#59 Dr. Ruth Maria Schüler: Warum unser Rentensystem Frauen besonders benachteiligt
Shownotes
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In dieser Folge von FAIRstärkung sprechen Anja und Helene mit Dr. Ruth Maria Schüler über die Zukunft der gesetzlichen Rente und die Frage, wie gerecht unser Rentensystem eigentlich noch ist.
Gemeinsam sprechen sie über:
- den demografischen Wandel und seine Folgen für das Rentensystem
- das Umlageverfahren und weit verbreitete Missverständnisse rund um die gesetzliche Rente mögliche Wege der Rentenreform
- die Debatte um ein höheres Renteneintrittsalter
- die wachsende Belastung für jüngere Generationen
- den Gender Pension Gap und warum Frauen im Alter besonders oft benachteiligt sind
- die Bedeutung von privater und betrieblicher Altersvorsorge
- Wissenslücken bei der Altersvorsorge und warum finanzielle Bildung so wichtig ist
Zu Gast: Dr. Ruth Maria Schüler – Ökonomin für soziale Sicherung und Verteilung am Institut der deutschen Wirtschaft.
🌐 https://www.iwkoeln.de/institut/personen/ruth-maria-schueler.html
💬 Diese Folge ist für alle, die besser verstehen wollen, wie gesetzliche Rente, Altersvorsorge, Rentenreform und Altersarmut von Frauen zusammenhängen.
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Transkript anzeigen
00:00:05: Ja, sehr schön gesagt.
00:00:07: Irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht.
00:00:10: Das wird sich so viel stärker auch dynamisch verändern an unserer Arbeitswelt.
00:00:14: Das ist ein schöner Ausblick!
00:00:17: Ich hatte das auch schon gehört...
00:00:19: Wir haben dann noch eine Zeit die wir in Gesundheit auch in Rente verbringen.
00:00:24: Ja, finde ich einen gangbaren Weg.
00:00:27: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:29: Wir sind deine Verstärkung von Vervendo Ein Podcast für nachhaltige Versicherungen und sozialethisches Finanzwesen.
00:00:36: Hier geht es nicht nur um deinen persönlichen Wohlstand, sondern auch um eine bessere Zukunft für uns alle.
00:00:42: Im heutigen Format nachgefragt reden wir mit Expertinnen und Gästen – dabei teilen sie ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen mit uns, insbesondere zu Finanz- und Versicherungsthemen!
00:00:53: Das soll dich inspirieren und befähigen, nicht nur deine eigene Zukunft zu gestalten, aber auch zu positiven Veränderungen in der Welt beizutragen.
00:01:02: So werden wir ganz nebenbei zu deiner Verstärkung.
00:01:07: Ich bin Anja Werner, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Verwendo zusammen mit Helene im Marketing-Team und nebenbei studiere ich Mediendesign.
00:01:14: Mein Name ist Helene Bosmann, ich bin Diplombetriebswirtin und habe einen Master in Wirtschaftspädagogik.
00:01:26: Lieber Anja, ich habe uns heute jemand ganz besonderen mitgebracht.
00:01:28: Wir sind ja schon lange auf der Suche und heute haben wir jemanden.
00:01:31: Ich begrüße ganz herzlich Dr.
00:01:33: Ruth Maria Schühler.
00:01:35: Schön dass du da bist, liebe Ruth!
00:01:37: Ja, ich freue mich sehr hier zu sein.
00:01:40: Das war ja ein ganz tiefer Wunsch von mir dem, den wir da gefolgt sind?
00:01:46: Du bist nämlich Ökonomien für soziale Sicherung und Verteilungen am Institut der deutschen Wirtschaft Und damit bist du genau die richtige Expertin, um uns und unseren HörerInnen tiefe Informationen zum Thema Rente-und Rentenversicherung zu geben.
00:02:00: Wir beleuchten das Thema immer mal wieder und ich bin seit zwölf Jahren in der Branche und leidegeplagt quasi täglich mit dem Thema, wie man so will.
00:02:10: Ich finde es ganz spannend was die Wissenschaft dazu zu sagen hat wo wir da auch hingehen?
00:02:16: Ich habe da eine fundierte Leileneinnung würde ich mal sagen.
00:02:22: Aber total schön, dass du heute da bist um uns mal da vielleicht einen tieferen Einblick zu geben.
00:02:26: Ich freue mich sehr!
00:02:27: Wie kam es dazu, dass Du zur Expertin für dieses Thema geworden bist?
00:02:31: Ja, also ich bin ein Kind der späten Achtzigerjahre.
00:02:35: Womit ich als zwei Tausend Eins die uns allen bekannte Riester Reform verabschiedet wurde.
00:02:41: genau in dem Alter war mich so zu Beginn mich politisch zu interessieren und dann war natürlich auch das Wort so demografischer Bande ganz ganz groß immer wieder In der medialen Debatte was dazu geführt hat dass sich tatsächlich In meinem Studium haben mich ein Master auf das Thema demografischer Wandel, also sowas sind die Auswirkungen und die Konsequenzen des demografischen Wandels kursiert habe.
00:03:07: Dazu in Schweden einen Masterstudiengang gemacht habe Und damals dachte so die ganze Lösung liegt eigentlich darin, dass wir uns den Anfang angucken.
00:03:17: Also wie kriegen wir Menschenpersonen in qualifizierte Berufe?
00:03:21: So das eben Wirtschaftswerk zum Produktivität von ganz Anfang an irgendwie gefördert werden kann hat dann eben ganz lange mich mit Bildungsökonomik und Arbeitsmarktökonomie beschäftigt auch in meiner Promotion Vor fünf Jahren sozusagen diesen Schwenk zurück zu der Ursprungsfrage, was macht der demografische Wandel mit unserem sozialen Sicherungssystem gemacht?
00:03:46: Nachdem Jahr zwanzig Jahre das System nach diesen Reformen Anfang der Nullerjahre in eine andere Richtung gelaufen ist.
00:03:54: Genau.
00:03:54: Könntest du uns und den Hörerinnen nochmal kurz erläutern, was mit dem demografischen Wandel gemeint ist?
00:04:00: also was versteckt sich dahinter?
00:04:02: Ja, sehr gerne.
00:04:03: Also ganz kurz gesagt ist es so dass die deutsche Bevölkerung alt hat?
00:04:07: also wir haben in den fünfziger und sechziger Jahren sehr hohe Geburtenraten gehabt also viele Kinder pro Frau im gefährdwerfigen Alter, so misst man das.
00:04:18: Genau und dann nach den Sechzigern oder in den Sechszigern mit der Pille eben an diesen Pillenknick erlebt.
00:04:24: Das heißt jetzt haben wir eine Geburtenrate von eins Komma drei Eins Komma vier Kindern Rufbrau.
00:04:30: Und ja, dass führt eben dazu, dass wir immer mehr ältere Menschen haben Im Vergleich zu immer weniger Kinder die geboren werden und Nachkommen.
00:04:39: und Dazu kommt noch die Lebenserwartung auch immer weiter steigt, also wir als deutsche Bevölkerung auch älter werden und insgesamt ist es so dass wir sozusagen jetzt nicht geschrumpft sind.
00:04:54: Als deutsche Bevölkerungen eben daran liegt das wir auch versteckt Zuwanderungen aus dem Ausland haben weniger stabil halten konnte.
00:05:05: Und die Babybommer hatte ich schon im Eingang erwähnt, die sind eben jetzt so in diesem Alter gerade dann auch auf das gesetzliche Renteneintrittsalter zuzugehen oder es schon erreicht zu haben.
00:05:17: Das heißt dann auch bald in das System der gesetzlichen Rente bzw.
