Tage später bericht dieser Krieg aus Und die Ölpreise gehen seitdem in die Höhe und auch da habe ich manchmal das Gefühl dass es nochmal dieses Wer verdient denn?
00:30:17: Also es verdienen ja Leute daran an diesen hohen Preisen und wir müssen's wieder bezahlen.
00:30:22: Und wir zahlen dann natürlich noch für den ökologischen Schaden, den das mit sich bringt.
00:30:26: und die Claudia Kämpfert einer Professorin in der Leuphana und ich glaube beim Deutschen Institut für Wirtschaft sagt auch, dass ist vielleicht nochmal so.
00:30:35: dieses letzte Aufbäumen dieser fossilen Lobby dieser fossile Männer gibt er von Christian Stöcker Das Buch Männer Die die Welt verbrennen da nochmal das letzte Tröpfchen buchstäblich rauszuholen und den letzten Euro oder Dollar, weil selbst Öländer wissen dass das ja irgendwann eine Grenze hat.
00:30:54: Und nicht kein Öl mehr entweder gefördert werden kann oder es keiner mehr möchte.
00:30:58: aber Ja, dass wir dann noch so lange aushalten müssen sozusagen bis diese Männer anscheinend genug verdient haben.
00:31:07: Das ist wohl leider gerade so der Fall.
00:31:09: Ja, das ist ne Denke die mir auch einfach in den Kopf will.
00:31:13: Also ich verstehe, dafür habe ich BWL studiert.
00:31:16: also ich versteh dieses neoliberale System.
00:31:19: wir brauchen immer Wachstum.
00:31:21: ohne Wachstem geht es nicht dann bricht quasi alles zusammen.
00:31:23: Also Ironie für die...
00:31:26: Danke das ist da zu sein!
00:31:28: So ohne geht's nicht und wir müssen immer mehr produzieren und es muss immer jemand geben der das kauft.
00:31:33: ansonsten bricht das ganze System zusammen.
00:31:36: Aber gleichzeitig zu sehen, so geht es nicht weiter.
00:31:40: Wir sehen die Einschläge und das Ahrtal in Hamburg haben wir so viel Starkregen wie die letzten zehn Jahre nicht.
00:31:48: Das Klima verändert sich, ob wir das wollen oder nicht.
00:31:51: Und ob wir jetzt Wärmepumpen einbauen oder nicht?
00:31:54: Was ich einfach nicht verstehe und sehe ist, ob diese Menschen keine Kinder- und Enkelkinder haben.
00:32:03: Also zu sagen, es ist mir total egal beziehungsweise die sind ja nicht dumm.
00:32:07: Die wissen doch das passiert.
00:32:09: Es gibt da draußen den Menschen denen traue ich zu dass sie diesen ganzen Schwurbland glauben aber das tue ich bei denen nicht.
00:32:17: also die wissen das wissenschaftlich.
00:32:20: Wir haben auch ein Unternehmen.
00:32:21: keiner begegnet bisher der sagt wir sind menschenrechte egal wie isst Stehen morgen auf und überlegt mir, wen kann ich heute noch ausbeuten?
00:32:28: Die gibt es ja nicht.
00:32:29: Aber dann hat man halt all diese Zwänge dass sie sagen also ich habe mich viel mit Nachhaltigkeitsbeauftragten zu tun oder wenn ein Unternehmen nicht mein Nachhaltigkeitsteam hat sind das Leute im Einkauf, die ja eigentlich ganz andere Aufgaben haben.
00:32:43: Die das jetzt irgendwie so damit rein?
00:32:45: Aber die nicht wirklich von oben die Vorgabe haben, dass ist uns wichtig.
00:32:49: Dabei sieht man, wir haben schon viel über Agrarlieferketten gesprochen da ja ganz deutlich.
00:32:54: Da wird keiner im Kaffee und Kakao dir noch sagen, Klimawandel haben wir nichts mit zu tun.
00:33:00: Die bauen auch schon einen Zulück an Lösungen.
00:33:02: Die wissen es auch.
00:33:03: Die Kaffeepreise explodieren, die Kakaopreise und zum Luxus gut.
00:33:09: Und es kann uns auch irgendwann passieren, dass es diese Produkte... Ich glaube bei Kaffee ist das so, dass hauptsächlich alles von der Arabikabone abhängt und dem Kaffees.
00:33:18: wenn da eine invasive Art kommt und das ist dann nicht mehr zu schützen im Grunde genommen.
00:33:23: Also, das müssen wir uns gut überleben ohne den Kaffee.
00:33:26: Manche schwer nur!
00:33:27: Aber das ist natürlich so ein Produkt wo man sagt... Oh, das würde ich aber wirklich.
00:33:33: Das würde ich.
00:33:33: Aber das kann man ja viel weiterdenken auch für andere Lebensmittel.
00:33:37: Und spannend fand ich vor ein paar Wochen der Kampf von der britischen Regierung dem Geheimdienst ein Papier raus.
00:33:44: Ich glaube nicht dass das wirklich geliegt war dass Biodiversitätsverlust zum Beispiel als eine Gefahr für die nationale Sicherheit dargestellt hat und gesagt hat, wenn wir uns nicht mehr ernähren können dann haben wir ja ein Problem.
00:33:58: Und wir haben gerade diese Geopolitik wo anscheinend es jetzt eher so wird das man für sich selbst kämpft und viele Länder Deutschland auch.
00:34:06: Wir können uns nicht selbst ernähre.
00:34:08: Wir importieren sehr vieles.
00:34:09: also wir könnten es nicht von heute auf morgen.
00:34:12: Und das sind natürlich alles Entwicklungen, die wir ja auch mit bedenken müssen.
00:34:15: Dass wir einmal diese Beziehungen natürlich weiter pflegen sollten aber diese Lieferketten, dass sich in meiner Arbeit sehr stark schon jetzt einfach davon eingenommen und Die Frage ist ja immer so ein bisschen.
00:34:29: dann auch wenn wir zum Beispiel über Menschenrechte sprechen mit Unternehmen und das LKSG ist ja der zentrale Punkt im Menschenrechte auch Umweltrisiken, aber hauptsächlich geht es um Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen.
00:34:43: Das Unternehmen dann denken so ein bisschen wie verkaufe ich das denn jetzt?
00:34:47: Wie du sagst dass ich muss ja Gewinn machen was was ist der Gewinn wenn nicht für Menschenrechten bei meinen Lieferanten einsetzen?
00:34:54: und da gab es eine spannende Untersuchung vom UNDP zu sagen Es gibt Kosten, wenn ich mich dafür einsetze.
00:35:02: Ja, dass sich also die Menschenrechtssituation eventuell bei Lieferanten verbessern möchte und bessere Arbeitsbedingungen schaffe.
00:35:09: aber es gibt auch unternehmerische Gewinne sozusagen.
00:35:13: Also ich habe dann zum Beispiel Menschen, die einen festen Arbeitsvertrag haben, die sich darauf verlassen können, dass sie dort lange angestellt sind, die fair bezahlt werden, ihre Kinder zur Schule schicken können, eine Grundversorgung, eine Krankenversicherung beispielsweise haben.
00:35:29: Also das sind ja alles Dinge, die wir erstens genießen in den meisten Fällen und zweitens auch dazu führen dass du diese Arbeitskraft ja auch erhältst.
00:35:37: Das heißt also du hast dann nicht einen Streik oder vielleicht auch nicht bei nächster Gelegenheit sind die Leute auf dem Nebenfeld irgendwie sondern du hast ja dann auch sozusagen ein Gewinn, ein Produktivitätsgewinn Und du hast vor allem eine bessere Beziehung wahrscheinlich zu diesem Differanten.
00:35:59: Ganz interessant, ich habe jetzt zum Beispiel so ein Biodiversitätscheck entwickelt und fragt dann erst mal was sind eigentlich eure Rohstoffe?
00:36:06: Und welche Lieferanten.
00:36:07: Das ist ganz oft bei großen Firmen die Nachhaltigkeitsleute, das mag man denen ja auch verzeihen, dass gar nicht so im Detail wissen sondern da muss man sich erstmal auf die Suche begeben und dann muss man aber auch zum Beispiel fragen aus welchen Regionen bezieht ihr diese Rohstoffe eigentlich.
00:36:25: Und auch da muss dann oft wieder geguckt werden, man weiß es gar nicht und dadurch dass man aber eben jetzt bessere Beziehungen hat du weißt vielleicht wo die Lieferanten sind in welchem Land welche Situation dort herrscht ob es eine Zertifizierung gibt.
00:36:37: in dem Unternehmen hast Du selber ja auch schon mal viel mehr Wissen darüber und das spricht man eben von dieser Operational Efficiency, dass Du also auf Deine Lieferanden viel besser sozusagen managed als zu sagen Wir kaufen das irgendwo her, und es kommt jedes Mal an.
00:36:53: Es wird schon
00:36:54: passen.".
00:36:55: Und da bin ich oft überrascht wie blind Unternehmen teilweise einkaufen.
00:37:00: Das finde ich schon erstaunlich!
00:37:02: Ja, ich finde, dass ist ja oft diese kognitive Dissondanz.
00:37:05: Wenn ich's nicht weiß, dann muss ich mich damit nicht beschäftigen.
00:37:08: Dann kann ich sagen, hab' ich nicht gewusst.
00:37:10: Weil sonst muss ich sich damit auseinandersetzen, dass ich eben auf Menschenrechte kein Wert lege.
00:37:17: muss ich ja quasi für mich damit auseinandersetzen, dass ich weiß okay dafür werden jetzt Menschen ausgebeutet.
00:37:24: Wie kann ich eigentlich das mit meinem moralischen Kompass vereinbaren?
00:37:27: Und wenn ich einfach sage Das wusste ich nicht.
00:37:30: Das habe ich nicht geprüft.
00:37:31: Ich dachte das läuft schon.
00:37:34: oder der Regulierung vereinbaren.
00:37:36: Also, der moralische Kompass muss gar nicht so stark bei einer Einzelperson sein.
00:37:39: aber die Regulierung ist zum Glück durch das LKSG.
00:37:42: es wird auf europäischer Ebene ein Lieferkettengesetz geben.
00:37:46: Es gibt andere Gesetze.
00:37:47: es gibt in den UK dem Modern Slavery Act beispielsweise.
00:37:50: es wird in der EU ab twenty sieben zwanzig die EU-Force Labor Regulation geben Die also alle sagen du musst prüfen in deinen Lieferketten und das ist ja auch das spannende und schwierige für Unternehmen sondern auch bei denen, die dahinter vielleicht sind.
00:38:05: Daneben noch irgendwo sind was ausgelagert ist als du musst dich bemühen darüber Kenntnis zu erlangen.
