#61 Dein Zukunfts-Ich wird sauer sein: Die Psychologie des Aufschiebens

Shownotes

Du willst mehr von uns? Dann schau mal in unserem Linktree vorbei.

Kennst du das auch? Du weißt, dass du dich um etwas kümmern solltest – deine Altersvorsorge, deine Steuer, einen Arzttermin, den Wäscheberg oder diese eine Entscheidung, die schon viel zu lange offen ist – und trotzdem landet alles bei deinem zukünftigen Ich? In dieser Folge sprechen Anja und Helene über die Time Fallacy: die Annahme, dass wir später mehr Kapazitäten haben als heute. Klingt harmlos, kann aber große Folgen haben – emotional, organisatorisch und finanziell. Darum geht’s in dieser Episode: – warum wir Aufgaben und Entscheidungen so gerne verschieben – was Prokrastination mit unserem zukünftigen Ich zu tun hat – weshalb gerade Frauen oft besonders viel annehmen und zu selten Nein sagen* – welche psychologischen Effekte dahinterstecken, z. B. Present Bias, Status-quo-Bias, Omission Bias, Paradox of Choice, kognitive Dissonanz und Blind-Spot-Bias – warum Aufschieben bei der Altersvorsorge besonders teuer werden kann – wie stark der Zinseszinseffekt wirkt – selbst bei kleinen monatlichen Beträgen – welche Strategien helfen, um endlich ins Handeln zu kommen Unter anderem sprechen die beiden über: – das Konzept des Future Self nach Hal Hershfield – Temptation Bundling nach Katy Milkman – konkrete Wenn-dann-Pläne nach Peter Gollwitzer – das Paradox of Choice nach Barry Schwartz – Studien und Impulse zu Prokrastination und Wohlbefinden, u. a. von Fuschia Sirois Diese Folge ist für dich, wenn du … – Entscheidungen ewig vor dir herschiebst – beim Thema Finanzen immer wieder denkst: „Mach ich später“ – spürst, dass Aufschieben dich stresst – dein zukünftiges Ich endlich besser behandeln möchtest Ein wichtiger Gedanke aus der Folge: Nichtstun ist auch eine Entscheidung – und oft eine, die später teuer wird. Wenn du deine Finanzen, Absicherung oder Altersvorsorge nicht länger aufschieben möchtest, findest du im Linktree in unseren Shownotes die Möglichkeit, direkt einen Termin mit Helene zu buchen. Wenn dir die Folge gefallen hat, freuen wir uns über ein Abo und eine Bewertung auf Spotify, Apple Podcasts & Co. Kontakt: FAIRstärkung@fairvendo.de Den Linktree und weitere Infos findest du in den Shownotes zur Folge.

Transkript anzeigen

00:00:06: Ja, das stimmt.

00:00:08: Was denkst du darüber?

00:00:09: Da sind wir wieder beim Feminismus.

00:00:12: Ach komm!

00:00:13: Wegen zehn Jahren?

00:00:15: Ja, wir haben aber auch einen großen, blinden Fleck.

00:00:18: Das kann man bei seinen Kindern ausnutzen, oder?

00:00:21: Ich dachte, oh mein Gott!

00:00:23: Mir ich nicht.

00:00:27: Hallo und herzlich willkommen.

00:00:29: Wir sind deine Verstärkung von Vervendo.

00:00:31: Ein Podcast für nachhaltige Versicherungen und sozialethisches Finanzwesen.

00:00:36: Hier geht es nicht nur um deinen persönlichen Wohlstand, sondern auch um eine bessere Zukunft für uns alle.

00:00:42: Im heutigen Format kurz erklärt, bringen wir Beispiele aus unserem Alltag mit und wollen dich auf leicht verständliche Art mit Themen rund um Finanzen und Versicherungen vertraut machen.

00:00:52: Das soll dich befähigen, nicht nur deine eigene Zukunft zu gestalten, sondern auch zu positiven Veränderungen in der Welt beizutragen.

00:01:00: So werden wir ganz nebenbei zu deiner Verstärkung.

00:01:06: Ich bin Anja Werner, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Verwendo, zusammen mit Helene im Marketing Team und nebenbei studiere ich Mediendesign.

00:01:13: Mein

00:01:13: Name ist Helene Bossmann, ich bin Diplombetriebswittern und habe ein Master in Wirtschaftspädagogik.

00:01:18: Ich bin seit zwölf Jahren selbstständig als Versicherungsmarklerin und davon seit zehn Jahren bei Verwendo.

00:01:22: Hallo Helene!

00:01:23: Hi Anja!

00:01:24: Ich weiß, dass du uns ein ganz ganz schönes Thema vorbereitet hast, aber in meinem Skript steht Timefellacy und ich habe nie davon gehört.

00:01:32: Genau, ich habe uns heute mal das Thema Aufschieben mitgebracht.

00:01:37: Also warum wir als Menschenentscheidung so gerne aufschieben, das heißt nämlich Time-Fellacy, kommt aus der Organisationspsychologie.

00:01:47: Also es geht darum, dass wir sagen, das mache ich morgen und darum kümmere ich mich später.

00:01:52: Und gerade im Finanzbereich ist das immer ein großes Thema, was ich häufig höre.

00:01:57: Und ich hab gedacht, wir bereiten das mal ein bisschen auf und bringen vielleicht ein paar Strategien und Ideen mit, wie wir unseren zukünftigen Ichs eigentlich helfen können.

00:02:05: Also, dass wir nicht mehr so viel aufschieben.

00:02:07: Und vielleicht hast du sogar ein paar Buchtipps für uns, wenn wir uns da noch weiter vertiefen wollen.

00:02:12: Ich würde mich dann nämlich gerne mal mit beschäftigen.

00:02:13: Ich schiebe gerne alles zu der Zukunftsania rüber.

00:02:16: Gerne.

00:02:18: Ja, das wäre schon das Erste.

00:02:20: Also, Time Fallissi, hab ich schon gesagt.

00:02:23: Da geht's darum, Entscheidungen... aufzuschieben oder auf das zukünftige ich abzuwälzen.

00:02:28: Das finde ich eigentlich ganz schön.

00:02:30: Also weil aufschieben bedeutet ja nichts anderes als dass wir sagen, das macht nicht die Helene heute, sondern das macht die Helene in drei Monaten oder in drei Jahren.

00:02:39: Das ist ganz genau die gleiche Helene.

00:02:41: Das ist das, was mich immer so ärgert.

00:02:42: Ich denke dann immer, ja, dann bist du motivierter oder dann hast du plötzlich Zeit.

00:02:45: Nee, hast du auch nicht.

00:02:48: Genau, das ist der Gedanke.

00:02:49: Also wir glauben, dass wir in der Zukunft mehr Zeit haben oder Energie oder Motivation oder Willenskraft.

00:02:55: Und das stimmt überhaupt nicht.

00:02:57: Das Phänomen ist eng mit der Prokrastination verknüpft, was viele vielleicht auch kennen, also auch so dieses Nichtstun.

00:03:03: Und es gibt eben eine Menge Studien dazu.

00:03:05: Also eine Studie besagt, dass ungefähr zwanzig Prozent der Menschen chronisch prokrastinieren, also Dinge nicht tun.

00:03:11: Bei manchen Dingen gehör ich da auch zu ehrlich gesagt.

00:03:14: Ja, bei manchen nicht auch.

00:03:15: Wäsche ist so ein Thema.

00:03:17: Aber geht ja auch nicht ewig, oder?

00:03:18: Irgendwann ist nix mehr da.

00:03:20: Doch geht ewig bei uns.

00:03:21: Wir haben so einen kleinen Abstellraum.

00:03:24: Wir kaufen immer neu.

00:03:27: Wir haben so einen kleinen Abstellraum und da liegt eine große Truhe und auf die kann man die Sachen wunderbar gerade legen und meine Familie ist darauf trainiert, sich dort zur Not dann Sachen rauszusuchen.

00:03:36: Wunderbar.

00:03:37: Unterwäsche kommt einfach in einen großen Korb.

00:03:38: Im Grunde ist das auch schon relativ gut aufgeräumt, finde ich.

00:03:42: Ja, und gewisserweise auf jeden Fall.

00:03:45: Und wie gut ich mich fühle, wenn ich mich aufraffe und diesen Riesenbergwäsche, den ich da angeholft habe, dann mal irgendwann wegmache.

00:03:52: Da habe ich richtig, da gehen sogar depressive Verstimmungen weg von.

00:03:57: Aber das ist sauberer Wäscher, oder?

00:03:59: Ja, natürlich.

00:04:00: Ganz sauber.

00:04:01: Waschen tu ich.

00:04:01: Das stört mich nicht.

00:04:02: Beziehungsweise die Waschmaschine.

00:04:04: Das waschen stört

00:04:05: dich nicht, sondern das wegfalten.

00:04:07: Ich mag das gerne.

00:04:08: Das,

00:04:08: was du so magst.

00:04:09: Ich hab ja schon gesagt, wir müssen mal zusammenziehen.

00:04:11: Da hab ich eh vor.

00:04:13: Ich glaube, irgendwann im Alter werde ich nicht mit meinem hoffentlichen Mann nur zusammenleben, sondern mit ganz vielen anderen Menschen.

00:04:20: Jeder hat irgendwie seinen eigenen kleinen Bereich.

00:04:24: Man hat aber auch so Gemeinschaftsräume.

00:04:26: Generationsübergreifendes Wohnen finde ich total schön.

00:04:29: Sehr gut.

00:04:30: Aber wir kommen vom Thema ab.

00:04:31: Prokrastination.

00:04:32: Also das Konzept des Future Self ist von Hal Hirschfield.

00:04:37: Wenn ihr diesen Podcast zu Ende gehört habt, dann gebt seinen Namen mal in eurer Podcast-App ein.

00:04:42: Der war nämlich in der Menge toller Podcast zu Gast und hat ausführlich über das Future Self gesprochen.

00:04:47: So heißt glaube ich auch das Buch.

00:04:50: muss darum geht.

00:04:51: Die Podcasts sind leider alle auf Englisch, das sind Amerikaner, aber hey, probiert doch mal ein Podcast auf Englisch.

00:04:58: So, nicht prokrastinieren, nicht aufschieben, funktioniert vielleicht.

00:05:02: Englisch heute lernen, nicht erst morgen.

00:05:04: Genau, nicht erst morgen.

00:05:06: Ich weiß gerade nicht, wie es Buch auf Deutsch heißt, aber es findet man mit Sicherheit auch unter hell herrscht fehlt.

00:05:12: Also ich habe eine Menge dieser Podcasts gehört und mich dann auch nochmal genauer mit den Studien beschäftigt.

00:05:17: Das finde ich ganz spannend.

00:05:19: weil nämlich so gar nicht dieses Prokrastinieren, ich mach das einfach nicht, sondern wirklich diesen Gedanken, wenn du das tust, dann machst du eigentlich was Schlechtes für dein zukünftiges Ich.

00:05:30: Also wie blöd findest du eigentlich dein zukünftiges Ich, dass du dem sagst, mir doch egal, wenn die zukünftige Helene sich dann damit beschäftigen muss, Hauptsache die heutige Helene muss ich nicht damit beschäftigen.

00:05:41: Das fand ich ganz spannend.

00:05:44: Dass das eigentlich die Konsequenz ist, wo man dann sagt, warte mal.

00:05:47: Stimmt, eigentlich ist es genau das.

00:05:50: Man denkt sich, mein zukünftiges Ich finde es bestimmt total toll, in deinem Fall die Wäsche wegzufalten.

00:05:57: Oder in meinem Fall die Steuersachen zu machen.

00:05:59: Das mache ich auch immer so auf den letzten Drücker, weil dann gibt es irgendwann doch eine Deadline.

00:06:03: Aber ja, eigentlich totaler Quatsch.

00:06:05: Also, wenn ich das heute schon nicht schön finden werde, werde ich es morgen auch nicht schön finden.

00:06:08: Und dann kommen im Zweifel vielleicht noch Dinge dazu, die ich auch nicht machen will.