00:05:22: den Bezug einer Rente zu kommen.
00:05:26: Also das habe ich oft in meinen Beratungsgesprächen, also eben genau dass wir werden immer älter.
00:05:31: Die Gesundheit hat dazu geführt, dass wir es schaffen, immer ältiger zu werden und damit auch immer länger quasi eine Rente beziehen.
00:05:39: aber unten ist immer weniger Menschen gibt die eigentlich im System einzahlen Und man spricht ja häufig je nach Studienlage darüber, dass es meine Zeit lang so war.
00:05:49: Dass auf einen Rentner quasi vier Beitragszahler kamen und ich finde die Zahlen verschieben sich da ab wann denn eigentlich auf ein Rentner zwei Beitragszahler kommen?
00:05:59: Und ab wann das Verhältnis eigentlich kippt und quasi auf einen Beitrag zahler vier Rentner kommen?
00:06:04: So was ich finde.
00:06:05: Da gibt's ja lustige Memes zu
00:06:07: Ja genau, das sind dann immer die wie viele Rentenbezieher.
00:06:11: Schuld hat dann der eine Beitragszahler und das misst man so am alten Quotienten also an der Anzahl an Personen Urstandsalter im Vergleich zum Anzahl der Person im Erwerbsfingeralter.
00:06:24: Und ja wenn wir da auf die Zeit des Statistischen Bundesamts schauen du hattest es gerade schon erwähnt Sehen wir jetzt uns noch so.
00:06:31: Dreiundreißig Rentnerinnen bzw.
00:06:34: Rentner auf hundert Personen im erwerbsfähigen Alter und innerhalb der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre wird das dann eben auf vierundvierzig Rentnerein- und Rentenaufhundert Erwerbsfäge, Personen steigen.
00:06:47: und ja da ist natürlich die Frage in einem Umlageverfahren darüber werden wir bestimmt auch noch sprechen, wie unsere gesetzliche Rentenversicherung organisiert ist.
00:06:57: Ist das eben eine Herausforderung für das System?
00:07:00: Wenn dieses Gleichgewicht sich immer stärker zu den Personen verschiebt, die Leistungen aus dem System erhalten?
00:07:09: Das kommt in meinen Beratungen auch.
00:07:11: ziemlich häufig.
00:07:12: Dass viele Menschen denken, dass das Geld was heute in die Rentenversicherung eingezahlt wird wie auf einem Konto oder wie im Sparvertrag angelegt wird und wenn sie denn dann in Rente gehen ist das Geld da und dann bekommen Sie dann das was auf dem Rentenbescheid steht auch wirklich ausgezahlt.
00:07:29: aber du hast schon gesagt es ist ja ein Umlageverfahren.
00:07:31: das heißt Geld was Heute eingezahlt wird wird auch direkt wieder ausgezahlt an heutige Rentner.
00:07:36: Und das führt dazu, dass ich häufig sage der Rentenbescheid ist eigentlich das Papier nicht wert auf dem er steht.
00:07:41: Denn am Ende ist die Frage wie viel Geld es denn später mal in den Kassen wenn wir in Rente gehen?
00:07:46: Dass dann wirklich ausgezahlt werden kann.
00:07:48: und wenn halt einfach kein Geld da ist, kann auch nichts ausgezalt werden und dann ist es schön, dass sich einen Anspruch von zweitausend Euro habe.
00:07:55: Wenn aber nichts da isst, dann ist das immer ziemlich Nichtsagent finde ich.
00:08:00: Ja, Ich find' Das ist ein großes Problem im System, dass einfach vielen Menschen gar nicht klar ist die Rente finanziert wird und welche Unsicherheiten da eigentlich hinterstecken.
00:08:12: Und du hast die Baby-Boomer schon angekündigt, also so für alle Hörerinnen da draußen das sind die Geburtenjahrgänge in nineteenhundertfünfundfünfzig bis neunzehnhundertneinundsechzig, circa je nachdem was man schaut variierte so ein zwei Jahre, die jetzt so nach und nach im Rente gehen.
00:08:29: und meine Mutter ist Boomerin, die ist achtundfünftig geboren.
00:08:32: Die ist schon den Rente und wir haben immer mehr.
00:08:36: Und was bedeutet denn diese demografische Welle für die Gerechtigkeit auch zwischen den Generationen?
00:08:44: Ja, also gerade jetzt diese Welle, die auf uns zurollt.
00:08:49: Also niemand hat sich entschieden wann und wo er oder sie geboren ist.
00:08:52: Es ist ganz klar und das erlebe ich häufig, dass das so ein bisschen als Angriff empfunden wird.
00:08:57: So ist es nicht gemeint, sondern es ist natürlich so gemeint ja ... große Gruppe an Personen kommt jetzt in dieses System über das wir eben gesprochen haben, dass durch die finanziert wird.
00:09:08: Die weiterhin Einzahlen, die viel weniger sind als zu sagen sie sind nicht weniger als die, die ein Rente gehen.
00:09:15: aber im Verhältnis ist es eben so, dass dann die Last der Rentenzahlung auf viel weniger Menschen verteilt werden muss.
00:09:23: und wir haben in unserem Rentensystem über das Umlageverfahren eigentlich nur zwei Parameter, die das steuern.
00:09:32: Und das ist zum einen der Beitragssatz also wie viel meines sozialversicherungspflichtigen Einkommens zahle ich eben ein und auf der anderen Seite eben das Sicherungsniveau was sozusagen dann bemisst wie viele Rente am Ende ausgezahlt werden kann.
00:09:49: Und wenn jetzt eben immer weniger Leute ein sein, immer mehr Leute Rente beziehen muss entweder dankseufig dieser Beitragssatz steigen.
00:09:57: Was zu einer Belastung für die Leute führt, die im Moment immer Werbsleben stehen?
00:10:02: Weil am Ende das bedeutet ich bekomme weniger raus, wenn meine Abgabenlast am höher ist.
00:10:07: oder auf der anderen Seite bedeutet es, die Rente singt und was wir politisch im Moment beobachten diese Gruppe natürlich auch nur große Kraft hat, als viele Personen sind die dann auch politisch ein Gewicht haben.
00:10:23: Dass wir sehen es führt dazu dass wir eine starke Tendenz dazu haben das Sicherungsniveau zu halten in dem wir gesagt haben okay das wird jetzt weiter bei achtundvierzig Prozent gehalten.
00:10:34: Das ist ja auch ganz aktuell erst verabschiedet worden.
00:10:38: und ja das kann dann im Umkehrsstoß nur bedeuten Der Beitragssatz wird zwangstäufe gesteigen.
00:10:46: Vielen Dank, da sind wir schon mitten in dem Reformbedarf, den es auf jeden Fall gibt.
00:10:52: also weil ich finde das ganze System einfach mittlerweile Ad-Absurdung geführt ist.
00:10:58: Also es ist eingeführt worden ja vor über hundertzwanzig Jahren.
00:11:02: Weißt du genau wanns eingefühlt wurde?
00:11:03: Das war Bismarck noch oder?
00:11:05: Genau das war unter Bismarcks.
00:11:06: Hierunachtzig war, glaube ich die Rentenversicherung.
00:11:09: So ja mit ganz anderen Bedingungen.
00:11:12: also da sind die Menschen einfach gar nicht so alt geworden.
00:11:15: das heißt es wenn's überhaupt Rentenzahlung gab dann nicht solange es gab größere Teile der oder es gab eine größere Bevölkerung.
00:11:23: also demografische Pyramide ist es damals noch.
00:11:25: heute spricht man ja eher vom Dönerspieß oder gibt schon wieder was Neues?