00:38:12: und das ist natürlich etwas wo Unternehmen sagen Puh, das hatten wir eigentlich nicht vor.
00:38:19: Nicht so gerne.
00:38:20: und da gab es ein spannendes Urteil jetzt im Januar auch in UK.
00:38:25: Das ist der Dyson-Fall sozusagen also die viermal Dyson.
00:38:29: Da gab es Vorwürfe dass ich glaube es war nicht mal ein direkter Lieferant sondern nochmal danach gelagert.
00:38:36: Ich glaube Löhne nicht gezahlt wurden.
00:38:38: Und die haben auch erst einmal gesagt wissen wir nicht kennen wir nicht, haben nichts mit zu tun.
00:38:43: Aber das Gericht hat entschieden dieses Unwissen sozusagen, also das Unternehmen wollte ja auch nichts wissen, schützt dann nicht vor der Strafe und die mussten sind verurteilt worden, müssen Löhne nachgezahlt werden und ein Urteil was in meiner Branche beobachtet wird
00:39:01: sozusagen.".
00:39:03: Also diese Ausrede ist halt auch so abstrus, weil die gilt doch für mich nicht.
00:39:07: Wenn ich irgendwo falsch sparke und sage, ich habe das Schild nicht gesehen, dann muss sich trotzdem fürs Falschparken zahlen oder wenn ich meine Steuern nicht zahle, weil ich gar nicht wusste dass ich Steuersaal muss, dann entbindet mich das ja nicht trotzdem von der Steuerzahlung und der Strafe, weil das Finanzamt dann sagt so jetzt kann sicher jeder raus reden also bei den kleinen im Kleinen lassen wir es nicht gelten.
00:39:31: Also da wissen wir quasi ja, Dummheit schützt vor Strafen nicht heißt es ja.
00:39:35: So bei den Großen aber schon ist doch absurd!
00:39:40: Nein ich würde nur sagen das ist schon für die Unternehmen.
00:39:42: also wenn ich anfange mit denen zu arbeiten das sind schon eine Menge Dinge die auf sie einrasseln sage ich mal und dieses Thema Nachhaltigkeit ist ja auch eins.
00:39:50: dann gibt es vielleicht noch das andere Thema wie man sagt Datenschutz KI.
00:39:53: was machen wir?
00:39:55: Da sind ja auch wirklich viele viele Themen.
00:39:58: Deswegen kann ich nur dazu appellieren, auch wer sieht davon überfordert fühlt irgendwie mit diesem Tool.
00:40:03: Wir nennen das Wesentlichkeitsanalyse anzufangen oder eine Methode ist es eigentlich erst mal zu gucken welche negativen Auswirkungen hat mein Geschäftsmodell auf Mensch und Umwelt?
00:40:13: Und wo sind Risiken die sich daraus für mich ergeben?
00:40:17: also Klima Biodiversität haben wir ja zum Beispiel beispielsweise schon genannt.
00:40:20: aber wenn ich im Logistikbereich bin wird sich das auswirken.
00:40:24: Und da erstmal anzufangen zu gucken, was sind die größten eigentlich?
00:40:28: Die größten Hebel und diese risikobasierte Ansätze, indem viele Regulierungen ja ausgehen.
00:40:34: Gibt ihr auch die Möglichkeit zu sagen du hast vielleicht einen Rohstoff eben aus einem Risikoland beispielsweise oder im Risikosektor dann guckt dir das auch erst mal an und dann sind es vielleicht ja auch nur vier oder fünf Lieferanten mit denen ich mich erstmal befassen muss.
00:40:49: also deswegen finde Das hier wurde immer so gesagt, oh mein Gott das sind tausend Datenpunkte die ein Unternehmen jetzt liefern muss.
00:40:57: Das stimmt ja gar nicht!
00:40:58: Du hast ja als Unternehmen die Möglichkeit über diese Wesentlichkeitsanalyse zu sagen, da sind die wesentlichen Dinge und Themen, die meinen Unternehmen angehen und um die kümmere ich mich jetzt auch.
00:41:09: Da sollte man dann auch tun und das andere stelle ich erst mal zurück sozusagen von daher... Ja es ist eine Menge aber man darf Prioritäten setzen erst mal.
00:41:21: Ja, ich finde es schön, dass du so positiv bist.
00:41:23: Ich merke, ich bin einfach sehr wütend aus Gründen gerade.
00:41:29: Bin da aber ganz bei dir so.
00:41:30: Es braucht halt eigentlich die kleinen Schritte und wir sehen's bei uns im Unternehmen.
00:41:35: Anja, sag nochmal kurz, wonach sind wir zertifiziert?
00:41:38: CSE ist eine Berichtserstattungswesen.
00:41:41: das machen wir auch.
00:41:42: also Wir sind CSE-Zertifiziert und unsere Berater sind ESG größtenteils.
00:41:49: Das stimmt.
00:41:52: Wir merken schon, wir sind jetzt in einer Branche, die nicht wirklich ... Nachhaltigkeit spielt ja, wie wir gerade wieder gehört haben auf der Tagung keine Rolle mehr.
00:42:02: Leider nicht.
00:42:02: Es
00:42:03: wird auch belächelt wenn man das sagt.
00:42:06: Ja also nachhaltigkeit ist in der Versicherung und in der Geldanlage.
00:42:09: Das will keiner mehr.
00:42:10: alle wollen Rüstung und KI Aber am Ende gibt es Studien, die genau das widerlegen.
00:42:15: Also die Kunden hätten's gerne... Die Kunden kaufen sie nicht.
00:42:18: Ja warum kaufen Sie die Kunden nicht?
00:42:20: Weil es ihnen keiner anbietet.
00:42:22: Sondern weil quasi der Berater dann sagt ach nee und immer noch wie du es vorhin auch gesagt hast, die Punkte mit Dann ist die Performance schlechter Das Unternehmensergebnis, dass kostet alles.
00:42:34: Nachhaltigkeit geht immer zu Lasten der Rendite Und das sind halt alles Mythen, die sich wirklich gut wieder legen lassen.
00:42:41: Und wir merken immer mehr, trotz dessen dass wir nicht wirklich viel... Also eigentlich gar keine Werbung schalten.
00:42:48: Dass immer mehr Kundinnen zu uns kommen mit genau den Punkten.
00:42:52: also Nachhaltigkeit.
00:42:53: und ich hatte letztens sogar ein Gespräch wegen der Siegel wo ich auch dachte wow okay total gut
00:43:02: weil diese Sieger eben beweisen man kann ja von sich immer schnell sagen Ja, wir sind CO²-neutral.
00:43:09: Aber im Prinzip haben sie vielleicht dann doch nur die Autos CO² neutral gemacht.
00:43:14: Man kann das ja alles sehr schnell behaupten aber diese Siegel prüfen eben für uns.
00:43:17: natürlich ist es teuer
00:43:20: und ich glaube dass sich darüber dann auch quasi Gleichgesundte finden.
00:43:25: Also ich glaube, wenn jetzt ein Logistikunternehmen sich auf das Thema Nachhaltigkeit fokussiert und da wirklich was tut an den relevanten Punkten.
00:43:32: Dass dann Unternehmen kommen die sagen hey wir sind auch ein nachhaltiges Problem und produzieren Kleidung und wollen jetzt also unsere Lieferkette nach hinten raus aber wollen quasi unsere Produkte auch CO-neutral oder nachhaltig in die Geschäfte zum Kunden bringen so dann beauftragen wie euch auch wenn es ein bisschen teurer ist.
00:43:48: Ich glaube dass noch das hatten wir auf der Tagung auch ist eine Nischenachhaltigkeit ja oder nein?
00:43:55: Es ist noch eine Nische, aber ich glaube die Nische wird halt größer.
00:43:59: Sobald mehr mitziehen, wird es dann irgendwann hoffentlich zum Mainstream.
00:44:05: Ich glaube auch wenn ich diese Hoffnung nicht hätte, könnte ich das nicht mehr machen?
00:44:07: Dann wäre's das!
00:44:09: Aber ja also am Ende ist es gerade noch... Eine Nische derer, die Überzeugungstäter sind.
00:44:15: So nennen wir es immer.
00:44:16: Also wer Nachhaltigkeit ernst nimmt macht das jetzt auch noch und wer das so als Greenwashing genutzt hat zumindest in unserer Branche.
00:44:23: Der tut's halt eben nicht mehr weil er sagt nachhaltig ist tot.
00:44:26: aber der Punkt wo ich meine Kunde mahule ist na aber das Thema ist doch nicht vorbei.
00:44:30: Wir brauchen doch trotzdem in dreißigundfünfzig Jahren noch eine Erde auf der wir leben können also auch wenn das Thema gerade im Mainstream nicht vorne gesehen wird weil wir Kriege haben Ist doch Klimaschutz weiterhin wichtig?
00:44:42: Also es geht doch
00:44:43: nicht ohne.
00:44:43: Warum haben wir diese Kriege, also warum greift Putin die Ukraine an?
00:44:49: Es geht um Öl und Gas.
00:44:52: Diese Kriege gibt das ja nur weil wir alle so abhängig sind und wir können nichts sagen, weil wir uns leider vor dreißig Jahren nicht... auf den Weg gemacht haben und gesagt haben, wir sind dann bis zum zwanzig vielleicht nicht mehr abhängig vom Fossilien sondern wir sind sozusagen Energierungen riechen.
00:45:06: Wir haben eine Industrie aber die ist immer noch abhängiger davon und das meinte ich eben damit dass unsere Regierung in der einen Woche diesen Weg wählt und das fossile stärkt und dann bricht dieser Krieg aus.
00:45:17: Wir stehen eigentlich da und denken, das kann doch nicht sein.
00:45:20: Und ich bin froh um unser E-Auto irgendwie und denke, ich muss mir jetzt keine Gedanken machen, warum es um acht schnell zu Tankstände zu fahren?
00:45:25: Weil da ist es vielleicht noch günstiger oder abends um acht oder so.
00:45:29: Das ist ja verrückt eigentlich.
00:45:31: aber Ich glaube dass das Thema und vielleicht bei meiner Branche ist es ja auch seit Jahren nennen wir's eigentlich nach Nachhaltigkeit Ist GSI tot oder steht es gerade auf oder was auch immer oder so, das ist ja immer die Diskussion.
00:45:44: Ich bin gerade wirklich überrascht davon, dass doch die anderen Regulierungen und selbst China hat Nachhaltigkeitsstandards.
00:45:52: Sie sind freiwillig für Unternehmen, nicht auch viele Staatsunternehmen.
00:45:55: aber selbst China macht sich ja auf den Weg und weiß sie bauen noch Polikraftwerke, aber weiß die Zukunft liegt da nicht.
00:46:02: das haben die schon auferstanden und die tun das auch nicht weil sie so ein großes grünes Herz haben sondern weil sie wissen wo der Markt hingehen wird.