00:06:11: Also muss ich dann mein zukünftiges Ich auf einmal mit... allem beschäftigen.

00:06:16: Ich bilde mir immer ein, dass mein jetziges Ich gerade so viel auf der Uhr hat und mein zukünftiges hat, dann vielleicht, da ich weiß es mittlerweile aus Erfahrung, dass das totaler Quatsch ist, dass es mindestens genauso viel auf der Uhr hat.

00:06:28: Und es hat auch ganz genauso wenig Lust, wie das jetzige ich.

00:06:31: Aber das ist immer so meine Ausrede, wenn ich aufschiebe.

00:06:34: Ja, aber guck mal, wenn du diese Woche war richtig viel und wenn du nächste Woche das machst, da ist ja dann deutlich weniger.

00:06:41: Ja, dazu hat Hell Hirschfeld in seinem Buch auch geschrieben.

00:06:45: Also dieser, glaube ich, zumindest oder zumindest hat eine Referenz in seinem Buch.

00:06:49: Zu diesem Gedanken, dass wir in Zukunft einfach mehr Zeit haben.

00:06:54: So, das habe ich auch, das kriege ich aber nicht zusammen.

00:06:58: Es gibt es auch noch in einem anderen Kontext hat, glaube ich, auch noch mal einen eigenen Namen.

00:07:02: Dass man dazu tendiert, Dinge anzunehmen an Arbeit, die in der Zukunft liegt.

00:07:08: Also wenn jetzt heute jemand kommen würde und sagen, hey, kannst du jetzt diese Arbeit heute bitte kurz machen?

00:07:12: Guckst du auf deinen Schreibtisch und sagst, nee, kann ich nicht.

00:07:15: Wenn jetzt aber der gleiche Person kommt und sagt, hey, kannst du das für in drei Wochen fertig machen?

00:07:20: Dann denken wir klar, in der Zukunft habe ich ja viel mehr Zeit.

00:07:23: So, dann mache ich's.

00:07:24: Ja,

00:07:24: so bin ich.

00:07:25: Das bin ich.

00:07:26: Und ich kenne das.

00:07:27: Ich bin auch so.

00:07:29: Also, dass ich auch denke, so ja, geht ja, eigentlich müsste ich ja irgendwie gehen und so kriege ich schon irgendwie hin.

00:07:33: Genau, ich habe ja zwei Wochen Zeit, das kriege ich doch irgendwo dazwischengeschoben.

00:07:37: Da sind wir wieder beim Feminismus.

00:07:39: Also ja, das ist ein sehr weibliches Thema.

00:07:41: Das heißt, wir Frauen sind oft so gepolt und sozialisiert, dass wir dann halt Dinge annehmen, damit es halt irgendwie allen gut geht.

00:07:48: Wir haben so ein Harmoniebedürfnis.

00:07:50: Wir wollen, wir wollen ja auch irgendwie alle befriedigen.

00:07:54: Wir wollen, dass es allen gut geht.

00:07:55: Und dann machen wir sowas häufig.

00:07:56: Also das Nein sagen ist wichtig.

00:07:58: Und eine Technik, die sie da nennen oder die er da nennt, ist, dass man sich überlegt, könnte ich das heute leisten.

00:08:07: Also, wäre ich bereit, diese Aufgabe heute zu machen.

00:08:11: Zeit mal hin und her.

00:08:12: Und wenn ich heute sagen würde, nee, hab ich keinen Bock drauf, also will ich gar nicht machen, dann auch einfach ablehnen, weil das zukünftige Ich wird auch keine Lust darauf haben.

00:08:21: So, und dann das zukünftige Ich wird genauso wenig Zeit dafür haben und muss das dann, also muss das dann in Zukunft irgendwie einbauen.

00:08:27: Das heißt, ich mach heute nix, außer im zukünftigen Ich noch mehr Stress zu bereiten.

00:08:33: Also ... fand ich auch ganz schön, zu sehen, ganz viel von dem Stress, den wir haben, machen wir uns eigentlich selber, indem wir Dinge annehmen, von denen wir heute schon wissen, dass das schwierig wird.

00:08:45: Weil wenn wir mal in uns hören, wissen wir bei vielen Sachen schon so, nee, habe ich keine Zeit für, werde ich nicht schaffen.

00:08:50: Und wir nehmen es trotzdem an.

00:08:52: Wir haben uns ja gerade im Vorgespräch schon darüber unterhalten, Helene, dass du dich gerne mit Psychologie befasst und ich auch.

00:08:59: Ich aber mehr so mit dem ganzen Kindheitsthema, pädagogische Psychologie, könnte man glaube ich sagen.

00:09:04: immer wenn ich irgendwas versuche herauszufinden, wieso Menschen so ticken, dann überlege ich, was wohl in ihrer Kindheit passiert ist.

00:09:10: Dann frage ich mich jetzt bei unserem Thema grad, ob mein Kindern Zeitmanagement vielleicht, oder ist das das richtige Wort, aber grad dieser Aufschieberietes, abherziehen wir jetzt auch ein bisschen hart, aber so ein bisschen ... Ja, es scheint ja irgendwie, entweder liegt es in uns Menschen oder wir sind nicht gut darin, dass unseren Menschen Kindern beizubringen, unsere Gesellschaft.

00:09:28: Was denkst du darüber?

00:09:29: Ich glaube, dass wir ... einfach nicht gut darin sind, quasi auf unser zukünftiges Ich zu achten.

00:09:38: Sondern eher darauf gepolt werden, vielleicht wir sind noch viel eher sozialisiert worden, dass man es allen recht machen soll, dass man ja nicht einfach ohne Grund nein sagt, gerade als Mädchen, aber Jungs glaube ich auch.

00:09:52: Also unsere Generation tendiert dazu, viel mehr Arbeit anzunehmen, als man irgendwie ohne viel Stress leisten kann.

00:10:00: Ich habe das Gefühl, dass die jüngeren Generationen da schon besser sind.

00:10:03: Und vielleicht geben wir das unseren Kindern mit.

00:10:06: Also ich finde dieses Überlege dir heute, ob das was ist, was du machen kannst und machen willst.

00:10:11: Und wenn du das heute nicht machen könntest und machen wolltest, dann sag einfach nein.

00:10:15: Also so dieses achten auf unser zukünftiges selbst finde ich eigentlich ganz schön, dass wir uns nicht, so wie es heute gerade vogue ist, sich... Wir uns nicht nur mit uns beschäftigen und wann geht es mir gut und wie geht es mir gut?

00:10:28: und Wellness und Work-Life Balance, sondern dass wir auch wirklich ein Bild für unser zukünftiges Ich haben.

00:10:34: Also gehe ich eigentlich heute schon mit meinem zukünftigen Ich um.

00:10:38: Aber das Thema Aufschieben ist doch nicht nur bei Sachen, die ich von anderen kriege, sondern auch bei Sachen, die einfach gemacht werden müssen.

00:10:45: Also die Wäsche habe ich ja jetzt nicht... direkt von jemand anderen bekommen.

00:10:48: Und die wird auch niemand anderes machen, wenn ... Also es geht ja auch um mein eigenes Self-Management und meine eigene Ordnung.

00:10:55: Also ich meine jetzt nicht nur den Haushalt mit Ordnung, ich meine die Kopfordnung, also meine Themen, die ich habe, nicht alle wegzuschieben.

00:11:02: Also das ist ja Prokrastination auch mehr, oder vielleicht kommen wir sonst auch noch dahin mehr zur Prokrastination.

00:11:07: Jetzt vielleicht erst mal zum Thema, was die Fremde auf dem Tisch liegen.

00:11:12: Genau.

00:11:12: Also Prokrastination ist ja beides.

00:11:14: Es ist ja die Time-Fellacy.

00:11:16: Also egal, ob es mir jemand gegeben hat oder ob ich es mir quasi selbst gegeben habe.

00:11:21: Aber auch da, glaube ich, hilft es doch zu sagen, so mein zukünftiges Ich hätte halt einfach viel mehr damit zu tun.

00:11:27: Also wenn ich Dinge aufschiebe, die ich heute vielleicht innerhalb von fünf Minuten erledigen könnte.

00:11:32: So, dann mache ich die einfach nicht und mache ich die nicht.

00:11:34: Und mein zukünftiges Ich in einer Woche ist dann einfach anderthalb Stunden damit beschäftigt, die gleiche Arbeit zu machen.

00:11:40: Will ich das?

00:11:41: Also finde ich das in eineinhalb Wochen geil?

00:11:42: Nee, finde ich auch in einerinhalb Wochen immer noch nicht geil.

00:11:45: Ja, dann mache ich doch lieber heute die fünf Minuten.

00:11:47: Ja, das ist so.

00:11:49: Kennst du das?

00:11:49: Das kennt bestimmt jeder Hausfrau.

00:11:51: Also hoffe ich jedenfalls.

00:11:52: Ich komme jetzt sonst wieder ganz schlimm vor.

00:11:54: Wenn man abends die Töpfe nicht mehr sauber macht und man hat richtig doll gekocht, man hat richtig gut gegessen, man hat auch die Spülmaschine noch eingeräumt, sind aber noch zwei Töpfe.

00:12:02: Du weißt genau, wenn ich die jetzt nicht wasche, sind die morgen verkrustet.

00:12:06: Also lässt du sie mit Wasser voll und lässt sie trotzdem stehen.

00:12:09: Kennst du das?

00:12:09: Äh, ja.

00:12:12: Aber ich stelle sie dann am nächsten Tag einfach in die Spülmaschine.

00:12:15: Also ich mach Wasser rein und dann mach ich sie in die Spülmaschine.

00:12:17: Meine Schwiegermutter hat gesagt, wenn das nicht in die Spülmaschine darf, ist es nicht gut.

00:12:21: Ich finde, ich finde das sehr gut.

00:12:23: Ich kann das nicht.

00:12:23: Es gibt keine guten Pfannen, die in die Spülmaschine dürfen.

00:12:26: Dann sind es keine guten Pfannen.

00:12:27: Es

00:12:27: gibt keine guten Pfannen, habe ich gerade gesagt.

00:12:29: Ich bin in der Spülmaschine dürfen.

00:12:34: Ich weiß, was du meinst.

00:12:36: Oder Messer.

00:12:37: Ich lebe das jetzt, was meine Schwiegermutter sagt.

00:12:40: Wenn es dich in die Spülmaschine kann, ist es nicht gut.

00:12:43: Man kauft es halt einfach immer günstige Pfannen und dann muss man die halt ab und zu ersetzen.

00:12:47: Es geht ja auch.

00:12:49: Aber zurück zum Thema.

00:12:50: Jawohl.

00:12:51: Bei mir ist es auch ein Thema Entscheidungen zu treffen, Helene.

00:12:54: Ich weiß nicht, ob du das auch kennst.

00:12:55: Es geht gar nicht so sehr darum, Dinge gleich zu tun.

00:12:57: Aber wo ich wirklich mich schwer tue, ist, wenn ich mich entscheiden muss und weiß, ich hab eventuell auch noch ein bisschen Zeit, mich zu entscheiden.

00:13:03: Ich brauch da eine Deadline.

00:13:04: Wenn ich weiß, bis dahin muss ich mich entschieden haben, mach ich's.

00:13:07: Bis zu der Deadline.

00:13:08: Wenn ich das aber nicht hab, dann schieb ich die ewig auf.

00:13:11: Also, ganz schlimm.

00:13:13: Also, da muss es wirklich weh tun, dass ich das mache.

00:13:16: Was denkst du, wieso ist das so?

00:13:18: Zur Einordnung ist das ja was, was ... was ich ganz viel erlebe in meinem Beratungsalltag, also wie du schon gesagt hast.

00:13:25: Ja, das dachte

00:13:26: ich mir.

00:13:26: So

00:13:27: bei Altersvorsorge, da gibt es halt keine Deadline.

00:13:30: Also die fällt mir nicht irgendwann auf die Füße oder die beißt mir ins Bein, wenn ich abends nach Hause komme.