00:11:28: Ja Birne wird auch gerne benutzt oder ja Dönerspieße habe ich tatsächlich so noch nicht gehört.
00:11:35: Das hatte ich im Studium, da hieß es immer der demografische Döner-Spieß.
00:11:39: Ich hatte das auch schon gehört?
00:11:41: Genau!
00:11:41: Das wird mittlerweile absurdum geführt.
00:11:43: wir sind bei einem Beitragssatz von achtzehn Komma.
00:11:46: sechs Prozent also den sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen das heißt schon zwanzig Prozent des Gehals circa gehen für die Rente drauf.
00:11:54: aber Das reicht ja nicht.
00:11:56: Ich habe noch mal nachgeschaut, in den Jahr zwanzig fünfundzwanzig hat der Staat noch zusätzliche hundertdreißig Milliarden Euro in die Rentenversicherung gesteckt für reguläre Rentenzahlungen und die Grundsicherung.
00:12:07: Das heißt schon heute kommen wir mit achtzehn Komma sechs Prozent Beitragssatz nicht mehr hin und der Start pumpt Milliarden weiter rein.
00:12:16: Welche Möglichkeiten das System zu reformieren siehst du?
00:12:21: Also ich hatte die Stale-Schrauben ja schon angesprochen, die sozusagen dann zwangsläufig wenn nichts passiert sich in eine Richtung bewegen werden Beitragssatz und Sicherungsniveau.
00:12:32: Und der dritte Weg ist sich eben anzuschauen das Rentenalter und wir hatten gerade darüber gesprochen dass das System unglaublich alt ist und auch diese Regelaltersgrenze die wir lange, lange hatten bis dann eben in den zweitausender Jahren.
00:12:49: Die erste Anhebung der Regelaltersgrenze dann entschieden wurde, die dann seit Zwei Tausend Zwölf so schrittweise die Regelalter Grenze hochsetzen wird bis zwei Tausendeinunddreißig und dann eben bei siebenundsechzig Jahren stehen bleibt.
00:13:05: Und ja das ist auch so eine Reformoption, die immer sehr starke Abwehrreflexe auslöst.
00:13:12: Aber tatsächlich muss man schauen wenn ja man in einer Gesellschaft liebt, die eben immer älter wird dass es eben auch darum gehen muss diese Regelaltersgrenze mit der steigenden Lebenserwartung Stück für Stück weiter hinauszuschieben.
00:13:28: und neben dem das wir die Regelaltern Grenzen anheben müssten am besten direkt an die steigende Lebenserwartungen, sodass man auch nicht immer wieder diesen ganzen politischen Prozess braucht um hier etwas zu verändern.
00:13:44: Es ist eben auch die große Frage oder Herausforderung, dass es gelingt, Menschen wirklich tatsächlich länger im Erwerbsleben zu halten und wir haben zwei Möglichkeiten des vorzeitigen Grenzenbezug in den letzten Jahren geschaffen mit der Rente der sogenannten Rente mit dreiundsechzig, also der abschatzfreien Rente nach viertunvierzig Versicherungsjahren.
00:14:10: Die eben dazu führt dass dieses die Regelaltersgrenze tatsächlich von nur einem kleinen Teil der Bevölkerung nicht erreicht wird und das eben ein wesentlicher Teil auch schon vorher geht oder sich entscheidet mit Abschlägen in Rente zu gehen.
00:14:28: wenn eben die Vierzig Jahre noch nicht erreicht sind glaube ich im Moment immer noch sozusagen der Preis, auch diese Abschläge die man zahlt vielleicht noch nicht richtig justiert um da die Waage zu halten zwischen dem wie viel früher geht man und wie lange bezieht man dann am Ende aus diesem System Leistung.
00:14:51: Ja jetzt weil auch der Bundeszuschuss schon genannt wurde, der ja explizit Versicherungsfremdeleistungen genutzt wird also für Leistungen, die eben nicht in der Versicherungsplugung direkt angelegt sind.
00:15:05: Sondern zum Beispiel Kindererziehungszeiten oder andere Zeiten, in denen ich ausgründen wie sind auch DDR-Ersatzzeiten und so weiter?
00:15:17: Nicht einzahlen konnte, die sozusagen dann durch diese Bundeszuschüsse gedeckt werden Und häufig ist das natürlich so wirkt als eine Lösung.
00:15:27: Ah ja!
00:15:27: Dann können wir das einfach irgendwie durch Steuergelder aufpumpen.
00:15:32: Aber da habe ich natürlich immer das alles, was sich sozusagen aus diesen Geldern finanziere für die Rente fehlt an anderer Stelle wieder.
00:15:40: und da genau finde ich muss man wirklich darüber nachdenken sind diese Steuergelde nicht an anderer stelle besser aufgehoben und sollten die nicht eher in Investitionen in Bildung fließen als in dieser Versicherungsfremden Leistungen kann wahrscheinlich auch noch mal stärker darauf geschaut werden, welche Leistungen wollen wir da wirklich bestehen lassen.
00:16:05: Ja, ich finde es verschleiert halt einfach das wir als Steuerzahler oder als Arbeitnehmer die Steuern und Rentenversicherungsbeiträge zahlen, noch in viel höheren Satz zahlen also diese achtzehn Komma sechs Prozent sondern für Rente wird einfach noch viel mehr Geld benötigt.
00:16:21: ja genau Das wird dadurch nicht sichtbar sozusagen wieviel dann am Ende neben dem noch in das System reinfließt?
00:16:30: Ja, zumal ich glaube gerade unsere Generation ja doch immer noch.
00:16:34: oder viele Menschen versuchen privat noch zusätzlich was für ihre Rente zu machen.
00:16:38: Weil man nicht absehen kann, was passiert in Zukunft.
00:16:41: Ich meine, dass kann man ja nicht mit Sinn absurdum treiben diese drei Stellschrauben des Alters, des Einzahlen und eben des Auszahlens des Geldes.
00:16:51: Irgendwann ist doch sicherlich das Ende der Fahnenstange erreicht die Gesellschaft mitträgt.
00:16:56: Oder Weil man ja auch schauen muss, dass wir nicht nur in die gesetzliche Rente einzahlen über unsere Beiträge sondern es ist eine Krankungsversicherung gibt.
00:17:07: Eine Pflegeversicherung und sich diese Beiträge alle aufsummieren und diese Systeme vom demografischen Wandel stark betroffen sind.
00:17:19: Das alles zusammen muss man betrachten Schauen, ja ich kann das nicht.
00:17:29: Ich kann es nicht immer weiter hoch skalieren.
00:17:30: irgendwann ist sozusagen nichts mehr da was sich noch verteilen kann.
00:17:35: Ja das wollte ich damit sagen.
00:17:36: du hast gesagt eine Kopplung des Rentenalters ans Lebensalter.
00:17:41: welche Datenbasis könnte man dafür heranziehen?
00:17:45: Also da legt man auf die Lebenserwartungen die Verbleibende.
00:17:48: Das wird dann über das Statistische Bundesamt ausgewiesen.
00:17:53: Dänemark macht das zum Beispiel schon, also die haben ihr Renteneintrittsalter schon gekoppelt an.
00:18:00: Die Lebenserwartung und wie man das dann genau gestaltet, in welchem Rhythmus geschaut wird?
00:18:06: Wie ist es gestiegen und in welchen Verhältnissen?
00:18:09: Meistens der Sachverständigenrat hat den Forscher gemacht im Verhältnis eins zu zwei.
00:18:16: Also steigt die Lebenserwaltung um drei Monate verbleibe ich sozusagen zwei Monate länger Im Erwerbsleben und Beziehe ein Monat länger, dann meine Rente.