00:46:09: und das glaube ich hält mich auch noch so ein bisschen bei der Stange.
00:46:12: ich hatte mir es auch anders gewünscht lieber viel früher natürlich, dass wir nicht jetzt vor diesen Problemen stehen die wir schon haben und das Artenausterben, die wir noch nicht mal entdeckt hatten sozusagen irgendwie.
00:46:23: Das wird es gar nicht mitbekommen.
00:46:26: dieser Druck.
00:46:26: aber auch deswegen finde ich es auch spannend, dass so eine vermeintlich kleine Richtlinie vielleicht wie oder Direktiv ist es, glaube ich die Empowering Consumer Directive.
00:46:38: Und dadurch wird das Gesetzesumladeren Wettbewerbs in Deutschland geändert da es zu finden wer das nachlesen möchte jetzt doch diesen und gerade finde ich die Spreu vom Weizentrend dass viele Unternehmen sagen oh je minni wir nehmen erst mal alles an nachhaltiger Kommunikation sozusagen runter und raus von den Produkten und gucken erstmal in Ruhe mit unseren Anwälten.
00:46:59: was dürfen wir noch sagen?
00:47:00: Was bleibt noch übrig.
00:47:02: bei vielem bleibt wahrscheinlich nicht viel übrig, aber das freut mich ja dann umso mehr dass diejenigen, die ernsthaft daran gearbeitet haben und diese Siegel und daran sozusagen festhalten und durchhalten.
00:47:13: Die teureren Preise sich dafür auch immer rechtfertigen müssen.
00:47:17: Warum sie so viel teurer sind?
00:47:19: Die dürfen sich darauf schreiben!
00:47:21: Und die kann der Verbraucher dann auch ganz in Ruhe kaufen.
00:47:23: und die anderen sieht er dann halt eben, die haben vielleicht eine grüne Farbe irgendwo drauf oder so und da steht was... nachhaltig biologisch ist oder so.
00:47:33: Aber das dürfen sie eigentlich nicht mehr verwenden.
00:47:36: und das finde ich gerade ganz schön zu sehen, dass diese etwas unscheinbare Regulierung dann auch ihren Einfluss hat.
00:47:44: Total um dieses ganze Greenwashing ein Stück weit ja auch zu beenden.
00:47:49: In unserer Branche hatten wir es schon da gab's ja auch Regulierungen und Gesetze sodass da viele quasi zurück rudern mussten und die, die halt jetzt noch nachhaltig sind.
00:48:03: Sind halt wirklich nachhaltige so und haben es quasi in der DNA.
00:48:08: Ja das ist glaubhafter automatisch weil sie diese Welle, diese Wellen wo keiner mehr mitgemacht hat mit dem Green Rushing oder auch sich Grünen anmalen wie auch immer man das nennen will.
00:48:17: ne?
00:48:17: Weil Sie die überstanden haben und noch da sind sieht man oh warte mal.
00:48:21: ich glaube dann Sind das Leute, die das wirklich machen?
00:48:24: Weil sie es machen wollen.
00:48:25: Die Überzeugung steht
00:48:26: da ja auch wirklich.
00:48:27: und natürlich sagen viele wenn man das Beispiel Patagonia bringt ist es schwierig.
00:48:32: Sie haben so einen hohen Einspruch.
00:48:33: Die können wir gar nicht erreichen.
00:48:34: aber auch dieses Unternehmen sagt genutzt bestimmte Begriffe nicht Und wir können dass nie.
00:48:39: also die hatten im letzten Bericht sehr viel darüber geschrieben über diese PFAS Das sind diese Ewigkeitschymikalien, die auf vielen Automaterialien drin sind Also Wasser abhalten usw.. Dass sie gesagt haben Wir können das einfach nicht schreiten, dass wir hundert Prozent PFAS frei sind.
00:48:54: Weil sie heißen ja nochmal Ewigkeitschemikalien in allen drin sind.
00:48:58: also wir werden es wahrscheinlich nie sein weil das unmöglich ist.
00:49:01: und ich finde die machen sich einfach wirklich wahnsinnig viel Gedanken.
00:49:05: und wenn ich die als Beispiel bringe bei Unternehmen dann kommt so der Obermusterschüler irgendwie da sind wir nicht.
00:49:11: aber wenn man nur einen kleinen Teil vielleicht mal versucht ehrlich anzugehen auch oft in der Arbeit, die ich mit Unternehmen mache.
00:49:20: Dass es erstmal alles eigentlich schlimmer wird wenn man irgendwas reinguckt sich damit befasst.
00:49:25: Es gibt zum Beispiel noch eine neue Verpackungsverordnung, die auf den Weg kommt wo Unternehmen jetzt auch teilen wir sie davor stehen noch gar nicht wissen wer ist eigentlich hier für welche Sache verantwortlich und woras besteht das Verpackungsmaterial eigentlich.
00:49:39: also wenn man da rein geht dann wird das erst mal kompliziert und schlimm aber das trotzdem wert ist.
00:49:46: und es freut mich einfach dann zu sehen, dass diese Unternehmen zumindest jetzt mal in diesem einen Fall unterstützt werden oder auch dann sagen naja wir haben sowieso immer schon auf Ökostrom gesetzt.
00:49:58: Oder aus Strom auch erneuerbaren Energien ganz viel Solar hier.
00:50:02: uns trifft jetzt zum Beispiel die Iran Krise nicht ganz so schlimm irgendwie, dass sie da ein bisschen dann auch die Vorteile sehen.
00:50:09: aber man muss schon sehr genau hingucken Helene ich kann die Frustration da auf jeden Fall verstehen Körnchen so ein bisschen zu finden.
00:50:17: Ja,
00:50:18: aber die kleinen Kirchen sind es ja am Ende, die den Strand ausmachen und das gilt auch für uns im privaten.
00:50:24: also Es wird niemand schaffen alles irgendwie auf alles zu verzichten schon gleich gar nicht mit Kindern Aber Anfänger zu machen dass er eigentlich auch genau Helene's primisse irgendwo anzufangen.
00:50:35: Und wie sagst du immer es braucht tausende?
00:50:37: Die einfach anfangen nicht einen der alles perfekt macht.
00:50:42: Und dann sind wir immer noch so gut.
00:50:44: Das hat letztens auch ein Podcast gesagt, wer sind die größten Feinde der Linken und der Grünen?
00:50:49: Die Linken oder die Grünen oder die größte Gegner?
00:50:52: Ja, wir suppen da so ein bisschen im eigenen Saft und hauen uns gegenseitig auf die Köppe weil wir jetzt gerade mal aus Versehen nicht gegendert haben oder so.
00:50:58: ja ja das stimmt das ist schon so.
00:51:00: Also wir moralisieren gerne, weil wir irgendwie doch gerne hätten dass es irgendwie perfekt ist statt eben genau zu sagen hey da ist jetzt jemand auf dem Weg.
00:51:08: Wir haben das auch diskutiert im Rahmen von Fonds.
00:51:12: Ist jetzt ein Fond?
00:51:14: nur nachhaltig der in Unternehmen investiert, die schon super sind?
00:51:18: Oder ist auch ein Vornachhaltiger in den Unternehmen investieren, die auf dem Weg sind.
00:51:21: Die in der Transitionen sind und sich bemühen aber noch nicht angekommen so also kann man trefflich drüber streiten finde ich und das darf auch jeder für sich entscheiden.
00:51:31: Jeder Anleger der sagt so nee ich möchte nur unternehmen die schon Super sind fein für mich gehören aber auch die dazu die auf den Weg sind die auch da quasi Unterstützung brauchen wenn sie es denn ernst meinen.
00:51:43: Ich denke auch so lange, dass er transparent ist wiederum.
00:51:47: Da kommt man ja dann wieder dazu.
00:51:49: aber ich finde auch bei den Geldanlagen ist es natürlich auch schwierig.
00:51:53: also ich glaube das ist sowieso ein Thema wenn du das als einzelner betrachte schon schwierig.
00:51:57: und wenn du dann auch noch sagst, ich habe da eigentlich einen Anspruch und möchte das auch in einer nachhaltigen Weise, dass sich nicht nochmal... ich hab ja einige Zeit in den USA gelebt und da gab's Bill McKippen und das große Divestment-Thema und Movement, das er gesagt hat Wechsel deinen Bank-Account, entzieh den großen dreckigen Banken dein Geld.
00:52:17: In den USA hat man zum Beispiel ganz viel diese College-Fans und auch die Retirement-Fanz irgendwie... Das bringt das hin, zumindest wenn es zu jemandem der versucht nachhaltiger zu sein.
00:52:28: Aber nicht diejenigen, denen die sagen uns ist egal, die im Grunde genommen die Öllobby immer noch weiter finanzieren.
00:52:34: also sozusagen dass Dei Westmund nimmt dein Geld und bring es zu denen dies zumindest probieren besser zu sein.
00:52:41: das finde ich zum Ja weil man ich habe ja auch mich Zeit und Lust tagelang damit zu befassen, ISG also die Force dann zu beobachten.
00:52:51: Eventuell für mich ist das auch so ein Thema wo ich sage dass ich vielleicht zweimal im Jahr irgendwie habe, da gucke ich da rein oder so und mache in irgendeinem Fall aber den Rest des Jahres möchte ich ja quasi bis zur Rente nicht davon wissen und dann hoffe ich, dass sozusagen genug da ist.
00:53:08: Ja total fein am Ende sind die... Die das machen und die sich täglich mit Beschäftigungen sind als Day-Trader unterwegs.
00:53:14: So, die brauchen da keine Beratung, die machen das schon selbst.
00:53:17: Aber genau um die breite Masse geht es ja.
00:53:19: Die sagt, ich muss hier irgendwas mit meinem Geld tun... ...und am besten tut mein Geld was für mich.
00:53:24: Arbeitet für mich!
00:53:25: Und wie kann denn das aussehen?
00:53:31: Hallo, hier ist Fabio aus dem Schnitt.
00:53:34: Kurzer Hinweis.
00:53:35: Bevor ihr eigentliche Aufnahme los ging lief das Mikro schon mit.
00:53:39: Dabei ist ein Gespräch über KI Social Media und Vertrauen in Algorithmen entstanden.
00:53:45: Eigentlich war das nicht für die Folge geplant, aber es war einfach zu spannend um es wegzulassen.
00:53:51: Danach geht's direkt weiter mit Katrin's Hintergrund.
00:53:55: Viel Spaß beim Off-Topic und der weiteren Folge!
00:54:08: Tschüss!
00:54:12: ob wir mehr dem Netzwerk vertrauen oder dem Algorithmus.
00:54:15: Und die letzten fünf Jahre, also die letzten Jahre war es so, dass es wirklich so war, dass man eher vertraut wenn jemand einem was sagt und das ist gerade gekippt.