00:13:35: durch die Tür.

00:13:37: Das heißt, da gibt es so viele Menschen, die das einfach immer wieder vor sich her schieben und sagen, ah, müsste ich mal was tun, weiß aber nicht genau, wie oder hm, ja, ja, mache ich nächstes Jahr.

00:13:46: Ehrlich gesagt war ich selbst so.

00:13:47: Ich bin so in die Branche gekommen, weil ich irgendwann gedacht habe, ah, Mitte zwanzig, ich müsste, glaube ich, mal was fürs Thema Altersvorsorge tun.

00:13:55: Aber was eigentlich?

00:13:57: Ach, kann ja nicht so schwer sein, ich informiere mich mal, ich probiert.

00:14:01: Damals gab es noch nicht so gute.

00:14:02: ... Blocks und Podcasts wie unseren ... ... bin also quasi kläglich gescheitert ... ... und dachte so, ja Rista, das klingt auch ganz gut ... ... und was steckt denn da eigentlich hinter ... ... und dachte, da kann ja nicht so schwer sein, ... ... ich habe BWL studiert, das kriege ich schon hin.

00:14:15: Und es gab keine Infos, es gab ... ... was ich gefunden habe, war von den Versicherungen ... ... hey, wir sind die Geilsten, alle anderen sind doof ... ... und die Nächste sagt, hey, wir sind die Geilsten, ... ... alle anderen sind doof ... ... und dachte, das kann ja nicht sein.

00:14:25: Also so bin ich in die Beratung gekommen.

00:14:28: Damals, weil ich dachte, ich muss was tun, so ... Und ich will das jetzt nicht weiter aufschieben.

00:14:32: Und zu dem Zeitpunkt hatte ich es übrigens schon einige Jahre vor mir her geschoben.

00:14:36: Und so geht es den Menschen heute vielfach auch noch, die ich habe.

00:14:38: Und da gibt es halt keine Deadline.

00:14:40: Also es wird ja nirgendwo der Punkt kommuniziert, äh bis dreißig musst du dich mit deiner Altersvorsorge beschäftigt haben, sonst ist vorbei.

00:14:47: Stimmt ja auch nicht, du musst halt einfach nur immer mehr investieren.

00:14:50: Also wenn du halt mit vierzig oder viertundvierzig erst anfängst, dann musst du halt sieben, acht, neun, hundert Euro im Monat investieren.

00:14:55: Hey, wenn du das kannst, überhaupt kein Thema, dann kannst du auch erst mit vierzig anfangen.

00:14:58: Können halt die wenigsten.

00:15:00: Das heißt aber, es gibt nicht so eine richtige Deadline wie beim Finanzamt.

00:15:04: Und das fällt wirklich vielen schwer.

00:15:06: Und eben weil ich das so oft erlebe, und ich ja schon gesagt habe, ich bin so eine Hobbypsychologin, also ich beschäftige mich viel mit Organisationspsychologie, also solchen Dingen, warum.

00:15:16: oder kognitive Psychologie, wie man es nennen will.

00:15:19: Warum tun wir Dinge, die wir tun?

00:15:22: Wie sind die Gaps?

00:15:22: Wie sind die Bias?

00:15:23: Da gibt es ja ganz viel.

00:15:25: Das finde ich sehr spannend.

00:15:26: Und einer ein wichtiger Faktor für dieses Ich schieb Entscheidungen auf ist das Present Bias.

00:15:34: Also das ist die Gegenwärtsverzerrung.

00:15:36: Das heißt, wir gewichten unmittelbare Gefühle oder Kosten stärker als zukünftige Konsequenzen.

00:15:42: Also eine unangenehme Aufgabe jetzt erzeugt sofort Stress oder Unlust, also vermeiden wir sie.

00:15:48: Das heißt, unser gegenwärtiges Ich genießt den Komfort und gemütlichen Abend ohne Steuererklärung, ohne die Töpfe zu waschen.

00:15:56: Während unser zukünftiges Ich dann die Rechnung bekommt.

00:16:00: Also wir denken, dass unser gegenwärts Ich wichtiger ist als das zukunftsich.

00:16:04: Bezieht sich so ein bisschen darauf, was ich früher gesagt habe.

00:16:06: Unser Zukunftsich ist es einfach gar nicht so wichtig.

00:16:10: So und wir auch dann aber Entscheidungen treffen mit einer kurzfristigen Belohnung, sag ich mal.

00:16:15: So, lege ich jetzt das Geld an für die Zukunft, für die Altersvorsorge oder kaufe ich mir das neue Smartphone.

00:16:22: Und da fällt dann in der Regel die Entscheidung auf die kurzfristige Belohnung.

00:16:29: Im Prinzip ist das ja auch wieder was, wie wir trainiert werden.

00:16:31: Also warum wollen wir mehr Geld verdienen, damit wir Also wir wollen mehr Geld verdienen, damit wir mehr Geld haben, um das dann auszugeben.

00:16:38: Das wird uns ja im Kapitalismus auch so präsentiert.

00:16:41: So, wir müssen Geld ausgeben, wir brauchen ein neues Auto, ein neues Smartphone, neue Klamotten.

00:16:45: Dann geht es uns gut.

00:16:46: Ist aber ja immer nur ein ganz, ganz kurzer Moment, in dem es uns dann gut geht.

00:16:51: Shopping-Sucht ist ja so ein gutes Beispiel dafür.

00:16:54: Das heißt, man hat ja nie genug.

00:16:56: Also es wird ja der Zeitraum, in dem wir uns freuen, dass wir da was Neues haben, wird immer kürzer.

00:17:03: Das heißt, wir müssen immer mehr hinterher schieben, immer mehr neue Sachen, damit wir diesen Dopaminrausch haben.

00:17:09: Also wenn wir uns belohnen, dann wird Dopamin freigesetzt.

00:17:11: Aber das wird halt auch irgendwann wieder abgebaut.

00:17:14: Und in allem Social Media ist da ja auch ähnlich.

00:17:16: Wollen wir diesen Dopaminrausch, also wie eine Sucht, dass wir Dinge tun, die immer wieder dazu führen sollen, dass wir Dopamin brauchen, dass da was freigesetzt wird in unserem Körper, dass wir uns irgendwie gut fühlen.

00:17:31: Das sind dann immer eher die kurzfristigen Dinge, als die langfristigen.

00:17:34: Weil es ist kein Dopamin in meinem Körper frei, wenn ich sage, heute hab ich meine Altersvorsorge richtig gut aufgestellt.

00:17:41: Doch, ich glaube schon, dass das das kann, aber eben erst hinten.

00:17:44: Ja, das stimmt.

00:17:45: Mein Mann immer sagt, hinten kackt die Ente.

00:17:47: Ich glaube, hinten raus sagst du geil.

00:17:50: Also ja klar, du hast schon recht in dem Moment vielleicht in der Mitte des Lebens, wenn du weißt, ich hab das jetzt schon zehn Jahre angespart.

00:17:57: Guck mal, was findest du immer so?

00:17:59: Aber es ist eben trotzdem ... nicht der absolute Moment-Kick, den wir zunehmend jetzt lernen durch unsere ... Also, man muss es ja so sagen, durch unsere Handys.

00:18:10: Unsere Handys haben Spiele, unsere Handys haben Freunde, mit denen ich teile, ich mein Erlebnis.

00:18:15: Die liken das geil, die liken das.

00:18:17: Guck mal, wie vieles geleckt haben, voll cool, weißt du, so meine ich.

00:18:19: Und wir werden wirklich an diese Dopaminsucht so ran getrieben.

00:18:25: Und ich glaub, dass unsere Handys da wirklich ein Riesenfaktor sind.

00:18:28: Und wenn du sagst, dass wir ... Auch bei Entscheidungen meist uns für den Moment entscheiden, dann ist das wohl auch eben wegen diesem Dopamin dann.

00:18:38: Am Ende sind wir ja alle mal bequem.

00:18:40: Also ich glaub, das gehört auch dazu, sich mal fallen zu lassen.

00:18:43: Aber was sind denn die Konsequenzen, wenn ich das jetzt zum Beispiel immer wieder tue?

00:18:47: Also mal abgesehen davon, dass ich morgens den doofen Topf dann doch noch abwaschen muss und ja eigentlich das Kindsausschule bringen muss, die Brotdose muss vollgemacht werden und so weiter.

00:18:54: Uns passt eigentlich gar nicht.

00:18:56: Ja, also es gibt ... Ein chronisches Aufschieben.

00:19:01: Und das kann sehr ernste Folgen haben.

00:19:03: Also es gibt Studien, die besagen, dass ständige Prokrastination mit schlechteren mentalen Wohlbefinden einhergeht, mehr Stress, Angststörungen und sogar gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck.

00:19:15: Die Psychologin, das spreche ich jetzt bestimmt falsch aus, Fushia Sirua, sagen wir jetzt so, dass Menschen... die ständig Dinge vertagen, öfter gesundheitliche Probleme entwickeln, unter anderem weil sie selbst wichtige Arzttermine immer wieder verschieben.

00:19:31: Also das ist dann wirklich schon chronisches Verschieben.

00:19:35: Und finanziell kann das aber, wie wir schon angedeutet haben, fatal sein.

00:19:38: Also wenn wir immer wieder aufschieben, Geld fürs Alter zur Seite zu legen, fehlt es uns am Ende einfach.

00:19:45: Also wenn ich es chronisch aufschiebe, dann habe ich am Ende wirklich ein großes Problem.

00:19:50: Leider weiß ich das immer erst am Ende.

00:19:53: Gut, aber wenn man chronisch aufschiebt, dann hat man auch, glaube ich, dann entsteht dadurch auch ein Leidensdruck, ja.

00:19:59: Also ich glaube nicht, dass ein Chef das mitmacht, dann verliert man seine Arbeit.

00:20:02: Gesundheitlich hast du gerade schon aufgezählt.

00:20:04: Ja, ja.

00:20:05: Da ist, glaube

00:20:05: ich, schon ordentlich Leidensdruck dahinter dann.

00:20:08: Ja, das stimmt.

00:20:09: Weißt du, was mich interessiert, ist auch, ob du da Zahlen hast.

00:20:13: Also grundsätzlich zum Thema aufschieben.

00:20:16: Entscheidungen verschieben, Deadlines und so.

00:20:19: Ja, ich habe ein bisschen was gefunden.

00:20:21: Eine Studie von zwei Tausend Sechzehn, die jetzt auch schon zehn Jahre alt ist, aber immerhin, zeigt, dass Personen, die nicht dieser Gegenwärtsverzerrung erliegen und den Wert der Zukunft realistisch einschätzen, im Schnitt neunzehn Prozent mehr Spates haben als stark gegenwärts fixierte Personen.

00:20:39: Das liegt dann wieder daran, dass vorausschauende Personen früher mit dem Sparen anfangen, also das halt eben nicht aufschieben.

00:20:44: Also das dass nicht jetzt entscheiden, sondern aufschieben kostet halt am Ende bares Geld.

00:20:51: Da ist dann halt einfach die Altersvorsorge nicht ausreichend.

00:20:56: Denn auch da wieder, das hatten wir aber schon, dass einfach viele die Macht des Zinses-Zinses unterschätzen.

00:21:01: Also je länger wir sparen, auch wenn es nur wenig ist, da werden sich die Zinsen... die wir erwirtschaftet haben, die werden wieder verzinst.

00:21:10: Der Wert wird wieder verzinst.

00:21:12: Das heißt, das ist hinten draußen wirklich großer Effekt.

00:21:14: Das hatten wir jetzt schon mehrmals.

00:21:15: Haben wir mal ein gutes Real zugemacht, ja.

00:21:18: Also mal als Beispiel bei einem Zinssatz von sechs Prozent, den man über Aktien oder ETFs vielleicht machen kann, wenn jetzt jemand, der zwanzig ist, fünfzig Euro im Monat beiseite legt.

00:21:29: Und das dann also für siebenvierzig Jahre.