00:18:27: Aber Datenbasis wäre dann was das Statistische Bundesamt ausgibt über wie sich die Lebenserwartung entwickelt.
00:18:34: Das klingt gut!
00:18:35: Okay weil es gibt ja viele Versicherungslösungen, du hattest vorhin Rista schon angesprochen mit Sterbetafeln rechnen.
00:18:45: abstruse Zahlen, wovon die Versicherungen da ausgehen.
00:18:48: Wie alt man denn so wird wenn man in einem bestimmten Geburtsjahr geboren ist?
00:18:52: Das heißt man nimmt da Daten der Vergangenheit ja was sich aber dann quasi jährlich verändert
00:18:59: Genau.
00:18:59: Man würde dann eben gucken, wie steigt die Lebenserwartung tatsächlich und würde das dann anpassen?
00:19:06: Ja,
00:19:06: finde ich einen gangbaren Weg.
00:19:07: Das heißt man weiß zwar noch nicht, wenn man in dreißig Jahren in Rente geht oder wenn man denkt, in dreizig Jahre in Rende zu gehen, wann man dann wirklich in Rnte geht.
00:19:15: aber ja wir sehen ja in allen Bereichen des Lebens dass sich auch das Leben verändert also schon immer wieder vierzig ist das neue Dreißig und fünfzig ist es neu.
00:19:23: Vierzig Das heißt, wir sind ja auch durchaus fitter und mit sieben Sechzig wirklich nicht am Ende unseres Lebens angekommen.
00:19:32: Ja genau ich glaube das ist auch ein wichtiger Punkt dass eben dieses Gesellschaft verändert sich.
00:19:38: also wie sind die Strukturen usw.
00:19:41: Und dann muss so ein System eben auch superhebig sein mag weil es eben historisch gewachsen ist usw.. muss ich eben auch mit bewegen.
00:19:50: Und da ist irgendwie die Frage, wie können wir das am besten so sich bewegen lassen und sich verändern lassen?
00:19:56: Dass es möglichst verträglich und gangbar dann auch für alle Menschen ist.
00:20:01: Ja, und damit eben für alle nicht nur für die, wie du schon sagst, die heute alt sind, die direkt betroffen sind sondern auch für die jungen, die im Zweifel von gestiegenen Beitragsätzen die größte Last zu tragen haben.
00:20:14: Ihr habt dazu eine Untersuchung gemacht.
00:20:16: Also ihr habt euch Reformoptionen angeguckt und geschaut welche Möglichkeit, also höherer Beitragssatz oder... geringere Sicherheitsniveau oder ein späterer Renten eintritt.
00:20:28: Gibt es eine Reform, die eine Mehrheit in der Bevölkerung hätte und ihr habt herausgefunden dass keine quasi eine Mehrhalt findet?
00:20:35: Woher würdest du sagen kommt diese Reformversion?
00:20:39: obwohl wir ja alle wissen das der Druck auf das System groß ist also in unterschiedlicher Stückungen.
00:20:44: aber ich glaube dass keiner heute mehr sagt Das Rentensystem ist super das hält noch die nächsten hundert Jahre.
00:20:53: Ja wahrscheinlich so eine ganz individuelle psychologische Sache, dass natürlich all diese Reformoptionen mit Abstrichen verbunden sind.
00:21:02: Also entweder ich sehe, ich kriege später eine geringere Rente oder Ich muss mehr einzahlen oder ich muss länger arbeiten.
00:21:09: und da ist dieser Datus-Co-Bio, das nennen wir es dann eben sehr stark, dass man an dem festhält was man im Moment hat und nicht bereit ist abzugeben.
00:21:19: Und ich glaube, das ist auch so ein bisschen der große unterschwellige Konflikt, dass zu einem kollektiven Gedanken versteht man das Problem und möchte auch eine Lösung aber individuell zu sagen Ich bin dann auch bereit, das dazu zu geben, dass man da eine Lösung findet.
00:21:36: Das ist total schwer und ich glaube aus dem heraus, dass Man sieht naja es hat ja auch die ganze Zeit funktioniert in der Vergangenheit dann der Abstriche zu machen, dass es verschwerbar ist.
00:21:49: Ich glaube das ist ganz viel Psychologie die dahinter steht weswegen da so große Abwehrreflexe auch da sind und ja das eben ganz natürlich irgendwie uns alle betrifft.
00:22:03: oder wir wünschen uns zumindestens alle, dass wir alt werden und diesen Ruhestand erleben und dass man da irgendwie wenig bereit ist abstrichen zu machen.
00:22:14: Was persönlich wäre denn dein Favorit unter den Reformversionen?
00:22:19: Ja, mein Favorit.
00:22:20: Also ich finde tatsächlich den Weg zu sagen wir entscheiden uns dafür zu sagen Wir leben länger das heißt wir können auch ein bisschen länger arbeiten.
00:22:32: Wir haben immer noch richtig lange Zeit im Ruhestand.
00:22:35: also wenn wir jetzt ja auf die Zahlen gucken zwanzig Jahre irgendwie in Rente des Das ist einfach noch eine lange Zeit und wir leben ja auch länger gesünder.
00:22:45: Also ich denke, wir haben dann auch noch ne Zeit die wir in Gesundheit auch in Rente verbringen können.
00:22:51: und ich glaube diesen Schritt müssen wir uns trauen zu gehen und müssen irgendwie auch gesellschaftlich gucken wie wir den voran bringen können weil alles andere wenn man das durchdenkt eben lasse sich des Sicherungs Niveau immer weiter absinken, führt das eventuell zwangstäufig dazu.
00:23:09: Dass Menschen dann irgendwann dazu gezwungen sind zu merken es reicht im Alter nicht und dann lieber mit mehr Planungssicherheit reinzugehen und zu sagen ja wir müssen uns darauf einstellen dass wir eben in Maßen länger arbeiten werden anstatt das Laufen zu lassen oder weniger ungeplant in so einer Situation.
00:23:35: Ja, was so das laufendassen der Beitragssätze ist bedingt sich natürlich.
00:23:39: Wenn ich im hohe Beitragsätze habe kann ich am Ende also auch Ich hab nur das zu verteilen, was ich sozusagen erwirtschafte.
00:23:46: und wenn hier höhere Beitragsetze im Spiel sind dann führt es dazu dass ich irgendwann auch nicht mehr so viele Menschen einstellen kann.
00:23:53: Und dann haben wir eine Spirale die läuft sind weniger Menschen in Arbeit.
00:23:59: Das heißt, dann haben wir wieder weniger Einnahmen in der Rentenversicherung.
00:24:03: Deswegen ist dieser Weg wo dann irgendwie alle auch ein bisschen mit reinkommen das Rentenalter zu erhöhen.
00:24:10: Der Weg den ich tatsächlich wichtigsten finde zu verfolgen Beobachte in meinem persönlichen Anfeld sind eine Beobachtung.
00:24:18: Das ist jetzt nicht verliebte, aber schon das Selbstständige sich oft dazu entscheiden einfach zu verlängern.
00:24:24: Da natürlich auch ne ganz andere Haltung haben und ich darf sich noch arbeiten und damit auch völlig fein sein weil sie immer Spaß daran hatten.
00:24:31: also es ist natürlich bestimmt nicht jeden Job so einfach.
00:24:34: Aber in meinen Jobs dass man sich da so ganz, ganz stark daran orientiert.
00:24:43: Und ich glaube das gilt es auch aufzubrechen.
00:24:45: und ja wir haben auch jetzt in der Vergangenheit viel über die Aktivrente und so weiter gesprochen.