00:54:25: Das heißt, man vertraute mittlerweile eher LGBT- und Algorithmos als Bekannten.
00:54:31: Wahnsinn!
00:54:32: Dazu hatte ich etwas ganz anderes... Also hat mir noch mein Mann von erzählt für Wahlentscheidung da immer mehr Leute mit gelgbt aussprechen, wen soll ich denn wählen?
00:54:41: und so weiter.
00:54:42: Und das sind ja Firmen die dahinter stehen, die das dann auch beeinflussen können.
00:54:45: was du als Antwort bekommst also KI spannen ist die man mich überhaupt keine Expertin.
00:54:50: aber ich habe natürlich meine Leinen machen dazu und trifft ihr alle Bereiche irgendwann
00:54:56: Ja viele einfach ne?
00:54:57: Also alles was so Website ist.
00:54:59: Ich finde die Entwicklung total spannend das zu sehen.
00:55:03: Ich sehe auch immer noch nicht dieses weite Bild, was alle zeichnen.
00:55:06: In ein paar Jahren machen wir alles nur über Agenten so das da fehlt mir immer irgendwie die Vorstellungskraft und dann weiß ich ja auch immer nicht ob es alles so heiß gegessen wird wie's dann gekocht wird dass also ich glaube da ist auch mal noch ganz viel Bubbeltum drin Absolut.
00:55:21: Man
00:55:21: muss das ja fördern, sonst steigen die Kurse nicht, wenn man nicht sagt wir sind die Geilsten und wir sind so kurz davor.
00:55:27: Ja haben auch sehr viele Menschen sehr viel Geld da reingesteckt.
00:55:30: es muss ja auch an was werden.
00:55:32: Das
00:55:34: finde ich aber ganz spannend dass wirklich schon darauf hinausläuft dass wenn wir jetzt Fragen haben wird der KI eher glauben als menschen zu sagen total
00:55:45: oder so.
00:55:47: Meine Tochter in einem interessanten Alter für Digitales sagt jetzt auch manchmal, wenn es zum Beispiel darum geht wie die Öffnungszeiten vom Zusehen oder so.
00:55:54: Fragt doch einfach Chatchi Beauty weil das natürlich Quatsch ist, also mittlerweile kann er's natürlich auch prüfen aber vor kurzem hat der ja nicht in den neuesten Öffnungseiten geguckt oder so.
00:56:04: Also da ist auch ganz spannend, was wird aus der Generation die aufwächst und glaubt?
00:56:09: Der weiß alles!
00:56:09: Und alles, was dir sagt es auch richtig.
00:56:11: ne also ich bin dann auch immer ganz kritisch mit ihr.
00:56:13: aber ich denke das sind nicht alle Eltern.
00:56:15: Das weiß ich jetzt nicht mehr.
00:56:15: Wobei meine Kinder dann auch schon immer schnell sind, dass ist Fake.
00:56:19: Das Video ist fake.
00:56:20: Ja das geht hin und trage meine Tochter sogar.
00:56:25: So weit geht das schon.
00:56:28: Ich glaube auf jeden Fall, dass die Generation wie du sagst dass eigentlich viel kritischer sieht.
00:56:32: Die wachsen jetzt damit auf und die lernen da ist super viel Fake drin, das Ding haluziniert total viel.
00:56:37: Viel gefährdeter ist eigentlich die Genset.
00:56:41: Also ich glaube die lernen das halt jetzt weil die damit auch fassen.
00:56:44: So meine Kinder noch nicht aber dann auch irgendwann.
00:56:48: Aber die GENSET ist glaube ich extrem gefährdet, weil die halt alles für bare Münze nehmen, also die habe ich gerade in der Schule Weil die halt nicht erkennen, dass das Fake ist.
00:56:56: Die nutzen Chatchipiti wie Google und dann stimmt es weil Chachipiti das sagt.
00:57:00: Aber wir haben dir den Gequellen geprüft.
00:57:02: Höheres Alter hat höhere Gefährdung.
00:57:04: also wenn ich jetzt meine Eltern angucke meiner Mama schickt manchmal ein Video wo ich sage Also das kann nur Fake sein wieder mond irgendwie ganz nah an der Erde vorbei gerauscht ist sonst hätte niemand mitbekommen.
00:57:13: Das ist ja physikalisch gar nicht möglich.
00:57:15: so Ja
00:57:18: da wäre mir aufgefallen Social Media auch verbote und so weiter spricht.
00:57:23: Ich habe das mit meinen Kindern jetzt ausgemacht, dass wir auch auf den Nerv gegangen.
00:57:26: Wir haben beide schon ein Handy, das die das Vielheit benutzen viel in der Hand haben auch in ihrem Zimmer.
00:57:32: Dass wir alle sagen ab zwanzig Uhr werden die Händis unten im Wohnzimmer aufgeladen und möglichst wenn noch irgendwas dringendes ist, kannst du da nochmal hingehen.
00:57:39: aber, dass sie einfach mal ab dann raus sind?
00:57:41: Und dann dürfen Sie morgens einmal gucken wer sie heute zur Schule abholt.
00:57:45: Und dann guten Abend tags haben sie die natürlich dann relativ viel.
00:57:48: Aber dass wir da eine Pause machen dass dann nicht am Wochenende geht der erste Griff gleich zum Handy irgendwie.
00:57:54: Und das ist für uns Erwachsene ja auch gut, das sind alles Regeln.
00:58:00: Egal was, das gilt ja für alle Generationen.
00:58:03: Ein wenig vor deiner Folge die Bekatrin wird eine Folge rauskommen, die genau dieses Thema behandelt mit den Machern der Ad frei, frei mit Double-I.
00:58:11: Das ist ne kostenlose App, die aber wirklich institutionell wissenschaftlicher Basis funktioniert und Kindern und Eltern genau solche kleinen Alltagstipps.
00:58:22: Das hat er zum Beispiel als Parkplatz bezeichnet, ein Parkplatz für das Handy wo zu bestimmten Zeiten das Handy geparkt liegt von den Eltern aber auch.
00:58:30: Genau wir müssen es ja genauso
00:58:32: mit machen.
00:58:34: Ich glaube dass immer die Generation die halt noch recht jung und beeinflussbar ist wenn so eine Technologie kommt am gefährdetsten ist.
00:58:39: Smartphone ist unser Ding also Gen Y Millennials.
00:58:44: Wir sind damit nicht aufgewachsen keine Ahnung, späte Teenager waren Anfang der Zwanziger.
00:58:51: Und wir haben deshalb gleich verschlungen quasi und hängen jetzt nur vor diesen Dingen also diese ganzen Berichte von Müttern die quasi ihre Kinder also die nun noch vor diesem Handy hängen.
00:59:02: da ist die Gen Z weiter vielfach.
00:59:05: Also die Legen das öfter mal weg
00:59:08: ja vielleicht aber gerade heute bin ich gestolpert.
00:59:11: über eine oder Über eine Dokumentation.
00:59:13: kann man sagen, da hat eine Schulklasse das Experiment gemacht und eine Woche auf ihr Smartphone verzichtet.
00:59:20: Und dann hat man die Interview immer mal in dieser Woche ... Es ist verrückt, aber früher haben wir uns getroffen und saßen alle nebeneinander an unseren Handys.
00:59:29: Eine Schulklasse, siebte Klasse war das!
00:59:31: Und jetzt trifft man sich und dann so sofort fängt man an was zu spielen, was wir in der Siebtenklasse gar nicht mehr dachten dass wir noch spielen würden.
00:59:38: So total abgefahren, was diese erzählt haben es war richtig spannend.
00:59:43: Es gibt eine Hoffnung für uns.
00:59:45: Wir brauchen
00:59:45: noch einen Stieg!
00:59:58: Und sie hat wegen psychologischer Schäden sozusagen geklagt und recht bekommen.
01:00:02: Es konnte ihnen nachgewiesen werden, dass die wirklich dazu führen das es ihr schlechter ging, dass es ihr vorher gut ging und dass sie dann Suizidgedanken usw.
01:00:10: Depression hatte durch die Nutzung.
01:00:12: natürlich fragt man sich auch warum hat niemanden im sechsjährigen Kind das Handy weggenommen oder was auch immer es war?
01:00:17: Aber das könnte natürlich schon auch Folgen haben, eben festzustellen.
01:00:20: Das sind ja wirklich eben diese fiesen Algorithmen.
01:00:23: Es gibt ja auch Fernsehen schon sehr lange aber auch da kann man vielleicht lange vorhängen und mir wurde auch als Kind gesagt es gibt dicke Augen.
01:00:30: Aber das ist schon noch mal alles eine Nummer schlimmer.
01:00:33: Aber ist ja nicht das Thema heute wir haben ja andere Themen.
01:00:37: Ich habe übrigens wo wir dabei gerade sind.
01:00:40: ich wurde heute morgen als ich zu Insta wollte gleich gefragt ob ich ein Abo abschließen möchte oder personalisierte Werbung?
01:00:45: Und das, also witzigerweise ist auch – was hatte ich gerade in einem Podcast gehört?
01:00:51: Dass sie Studien gemacht haben wie es mit solchen Dingen ist.
01:00:54: Also von denen wir ja wissen dass die schädlich sind wie Social Media und zwar auf der einen Seite die Frage «Was wärest du bereit dafür zu bezahlen um diesen Dienst zu nutzen?» Und wie viel….
01:01:05: Auf der anderen Seite, wieviel Geld müsste man dir geben, dass du ihn nicht mehr nutzt?
01:01:09: Also quasi so von zwei Seiten kommt und eigentlich ergibt es immer eins.
01:01:13: Also bei, keine Ahnung.
01:01:18: Das geht immer aus quasi.
01:01:19: Dass das ungefähr gleich ist.
01:01:21: Weil sich ja so marktmäßig der Preis ergibt.
01:01:23: Ich bin bereit für die Packung Moodlen eine Euro zu bezahlen und wenn ich sie abgebe würde ich sie wieder abgeben.
01:01:32: Bei Social Media ist es genau andersherum.
01:01:33: Wir sind nämlich nicht bereit dafür zu bezahlen weil's ja immer umsonst war.
01:01:36: also wobei umsonsten wir bezahlen halt mit unseren Nutzungsdaten.
01:01:42: Aber es hat einen extrem hohen Wert, wenn wir sagen sollten, ich darf das jetzt nicht mehr nutzen.
01:01:46: Also wie viel müsste man mir geben?
01:01:47: Dass sich das nicht mehr nutze ist extrem hoch und da gibt's kein anderes Produkt oder Dienstleistung wo das Verhältnis so krass unterschiedlich ist wie bei Social Media.
01:01:58: also Wir sind alle irgendwie davon abhängig.