00:21:31: Dann kommt er bei diesen sechs Prozent Zinsen, da mit hundert, neun, vierzigtausend unten paar gequetschten, also mit hundertfünfzigtausend Euro raus, bei fünfzig Euro jeden Monat.

00:21:43: Wenn jetzt jemand zehn Jahre später anfängt, also nicht mit zwanzig, sondern mit dreißig, hat der keine hundertfünfzigtausend Euro mehr, sondern nur noch achten siebzigtausend Euro.

00:21:52: Ach komm, wegen zehn Jahren?

00:21:55: Ja.

00:21:56: Und das wird sogar noch deutlicher.

00:21:57: Wir machen mal ... Also der fängt mit zwanzig an oder der fängt mit zweinzwanzig an.

00:22:02: Also hat die Person siebenvierzig Jahre oder fünfundvierzig Jahre.

00:22:06: Immerhin haben wir gesagt, wenn die siebenvierzig Jahre Zeit hat, sind wir bei ungefähr hundertfünfzigtausend.

00:22:11: Bei fünfundvierzig Jahren sind es hundertdreißigtausend.

00:22:15: Also zwei Jahre ... Fünfzig Euro jeden Monat sparen führt durch den Zinses-Zins-Effekt hinten raus.

00:22:22: Dadurch, dass sich die Zinsen immer wieder selbst mit verzinsen, führt das zu knapp zwanzigtausend Euro mehr Guthaben.

00:22:30: Aber wenn ich das so höre, dann müsste man eigentlich jetzt anfangen, für die Rente meiner Kinder zu sparen, die wahrscheinlich eh keine staatliche Rente mehr erwarten.

00:22:38: Einfach weil es Sinn macht und die können das dann irgendwann, muss gar nicht viel sein, übernehmen und weiter zahlen.

00:22:42: Das macht durchaus Sinn.

00:22:43: Das machen viele Großeltern für ihre Kinder.

00:22:47: Was die Eltern meistens machen, ist ein Sparen für den achtzehnten Geburtstag, Führerschein, Auto, Ausbildung, Studium.

00:22:55: Genau, so was.

00:22:56: Auch wichtig ist ja nicht mal die kurzfristige Belohnung, sondern schon auch eher mittelfristig bei jüngeren Kindern.

00:23:03: Aber ja, das macht auf jeden Fall... Sinn.

00:23:06: Das Geld für die Kinder, wenn man es denn hat, da sind wir ja auch wieder.

00:23:09: Habe ich das Geld heute zur Verfügung, um das anzulegen.

00:23:12: Aber wer das hat, da macht es auf jeden Fall Sinn.

00:23:14: Also das ist hinten raus, wirklich auf eine lange Laufzeit.

00:23:17: Guck mal, machen wir mal fünfzig Euro, siebensechzig Jahre.

00:23:22: Mach mal zehn Euro, weil das kann doch jeder, also da jetzt nicht gerade fünf Kinder hat natürlich, das ist wieder was anderes, aber wenn ich ein oder zwei Kinder habe, kann ich doch fünf bis zehn Euro.

00:23:31: Mach doch mal zehn Euro, nur aus Spaß.

00:23:33: Was käme am Ende des Lebens des Kindes raus, wenn es nur zehn Euro wären?

00:23:36: Sehr wirklich wenig.

00:23:37: Zehn Euro jeden Monat, sechs Prozent Zinsen bei sieben, sechzig Jahre sind hunderttausend Euro.

00:23:46: Ja, guck mal, oder?

00:23:47: Also ich meine, das ist doch nicht nichts.

00:23:49: würde ich doch meinem Kind gerne geben für seine Rente, ihre Rente je nachdem.

00:23:54: Und

00:23:54: um das noch mal deutlich zu machen, wenn ich zehn Euro jeden Monat einzahle, für sieben, sechzig Jahre habe ich acht Tausend, vierzig Euro eingezahlt.

00:24:04: Also das ist der Teil, den ich bezahlt habe und die Zinsen sind zweiundneinzigtausend Euro.

00:24:08: Ist

00:24:08: ja komplett abgefahren.

00:24:10: Das ist der Zins-Zins-Effekt.

00:24:13: Ich fange jetzt wieder an.

00:24:15: Lenny, heute fange ich wieder an.

00:24:17: Du hast es geschafft.

00:24:19: Die Entscheidung ist getroffen.

00:24:21: Leute, ihr müsst da rausgehen und müsst Geld beiseite legen.

00:24:25: Danke.

00:24:26: Ja, bei Seite legen reicht nicht mehr, man muss es halt anlegen.

00:24:28: Also wenn ich es jetzt nur unter das Kopfkissen lege, dann habe ich halt Nullprozent, dann habe ich acht Tausend Vierzig Euro in sieben Sechzig Jahren.

00:24:36: Jetzt sind dann auch nur acht Tausend Vierzig Euro.

00:24:39: So, also... Und die

00:24:39: sind viel weniger wert.

00:24:40: Wir dürfen die Inflation nicht vergessen.

00:24:42: Genau.

00:24:42: Das heißt, ich habe jetzt sechs Prozent angenommen.

00:24:44: Das heißt, Aktien oder ETFs müssten es dann schon sein.

00:24:48: Und dann gehen wir da wieder davon aus, dass sich die Märkte und das generelle Niveau sich so entwickelt, wie es sich die letzten hundertzwanzig Jahre entwickelt hat.

00:24:56: Ehrlich gesagt, in der aktuellen politischen Lage bin ich da skeptisch.

00:25:00: Darüber

00:25:00: können wir aber gerne auch mal in einer anderen Folge regen.

00:25:03: Genau.

00:25:03: Aber es macht auf jeden Fall total Sinn, auch schon mit kleinen Beiträgen anzufangen und zu sparen, weil es hinten raus einfach wirklich ein Rieseneffekt wird.

00:25:10: Cool.

00:25:10: Danke.

00:25:11: Guck

00:25:12: mal, wir haben berechnet.

00:25:13: Fünfzig Euro für siebenvierzig Jahre und sind auf Hundertfünfzigtausend gekommen.

00:25:18: Zehn Euro für siebensechzig Jahre.

00:25:20: Ja, also.

00:25:20: Das ist schon Hammer.

00:25:22: Also ja, noch mal zu unseren Hundertfünfzigtausend.

00:25:24: Knapp, wenn ich fünfzig Euro spare, ab dem zwanzigsten Lebensjahr bis zur Rente, dann habe ich achtundzwanzigtausend, zweihundert Euro eingezahlt.

00:25:34: Und meine Zinsen sind hundertzwanzigtausend Euro.

00:25:38: Nicht schlecht.

00:25:38: Also, das mal in Kürze der Zinsistinseffekt.

00:25:43: Ja, da müssen wir vielleicht aber noch mal ran irgendwie.

00:25:47: Weiß ich nicht, man damit ein ganzen Podcast füllt, aber vielleicht auch mit einem Gast.

00:25:51: Und wir haben ja sowieso auch mal überlegt, über das Thema Schulden zu reden.

00:25:54: Weiß ich nicht, ob das sich irgendwie miteinander Hand in Hand gehen kann.

00:25:57: Aber lass uns das in Ruhe besprechen.

00:25:59: Das ist gut, schreibe ich mir auf.

00:26:01: Würde ich nicht mit dem Thema Schulden in Verbindung bringen, sondern mit dem Thema Sparen in Aktien generell, Cost-Average-Effekt, Zinsistenz und so.

00:26:11: Man könnte das ja... eigentlich finanzielle Selbstsabotage nennen, wenn man immer dem kleinen Genuss den Vorzug gibt.

00:26:18: Ja, auf jeden Fall.

00:26:20: Denn oft merken wir gar nicht, dass wir uns dabei selbst auch strixen.

00:26:23: Oft ist es ja auch so, dass wir heute was kaufen, was wir später bezahlen.

00:26:28: Also der klassische Klarnah-Effekt, so ich möchte die Klamotte das Möbelstück.

00:26:34: das technologische ding heute haben leisten können ist schwierig.

00:26:39: das heißt ich bezahl dir in raten oder ich bezahl sie in dreißig tagen.

00:26:43: vorsicht falle

00:26:44: und das ist ein riesiges problem.

00:26:45: also was genau da rein fällt dass wir glauben unser zukünftiges ich hat einfach viel mehr geld.

00:26:51: ist in der zwischenzeit so geld gekommen kann das jetzt alles easy peasy bezahlen.

00:26:55: und also ein großes thema.

00:26:58: bei jungen Menschen, die sich wirklich in hohe Schulden stürzen, weil sie eben wieder bei diesem Dopaminrausch, sie wollen die Sache jetzt haben und nicht darauf sparen, sondern kaufen sie jetzt und stürzen sich wirklich in große Schulden, weil sie das nicht bezahlen können in der Zukunft.

00:27:13: Also das ist quasi nochmal so das Weitertreiben der Time-Fellacy, der Prokrastination.

00:27:19: Wie gehen wir quasi mit unserem zukünftigen nicht um?

00:27:22: Stimmt.

00:27:23: Ja, das ist ... eine Falle, über die wir auch in einer anderen Folge unbedingt mal sprechen müssen, weil sie mich persönlich auch wirklich interessiert, weil ich sie um mich herum überall immer wieder wahrnehme in entfernten, erweiterten, bekannten Kreisen, würde ich mal sagen.

00:27:37: Haben wir ja

00:27:37: auf dem Schirm.

00:27:38: Ja, cool.

00:27:40: Was passiert in unseren Köpfen?

00:27:42: Also du hast dich ja mit diesem Thema schon total beschäftigt, das hört man raus und du hast bestimmt wieder einige Bücher gelesen, wie ich dich kenne, hast ja eben auch schon angedeutet.

00:27:50: Was ist der psychologische, welche... Psychologischen Effekte stecken dahinter, hinter dem Verhalten?

00:27:55: Also,

00:27:56: da sind eine ganze Menge kognitiver Verzerrungen drin.

00:28:00: Also, systematische Denkfehler oder auch psychologische Phänomien genannt, die unser Entscheidungsverhalten beeinflussen.

00:28:08: Viele davon tragen dazu beides, wie nicht handeln oder eben aber auch falsche Annahmen über die Zukunft treffen.

00:28:14: Also, wie die Time-Fellacy, dass wir denken, hey, später habe ich mehr Lust und Zeit, das zu tun.

00:28:21: Bias, den wir da wieder haben, wir hatten die Gegenwahrtsverzerrung, also den Present Bias.

00:28:27: Jetzt haben wir den Status Quo Bias, also die Präferenz für den Status Quo.

00:28:32: Das heißt, wir Menschen tendieren dazu, alles beim Alten lassen zu wollen.

00:28:35: Also eine Veränderung ist generell eher mal ein Risiko.

00:28:38: Ich weiß nicht, was passiert da.

00:28:40: Das heißt, ich hätte gern, dass alles so bleibt, wie es ist, weil ich Angst habe vor der Veränderung.

00:28:48: Da spricht man dann, also in der Fortschreibung spricht man dann auch von Sankt Kost zum Beispiel.

00:28:53: Also wenn ich irgendwann merke, dass das, was ich tue, wirklich nicht gut ist.

00:28:58: Also ich bin in einem Job zum Beispiel, der mir wirklich keinen Spaß macht und dann geht es mental nicht so gut.

00:29:04: Aber ich will hier auf die nächste Beförderung hin.

00:29:06: Das heißt, ich ziehe das jetzt durch.

00:29:10: Also ich will keine Veränderungen.

00:29:13: So mache ich jetzt, führt halt dazu, dass wir große mentale Probleme bekommen.

00:29:17: oder ich merke, ich habe jetzt ein Sparbuch gehabt und da kriege ich jetzt gar keine Zinsen mehr drauf.

00:29:22: Also die Zinsen sind bei null oder wie es ja auch mal eine Zeit lang war, ich zahle sogar Strafzinsen.