00:24:50: und da merkt man eigentlich auch Es gibt schon Leute, die das auch gerne machen, weiter zu arbeiten und die auch sagen, es geht gar nicht primär um das Finanzielle sondern auch darum, dass ich das tatsächlich auch ganz gerne tue zurückgibt im Erwerbsleben zu stehen, nicht weiter eingebunden bin.
00:25:07: Nicht irgendwie Sinn haben.
00:25:08: und natürlich muss man da immer gucken dass Jobs auch unterschiedlich sind.
00:25:12: aber ich glaube das ist so was es ist.
00:25:14: tatsächlich bringt man ja einen Beitrag in die Gesellschaft ein und ich weiß also ich fände sozusagen das auch so bisschen voranzustellen wenn man über Längeres Arbeiten spricht wichtig.
00:25:28: Ja, dafür mir auch ein, dass ihr dazu ja auch jetzt in letzter Zeit geforscht habt.
00:25:31: also was wie viele Menschen nutzen eigentlich die Aktivrente oder wie vielen Menschen arbeiten eigentlich noch sozialversicherungspflichtig weiter über das Rentenalter hinaus und was verdient diese im Schnitt?
00:25:44: Und wir jetzt zum einen auch lernen, dass es immer mehr Menschen gibt, die weiterarbeiten müssen weil sie eben wissen, dass die Rente nicht reicht.
00:25:50: Also gerade das Rentenniveau von Frauen liegt halt deutlich unter dem von Männern.
00:25:56: Ich glaube, für zwanzig-vierundzwanzig waren die Zahlen ungefähr neunhundertdreißig Euro durchschnittlich für eine Frau und ungefähr tausend vierhundert Euro für Männer.
00:26:06: Das kommt dann ja noch hinzu – wie du sagst, dass immer mehr Menschen gerne länger arbeiten möchten!
00:26:12: Ich fände es ganz schön wenn's eine Unterscheidung gäbe zwischen den
00:26:15: Jobs.".
00:26:16: Also ich bin mir ziemlich sicher, dass man mit siebzig nicht mehr auf einem Dach steht.
00:26:20: Oder hier in der Nähe wurde gerade gemauert also dann da irgendwelche Steine hochwirft und das was die das herumgeschleppt haben.
00:26:27: Das ist aber so ein Bürojob wie wir den machen mit siebsig, fünfundsiebzig auf jeden Fall gut machbar ist.
00:26:33: Also da so eine handwerkliche Unterscheidung finde ich ganz schön, Dass man da die Wertigkeit des Handwerks nochmal vielleicht mit berücksichtigt weil ich finde die findet in unserer Gesellschaft zu wenig statt.
00:26:44: Ich glaube da ist auch noch ein wichtiger Punkt.
00:26:46: Man auch sieht, was man früher so hatte.
00:26:49: Ich lerne meinen Ausbildungsberuf und dann mache ich den bis ich in Rente gehe, dass wir das ja auch ganz viel sehen, dass es nicht mehr so stringent ist und dass ein Dachdecker oder so nicht zwangsläufig bis zur Regelaltersgrenze als Dachdäcker aufs Dach steigt sondern auch da eine dynamische Wege irgendwie sind.
00:27:09: Das ist auch etwas, was dem Zeit im Erwerbsleben mit Länger und es wird sich viel stärker auch dynamisch verändern, an unsere Arbeitswelt.
00:27:17: Ich glaube das da auch ganz wichtig ist dass man daran bleibt zu gucken welche Wege kann man vielleicht auch aufzeigen und auch schon frühzeitig also gerade bei so super körperlich anspruchsvollen Jobs wo Menschen vielleicht noch nicht mehr also wo schon fünfundsechzig richtig alt ist, wenn man das noch macht.
00:27:36: Also da darf ich es auch wichtig so zu schauen wie kann man Wege aufzeigen und was aufmachen?
00:27:43: Dass die Tätigkeit sich nochmal so verändert dass man die auf jeden Fall eine Weile ausüben kann.
00:27:50: Ich finde das sehr spannend, dass in eurer Studie herauskam, dass ausgerechnet die über fünfzigjährigen von Einschnitten oft weniger betroffen wären.
00:27:59: Die sind am wenigsten reformbereit sind Während die Jüngeren, die wissen quasi was auf sie zukünft und noch einfach viel längere Zeit haben.
00:28:07: Alle Optionen deutlich weniger ablehnen.
00:28:09: Das hat man ja jetzt wieder so ein bisschen gesehen.
00:28:11: Die politische Macht der älteren Generation ist auf jeden Fall sehr hoch.
00:28:14: Dann auch oft zu Lasten der Jüngerinnen, die halt einfach noch viel mehr leben und viel weniger Rente vor sich haben oder viel mehr Leben bis zur Rente.
00:28:22: Habt ihr eine Idee?
00:28:23: Oder hast du eine Idee wie ... älteren Semester für diesen Reformbedarf sensibilisieren kann, so damit notwendige Veränderungen nicht dort an Widerstand scheitern.
00:28:35: Wir fanden genau diesen Aspekt auch total spannend und können auch nicht sozusagen endgültig beantworten was das jetzt sozusagen was dahinter steckt.
00:28:45: also es ist jetzt irgendwie dass man sagt man zeigt sich solidarisch mit den Jüngeren man möchte das die auch lange irgendwie dann noch schuften müssen, also so in die Richtung oder ist es eher so.
00:28:58: Wir wissen nicht genau was dahinter steckt und deswegen ist das auch schwer.
00:29:02: sozusagen so kommen wir daran und so können wir die mitnehmen.
00:29:06: aber wichtig finde ich eben darauf hinzuweisen dass bei den Jüngeren die Aversion viel niedriger ist und dass man auch in anderen Studien zum Beispiel sieht in denen nachgefragt wird was der bevorzugte.
00:29:21: was jetzt Vorsorge angeht, sieht man auch das jüngere viel stärker sozusagen eine Mischung aus privat betrieblich und dann eben erster gesetzlicher Säule.
00:29:30: Sich wünschen im Vergleich zu den älteren Generationen also dass man da wirklich sagen muss ja da ist ne höhere Bereitschaft zu verändern und auf die sollten wir eingehen weil das ja auch genau die Personen sind die das mit tragen müssen als Appell, das einfach einmal rauszustellen und zu zeigen.
00:29:51: Das ist tatsächlich die Präferenz.
00:29:54: Und dann vielleicht als Zweites eben, dass es nicht... Also weil das ist häufig so auch Reaktionen, die wir jetzt direkt irgendwie auf den Studien wie diese da bekommen, ist auch das häufig, also als Kritik am eigenen Lebensentwurf verstanden wird.
00:30:10: Ich habe meine Entscheidung getroffen mit gut in Rente zu gehen andere Menschen länger arbeiten, dass das wie so eine implizite Kritik an der eigenen Entscheidung empfunden wird und das ist es ja nicht.
00:30:23: Also das vielleicht auch aufzulösen wäre auch noch wichtig denke ich wenn man versucht alle dann mit zu nehmen und in so eine Richtung gemeinsam zu gehen.
00:30:36: Habt ihr euch mal so... Rentenmodelle, wie in den skandinavischen Ländern oder auch Holland.
00:30:42: Die Schweiz hat so ein ähnliches Modell angeschaut also wo es ja eher darum geht gar nicht mehr die Rentenhöhe davon abhängig zu machen was ich heute verdiene sondern sozusagen alle Zahlen entsprechend ihres Gehalts ein.
00:30:54: im Prinzip wie heute wer viel verdient zahlt auch viel ein.