01:02:00: abgeben wollen wir es nicht aber dafür bezahlen wollen wir auch nicht.
01:02:03: Aber ich glaube, das stimmt nur bedingt.
01:02:05: Produkt gebe ich dir recht.
01:02:06: aber wenn du Social Media als Produkt betrachtest ist das ja nicht das gleiche wie wenn du es auf einer Beziehungsebene betrachtet.
01:02:12: und Social Media war ja ursprünglich mal gedacht um Beziehungen zu halten.
01:02:16: Wenn du jetzt eine Beziehungsnimmst zum Beispiel... Ich habe gerade kurz an Massagen gedacht weil ich gelernte Physiotherapeutin bin, jemanden eine Massage zu geben.
01:02:25: Was würde ich dafür bezahlen?
01:02:27: Also Kosten nutzen und eine zu bekommen.
01:02:30: Das würde ich wiederum dafür bezahlen, das ist auch nicht ganz gleich, würde ich sagen.
01:02:33: Man könnte zum Beispiel kostenlos sogar sagen Ich gebe gerne meinen Partner oder meinem Kind mal ne Massage
01:02:39: Aber
01:02:40: wenn ich eine gute kriegen soll, wäre er schon bereit viel zu bezahlen.
01:02:43: Nee genau.
01:02:43: aber das ist nämlich das Problem bei Social Media weil wir es gar nicht als Produkt wahrnehmen sondern eben aufnehmen.
01:02:51: Ja, natürlich.
01:02:52: Also es ist daraus ja ein Produkt geworden.
01:02:56: Wie
01:02:57: Google?
01:02:57: Ja komplett!
01:02:59: Wir haben Dinge gegoogelt weil wir irgendwas rausfinden wollten und heute muss ich mich gefühlt durch Seiten von Anzeigen quetschen.
01:03:05: Und das Gleiche wird mit Chatchapity passieren.
01:03:07: so Ich will die Antwort auf wann öffnet denn eigentlich Hagenbeck?
01:03:11: und dann kriege ich demnächst erstmal die Öffnungszeiten von irgendwelchen Werbepartneren, die dafür bezahlen dass deren Öffnungsteiten zuerst angezeigt werden.
01:03:17: hell willst du nicht lieber in den Wildpark?
01:03:19: der ist viel cooler.
01:03:20: Das
01:03:23: ist auch nur eine Frage der Zeit.
01:03:28: Also ja, aber ich zahle jetzt für Meter, wollte ich noch gesagt haben...
01:03:33: Du zeigst jetzt damit du keine Werbung!
01:03:35: Ja, sieben Euro neun neunzig wollen Sie dafür haben.
01:03:37: Mal gucken angeblich habe ich nicht so ganz verstanden.
01:03:39: Auch für WhatsApp?
01:03:40: Da
01:03:40: keine Werbung
01:03:41: null?!
01:03:41: Ich bin gespannt!
01:03:42: Also eigentlich Nullwerbung
01:03:44: Aber Berichte weil das wäre es mir sieben euro wert, dass wär mir siebe euro wert.
01:03:49: Man hat ja nur noch Werbung.
01:03:51: Also es ist immer noch so Content.
01:03:52: Und auch nicht
01:03:53: diese Werbung, wo ein Influencer mal eben schnell die Ninja-Maschine im Hintergrund zeigt?
01:03:58: Das ist wie
01:03:58: eine Anzeige, das durfte ich nicht.
01:04:01: Oder was noch kommt, ist Leute, die mir vorgeschlagen werden... Da bin ich gespannt!
01:04:08: Weil da ist ja so ne Grauzone zwischendurch.
01:04:10: Ist das jetzt ne Anzeigung?
01:04:11: Also bezahlen sie dafür?
01:04:12: oder ist das organisch weil ich eh darauf stehe?
01:04:14: Ja genau!
01:04:14: Darauf bin
01:04:15: ich gestanden.
01:04:17: wird
01:04:17: aber zunehmen, oder?
01:04:18: Wenn die viele sagen, gerade auch für Kinder kommen Werbungen raus.
01:04:22: Ich bezahl das!
01:04:23: Aber dann wird doch das Fleischwerbung zunehmend
01:04:27: vermuten.
01:04:27: Weil sobald es Werbung ist, müsste's rausgefüttert sein.
01:04:30: Das Product placement.
01:04:31: Ja
01:04:31: wenns als Anzeige markiert ist... ...aber wenn der Influencer trotzdem Geld bekommen hat von Pepsi,... ...dass er eben halt total gerne und viel Pepsi trinkt beim Training.... Dann ist es keine offizielle Anzeigung.
01:04:42: Er muss es als Anziger deklarieren mittlerweile.
01:04:45: Ja, wenn er Geld bekommen hatte.
01:04:46: Immer.
01:04:47: Also
01:04:47: ich muss ja schon deklarieren, wenn irgendwas keine Anzeige ist.
01:04:51: So, wenn ich jetzt hier die Zeitschrift wie meine Kinder lesen, die ich total toll finde... Wenn ich sage, hey, ich find dir total toll, dann muss ich reinschreiben, dass es keine bezahlte Anzeig ist.
01:05:00: Ah okay.
01:05:02: Okay na gut!
01:05:03: Jetzt müssen wir aber doch langsam zurück
01:05:04: in seinem Team zusammen.
01:05:07: Aber gut kommen wir ja noch drauf.
01:05:11: Ich wollte nochmal auf deinen Hintergrund eingehen.
01:05:14: Du hast habe ich gesehen in der Bundeszentrale für politische Bildung gearbeitet und warst da in Uganda unter anderem, und in Südafrika.
01:05:24: Und hast auch ESG-Prüfungen in der großen Wirtschaftsprüfung bzw.
01:05:28: Unternehmensberatung
01:05:29: gemacht.".
01:05:30: Wie würdest du sagen, bringst du diese Erfahrungen deiner Arbeit heute mit ein?
01:05:36: Was kannst du anders machen als andere die das so nicht
01:05:39: hatten?".
01:05:40: Ich glaube eine Sache ist, also ich habe ja für die Wissenschaften studiert und dann bei der Bundeszentrale für politische Bildung zu arbeiten das war natürlich ein ganz großer Traum.
01:05:48: Das ist ja die Einrichtung sozusagen für Leute.
01:05:53: und was sich aber sehr spannend fand als ich damals dort angefangen habe war es auch ein großes Thema zu sagen diese bundeszentrale viele kennen das vielleicht aus der Schule diese Bücher und Heftchen
01:06:03: usw.,
01:06:04: dass man sagt die erreicht man ja schon ganz gut die Leute mit der politischen Bildung.
01:06:09: Und was ist eigentlich mit all denjenigen, die nicht so den Zugang dazu haben?
01:06:15: Da gab es damals eine neu gegründete Gruppe in der mich zu sagen gibt es auch andere Formate.
01:06:20: Und was ich noch viel interessanter finde, gibt es andere Themen irgendwie.
01:06:23: Gibt es jemanden also das Giganz-Filterum um Menschen mit Zuwanderung deren Sprachkenntnisse, Deutschsprachkenntnisse vielleicht auch nicht so gut sind?
01:06:32: Also finden wir andere Formate aber auch zu überlegen Was sind denn die Themen, die sie befassen?
01:06:36: und Ich glaube dass ist immer etwas, was man sozusagen gut gebrauchen kann, was ist eigentlich das Thema?
01:06:42: Das frage ich mich ja täglich quasi in meiner Arbeit.
01:06:45: Was ist das Thema dieser Person?
01:06:47: Mit was schlägt die sich gerade rum, und wo habe ich dann einen Zugang mit meinem Thema, mit meinem Anliegen dass ich reinbringen möchte.
01:06:54: Das kann ich glaube ich ganz gut einbringen und das hat mich meine sozusagen Aufenthalte in afrikanischen Ländern einfach immer interessiert.
01:07:05: über dieses ja also... Bild von afrikanischen Ländern bei uns ist ja oft noch, die sitzen da in Armut irgendwo im Sand und es läuft alles nicht.
01:07:13: Und sie sind korrupte und so und kriegen das eigentlich auf die Kette.
01:07:17: erstmal selber zu erfahren wie leben die da eigentlich?
01:07:20: Was machen die da?
01:07:21: Dann bricht dieses Bild zum Glück natürlich sehr schnell auf aber eben auch zu verstehen warum haben diese kolonialen Strukturen?
01:07:30: Da sind wir wieder bei unserem Wirtschaftssystem was wir so vielen Jahrhundertes schon aufgedrückt haben Und das eben in weitesten Teilen auf Ausbeutung beruht.
01:07:40: Auch da hilft es dir dann wieder besser zu verstehen, warum sind bestimmte Dinge so?
01:07:44: Wie kann man vielleicht zu Lösungen kommen?
01:07:47: Und eigentlich hätte ja auch, das habe ich teilweise bei PVC betreuen können ein großes Projekt für erneuerbare Energieprojekte in afrikanischen Ländern.
01:07:56: Das ist ja ein unglaubliches Potenzial also der gesamten Kontinent Ich hatte es kurz vor Maracco noch gehört die werden die weiter investieren können während sie eines der ersten Länder sein Die sich auch tag auch von dem was Sie an Erneuerbaren Energien im Land hauptsächlich Windenergie Herstellen sozusagen versorgen können.
01:08:16: und das wäre ja unser Traum eigentlich, dass wir uns autark mit Energie versorben könnten.
01:08:22: Und das ist manchmal auch wieder schade, dass es nicht genutzt wird dieses Potenzial was der Kontinent hat.
01:08:28: aber ich glaube so versuche diese Dinge zusammen zu bringen ein bisschen dieses Kennenlernen der anderen Perspektiven Das finde ich glaube immer sehr wichtig.
01:08:39: Das geht dann wieder auf die kambrische Explosion zum Thema Vielfalt, finde ich.
01:08:45: Also ja, all diese Stereotypen-Denkenmuster und unser weißer Kolonialismus, so wenn wir nicht da wären, würde es denen ganz schlecht gehen.
01:08:54: Ganz im Gegenteil glaube ich häufig aber das aufzubrechen wieder diesen Blick auf Vielfalt zu legen.
01:09:01: Du hattest vorhin schon über Biodiversität besprochen, darüber hatten wir schon mit Gunter Schäfer von Areth mal gesprochen die das auch sich als Thema mitgenommen haben um zu sagen warum sind eigentlich nachhaltige Geldanlagen wichtig?
01:09:15: so weil ESG ist für viele Verbraucher verbrannt aber die Biodiverzität ist für uns alle wichtig.
01:09:20: also ich hatte ein paar Beispiele mitgebracht genau dass wir alle in der Woche glaube ich eine Kreditkarte an Plastik essen Und so Dinge?