00:29:28: Aber ich bleibe lieber dabei, weil da weiß ich, was ich habe und wer weiß, ob das Gras auf der anderen Seite wirklich grüner ist, ob es wirklich besser ist, vielleicht habe ich dann auch mehr Aufwand.

00:29:38: Das heißt, wir bleiben in dem, was wir schon kennen, was wir vielleicht gar nicht gut finden, aber wir kennen es und das reicht.

00:29:45: Der State-of-the-Score-Bias zur Einordnung wurde in den Eintracht von Samuelson und Zeckhauser geprägt.

00:29:53: Die haben damals zu geschrieben.

00:29:56: Der Bias kann dazu führen, dass wir notwendige Änderungen beim Investieren oder auch in unserem Handeln hinauschieben oder einfach nicht tun.

00:30:05: Zweitens ist der Omission-Bias.

00:30:07: Bias würde man übersetzt als Vorurteil bezeichnen, aber bei diesem Bias ist hier halt das irgendwie nicht so richtig hin.

00:30:13: Also, dass ich Dinge unterlasse.

00:30:15: Bedeutet also, ich habe eine Tendenz, schädliche Unterlassungen milder zu bewerten als schädliche Handlungen.

00:30:23: Also wir fühlen uns besser, wenn wir nichts tun, selbst wenn das Nicht-Handeln ebenso negative Folgen hat.

00:30:31: Also jetzt mal im Kontext Geld.

00:30:33: Nicht

00:30:33: zum Arzt gehen.

00:30:35: Ja genau.

00:30:35: Ah ja, Kontext Geld.

00:30:36: Also ja, Kontext Geld wäre, also dass nichts tun, also nicht investieren, fühlt sich subjektiv sicherer an, als aktiv eine Entscheidung zu treffen, die sich dann falsch anfühlen könnte.

00:30:48: Also ich investiere lieber gar nicht, als dass ich vielleicht eine Aktie oder ein ETF oder ein Aktienfonds wähle, der sich im Nachgang falsch anfühlen oder vielleicht auch nicht ganz richtig sein könnte, wo ich vielleicht nicht die beste Entscheidung getroffen habe, so habe ich nicht so viel Rendite gemacht wie der Markt.

00:31:06: Und aus Angst quasi vor dieser negativen Konsequenz des Handeln tue ich einfach gar nichts.

00:31:13: Und da lasse ich einfach alles.

00:31:16: Das heißt, die Untätigkeit führt dazu, dass wir Chancen verpassen, Risiken ignorieren oder sogar größere Risiken eingehen.

00:31:23: Weil natürlich auch das Nicht-Handeln immer eine Konsequenz hat.

00:31:26: Also es ist ja ein Trugschluss zu denken, wenn ich nichts tue, passiert es auch nichts.

00:31:31: Also das Nichtstun hat ja auch Konsequenzen.

00:31:33: Gehe ich irgendwo bei einem Streit dazwischen oder nicht?

00:31:36: So gehe ich dazwischenhauen, die sich vielleicht kurz aufs Maul, gehe ich nicht dazwischen, ist vielleicht am Ende einer Tod oder so.

00:31:42: Aber in unseren Gedanken ist das nichts tun immer besser als was tun und das könnte vielleicht potentiell falsch sein.

00:31:50: Nächstes ist das Paradox of Choice, also das Paradox der Wahl.

00:31:55: Klingt erstmal positiv, bedeutet aber, dass ich zu viele Wahlmöglichkeiten habe und mich da nicht entscheiden kann.

00:32:03: Ich glaub, das haben Kinder ganz oft.

00:32:04: Ich beobachte manchmal Eltern, die ihre Kinder vor unfassbar viele entscheiden.

00:32:08: Beim Restaurant, wo willst du sitzen?

00:32:10: Was willst du essen?

00:32:11: Welches Getränk?

00:32:12: Vielleicht noch die Frage, was für ein ... Was weiß ich Teller, willst du lieber mit Stäbchen oder mit ... Dann denk ich so, meine Fresse, gib denen doch einfach eine Gabel und setzt die irgendwo hin.

00:32:22: Das ist doch egal.

00:32:24: Ja.

00:32:25: Und das sind ja viele kleine Entscheidungen.

00:32:28: Und oft haben wir aber auch, dass ich quasi aus einer Menge auswählen muss.

00:32:32: eine Freundin von mir hat.

00:32:35: und hatte da auch ein Eisdresen.

00:32:36: Und sie hat immer gesagt, die schlimmsten Eltern waren die, die erst mal alle zwanzig Eissorten vorgelesen haben, nach drei Herigen oder so.

00:32:44: Ist der Hoffnung, dass die noch weiß, was das erste Eis war.

00:32:47: Oder hat sie auch mal gesagt, was für ein Quatsch.

00:32:48: Das ist halt Vanille, Schoko, Erdbeer.

00:32:49: Du

00:32:50: kennst doch die Vorlieben deines Kindes irgendwann auch.

00:32:52: Hier gibt es übrigens auch Maracuja Eis.

00:32:54: Du trinkst doch so gerne in den Saftwilz und mal probieren, so was.

00:32:56: Das kannst du ja damit vorlesen.

00:32:57: Aber dass du dann nicht auf der Eight-Eis, da weiß das Kind überhaupt nicht, was du meinst.

00:33:02: Ja, komplett.

00:33:03: Beobachte das auch immer super gerne, aber ich denke überfordert die da nicht permanent.

00:33:07: Und dann hatte sie noch Sachen mit Alkohol, so Eierlikör-Eis und dann war so eine Eierlikör nicht.

00:33:10: Okay Schatz, Eierlikör nicht.

00:33:13: Sag's nochmal, da hat es zwei Mal Eierlikör gehört, dann so, also ja.

00:33:17: Vor allen Dingen nicht, dann willst du das unbedingt.

00:33:19: Das nicht wissen wir ja, findet uns am Kopf nicht statt.

00:33:23: Ja.

00:33:23: Das Paradox of Choice ist vom Psychologen Barry Schwartz.

00:33:27: ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... ... der hat, ... Manchmal nicht wählen, weil wir theoretisch perfekt entscheiden wollen und uns deswegen nicht festlegen können.

00:34:01: Ich habe da einen Trick.

00:34:03: Kennst du das, wenn die Speisekarte im Restaurant zu lang ist und du sagst so, boah, keine Ahnung, wie viele Pizzennudelgerichte denn noch so?

00:34:13: Also ich kenne das, ich hab das oft und ich hab dann Trick.

00:34:15: und der Trick, der passt glaube ich ganz gut.

00:34:18: Ich frag oft den Kellner, was er am liebsten ist.

00:34:21: Das mach ich wirklich total oft, wenn ich überhaupt keine Idee habe, wenn er dann natürlich was sagt, was ich jetzt nicht essen würde.

00:34:27: Aber eigentlich esse ich auch alles, muss man fairerweise sagen.

00:34:29: Ich probiere auch super gerne neue Dinge.

00:34:31: Und das passt aber deshalb auch ganz gut, weil ich mir beim Thema Finanzen ja ein Makler oder eine Maklerin suchen kann, die den Überblick hat und vielleicht auch Erfahrungen mit vielen Produkten.

00:34:41: Kann ich fragen, Helene, was würdest du denn kaufen, wenn du auch gerade im Lotto gewonnen hättest, so wie ich?

00:34:47: Das machen viele.

00:34:48: Also ganz viele meiner Klientinnen fragen mich nach Empfehlungen.

00:34:52: Also es ist ja auch irgendwie mein Job, zu sagen, hey, das sind die Optionen.

00:34:56: Ich würde das und das empfehlen, weil ich meine, am Ende habe ich schon mal gesagt, bin ich für diese Empfehlung auch haftbar.

00:35:01: Das ist auch voll okay.

00:35:04: Ich habe am Anfang, als ich in die Branche gekommen bin, dazutendiert.

00:35:07: Also weil ich einfach so viel gelernt habe.

00:35:09: habe ich dazu tendiert, alle Infos weiterzugeben und habe genau das bei meinen Kunden ausgelöst, das Paradox.

00:35:17: Auf

00:35:17: Choice.

00:35:18: Auf Choice, genau.

00:35:19: Weil nämlich ich denen so viel erzählt habe, also ich habe quasi alles wissen, was ich hatte, so einmalmäßig über die ausgekippt und das ist natürlich viel zu komplex.

00:35:28: und das führt dann dazu, dass man denkt, jetzt weiß ich nicht, so genau.

00:35:34: Meine Kollegen haben immer gesagt, weil sowas ist die Salami-Taktik gut, also quasi das zu geben, was der Kunde fragt, was er wissen will, das zu geben, aber nicht gleich den ganzen Eimer auszuschütten.

00:35:45: Ich mache glaube ich mittlerweile sowas dazwischen.

00:35:48: Ich finde es immer noch schwierig.

00:35:50: wichtige Dinge, von denen ich weiß, dass sie wichtig sind, die der Kunde jetzt gerade vielleicht nicht auf dem Schirm hat, nicht anzusprechen, weil der Kunde nicht danach gefragt hat.

00:35:57: Da

00:35:57: fühle ich mich

00:35:58: auch, also das ist so ein umischen Ding, ja, auch wenn ich es nicht sage, hat das ja Konsequenzen.

00:36:03: Und da finde ich es wichtig, das auch zu sagen, also wenn ich weiß, das ist ein Produkt, das ist gut, das ist aber sauteuer, dann sage ich das auch.

00:36:09: So, dann sage ich, das ist ein wirklich teures Produkt, macht aber Sinn, weil, also gebe ich vielleicht Informationen, die der Kunde gar nicht haben will, die ich aber wichtig finde, um eine gute Entscheidung zu treffen.

00:36:19: Bei vielen Sachen mache ich es aber dann auch wirklich salamimäßig, weil wie gesagt, das sind ja auch oft Dinge, die der Kunde, die Kundin gar nicht wissen will.

00:36:27: So, also das ist der totaler Quatsch, alles Wissen so einmal mäßig auszukippen.

00:36:30: Jetzt würde es gar nicht mehr gehen, der einmal ist viel zu voll.

00:36:33: So, dann würden wir stundenlang da sitzen.

00:36:36: So, uns macht auch einfach keinen Sinn, dass der auch irgendwie meinen Job quasi zu sagen, ich check das im Vorfeld, ja, hab das geprüft.

00:36:43: Das ist da alles drin, was wir brauchen oder das ist nicht drin.

00:36:45: Das brauchen wir vielleicht auch nicht, weil,

00:36:49: ja.

00:36:49: Ja, und du hast halt auch einfach längere Erfahrungswerte.

00:36:51: Selbst wenn du mir jetzt alles wissen überstöbst, dann kann ich trotzdem nicht sagen, wie hat sich das vielleicht in den letzten fünf Jahren entwickelt und was ist im Moment politisch, wie das es sich so entwickeln würde wahrscheinlich und so.

00:37:04: Da hast du halt total Erfahrungswerte, dass es schon noch mal was anderes.

00:37:07: Deswegen frage ich den Kellner, was er gerne ist.

00:37:10: Er hat

00:37:11: alles einmal ausprobiert, so ziemlich jedenfalls und sagt mir dann immer, was sein Favorit ist.

00:37:16: Ein weiterer Punkt ist die kognitive Dissonanz.

00:37:19: Also das bezeichnet das mentale Unbehagen, wenn ich zwei widersprüchliche Überzeugungen hab.

00:37:25: Also wenn unser Verhalten nicht zu unseren Werten passt.

00:37:28: Wir hatten das mal so, ich will eigentlich nachhaltig leben, dann weiß ich, darf ich nicht fliegen, möchte ich aber trotzdem, weil ich ja auch Fernreisen machen möchte.

00:37:39: So diese Spannung ist unangenehm.

00:37:43: So.

00:37:43: die löst man sie, indem man eine eigene innere Überzeugung ändert und sich vielleicht auch Dinge einredet und schön redet.

00:37:52: Also indem man sagt so, wie lange geht das denn eigentlich noch so?

00:37:56: Und das ist ja auch wichtig, andere Kulturen kennenzulernen.