00:30:57: aber am Ende bekommen alle die gleiche Rente und wer darüber hinaus etwas machen möchte muss halt privat oder betrieblich vorsorgen.
00:31:06: Weißt du ob's dazu Untersuchungen in Deutschland gibt?
00:31:08: Wie wie so eine Reform gesehen werden würde?
00:31:11: Also ich gehe jetzt ganz explizit, sodass man sagt, das ist das Schweizer Modell.
00:31:16: Wie gut finden Sie das?
00:31:18: Hände ich jetzt keine Studien zu!
00:31:20: Aber das, was ich eben schon angehauen hatte ist die Befragten ihren eigenen bevorzugenden Mix sozusagen wählen.
00:31:28: Und da sind die Jüngeren sagen dann eigentlich nur noch, dass die gesetzliche Rente so zu vierzig Prozent meinen Einkommen alter ausmacht und der Rest soll überbetrieblich und privat abgedeckt werden.
00:31:41: Die älteren Semester sollen mir als die Hälfte mindestens abdecken über die erste Säule.
00:31:47: Das zeigt schon eine ganz starke Tendenz, das sei es aus dem Wissen heraus.
00:31:54: Es wird weniger da sein und deswegen brauche ich die private und betriebliche Altersvorsorge oder eben auch aus vielleicht ... Ich verstehe irgendwie dass es auch bei der Alters-Vorsorge gut ist ein Mix zu haben und Risiken zu strollen auf unterschiedliche Systeme einmal irgendwie Umlage und einmal Kapitaldeckung.
00:32:13: aber das sieht man auf jeden Fall einen ganz stark generationales Bild was sich unterscheidet.
00:32:22: So aus der anekdotischen Evidenz wäre das auch mein Gefühl, dass die Jüngeren durchaus bereit sind und einfach wissen, dass nicht mehr so viel Geld aus der Gesetzlichen kommen wird und man da einfach privat welche Art vorsorgen muss ob über die beschriebliche oder wirklich rein privat.
00:32:38: Die Erwartungen an die gesetzliche Rente sinken.
00:32:40: deutlich finde ich auch an die An die Sicherheit des Systems.
00:32:45: Ja ja das finde ich Das ist auch meine Wahrnehmung.
00:32:47: Ich kenne kaum noch jemanden, selbst Menschen die wirklich kämpfen in ihrem Alltag mit zwei Kindern alleinerziehend, die nicht sagen da muss noch irgendwie was dazu.
00:32:57: Also man sieht ja auf seinen Renten Bescheiden, was am Ende rauskommt.
00:33:01: das reicht gerade in der Großstadt hinten und vorne nicht.
00:33:04: Man sieht dann ja auf der anderen Seite auch also dass kann man immer noch kontrovers diskutieren aber deshalb besonders an der sehr sehr jungen Bevölkerung bei den unter dreißigjährigen auch die Beteiligung an Sparplänen und so weiter sehr stark zugenommen hat, also dass man da vielleicht auch sowas sieht wie ich versuche eben jenseits von klassischen betrieblicher private Altersvorsorge mir was aufzubauen.
00:33:30: Da ist immer noch die Frage für was wird es am Ende verwendet?
00:33:32: wissen wir nicht genau.
00:33:34: aber das da irgendwie ein Schiff gerade passiert, dass das auf jeden Fall zu beobachten
00:33:41: Ja, die haben das viel früher verstanden.
00:33:43: Habe ich das Gefühl dass man selbst was tun muss und dass es ein essenzieller Teil sein wird zu sparen ob wirklich fürs Alter oder einfach für später bevor ich in Rente gehe.
00:33:54: aber das zumindest sparen sehr wichtig ist ja haltig für eine sehr positive Entwicklung.
00:33:59: also ich weiß als ich vor zwölf Jahren angefangen habe da musste ich auch immer noch erklären warum jetzt ne Anlage Aktienfonds nicht total risikoreich ist und es kam immer die Frage, was ist wenn das Geld weg ist?
00:34:13: Und so diese Diskussion habe ich heute nicht mehr.
00:34:15: Also die Menschen haben verstanden dass Aktien zumindest ein guter Hebel sind um eine Rendite zu erwirtschaften gerade, wen ich so einen langen Zeitraum habe.
00:34:23: So ein langen Anlagehorizont.
00:34:25: Anja hatte das Thema Frauen schon aufgemacht und ich hätte auch schon gesagt, so das Rentenniveau bei Frauen und Männern ist nochmal sehr unterschiedlich.
00:34:35: Wie wir wissen, sind die Gründe dafür unter einem für das Gender Pension Gap.
00:34:39: Die häufigere Teilzeitarbeit so aufgrund von zusätzlich zu leistender Kehrarbeit immer noch das Gender Pay Gap also Frauen, die für gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden.
00:34:50: es gibt Studien dass Branchen schlechter gezahlt werden wenn Frauen dort arbeiten.
00:34:54: Also wenn immer mehr Frauen in die Jobs gehen dann sinkt das Lohnniveau.
00:34:59: Zudem haben Frauen natürlich häufiger Erwerbsunterbrechungen durch Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen und arbeiten entsprechend auf deinen Teilzeit.
00:35:08: Jetzt gibt es immer wieder Versuche Frauen länger im Beruf zu halten, gerade ganz aktuell das Thema Lifestyle-Teilzeit.
00:35:19: Ich finde, dass verkennt jedoch vielfach die Lebensrealität von Familien.
00:35:24: Welche Hebel
00:35:27: siehst
00:35:27: du um diese Lücke zwischen Männern und Frauen zu schließen?
00:35:32: oder aber auch, um die strukturellen Benachteiligungen von Frauen im System auszugleichen.
00:35:37: Also nochmal jetzt ein Blick auf das System.
00:35:40: und da haben wir eben in der gesetzlichen Rente ja das sogenannte Equivalenz-Prinzip angelegt was bedeutet mehr oder weniger das, was sich Einzahle übersetzt, sich dann am Ende in das was ich auch an Ansprüchen an die Rente habe?
00:35:55: Und dann hab' ich über sowas wie Anerkennungszeiten für Kindererziehung Minimale Anrechnungen solcher Zeiten, wo ich andere Dinge gemacht habe und nicht in die Sozialversicherung eingezahlt habe.
00:36:07: Weil dich erwerbstätig war.
00:36:09: Das führt dann dazu dass Frauen arbeiten mehr Teilzeit haben die längere Unterbrechung ihrer Lebensdäufe am Ende dann besonders bei der gesetzlichen Mann diese Unterschiede.
00:36:20: dann sieht also den sogenannten Gender Pension Gap der Spiegel von diesen Erwerbsentscheidungen am Ende aus.
00:36:27: Das, was sich in der Rentebeziehe darstellt und ich glaube das ist irgendwie auch schon die erste Antwort darauf.
00:36:36: Was kann man da tun?
00:36:38: Ich finde es schon weiterhin total wichtig, die Bedingung zu schaffen dass Frauen eben so sie es wollen möglichst durchgängig und kontinuierlich am Arbeitsmarkt teilhaben können.
00:36:52: Ich muss das nicht groß erwähnen, aber dass wir immer noch auch bei der Abdeckung mit Kita-Plätzen und später auch umgekehrt dann bei Pflege usw.
00:37:01: Dann ja diese Defizite haben die dazu führen dann auch nicht in dem Umfang arbeiten, indem sie das vielleicht wollen und dann dieses klassische passiert.
00:37:12: Dann hat man sich einmal darauf eingerichtet und ist in der Teilzeit und bleibt da irgendwie und steckt in dieser Teilzeit irgendwie fest bis die Eltern oder Schwiegereltern oder so dann in die Pflegesituation kommen und dann ist man sozusagen in der nächsten Kehrarbeit gefangen.