01:09:29: Ich fand das Beispiel sehr schön, wo ein Supermarkt alle Produkte rausgenommen hat.
01:09:33: Die von Bienen oder irgendwie mit Tieren glaube ich war es in Verbindungstein in irgendeiner Form und dann war irgendwie nichts mehr.
01:09:42: Ja genau zu an Bienen.
01:09:43: Wie du hast gesagt dass du auch mit deinen Kunden darüber sprichst wie bringst du das Thema Biodiversität da ein?
01:09:52: als wirtschaftliches Thema?
01:09:54: ja ich hatte ja einmal schon kurz genannt, was wir oft machen ist diese sogenannte Wesentlichkeitsanalyse.
01:09:59: Das ist die Grundlage dann auch für eine Berichterstattung und da gehst du so einer Art Fragenkatalog oder Themenkatalog durch und natürlich das ein Thema.
01:10:07: es kommt Klima, ich glaube Verschmutzung dann Biodiversität irgendwann.
01:10:12: und das war ganz interessant auch dass manche Unternehmen gesagt haben ja wir haben das gemacht und da kam jetzt Biodiverität raus aber damit haben wir doch gar nichts zu tun.
01:10:21: Das ist auf jeden Fall noch so ein Thema, wo viele Unternehmen denken, ja, Emissionen und so haben wir schon.
01:10:28: Aber mit Biodiversität haben wir nichts zu tun.
01:10:31: Und das ist für viele, wenn man jetzt nicht gerade Kaffee-Kakao anbaut oder Agrar nochmal schwierig zu verstehen, wo die Verbindung auch ist.
01:10:43: Ich glaube vor vier, fünf Wochen kam der Report raus von IBS.
01:10:48: Es gibt dieses IPCC, das ist immer für die Klimareports und dann gibt es dasselbe nochmal dieses Panel für Biodiversität, die auch gesagt haben alle Unternehmen haben einen Bezug und hängen eigentlich wie alle hängen ab von Biodiverzitätsleistung oder Ökosystemleistungen.
01:11:05: also sauberes Wasser, saubere Luft, Boden, das brauchen wir ja alle in der ein oder anderen Form.
01:11:11: aber ich glaube da ist es erst noch mal wirklich Wichtig für Unternehmen zu verstehen, wo üben sie eben diesen Druck auf die Biodiversität?
01:11:20: Also wo haben Sie negative Auswirkungen.
01:11:25: Das kann sein durch das Land was sie nutzen.
01:11:28: aber auch in Beitrag zum Klimawandel, sehr klimawandel ist man der größten Treiber für Biodiverität.
01:11:35: und auf der anderen Seite dann auch das versuche ich eher darzustellen, da will ich einfach hoffe dass Unternehmen ein bisschen offener sind zu sagen was sind eure Risiken aus dem Bereich Biodiversität.
01:11:46: Und da gibt es natürlich schon einige die sagen ist uns auch schon mal aufgefallen Rohstoffpreise steigen oder wir brauchen einen Rohstoff zum Beispiel in einer bestimmten Form oder einem bestimmten hohen Niveau.
01:12:00: also das soll biologisch sein, organik Und den bekommen wir teilweise gar nicht mehr.
01:12:05: Also, wir müssen uns auf die Suche machen nach anderen Lieferanten oder wir müssen mit denen lieferanten Gemeinsamlösungen entwickeln weil das gar nichts mehr machbar ist diesen Rohstoff und zu liefern.
01:12:16: also da merken sie schon langsam so Schnittstellen Das ist auch immer noch ein bisschen weit weg interessanterweise für Unternehmen.
01:12:24: wenn es nicht zum nächsten Quartal aufschlägt dann Alles andere erst mal wichtiger, aber ich glaube das wird auf Dauer nicht mehr zu halten sein.
01:12:34: Sondern da merken sie schon auch wir haben der Druck und müssen uns um die Rohstoffe beispielsweise kümmern.
01:12:42: Ja denn gibt es die irgendwann nicht mehr?
01:12:44: Und dann ist das Produkt vielleicht obsolet.
01:12:47: Hätte ich gar nicht auf dem Schirm dass das da so mit reingehört.
01:12:50: Das sind diese Wesentlichkeitsanalyse sind an diesen
01:12:52: neuen
01:12:54: Parameter.
01:12:55: Nee du hattest sie anders genannt.
01:12:58: Genau diese neuen Punkte, die abgefragt werden.
01:13:00: Also Emissionen, Biodiversität – was sind die anderen?
01:13:05: Ach so, das sind genau.
01:13:07: Also was wir dann eben machen, sind Standards.
01:13:10: Wir hatten ja ursprünglich schon mal gesprochen über dieses CSID die abgeschafft wurde.
01:13:14: Die hatte aber eigentlich und gibt es schon auch noch.
01:13:16: Aber wie gesagt viele sind jetzt nicht mehr berichtspflichtig sogenannte Berichtstandards Und das sind jetzt in diesem Fall der CSID zwölf zwei allgemeine und zehn sind thematisch.
01:13:29: also Es ist eben Klimaverschmutzung Einsatz von Ressourcen die Bio-Diversität und dann gibt es die sozialen Faktoren.
01:13:40: Da soll ich mir angucken, was ist mit meinen eigenen Mitarbeitern?
01:13:44: Und was sind Mitarbeiter in der Lieferkette?
01:13:47: Die anderen beiden Gruppen, die ich mir anschauen soll, sind so genannte Effective Communities.
01:13:54: Wen befasse ich noch wenn ich an Pestizide denke, wer wohnt vielleicht um dieses Feld herum beispielsweise?
01:14:00: Das Dritte sind Verbraucher und Endnutzer.
01:14:04: Also das sind die E, die Environmental, dann S und das letzte ist G. Deswegen du hattest ja auch die Abkürzung der ESG genutzt Das ist dann G für Governance also gute Unternehmensführung.
01:14:15: Da kommt da noch rein Korruption beziehungsweise Antikorruption.
01:14:19: gibt es dann so eine Policy-Unternehmen Skulptur aber auch das Management der Lieferantenbeziehungen.
01:14:25: Tierwohl hat man in diesem letzten Punkt zusammengefasst.
01:14:29: Wenn ich also sage, ihr hattet eben auch erwähnt in die NK nehmen.
01:14:34: Da gibt es jetzt auch ein neues Berichterstattungsformat oder Standard der freiwillige Standard VSME.
01:14:41: ist das dann voluntary standard for small and medium sized companies?
01:14:48: der ist angelehnt an diese Themen, die ich auch gerade genannt habe.
01:14:51: Also je größer das Unternehmen ist umso mehr muss sich natürlich auch
01:14:54: prüfen
01:14:55: und wahrscheinlich sind dann auch meine Lieferketten komplexer.
01:14:58: wie kleiner das Unternehmen isst um so mehr Themen sozusagen sind dann erst mal zurückgestellt dass sie vielleicht sagen naja affected communities fokussiere dich erstmal wirklich auf die Kernthemen Emissionen beispielsweise eigene Mitarbeiter, Mitarbeiter in der Lieferkette Und das geht man dann eben am Anfang einmal durch.
01:15:18: All diese Themen, die dann nochmal natürlich zwar ja nicht europäische Standards, wenn sie nicht auch noch Unterthemen und Unterunterthemen hätten.
01:15:25: Das heißt ich gehe da nochmal tiefer rein.
01:15:27: also zum Beispiel bei Arbeitsbedingungen habe ich dann wirklich relativ kleinteilig Arbeitszeit Gesundheit beispielsweise, faire Bezahlung und muss mich zu jedem Thema im Grunde genommen positionieren.
01:15:42: Und sagen was ist eben die Auswirkungen meines Unternehmens?
01:15:45: Zum Beispiel auf Arbeitszeit habe ich Betriebe in den Schichtarbeit herrscht Nachtarbeit dann schreibe ich ihm rein dass das vorkommt und was ist das Risiko?
01:15:55: Also habe ich zum Beispiel auch Probleme Fachkräfte zu gewinnen oder es ist ein Betrieb mit schweren Geräten, Maschinen.
01:16:03: Dann muss sich halt z.B.
01:16:04: die Schulungen machen dazu Gesundheitsvorsorge all diese Dinge.
01:16:07: Und das ist schon ein bisschen aufwendig würde ich sagen aber es lohnt sich tatsächlich weil dann am Ende diese Liste herauskommt die dann für alle diese Standards gilt.
01:16:17: wo ich sagen kann Da sind wirklich Risiken und Impact, um die kümmere ich mich jetzt.
01:16:21: Liebe Bank, liebe Investor, wer auch immer das sozusagen wissen möchte?
01:16:26: Und dann kann ich sie eben in dem letzten Schritt in diesem Bericht zusammenfassen, sodass dann auch Investoren banken oder ein öffentlicher Anleger der eventuell interessiert ist oder Konsument, dass auch transparent nachvollziehen kann.
01:16:40: Das ist eigentlich die Idee der Berichterstattung.
01:16:45: Voll gut!
01:16:47: Klingt aufwendig, aber es ist machbar.
01:16:49: Also ich habe auch zum Beispiel jetzt ein kleineres Unternehmen unter hundert Mitarbeitende und die haben diesen Fall dass sie Großkunden haben und diese großen Kunden sagen wir hätten aber gerne das ihr nach ECOVADES zertifiziert seid.
01:17:03: Das ist eine so genannt euch sagt das wahrscheinlich was im Grunde genommen eine Rating Plattform auf der ich deine Genau, also EcoVadis ist ein Unternehmen was andere Unternehmen wiederum rankt.
01:17:17: Also eine Zertifizierung gibt auf einer Skala von eins bis hundert.
01:17:20: ihr dann sagt okay du hast jetzt zum Beispiel fünffünfzig Punkte erreicht damit hast du einen Bronze Status und jemand der etwas besser ist hat dann irgendwie fünfsechzig Punkte und viele große Unternehmen nutzen eigentlich nur EcoVADIS.
01:17:34: das hat sich so ein bisschen als der Ja, die Zertifizierung herausgestellt zu sagen.
01:17:41: Alle meiner Lieferanten sollen nach Inkubat zertifiziert sein.
01:17:49: Damit lagern sie teilweise auch so ein bisschen ihre Eigenprobleme und Verpflichtungen aus.
01:17:54: Es sollte eigentlich nicht der Fall sein.
01:17:56: aber es gibt auch viele Unternehmen, die sagen, ich helfe meinen Lieferenden auch und das muss auch nicht im ersten Jahr der Zusammenarbeit sein.
01:18:02: da haben wir eine weile Zeit.
01:18:05: Wie gesagt, eines dieser kleineren Unternehmen steht jetzt für diese Herausforderung den sogenannten ekowales Fragebogen auszufüllen und hofft dann natürlich am Ende auch genug Punkte zu erreichen um diese Zertifizierung zu bekommen damit sie weiter mit ihrem großen Kunden arbeiten können.