00:37:59: Eine andere kognitive Dissonanz kann sein.

00:38:02: Elektroautos sind total gut.

00:38:04: Wir fahren noch ein Diesel.

00:38:07: Und meine kognitive Dissonanz ist, was ist jetzt eigentlich besser?

00:38:10: Sollte ich mir jetzt ein E-Auto kaufen?

00:38:11: Das ist ein neues Auto, was produziert wird.

00:38:14: Oder fahre ich einfach diesen Diesel, der jetzt schon zehn Jahre alt ist, aber immer noch fährt, fahre ich den jetzt einfach weiter.

00:38:20: So, ich weiß, Diesel ist per se nicht so gut.

00:38:23: So, wir brauchen Öl.

00:38:25: Auch irgendwie blöd.

00:38:26: Auf der anderen Seite ist es ein neues Auto.

00:38:28: Genau, das ist so meine kognitive Dissonanz.

00:38:33: Oder auch das Reisenthema.

00:38:34: Ich mag auch fernreisen.

00:38:36: So, ich finde es wichtig, andere Kulturen kennenzulernen.

00:38:38: Ich möchte andere Kulturen kennenlernen.

00:38:41: Und dann mache ich vielleicht keine kurzen Flugreisen mehr.

00:38:43: So, das ist so mein Ding, dass ich sage, ich würde jetzt nicht von Hamburg nach Frankfurt oder nach München fliegen.

00:38:48: Das mache ich dann mit dem Zug.

00:38:49: Ist auch unangenehm, bin ich halt viel länger unterwegs.

00:38:52: Fliegen wäre einfacher, aber so.

00:38:54: Also wir lösen dann unsere eigene Spannung, indem man sich auch vielleicht was einredet, klingt so negativ.

00:39:01: Aber indem man es für sich einfach selbst auflöst.

00:39:06: Oder man verschiebt die Diskrepanz in die Zukunft.

00:39:09: Ich kann jetzt wieder auf das Thema sparen.

00:39:12: Ich weiß, dass es wichtig zu sparen ist, aber ich spare nicht.

00:39:17: Da habe ich auch ganz viele, die kommen und sagen, ich müsste mal was tun.

00:39:20: Ich tue aber noch nix.

00:39:22: Das wird auch zu einem Problem, weil die Spannung immer größer wird.

00:39:28: Wenn man merkt, ich müsste jetzt mal sparen, aber ich tue nicht.

00:39:32: Oder ich sage mir dann halt einfach, im Moment geht es noch nicht.

00:39:36: Also das mache ich, wenn ich den neuen Job habe.

00:39:38: Das mache ich, wenn der eine Kredit abbezahlt ist.

00:39:41: Also diese Rechtfertigung erlauben uns dann, das Aufschieben immer weiter fortzusetzen, ohne dass wir uns schlecht fühlen.

00:39:46: Also die kognitive

00:39:47: Dissonanz dabei ist diese Rechtfertigung?

00:39:50: Oder ist die kognitive Dissonanz der Anfang, diese Fragestellung?

00:39:54: Die kognitive Dissonanz ist quasi die Widersprüchlichkeit in den Daumen setzen.

00:40:00: Das ist die Dissonanz und die Lösung, in dem ich das Rechtfertige vor mir selbst.

00:40:05: Ein ganz toller Bias, den wir hier auf jeden Fall nennen müssen, ist der Blind Spot Bias.

00:40:12: Das ist nämlich der Bias, dass wir selbst von uns immer glauben, diese Bias ist nicht zu haben.

00:40:17: Echt?

00:40:18: Da habe ich Imposta.

00:40:19: Adam Grant hat ihn auch mal den I'm Not Bias, Bias gelesen.

00:40:22: Also es gibt ganz viele Bias.

00:40:26: Ich habe jetzt einige genannt.

00:40:28: Dann gibt es noch ganz viele andere.

00:40:29: Und wenn wir die so hören, denken wir ganz oft so, ja, nähe ich nicht.

00:40:33: Also, achtzig Prozent der Menschen sind rassistisch, ich nicht.

00:40:36: Also,

00:40:37: das würde ich jetzt Menschen zuordnen, die sowieso mit

00:40:40: dem

00:40:41: Ego-Probleme haben, die sich sowieso für besonders halten oder so, weil ich hab das nicht.

00:40:45: Also, ich würde eher immer sagen, das hab ich auch, das kenn ich von mir auch und so.

00:40:49: Also, gibt's bestimmt verschiedene Typen.

00:40:51: Ja, aber der ist tatsächlich sehr verbreitet, trifft nicht auf jedes Beiß zu.

00:40:55: Also ich würde jetzt auch nicht davon ausgehen, dass jeder Mensch bei jedem Beiß denkt, hab ich nicht.

00:40:59: Aber bei manchen sagt man so Jo voll und bei anderen sagt man er, nee, hab ich nicht.

00:41:03: Aber ist

00:41:03: das nicht normal?

00:41:04: Ich mein, manche hat man auch vielleicht einfach wirklich nicht so doll.

00:41:06: Ja, wir haben aber auch einen großen, blinden Fleck.

00:41:11: Denn wir glauben, dass uns viele Beises oder Dinge nicht betreffen.

00:41:16: Also ich würde ja sparen, aber ich kann wirklich nicht.

00:41:19: Es geht wirklich einfach nicht.

00:41:21: Also andere Menschen, ja, die schieben das vielleicht auf, aber ich kann wirklich nicht.

00:41:26: Okay.

00:41:27: Oder ich muss wirklich auf den neuen Job warten.

00:41:31: Es gibt ganz schöne Studien dazu.

00:41:34: Zum Beispiel in Glauben in Umfragen.

00:41:35: Rund u.a.

00:41:37: der Menschen sind weniger voreingenommen als der Durchschnitt.

00:41:40: was sehr statistisch und unmöglich ist.

00:41:43: Also Durchschnitt fünfzig Prozent und eighty fünf Prozent der Menschen glauben, sie sind weniger voreingenommen.

00:41:50: Das geht beim Autofahren weiter.

00:41:52: Die Studie kann ich jetzt nicht genau zitieren, aber es gibt eine Menge Menschen, die glauben, also man sagt irgendwie fünfzig Prozent der Autofahrer fahren scheiße Auto und achtzig Prozent der Menschen glauben, aber dass sie nicht zu den fünfzig Prozent gehören.

00:42:09: Also, das ist statistisch quasi gar nicht möglich.

00:42:11: Also alle fahren schlecht Auto, außer ich.

00:42:13: Ich habe da auch ein Blindspot-Bias-Beispiel.

00:42:16: Weil ich bei allen Beispielen für den Blindspot-Bias, das du dir gerade aufgezählt hast, sexistisch war, obwohl ich von mir selber denken würde, dass ich nicht sexistisch bin, weil ich immer dachte, das sind doch Männer, die das denken.

00:42:28: Also entschuldigt, liebe Männer, die Letztverbleibenden.

00:42:31: Das ist natürlich Quatsch.

00:42:32: Also, ich bin sexistisch.

00:42:34: Diskriminierend in anderer Weise.

00:42:36: Manchmal.

00:42:37: Genau,

00:42:37: das finde ich so spannend, weil wir total dazutendieren.

00:42:41: Und als ich das erste Mal davon gehört habe, dachte ich auch so, nee, nie.

00:42:45: Und dann dachte ich so, oh mein Gott.

00:42:47: Ich nicht.

00:42:48: Oh ja.

00:42:50: Voll.

00:42:51: Genau, voll.

00:42:51: Also nicht bei dem, aber so.

00:42:53: bei anderen dachte ich so, ja, nehmen das bei mir nicht so.

00:42:56: Und dann davor zu hören und dachte so, oh ja, fuck.

00:42:59: Also ein großer ist der Confirmation bei uns, dass wir uns Informationen suchen, die unsere Meinung bestätigen.

00:43:06: So.

00:43:07: Und das mögen wir vielleicht denken, dass wir das nicht tun, aber eigentlich tun wir es doch.

00:43:12: Also wir sind harmoniebedürftig, wir wollen, dass Menschen uns zustimmen, wir wollen uns weniger streiten.

00:43:18: Also das finde ich so spannend.

00:43:19: Also den finde ich wichtig, das zu kennen, dass es das gibt, dass man denkt, ja, also bei anderen auf jeden Fall, ja, guck mal, so, der hat Angst vor Veränderungen, so statt des Kurbeis, so ja, aber ich nicht.

00:43:32: Ich finde Veränderung total geil.

00:43:35: Nee, ich nicht.

00:43:36: Und Status quo Bayer ist bei mir voll da.

00:43:38: Aber ja gut, also ich hab alle Bayer außer denen.

00:43:45: Wir sind ja auch nicht immer gleich.

00:43:47: Also es gibt ja da durchaus Entscheidungen und Dinge, wo wir den Status quo Bay behalten wollen und bei anderen Sachen nicht.

00:43:52: Aber zu glauben, dass wir deswegen nie so handeln, das ist halt, glaub ich, das Fatale.

00:43:57: Deswegen wollte ich den unbedingt nennen.

00:43:59: So, das fand ich noch wichtig zu sagen.

00:44:01: Also wenn ihr denkt, dass ihr die Bayer ist, das nicht habt.

00:44:03: Denkt nochmal genauer nach und guckt mal, welcher euch vielleicht doch überlistet.

00:44:11: Ja, fragt einfach die Menschen, die euch lieben.

00:44:13: Also wirklich auch die, weil die werden euch das dann schon beifringen, aber fragt die Menschen, die ihr gut kennt, die euch gut kennen und die euch lieben.

00:44:19: Ich glaube, die sagen euch das dann, ob die das beobachtet haben bei euch.

00:44:22: Das stimmt.

00:44:23: Das ist eine gute Idee.

00:44:24: Okay,

00:44:25: richtig, richtig viele fallen, ich merke schon.

00:44:27: Und was kann ich jetzt tun, um nicht länger mein zukünftiges Ich-so zu überlasten und zu überladen und das immer wieder zu strafen?

00:44:34: Es gibt ein paar bewährte Strategien auch wieder aus der Verhaltensforschung.

00:44:39: Ein Konzept, das mir persönlich sehr gut gefällt, ist das Temptation-Bundling.

00:44:43: Auf Deutsch klingt es nicht so gut, da wäre so was wie Verlockungsbündelung.

00:44:46: Natürlich.

00:44:47: Dabei koppelt man Dinge, die man gerne macht mit dem, was man tun ... sollte, aber vielleicht nicht so gerne macht.

00:44:55: Also, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

00:44:57: Das heißt, es gibt eine kleine sofortige Belohnung und man die ungeliebte Aufgabe macht man.

00:45:03: Das Konzept hat Katie Milkman von der Wharton School, ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... Das darf man aber nur, wenn man dabei Sport macht.

00:45:23: Also ich möchte diese Serie suchten, aber ich gucke diese Serie nur, wenn ich dabei Sport mache.

00:45:29: Oder in einem Fact-Experiment hat man Leuten in einem Fitnessstudio ein spannendes Audiobuch zur Verfügung gestellt, aber nur dann, wenn sie auch im Gym waren.

00:45:39: Das war halt so spannend, dass die Leute weiter hören wollten und dann sind sie auch zum Sport gegangen.

00:45:43: Das ist gut.

00:45:45: Temptation Bundling-Gruppe ging in dem Experiment ein und fünfzig Prozent öfter ins Fitnessstudio als die Kontrollgruppe.

00:45:51: Also der Drang zu erfahren, wie geht die Geschichte weiter?

00:45:54: Hat sie motiviert, regelmäßig zu trainieren.

00:45:58: Das kann man bei seinen Kindern ausnutzen, oder?

00:46:01: Ja, ich finde, machen wir doch auch oft, oder?

00:46:05: Erst muss man aufräumen und dann gibt es die Belohnung.

00:46:08: Dann darf man Fernsehe gucken oder so.

00:46:09: Ist jetzt nicht gebündelt?