00:37:27: also ich glaube das ist sowas und das eine dass wir immer noch mehr Struktur- und Ausbaubauen brauchen von Heuung.
00:37:36: Und auf der anderen Seite glaube ich auch, dass wir sind dann großen Schritt vorangekommen.
00:37:42: Aber ich glaube immer noch dieses Aushandeln innerhalb von Paaren, wie teilt man Dinge auf und wie gleicht man vielleicht auch Dinge aus?
00:37:50: Wenn sich jemand entscheidet irgendwie länger für Kinder zu Hause zu bleiben was bedeutet das denn für die Altersvorsorge beider Partner in einer in einer älterlichen Gemeinschaft, so mit dem das sich keine Garantie dafür habe dass diese Gemeinschafters zu meiner Rente und bis zu meinem Lebensende irgendwie hält.
00:38:10: Das sind Dinge und da ist dann gleichzeitig auch das System gestaltet beeinflusst wie Menschen entscheiden, also so Eltern.
00:38:22: die Einführung von Elterngeld und Elternzeit hat ja auch gezeigt dass das dann ganz stark irgendwie mit beeinflußt hat.
00:38:30: Wie Paare diese Entscheidung getroffen haben während im zwei Monate?
00:38:34: Und genau so hat man dann die Zeit aufgeteilt und wurde ja jetzt auch versucht gegenzusteuern durch Anpassungen.
00:38:42: aber ich glaube da hat das System eigentlich auch nochmal Kraft was zu verändern in der stärker gleichberechtigten Aufteilungen von Aufgaben.
00:38:51: Und ja, ich finde da auch dieses als Frauen wir haben den höheren Anteil an Frauen die Abitur machen, die ein Studium abschließen und dann schaffen wir das nicht dass irgendwie so auch im Arbeitsmarkt die Spurt zu bringen und umzusetzen.
00:39:10: Das wäre echt einen Schritt da schon zu beginnen Um da nicht am Ende zu sagen, wir müssen das irgendwie korrigieren.
00:39:21: Weil ich finde dann in der Rente ist es eigentlich schon zu spät.
00:39:25: Ja definitiv
00:39:26: ja auf jeden Fall
00:39:28: so.
00:39:28: also sind die die Parameter die Bedingungen davor.
00:39:32: Ich hatte irgendwann mal im Gespräch mit einem Kollegen die Idee, dass in der Ehe einfach alle Rentenpunkte, die erwirtschaftet werden durch zwei geteilt werden.
00:39:40: Also dann erwirtschaftete er Mann mehr und die Frau weniger aber am Ende erhält nicht der Mann mehr Rente und die frau weniger sondern quasi beide erhalten gleich.
00:39:50: viel trifft natürlich nur auf Paare zu die verheiratet sind.
00:39:55: und dann sind wir wieder.
00:39:56: wie ist es bei Alleinerziehenden?
00:39:58: Da geht es dann vielleicht noch zur Scheidung, aber danach tragen die ja quasi einen deutlich größeren Anteil.
00:40:04: Aber ich sehe da auch noch keinen wirklichen großen Hebel für strukturelle Veränderungen.
00:40:13: Das sind glaube ich einfach viele kleine Hebel, die da betätigt werden müssen.
00:40:16: Ja das ist ein ganz langer Prozess und wie gesagt man sieht so langsam tut sich auch was.
00:40:24: Ich glaube, dass es dann so dieses wieviele Geduld hatten an das langsam mitzugehen.
00:40:29: So
00:40:31: mein Ziel ist, dass zumindest meine Töchter das mal besser haben?
00:40:35: Ja ich auch.
00:40:37: Das wäre mein Wunsch.
00:40:38: Aber das ist privat
00:40:39: ja auch im Moment.
00:40:40: Wir haben ja schon öfter Mal über Zinsistenz Effekte geredet und sowas.
00:40:44: da kann man ja als Eltern schon Gegensteuer bei natürlich privat.
00:40:47: Ich wünsche mir auch, du hast jetzt aufs gesetzliche Rentensystem angespielt nämlich an
00:40:53: Ne, ehrlich gesagt generell.
00:40:55: Also das ganze strukturelle Thema von... Nee,
00:40:58: die Idee dass deine Töchter es besser haben sollen im gesetzlichen Rentensystem nicht in privaten weil du ja..
00:41:03: Das und auch
00:41:04: das ist
00:41:04: den Gender Pay Gap in der Form nicht mehr gibt dass wir nicht Branchen schlechter bezahlen indem viele Frauen sind oder andersrum Branchen besser bezahlen in denen es viele Männer gibt.
00:41:14: also das ganze Thema IT und Programmierung war ja zu Beginn so nach dem Zweiten Weltkrieg ein Frauenthema und sehr, sehr schlecht angesehen und sehr schlecht bezahlt.
00:41:24: Bis man mal festgestellt hat, das ist eigentlich ziemlich komplex und doch ziemlich mit viel Wissen verbunden.
00:41:30: Und dann gab es keinen Ausbildungsberuf mehr oder man wurde kurz angelern, sondern dann wurde es ein Studium und dann gab's immer mehr Männer und dann stiegen die Gelder.
00:41:37: Ja solche strukturellen Dinge ärgern mich sehr aber die werden wir leider hier nicht beheben können.
00:41:46: Ein Punkt, der mich immer noch wieder umtreibt ist das Thema Wissenslücke und Vorsorge.
00:41:53: Wir haben gesagt dass viele Menschen immer noch so auf die Sicherheit der gesetzlichen Rente bauen Und ich finde viele Menschen gerade auch Frauen unterschätzen einfach die steigende Lebenserwartung deutlich.
00:42:04: Ich habe gelesen im Schnitt um rund fünf Jahre.
00:42:07: Und gleichzeitig stellen wir aber immer wieder auch in Studien fest, dass insbesondere Jüngere überraschend wenig über das Thema Altersvorsorge wissen.
00:42:15: Also Sie wissen sie müssen sparen Aber Dass das dann wirklich fürs Alter ist oder welche Besonderheiten dann auch Das alter in steuerlicher Hinsicht vielleicht noch mal mit sich bringen kann wird halt auch einfach nicht vermittelt.
00:42:27: da sind wir wieder Welche Gefahren siehst du in solchen Wissenslücken?
00:42:30: Ja also das eine ist so diese Wissenslücken an sich und dass wir da auch immer noch diesen Gender Gap sehen, also das Frauen.
00:42:39: Und dann sehen wir auch noch dieses jüngere Menschen haben da nochmal stärker, junge Frauen dann auch weniger informiert sind.
00:42:46: Immer sozusagen die Gefahr, dass am Ende Vorsorge nicht ausreicht.
00:42:50: Also gerade wenn ich meine Lebenserwartungen nicht richtig einschätzen kann, dann habe ich am Ende vielleicht nicht ausreichend vorgesorgt für die Zeit, die ich eben in der Rente im Ruhrstand verbringe.
00:43:03: Das Zweite ist aber dann auch dieses Wissen umzusetzen in Handeln.
00:43:09: und da haben wir immer noch ein großes, so zu sagen, dieses Knowing-Doing-Gab.
00:43:14: Also selbst wenn ich irgendwie weiß theoretisch müsste ich jetzt besten bei meiner Altersvorsorge breiter aufstellen ja was mache ich?
00:43:22: Und wie mache ich das?
00:43:23: Und diesen Schritt auch tatsächlich zu gehen und ins Tun zu kommen, also da haben wir immer noch so eine große Blockade.