01:18:21: Also das sind auch so Effekte die wo man sagt ja sie ist weg aber die nachhaltigen Themen und auch diese Transparenz Frage ist damit nicht vom Tisch
01:18:35: Und es ist ja auch ein einmaliger Aufwand, das quasi aufzusetzen.
01:18:39: Also für die folgenden Jahre wenn ich das brauche weiß sich ja schon was ich brauche.
01:18:44: also ich muss an unser cse Siegel denken so dass war beim ersten mal auch so kommt was wir da alles liefern müssen und heute ist es einfach nur quasi nochmal eben abfragen a den punkt so.
01:18:55: also da weiß nicht korrigier mich anja aber ich glaube der Auffand ist halt deutlich weniger
01:19:00: aufwand geworden.
01:19:00: Ja und und wir hatten das gerade schon diese ganzen fragen.
01:19:04: Also ein gutes Beispiel war ja zum Beispiel, wir haben Nachtschichten.
01:19:08: Was müssen wir da jetzt beachten für unsere Mitarbeitenden?
01:19:11: Nachhaltigkeit ist immer nicht nur in eine Richtung sondern in so viele Richtungen und es bleibt nachhaltig.
01:19:16: wenn ich dann dafür sorge dass die Mitarbeitende die Nachtschicht machen müssen vielleicht unter bestmöglichen Bedingungen nacht schichtmachen weil dann bleiben sie möglichst lange erhalten.
01:19:26: Es geht ja nicht nur darum nach außen, hey hier guckt mal Leute wie man das nett.
01:19:30: Die haben es hier gut.
01:19:31: Sondern ich habe ja wirklich auch ganz großen Nutzen davon wenn ich mir all die Themen einmal auf den Tisch schon überlege.
01:19:37: Wie ist das für den einzelnen Mitarbeitenden?
01:19:39: Wie ist es fürs Tier?
01:19:40: Wie isst das für die Umwelt?
01:19:41: Weil es ja nur mir also nicht nur aber eben auch ganz doll mir nützt Das weiß was ich noch nicht verstehe Wie ich dann meine Mitarbeitenden derartig ausbeute, die gehen dann und brauchen einen neuen.
01:19:54: Der muss eingearbeitet werden und macht wieder keinen guten Job.
01:19:56: Dann brauche ich doch noch mal einen neuen...
01:19:57: Das ist aber nicht von Defizierbar.
01:20:00: Humankapital?
01:20:00: Ja genau!
01:20:01: Ich mein warum heißt es um Humankapital?
01:20:05: Es ist ja nur eine.
01:20:07: Wenn man in den sozialen sind, ist das ja nur der eine Punkt.
01:20:09: Aber die Umwelt klar merke ich das jetzt nicht direkt in meinem Unternehmen, wenn ich der Umwelt was Gutes getan habe.
01:20:16: Aber es kommt doch mir mein Liebsten meiner Familie, meinen Mitarbeitenden eben der ganzen Umwelt zugute sozusagen.
01:20:23: Ich finde das ist
01:20:23: ein bisschen traurig,
01:20:24: dass wir da so kurz denken.
01:20:27: Ja die auch sagen Helena hat schon gesagt dieses Begriff den wir ja haben oder unser System zwingt uns immer noch mehr zu produzieren und mehr zu verkaufen Und darauf brut ja unser System alle unsere Berechnungen.
01:20:41: und ich finde schön diese Begrüße, so eine Art Gegenbewegung die es dazu gibt zu sagen was wir eigentlich nicht messen soll ist Wohlstand.
01:20:48: Nicht materieller Wohlstände sondern wohl ergehen dass sich genau mit einbeziehen.
01:20:52: wenn ich draußen saubere Luft habe dann hilft mir das genauso.
01:20:56: aber sowas kommt ja nirgendwo vor.
01:20:58: Es wird nirgends als eine positive Leistung irgendwie verkauft.
01:21:02: Das wird von der Natur herausgesetzt.
01:21:03: dass sie uns das liefern Wir tun nichts dafür im Gegenteil.
01:21:07: Und dann haben wir, ich weiß es nicht wie viele tausend Menschen im Jahr sterben an der Luftverschmutzung allein.
01:21:13: Das fand ich schön zu sehen.
01:21:14: in Paris hatten sie auch Kommunalwahlen gerade und wie die da mit dem Fahrrad durch die Gegend gefahren sind was Paris geschafft hat irgendwie und dass jemand gesagt hatte so Frau also Ihr Manni-Gebirgermeisterin hat dadurch eigentlich Tausend von Menschen das Leben gerettet.
01:21:29: Dadurch, dass sie ja durch die Maßnahmen dazu gibt es auch ganz tolle Aufnahmen, die das gemessen haben was die Luftverschmutzung in Paris war vor all diesen Maßnahmen und wie sie heute ist, was die Wasserqualität ist beispielsweise.
01:21:41: also ich finde Elena da gibt's ein paar Beispiele die einen ja so bisschen hochziehen, dass es ja möglich ist wir müssen es nur wollen.
01:21:49: Die Frage, sie hat ja SUVs, glaub ich, verbannt.
01:21:53: Da gehen Leute hierfür auf die Straße, dass das nicht passieren darf, fahren auf der Straße.
01:21:57: wahrscheinlich würde mich glaube ich zu Fuß rotistieren
01:21:59: aber
01:22:00: da ist ja so ein Thema dieses auch immer was die Grünen ja auch immer vorgeworfen wird.
01:22:05: Ich ess doch die Wurst, die ich essen will oder den Döner, den ich essen Will irgendwie und sagt Ja klar du kannst auch das große Auto fahren Aber dann zahl auch dafür, ne?
01:22:14: Das
01:22:15: vergessen wir ein bisschen
01:22:18: Und das bepreisen wir auch nicht richtig.
01:22:19: Weil also so das Thema Humankapital und...
01:22:22: Also echte Preise, ne?
01:22:23: Da gibt's ja auch Menschen.
01:22:26: Ja genau.
01:22:26: Ja, also einfach für genau das.
01:22:28: Ich müsste noch mal nachgucken aber ich glaube in Holland war es zumindest mal so dass die Kfz-Steuer sich am Hubraum des Wagens bemisst.
01:22:37: Also je größer
01:22:38: der Waren
01:22:39: bist du mehr Steuern zahlen wir.
01:22:41: Und total fair!
01:22:43: Ich meine ein Riesen SUV hat halt einen höheren Verschleiß der Straße Also zahlt der halt auch mehr als so ein kleiner Smart.
01:22:52: Finde ich ... Ja,
01:22:54: eine gute Hauptparkraum weg beispielsweise.
01:22:58: Auch die Unfälle sind gefährlicher mit diesen großen Autos.
01:23:01: Wenn sie besonders schnell werden und besonders groß sind also viel Wucht aufbringen und diese Unfälle sind auch wieder unfassbar teuer dann?
01:23:09: Wenn man dann die Menschen, wenn man die Krankenhausbehandlungen oder diese Schweden an ...
01:23:14: Ja, ja absolut.
01:23:15: Die Unfälle mit SUVs sind deutlich tödlicher als bei anderen Autos.
01:23:19: Also egal ob fürs ... Weil du sonst früher bist du über die Motorhaube geflogen?
01:23:23: Jetzt bist du drunter bei denen
01:23:24: nicht.
01:23:25: Oh Gott!
01:23:25: Spektisch.
01:23:29: Ja aber das ist alles was wir für dich bepreisen.
01:23:31: Ja genau ich finde das auch.
01:23:32: also ich hatte Vielleicht ganz schön so.
01:23:35: zum Abschluss.
01:23:35: Ich hatte auf der Tagung eine Diskussion mit einem Kollegen über das Thema.
01:23:39: Nudging von Richard Taylor und Chris Sunstein ist ein tolles Buch, und das Konzept des Nudgings sagt dass wir Menschen über kleine Dinge die wir so tun dazu bringen was denn gut ist.
01:23:54: also in einer Kantine steht das gesunde Essen in der Auslage oder indem wo die Essensausgabe ist vor dem ungesundenessen.
01:24:01: Das beste Beispiel finde ich immer noch auf Männertoiletten in den Pisoirs.
01:24:05: Haben sie kleine Netze gemalt, dass die Männer halt ins Tor treffen?
01:24:09: Was dazu führt ist, die nicht mehr so viel daneben pinkeln.
01:24:14: So ein Opt-Out-Verfahren wie es in vielen Ländern ist für die Altersvorsorge.
01:24:18: Du bist automatisch drin.
01:24:19: du kannst aber sagen ne will ich nicht da musst du aber was für tun.
01:24:24: Ich glaube, in Österreich ist auch Organspende ein Opt-Out-Verfahren.
01:24:27: Also du bist automatisch Organdspender?
01:24:29: Es sei denn, du entscheidest dich aktiv dagegen!
01:24:31: Das Gute ist quasi automatisch, dass nie weniger gute wäre mit einem Aufwand verbunden.
01:24:37: Genau also so bringt man Menschen ohne große Gesetze dazu das Gute, das Richtige zu tun, ziemlich gut und gerecht mal nicht definiert
01:24:47: wissen
01:24:48: wollen.
01:24:50: So, und der sagt Nudging ist eigentlich auch nur ein Konzept des neoliberalen Wirtschaftens in dem nämlich quasi wieder also der Markt wird schon regeln.
01:25:00: Und der Markt regelt nicht.
01:25:01: deswegen mache ich jetzt so kleine Dinge.
01:25:03: Eigentlich ist das Nudging lieber Thera-Paternalismus.
01:25:07: Also ich weiß doch was für dich gut ist und ich sag's dir dann bist du schon das richtige Tun.
01:25:14: Wir hatten eine wirklich gute Diskussion darüber Und ich bin bei ihm, dass das quasi so auf gesellschaftlicher Ebene nicht gut ist.
01:25:24: Zu sagen hey es liegt dann doch wieder in jedem Einzelnen das gesunde Essen zu essen sondern es braucht dann doch weder mehr Regulierung als die neoliberalen da gern hätten.
01:25:34: also da ist nämlich der Markt regelt und wir brauchen keine Gesetze und keine Regulierungen.
01:25:37: Das wird schon alles gut gehen.
01:25:39: aber im Kleinen finde ich Nudging total gut wie eben.
01:25:43: Also dann wäre halt eine höhere KFZ-Steuer für SUVs, wäre halt ein Nudging.
01:25:49: Wenn man sagt okay du kannst dir das leisten ist halt dann teurer und es würde halt dazu führen dass viele wahrscheinlich oder vielleicht keinen SUV kaufen weil sie sagen ich will eigentlich nur ein Auto ja dann ist es halt fünf Zentimeter niedriger und ein bisschen kürzer.