00:46:11: Nee,

00:46:11: ich versuch gar nicht zu belohnen und zu bestrafen, aber vielleicht ist das auch nicht richtig.

00:46:14: Hab ich schon immer versucht zu vermeiden.

00:46:16: Wir machen's oft schon.

00:46:17: So nach dem Motto, jetzt muss man hier aufgeräumt werden und wenn dann aufgeräumt ist, dann können wir putzen und dann könnt ihr Fernseh gucken oder so.

00:46:24: Vielleicht noch zum Thema Geld, also wie kann denn das aussehen?

00:46:26: Zum Beispiel, wenn du da draußen jetzt ungern deine Finanzen durchgehst oder das monatliche Budget machst, kombinier das doch mit etwas, was du liebst.

00:46:34: Also zum Beispiel ... Gönn dir dabei einen richtig guten Kaffee.

00:46:38: Wir haben da gerade einen tollen Code.

00:46:40: Fährzehn bei morning-coffee.de.

00:46:44: Absolut.

00:46:45: Oder leg deine Lieblingsmusik auf, nur während du die Excel-Tabelle fliegst.

00:46:50: Also sonst darf man das, sonst hörst du das nicht.

00:46:52: Das natürlich selbst.

00:46:54: Ja, das wäre Kastei.

00:46:55: Ich kann nicht ohne meine Lieblingsmusik leben.

00:46:58: Das mach ich nicht.

00:46:59: Vielleicht aber was, was du gerne machen möchtest.

00:47:01: Ja, versteh schon.

00:47:02: So, das wäre jetzt wirklich das Bündeln.

00:47:04: Man kann es natürlich auch renzieren und sagen, hey, wenn ich die Excel gemacht habe, dann... Genau,

00:47:08: das mache ich tatsächlich.

00:47:09: Ich mache zum Beispiel, habe ich auf meinem Handy nur ein einziges Spiel, weil man sonst dazu neigt, die aufzumachen.

00:47:14: Und das ist malen, als ich mal da nur so Bilder aus ist.

00:47:16: Nur einfach ganz meditativ.

00:47:18: Und ich mache ganz oft so, dass ich zum Beispiel sage, du malst jetzt ein Bild und danach musst du aber dies und jenes machen.

00:47:24: Und so, oder auch danach natürlich, je nachdem, wie es zeitlich gerade passt.

00:47:29: oder was ich vorhab.

00:47:30: Aber ja, das mache ich.

00:47:31: Dieses Entzerrte mache ich, aber gleichzeitig finde ich doof, weil ich kann die Musik nur halb so gut genießen, wenn ich eine Tabelle aufhabe.

00:47:38: Oder Sport und Lieblingshörbuch finde ich auch ganz schwierig.

00:47:42: Weil ich mich dann auch gar nicht so gut konzentrieren kann.

00:47:44: Aber ja, grundsätzlich bin ich bei dir.

00:47:46: Ja,

00:47:46: im Prinzip, genau.

00:47:47: Entweder wenn ich es bündeln kann, dann gerne.

00:47:50: Ansonsten kann ich es natürlich auch direkt dahinter machen, wo ich mache jetzt Sport und danach gönne ich mir den leckeren Kaffee oder so.

00:47:56: Genau die gleiche Zeit, die ich Sport gemacht habe, darf ich dann mein Hörbuch weiterhören.

00:48:01: Das finde ich zum Beispiel cool.

00:48:02: Ja, sowas.

00:48:03: Und Pause machen.

00:48:04: Ja.

00:48:05: So.

00:48:05: Und chillen.

00:48:06: Ja, das ist cool.

00:48:07: Okay.

00:48:07: Das ist eine Idee?

00:48:08: Gibt doch ein paar andere.

00:48:09: Ja, bitte hau mal raus.

00:48:11: Also so konkrete, wenn dann Pläne, so aus dem Zeitmanagement kennt man vielleicht so Implementierungsintentionen, also nicht nur sagen, ich sollte mal meine Altersvorsorge angehen, sondern einen genauen Plan festlegen.

00:48:24: Also wenn Sonntag zehn Uhr ist, dann setze ich mich an den Laptop und vergleiche Fonds.

00:48:30: Also das nicht nur zu sagen, ich müsste mal oder ich sollte mal, sondern das wirklich als Intentionen oder als Plan zu formulieren.

00:48:37: mit einer Zeit.

00:48:38: Habe ich auch ein gutes Beispiel für unsere Hörerinnen.

00:48:41: Wenn du jetzt einen Plan machen willst, dann machst du jetzt den Plan.

00:48:45: Wenn der Podcast zu Ende ist, rufst du mal Helena an, weil du müsstest das auch dringend angehen.

00:48:50: Dass wir den konkreten Wend anplanen.

00:48:52: Also ein gutes Beispiel.

00:48:54: Sehr gutes Beispiel.

00:48:56: Die Theorie dazu stammt von Peter Goldwitzer.

00:48:58: Der hat in vielen Studien belegt, dass solche konkreten Pläne die Umsetzungsrate deutlich steigern.

00:49:06: Ich bin in allem schlecht,

00:49:07: verdammt.

00:49:09: Was ich auch schön finde, ist die fünf Minuten-Regel, die kann man kombinieren mit dem Thema aufteilen.

00:49:15: Also oft schieben wir ja Dinge auf, weil eine Aufgabe riesig wirkt.

00:49:18: Also ich stehe vor so einem riesen Projekt, ich müsste mal alle Versicherungen prüfen, ich habe hier drei Ordner, das wird echt ein großes Ding.

00:49:28: Und da hilft es oft den kleinen Schritten zu denken.

00:49:32: Ich habe immer das Beispiel von einem ehemaligen Kollegen bei der Bahn in Frankfurt, der mir mal diese selten dämliche Frage gestellt hat, wie ist man einen Elefanten?

00:49:40: Seine Antwort war Scheibchenweise.

00:49:43: Ich finde es so blöd, weil ich denke, ich will keinen Elefanten essen.

00:49:48: Aber es hat sich so eingeprägt, dass ich bei solchen Dingen immer an diesen blöden Spruch denken muss.

00:49:56: wenn ihr euch hilft, auch wenn ihr keine Elefanten essen wollt.

00:50:00: Aber genau das ist so.

00:50:01: Also es ist Scheibchenweise.

00:50:03: Also mit kleinen Dingen anfangen.

00:50:05: So, ich muss das nicht alles heute lösen.

00:50:07: Aber ich fang jetzt mit einer kleinen Scheibe an und dann noch eine und noch eine.

00:50:13: Das ist der eine Teil.

00:50:14: Und dann vielleicht auch zu sagen, ich fang fünf Minuten damit an.

00:50:18: Das ist die fünf Minuten Regel.

00:50:20: Kommt aus der Motivations- und Prokrastinationsforschung.

00:50:25: Und da verpflichten wir uns, nicht die Aufgabe komplett zu erledigen, sondern sie nur fünf Minuten zu machen.

00:50:30: Also, und nach den fünf Minuten kann man ohne schlechtes Gewissen aufhören.

00:50:36: So, das heißt, ich sag, ich will joggen gehen und fang einfach fünf Minuten damit an.

00:50:39: Ich ziehe also meine jogging Klamotten an und gehe fünf Minuten laufen.

00:50:42: Und nach fünf Minuten höre ich auf.

00:50:45: Punkt.

00:50:45: Oder Steuererklärung, üh, richtig blödes Thema, mache ich einfach jeden Tag fünf Minuten.

00:50:52: Und in der Praxis passiert dann oft eins von zwei Dingen.

00:50:56: Entweder ich höre nach fünf Minuten auf, dann habe ich trotzdem Erfolg gehabt.

00:50:59: Ich war fünf Minuten laufen oder ich habe fünf Minuten was für meine Steuererklärung getan.

00:51:03: Oder...

00:51:04: Aber die meisten machen bestimmt weiter, ne?

00:51:06: Man ist an Trinne heilt und so.

00:51:07: In

00:51:08: der Forschung habe ich gelesen, sagt man sogar, dass man die ersten Wochen, Monate wirklich nach fünf Minuten aufhören soll.

00:51:15: Weil man sich sonst selbst in der Volksdruck bringt.

00:51:18: Also genau, man in der Praxis bleibt man dann oft dran und... joggt nicht nur fünf Minuten, sondern joggt an zehn, fünf, zehn, zwanzig oder macht nicht nur fünf Minuten Steuererklärung, sondern dreißig.

00:51:27: Kann aber dazu führen, dass man das dann am nächsten Tag nicht mal macht, wenn man sagt, gestern habe ich ja dreißig Minuten gemacht, da sind meine fünf Minuten für heute aufgebraucht.

00:51:36: Ich mache das ganz anders, aber das ist überhaupt nicht jetzt belegt oder also gar nicht, sondern was ich gelernt habe auch schon von zu Hause, was aber auch ein Kumpel von mir, der formuliert das etwas trastischer, aber ich glaube, das kann ich hier gar nicht so sagen, wie er es sagt.

00:51:48: Und ... Ich mache das auch so mit meiner Tochter tatsächlich oft, dass ich sage, wenn ich einen Riesenhaufen, sagen wir doch einfach, Laub essen soll.

00:52:01: Dann hole ich mir doch den größten Löffel und bring das hinter mich, oder?

00:52:05: Ja.

00:52:06: Also gut, wenn er halt riesig ist, dann geht das natürlich gar nicht.

00:52:10: Also es geht vielleicht einfach um die Größe, aber bei uns sind es oft keine Ahnung, Hausaufgaben oder Lernen für eine Arbeit, wo dann ewig diskutiert wird und ich dann halt einfach sage, pass mal auf, guck mal, hier haben wir jetzt diesen Riesenhaufen Laub.

00:52:21: Das ist eigentlich was anderes, aber ich möchte das nicht sagen.

00:52:23: Das ist immer so eklig.

00:52:24: Wir haben diesen riesigen Elefanten und ich möchte den hinter mich bringen, damit danach mein Leben wieder schön ist.

00:52:31: Dann hole ich mir doch den größten Löffel, den ich habe und löffel das mal schnell.

00:52:36: und diskutiere nicht eine Stunde vor diesem Haufen rum sozusagen.

00:52:39: Ich glaube, beides ist aber gar nicht, also widerspricht sich ja gar nicht, es geht ja darum anzufangen.

00:52:44: Bei dem einen halt den kleinen Schritten, weil man weiß, es ist einfach riesig und es wird mich belasten, das zu machen, bei dem anderen halt nicht zu diskutieren, um es dann hinter sich zu bringen.

00:52:53: Ja, und halt, also dann zu sagen, jetzt war nicht dreißig Minuten so, sondern halt, wie du sagst, es geht halt wirklich ums Anfang.

00:52:59: Ja,

00:52:59: genau.

00:52:59: Und wenn

00:53:00: man weiß, dass man dann aufhört, dann macht es wirklich täglich nur fünf Minuten.

00:53:04: bist du irgendwann nach ein paar Wochen sagt, okay, heute mache ich mal wirklich länger.

00:53:08: Und dann aber dabei bleiben, dass man es dann die anderen Tage auch wieder fünf Minuten macht.

00:53:11: Weil sonst trinkst man sich nämlich selbst wieder aus.

00:53:14: Also dann sagt man, jetzt habe ich eine Stunde gemacht, so dann brauche ich ja jetzt nicht mehr.

00:53:17: Und dann ist nämlich auch vorbei.

00:53:18: Weil dann hört man ja wieder auf.

00:53:20: Dann muss man sich erst selbst wieder daran erinnern, dass man ja die fünf Minutenregel machen wollte und dann wieder anfängt.

00:53:24: Also dann ist es quasi ein neues Anfang wieder.

00:53:27: Ja, ich verstehe.

00:53:28: Genau, das sind zwei verschiedene Paar Schuh.

00:53:31: was ich jetzt als Beispiel gebracht habe.

00:53:32: Aber bei uns funktioniert das psychologisch sehr gut, wenn ich meiner Tochter sage, hier ist jetzt die Matheaufgabe, die du nicht magst.