01:26:02: so aber spare ich jetzt doch einiges.
01:26:08: Deswegen bin ich mittlerweile vielleicht ein bisschen konträrer dem Nudging gegenüber, aber ich finde es in vielen Dingen immer noch wirklich sinnig.
01:26:16: Also dann spricht man immer von Verboten, aber am Ende sind's keine Verbote, sondern das ist einfach eine Bepreisung von regulären Verhalten.
01:26:26: Hatten wir ja auch schon ein paar Mal gesagt nur dass es ja eigentlich verrückt ist... fairer, gesünder produzierte mit weniger Chemikalien dann teurer ist.
01:26:36: Das macht ja eigentlich gar keinen Sinn wenn ich mir überlege dass auch diese Düngermittel und Pestizide auf Geld kosten.
01:26:43: deswegen weiß ich manchmal nicht mal wie das sein kann.
01:26:46: auch des Hafermilch Ja, verdrinkt darf man ja glaube ich nur sagen.
01:26:50: Teurer ist weil ja gar keine Tiere involviert sind um die ich mich kümmern muss, die ja Platz brauchen und so mir geht das irgendwie gar nicht in den Kopf wie dass dann eigentlich teurer sein kann.
01:26:59: Die Hafer fressen
01:26:59: übrigens.
01:27:00: Wir müssen sich für etwas ernähren
01:27:02: diese Tiere.
01:27:03: Das enttrinkt
01:27:04: dann wo wir einen ganzen Arbeitsschritt Ausbeutungsschüttel.
01:27:08: Endlich schwierig, ne?
01:27:10: Aber
01:27:10: ich glaube es ist bei dem Nudging ja eher die Frage ob ich das möchte und da sehe ich unsere Politik immer als sehr zögerlich an zu schnell in diesen... also ich glaube das haben wirklich viele grüne Schmerzhaft mitgemacht dass man zu schnell dann in diese Richtung kommt.
01:27:27: du lässt den Leuten nicht die Wahl.
01:27:29: Das ist ja auch dieses Thema wo Leute sich schnell aufs Blut irgendwie bekriegen bei der Zuckersteuer macht einfach nur Sinn.
01:27:38: Ich glaube, fast alle um uns herum haben eine Zuckersteuer und ein Teller
01:27:40: limitiert.".
01:27:41: Und man kann dann messen wieviel Nutzen
01:27:43: das am Ende auch wirklich für den einzelnen Menschen hat?
01:27:46: Dann gibt es ja Studie- und Abhandlungen drüber...
01:27:48: Was ja nicht bedeutet dass man keine Keks im Essen darf!
01:27:51: Das ging ja also meines Wissens um den Zucker in Getränken, in Limonaren.
01:27:57: Also du kannst ja glaubt aber deinem Ohren machen.
01:27:59: Aber
01:27:59: abgesehen davon darf man ja alles essen sondern ist eben ein wenig luxuriöser.
01:28:05: Also ich kann auch immer nicht so gut damit leben, dass viele Menschen sagen gesunde Ernährung sei sehr teuer.
01:28:10: Ja vielleicht wenn wir jetzt wirklich über Bio-Siegel und sowas nachdenken.
01:28:13: Aber erstmal grundsätzlich ist der Apfel nicht scheurer als der Schokokeks.
01:28:18: So den kann ich prima essen, der ist super gesund.
01:28:21: oder noch schlimmer ein eben Stück Fleisch oder verarbeitetes Fleisch.
01:28:24: das ist nämlich alles auch sehr teur.
01:28:26: und letztlich ist es eben zunächst erst mal nicht teurer.
01:28:28: sich gesund zu ernähren ist erstmal günstiger.
01:28:30: aber das soll gar nicht unser Thema sein.
01:28:31: Hat, fand es noch ganz passend grad.
01:28:35: Ja also wir wollen keine Verbote... Also wobei das ja auch geframed ist ne?
01:28:41: Ich meine gerade steigen die Benzinpreise wie noch was so Diesel-Subventionen?
01:28:49: Wo sind da die ganzen Bauern?
01:28:51: warum werden da nicht irgendwelche Strohpuppen vom Galgen gehangen?
01:28:59: Die Medien haben ja ganz viel Macht, wie sie Dinge frame.
01:29:03: Also... Ich hab gestern noch einen Kommentar von einem Schwurblar gestoßen.
01:29:09: Oha-Vorsicht!
01:29:10: Nicht reproduzieren!
01:29:11: So der halt quasi, der irgendwas schreibt und als Quelle zwei Newsartikel nimmt und ich seh' mir schon so okay.
01:29:19: das war's also einfach dass als Seriöse, also wie weit muss ich gekommen sein wenn ich das als seriösen Quelle nehme?
01:29:26: Und dann ja wirklich nur noch schwurbel
01:29:30: Ja, ist halt auch irgendwie der guter Journalismus kostet dir etwas und das ist natürlich auch wieder so eine Frage.
01:29:37: Und ich finde ja soziale Medien nicht schlimm, das nutzen wir alle.
01:29:42: aber keiner von uns ist ein Journalistin.
01:29:44: also dass was ich von mir gebe es immer meine Meinung und was sich vielleicht auf LinkedIn von mir gäbe ist zumindest meine Fachmeinung.
01:29:51: Aber
01:29:52: Journalismus ist das ja nicht.
01:29:53: Also wenn ich mich über ein Thema informieren will dann muss ich ja eben mir seriöse Quellen suchen und nicht irgendwen, der denkt er hat sich dazu fühlt sich berufen ein Video zu machen.
01:30:04: Und die Meinung zerteilen.
01:30:06: aber das macht es natürlich auch eben für unsere Themen nochmal schwieriger glaube ich.
01:30:12: wir sind ja auch kein journalistischer Podcast also wir haben ja eine höhere Basis die uns genau aus dem Grund hört weil wir das machen was wir machen.
01:30:20: so also ich will jetzt Keinen AfD-Wähler da draußen überzeugen das nicht mehr zu tun.
01:30:25: Werde ich auch nicht, weil der wird diesen Podcast niemals hören!
01:30:28: Die habt ihr auch meistens eine Person, natürlich kann man da ja auch kritisch nachfragen.
01:30:32: Aber ich hätte es jetzt auch nicht schlimm gefunden wenn zum Beispiel jemand von einem Unternehmen der hatte mit Sicherheit auf vieles was ich jetzt sagen würde geantwortet und wer soll das bezahlen?
01:30:40: Wie soll ich das auch noch machen?
01:30:42: Das finde ich gar nicht schlimm insofern jemanden dann zu haben genau wie kann ich den vielleicht auch versuchen zu überzeugen doch diese Dinge zu finden?
01:30:51: dass tue ich ja nun mal auch eben in meiner Arbeit.
01:30:57: die Leute das gerne wollen?
01:30:59: Nee, eigentlich nicht.
01:31:00: Eigentlich will mich keiner sozusagen aber sie müssen es dann teilweise doch machen.
01:31:04: und wie gesagt niemand ist den ich erlebe mit Absichter irgendwie nicht nachhaltig sondern man fühlt sich einfach in diesen Zwingen in den unternehmerischen Zwängen zu sein.
01:31:17: naja am Ende des Monats müssen wir hier einfach mit Geld machen und wenn ich jetzt zusätzlich Geld für diese Sachen ausgeben muss passt erst mal irgendwie nicht.
01:31:26: Aber das ist dann mein Job auch zu erklären, dass es doch zusammenkommen
01:31:30: kann.".
01:31:32: Ich finde, das ist ein tolles Schlusswort.
01:31:35: Seilin hast du noch eine Frage an ihr?
01:31:37: Nein habe ich nicht!
01:31:38: Ich wollte aber auch sagen, dass wir leider einen tollen Schlusswort brauchen denn ich hätte das jetzt auch noch sehr viel länger weiter führen können, aber wir müssen leider langsam zum Ende kommen für dich.
01:31:48: Und ja, da war richtig viel drin.
01:31:50: Da war richtig für Mehrwert drin und das auf so einer herrlichen menschlichen Ebene.
01:31:53: Vielen vielen Dank, Katrin, dass du bei uns warst.
01:31:56: Sehr gerne!
01:31:56: Das haben wir richtig viel Spaß gemacht.
01:31:58: Ja, mir auch.
01:31:59: Mir fand ich toll.
01:32:00: Uns auch.
01:32:01: Es war so nahbar.
01:32:03: Ich weiß nicht ob du in unserem Podcast geguckt hast?
01:32:06: Wir haben einen Podcast mit Nils...
01:32:10: Das war der
01:32:11: erste
01:32:11: Podcast, zwei tausendfünfundzwanzig.
01:32:14: Ich kann gerne noch mal nachdauen.
01:32:16: Nils Christiansen heißt er glaube ich von Sustainuation oder die glaube ich was Ähnliches machen wie du.
01:32:24: und jetzt im Gespräch merke ich das waren auch viele Gestellster.
01:32:27: Das war glaube ich ganz viel
01:32:30: über
01:32:30: deine Arbeit ohne... Also quasi wir haben ganz viel über deine Arbeit gesprochen, ohne über deinen Arbeit zu sprechen.
01:32:37: Ja
01:32:37: ich bin aber auch jemand der sehr gerne sehr viel redet.
01:32:40: Ja schön!
01:32:41: Aber gut redet.
01:32:42: also es gibt ja durchaus große Unterschiede.
01:32:45: Das war PodcastSiebenundzwanzig mit Nils Christiansen und ich möchte nochmal betonen dass dir ein großartiger Gast war.
01:32:50: Wir waren aber damals einfach noch nicht ganz so routiniert wie wir's heute sind und die Gespräche waren noch etwas mehr.
01:32:57: an einem Skript sag' ich mal näher an den... Also
01:32:59: auch voll gut weils quasi ein ähnliches Thema ist, aber wir in eine ganz andere Richtung gegangen sind.
01:33:05: Genau!
01:33:06: Wir haben
01:33:06: jetzt zwei sehr verschiedene Podcasts dazu gearbeitet.
01:33:08: Damals hatten wir ja wahrscheinlich auch noch etwas anderes.
01:33:11: Wie gesagt es war so ne ganz andere Welt das Leute wie ich auf einmal gar nicht wussten wohin veraufträgen.
01:33:16: Das hat dann wieder abgenommen natürlich dadurch dass der Druck raus ist Aber also in dieser Bubble tut sich ja auch dann ganz viel.
01:33:26: Das war sehr schön.
01:33:27: vielen Dank dass du bei
01:33:35: uns warst.
01:33:44: Tschüss liebe Katrin, dich
01:33:52: auch.
01:33:52: Danke sehr gerne!
01:34:00: Bis zum nächsten Mal.
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