00:53:39: Da sind jetzt zehn Aufgaben, relativ viel.

00:53:42: Aber du musst die heute machen, weil morgen schreibst du halt eine Arbeit.

00:53:44: Es ist gar keine Wahl.

00:53:46: Ich muss jetzt einmal gucken, wie gut du das kannst und wo noch Hänger sind.

00:53:49: Mach halt.

00:53:50: Und dann gibt es Diskurs.

00:53:51: oder gab es früher, als wird das halt... Irgendwann haben wir dann halt genau das gesagt.

00:53:55: Pass auf, das ist jetzt dieser Haufen Laub, der muss jetzt gegessen werden.

00:53:59: Und das hat wirklich funktioniert, dass sie dann gesagt hat, okay, hat's sehr recht.

00:54:02: Danach kann ich wieder machen, was ich will.

00:54:03: Ich bring's jetzt einfach schnell hinter mich.

00:54:05: Ich glaube, das ist halt auch einfach die Unterschiedlichkeit, wie Menschen reagieren.

00:54:09: Ich bin so.

00:54:10: Also, ich denk mir halt, wenn's weg ist, ist es weg.

00:54:12: Dann kann ich mich auf die Couch setzen und meinen Hörbeck hören.

00:54:14: Also, zieh ich's halt durch.

00:54:16: Mein Mann nicht.

00:54:17: Der macht dann halt einen Teil, dann setzt er sich aufs Sofa, da macht er wieder einen Teil, dann wieder nicht.

00:54:23: Also, das sind wir sehr unterschiedlich.

00:54:26: Das führt auch regelmäßig zur Reibung.

00:54:29: Ja, ist klar.

00:54:29: Ich und mein Mann sind da auch verschieden.

00:54:31: Aber ich glaube, es geht ja auch tatsächlich um den Berg der Arbeit.

00:54:34: Also wenn ich halt ein Riesenbergwäsche habe und ich mache jeden Tag fünf Minuten, wäre sie immer weg.

00:54:39: Und wenn ich halt den Riesenbergwäsche auf einmal verlege, dann ist es eben ein Riesenberg und das dauert halt ewig.

00:54:45: Und es ist einfach nur um die Menge, die vorein liegt.

00:54:48: Und da kann dieses fünf Minuten Ding eine gute Idee sein, absolut.

00:54:53: Aber gehen wir mal weiter.

00:54:54: Ein Punkt, da hatten wir vorhin auch schon mal drüber gesprochen, sind Fristen oder Deadlines.

00:54:58: Also setzt ihr gerne selbst Termine.

00:55:00: So unter Druck arbeiten wir oft effizienter.

00:55:03: Irgendwann mit dem einund dreißigsten Juli hab ich einen Sparplan eingerichtet oder so was.

00:55:08: Bis Ende des Monats hab ich mich mit Altersvorsorge beschäftigt.

00:55:12: Da hab ich auch immer wieder Kunden, die das tun.

00:55:13: Gegen Ende des Jahres kommen nämlich oft im Dezember noch Leute, die sagen, Elaine, wir müssen jetzt mal über Versicherung sprechen und nicht mehr so.

00:55:20: Okay, alles klar.

00:55:21: War wohl ein Vorsatz.

00:55:22: Viele bei uns ja, sagen das.

00:55:24: Ja, das hilft bei vielen Leuten auch, sich das irgendwo aufzuschreiben und dann wirklich oder Jahresvorsätze oder sowas, also Fristen und Deadlines setzen.

00:55:33: Und das zukünftige ich sichtbar machen.

00:55:35: Das habe ich vorhin auch schon gesagt.

00:55:37: Also denk einfach mal mehr über euer zukünftiges selbst oder euer zukünftiges ich nach.

00:55:43: Also wenn ich jetzt das weiter aufschiebe.

00:55:45: dann tue ich meinem zukünftigen Ich nichts Gutes.

00:55:48: Und dazu gibt es auch tolle Forschung, auch wieder von Hell Hirschfield, den ich Erfindung genannt hatte.

00:55:54: Da wurden in Experimenten Leuten digitale Altersbilder von sich gezeigt.

00:55:58: Also wie sehe ich denn so im Rentenalter aus?

00:56:01: Und die, die ihr gealtertes Ich gesehen haben, entschieden sich anschließend signifikant mehr Geld für die Rente zurückzulegen.

00:56:08: Warum?

00:56:09: weil sie plötzlich eine emotionale Verbindung zu der älteren Person gespürt haben.

00:56:13: Das bin ich selbst in dreißig Jahren.

00:56:15: Man kann auch Ähnliches in kleineren Schritten machen.

00:56:18: Man kann seinem zukünftigen ich einen Brief schreiben.

00:56:20: Stell dir konkret vor, wie du mit siebzig lebst.

00:56:22: Dann wird das Fremde quasi greifbarer.

00:56:24: Ich hab das

00:56:25: vielleicht schon mal in einem Podcast erzählt.

00:56:26: Ich gehe ja ganz oft schon seit meiner Kindheit übrigens in Zwiegespräch mit mir selbst.

00:56:31: Und zwar mit dem ich, dass ich kurz vor meinem Tod sein werde.

00:56:35: In meinem Fall ist das immer jemand, dem es noch gut geht vor seinem Tod, aber der einfach weiß, ich bin uralts, kann nicht mehr lange gehen.

00:56:41: Mit dem ich gehe, ich ganz oft ins Zwiegespräch und frag es, was es jetzt machen würde.

00:56:46: Das hilft total gut.

00:56:48: Ich weiß nicht, warum, das mache ich schon seit ich ein Kind bin.

00:56:51: Das hilft total gut, sich einfach vorzustellen.

00:56:54: Was würde die Anja, die nicht mehr viel Zeit hat daraus machen sozusagen?

00:56:58: Was würde die jetzt machen?

00:57:00: Und da gehst du dann auch mal ein Risiko ein und so, weil man sagt ja auch immer so schön, das, was man nicht gemacht hat, das bereut man eher als das, was man gemacht hat, auch wenn mal was schief gegangen ist.

00:57:10: Und ich glaube das auch.

00:57:11: Also auf jeden Fall, die gibt mir immer gute Ratschläge, die alte Frau in mir.

00:57:15: Ja, spannend.

00:57:16: Cool.

00:57:16: Ja, mach schon immer.

00:57:18: Schön.

00:57:18: Ja, das mag ich.

00:57:19: Das probier ich

00:57:20: raus.

00:57:21: Letzter Punkt geht vielleicht auch in die Richtung, ist soziale Unterstützung und Accountability.

00:57:26: Also jemandem davon zu erzählen, was man vorhat, dem Ehemann oder dem Freundeskreis, so zu sagen, so ab dem nächsten Monat leg ich jetzt fünfzig Euro beiseite, das erzeugt einen gewissen sozialen Druck.

00:57:39: So, also vielleicht hat man auch gegenseitig ähnliche Ziele und kann sich dann gegenseitig daran erinnern.

00:57:45: Also oder sagen, hey, du erinnere mich mal in drei Monaten dran, ob ich das noch tue, ob ich das gemacht habe.

00:57:50: Und dann, wenn dann die Person fragt, hey, hast du das getan?

00:57:53: und man dann sagen muss, nein, dann finden wir auch nicht so gut so als Menschen.

00:57:57: Das heißt, wir nehmen uns Unterstützung von außen, um uns quasi selbst Druck zu erzeugen.

00:58:03: Das finde ich auch noch eine gute Idee.

00:58:04: Ja,

00:58:04: kenne ich auch den Trick.

00:58:06: Den habe ich mal in irgendeinem Buch gelesen.

00:58:08: Und das ist auch so.

00:58:09: Also man nimmt sich ja irgendwie Anfang des Jahres immer vor, ja, keine Ahnung, Fitnessstudio, gesunde Ernährung.

00:58:14: Und wenn du das aber ganz vielen Leuten erzählst, dann ist das voll unangenehm, wenn du das nicht durchziehst, weil du das auch vielen Leuten erzählen musst.

00:58:20: Du musst ja da irgendwie ausdenken, warum du das jetzt nicht mehr machst.

00:58:24: Genau, ja.

00:58:25: Den Trick kannte ich schon.

00:58:25: Frechstättigung und so.

00:58:27: Ja.

00:58:27: Vielen Dank, Helene.

00:58:28: Diese ganzen Strategie nehme ich mit.

00:58:30: Ein paar davon kannte ich, wie gesagt schon, habe ich mich ja auch immer gleich gemeldet.

00:58:33: Brav und habt ihr davon meinen Sachen erzählt?

00:58:35: Und ein paar davon sind mir neu, aber ... Ich werde auf jeden Fall ein bisschen was in meinen Alltag versuchen zu integrieren.

00:58:41: Ich finde besonders beruhigend allerdings zu hören, dass das ganz normal ist und dass viele Menschen das kennen.

00:58:47: Also diese Verzerrung kennen, dieses Aufschieben kennen und man dagegen was tun kann.

00:58:54: Und ich hab's eben schon mal angesprochen, wenn du in puncto Finanzen jetzt was tun willst.

00:58:58: Wir haben immer ein Linktree in unseren Show notes und in diesem Linktree findet ihr auch immer die Möglichkeit, Termine bei Helene zu buchen, wenn ihr das jetzt angehen wollt.

00:59:06: Gar kein Problem, da dürft ihr noch ein bisschen Platz drin sein hier und da.

00:59:10: Und Dankeschön, dass du das Thema mitgebracht hast.

00:59:12: Ich finde, wir sollten daraus vielleicht auch ein YouTube Video machen.

00:59:15: Was denkst du?

00:59:16: Ja, finde ich eine gute Idee.

00:59:17: Da sollte auch bald eine kleine Überraschung rauskommen.

00:59:20: Und wenn ihr diese Folge hört, dann schaut auch mal bei YouTube vorbei, ob die kleine Überraschung schon rausgekommen ist.

00:59:25: Ob es da schon ein paar schöne Filmchen für euch gibt.

00:59:27: Ja, ich finde es schön.

00:59:29: Ich hoffe, dass daraus jetzt der oder die ein oder andere sitzt und vielleicht sich wieder erkannt hat und an der ein oder anderen Stelle, bei dem ein oder anderen Punkt.

00:59:37: Es muss ja nichts Finanzielles sein.

00:59:39: Es kann ja auch der Wäscheberg sein, der daneben einem liegt.

00:59:41: Der wirklich neben mir liegt.

00:59:42: Sich aufrafft und irgendwie Plan macht, das jetzt anzugehen.

00:59:46: Und wir uns einfach selber besser kennen.

00:59:48: Also jetzt wir wissen, okay, mein Gehirn trickst mich aus und jetzt trickst ich eben zurück aus.

00:59:53: Oder jetzt kümmere ich mich einfach mal mehr um mein zukünftiges Ich und bin nicht so gemeint zudem.

00:59:57: Das war eine schöne Folge, Anja.

00:59:59: Das hat mich sehr gefreut.

01:00:01: Vielen, vielen Dank, dass du auf mein zukünftiges Ich achtest, Helene.

01:00:04: Danke.

01:00:06: Das machen wir gemeinsam.

01:00:07: Man sollte sich eben selbst wie den besten Freund behandeln.

01:00:10: Vielen Dank für das schöne Thema.

01:00:11: Sehr schön.

01:00:12: Bis zum nächsten Mal, Anja.

01:00:12: Mach's

01:00:13: gut, Helena.

01:00:13: Tschüss.

01:00:14: Tschüss.

01:00:14: Mit all diesen neuen Infos wirst du jetzt zur Verstärkung deines Umfelds.

01:00:19: Wenn du jetzt noch Fragen hast, schreib uns an.

01:00:22: Verstärkung at verwendopunkt.de.

01:00:30: Die genaue Adresse findest du aber auch nochmal in den Show notes.

01:00:34: Lasst uns gerne ein Abo da und bewerte uns auf Spotify, Apple Podcast und Q. Bis zum nächsten Mal.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.