00:43:30: Und auch bei Frauen immer noch weniger Engagement als bei Männern das wir beobachten.
00:43:37: Da müsste es gelingen diese was auch immer dahintersteckt ob es Angst ist sich zu verzocken etwas falsch zu machen oder was auch mal das zu überwinden und ins Tun zu kommen.
00:43:51: Und das ist glaube ich auch, also habe ich auch das Gefühl alle die sich stärker mit finanzieller Bildung und dem Thema beschäftigen.
00:43:58: Das ist immer da der Knackpunkt wo auch nicht wirklich gute Lösungen oder so machen wir es und dann funktioniert es auch auf dem Tisch liegen.
00:44:07: Ich hab mich gerade gefragt glaubst du dass es auch für deinen strukturelles Problem, dass sich Frauen mit dem Thema weniger beschäftigen?
00:44:12: Oder ist Wie geht man daran ein Problem?
00:44:16: Also im Sinne von, wie bereite ich das auf?
00:44:18: oder hängt es noch daran dass wir Frauen vermitteln oder jungen Mädchen vermittelt, dass sie wahrscheinlich nicht so gut sind mit Zahlen und so weiter.
00:44:27: Ja also ich glaube das ist auf jeden Fall auch an diesen Männer-Jungen sprechen einfach mehr über diese Themen.
00:44:37: Ja, das ist doch so ein stereotypes Problem auch mit ist.
00:44:41: Dass die Sozialisierung von Frauen und Männern immer noch in die Richtung läuft ja ich beschäftige mich dann mit den Zahlen als Mann und als Frau beschäftige Ich mich damit.
00:44:51: wie kann ich mich um XY kümmern und gucken dass es allen Menschen hier im Raum gut geht?
00:44:56: also das ist jetzt total überzeichnet aber dass das auch immer noch dazu führt Ja, Frauen freuen sich weniger über diese Themen unterhalten als dass Jungs und Männer irgendwie in ihren Kreisen tun würden.
00:45:10: Da gibt es auch ein ganz tolles Buch von Claudia Müller zu über Geld spricht man doch die sich das sozusagen für Kinder auch irgendwie anguckt und da auch diese Unterschiede nochmal beschreibt.
00:45:21: Und ich glaube als zweites ist auch dieses ja das hätte ich vielleicht ihm auch schon so ein bisschen skizzieren können ist dieses wirklich zu sehen welche Auswirkungen diese Lebensentscheidung, die ich treffe zum Teil dann eben auch bis in die lange Frist haben.
00:45:37: Also da gibt es auch eine tolle Studie tatsächlich aus den Niederlanden, Tatsächlich Frauen die Informationen darüber geben, wenn sie sich für Teilzeitberufe entscheiden.
00:45:51: Für Berufe wo Sie viel aus dem Homeoffice und in Telearbeit arbeiten können.
00:45:55: Wie übersetzt sich das am Ende dann in eine niedrigere Rente?
00:45:59: Dann an diesem Punkt, wo man das sozusagen transparent und sichtbar macht plötzlich auch viele der Befragten sagen, ja dann ist mir das doch nicht so viel wert.
00:46:08: Also dann möchte ich doch nichts auf soviel Gehalt verzichten wenn es sich am Ende in so viel geringere Rente zeigt.
00:46:16: und vielleicht wäre ein Punkt, dass stärker Transparenz machen und zu zeigen, dass eben die Entscheidung früh schon anders getroffen und gefällt werden?
00:46:29: Das finde ich ein guter Punkt.
00:46:30: Also zu sagen, was ist die Konsequenz?
00:46:32: Heute sagst du ich reduziere von vierzig auf zwanzig Stunden und habe tausend Euro netto weniger.
00:46:39: Das ist die eine Seite.
00:46:40: aber was bedeutet das hinten raus quasi in der Rente?
00:46:42: Ja, das gute Punkt.
00:46:44: Das nehme ich mal mit für die Beratung.
00:46:48: Jetzt aber noch den Blick nach vorne.
00:46:50: Was würdest du sagen muss sich aus deiner Sicht ändern damit künftig niemand mehr Angst vor Altersarmut haben muss und insbesondere keine Frauen?
00:47:00: Also ich glaube, das ist so ein Zusammenspiel.
00:47:02: Wir hatten ja jetzt irgendwie den ganzen Ritt gemacht über das System und individuell auch die Arbeitswelt angeschaut und ich glaube wir brauchen überall Schritte in die richtige Richtung.
00:47:15: also systemisch habe ich das schon angesprochen dass für mich schon der Weg ist zu sagen, wir leben in einer alternen immer älter werdenden Gesellschaft müssen wir auch schauen, dass wir diese Zeiten besser ins Verhältnis bringen von Zeiten im Erwerbsleben zu Zeiten im Ruhestand.
00:47:33: Genau dann eben zu gucken in dieser dynamischen Arbeitswelt, in der wir leben wie kann man diese Welt so gestalten?
00:47:41: Dass Menschen dann auch länger arbeiten können.
00:47:45: Wie kann ich diese Person qualifizieren?
00:47:47: Wie kann die Arbeitsbedingungen so schaffen das Jung und Alt auch sowohl als auch ihre Potenziale voll einbringen.
00:47:59: Wir haben diesen Paradigmenwechsel eingeläutet, schon Anfang des Zweitausenderjahres mit der Risto-Rente und der Abkehr vom Ein-Sollensystem.
00:48:09: Und das eben zu verankern, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichend wird und dass das private und betriebliche Altersvorsorge auch dann aus dieser individuellen Erwerbs- und Lebens... Entscheidungen auch.
00:48:24: Wir haben so viel Potenziale, die wir mitbringen besonders als Frauen.
00:48:28: Wir sind super qualifiziert, super ausgebildet und da auch die Potenzielle voll einzubringen und dafür zu kämpfen dass ich dann auf meine Früchte sowohl im Erwerb leben aber also dann auch in der Rente irgendwie davon ernten kann.
00:48:44: Ja mehr Selbstvertrauen nämlich noch mit mehr Vertrauen in sich in die eigenen Fähigkeiten ja sehr schön gesagt
00:48:51: Genau.
00:48:51: Sowohl Selbstvertrauen als auch dieses Ja, für sich einzustehen und da die Wege dann zu suchen und zu verfolgen, die das so möglichst belohnen am Ende.
00:49:07: Das ist ein schöner Ausblick.
00:49:09: Und was ja auch immer stimmt... Wir haben sehr viele Hörerinnen und da stimmt eben auch immer dass wir unseren Kindern beibringen dürfen auf was sie achten dürfen und wo die Reise hingehen wird wenn sie mal erwachsen sind und hingehen soll.
00:49:21: Denn das Selbstbewusstsein, das können wir in Ihnen noch so ein bisschen wie einen Samen sehen.
00:49:25: Da fängt es an über Geld zu sprechen also mit Kindern unabhängig welchen Geschlechts?
00:49:30: Ja deswegen appelliere ich hier immer ganz gern wenn's passt mal!
00:49:34: Dann wäre meine letzte Frage ob es Fragen gibt die du uns gerne stellen möchtest.
00:49:39: Also Fragen habe ich keine.
00:49:41: Ich hab ein großes Dankeschön, dass ihr diesen Raum ausmacht und diese Plattform da ist um über diese Themen zu sprechen.
00:49:51: Ja danke aber uns ist das ja auch wirklich ganz wichtig.
00:49:54: im Grunde sind wir auch ganz dankbar für die Plattform
00:49:59: Die wir uns selbst geschaffen haben.
00:50:01: quasi Genau Vielen lieben Dank.
00:50:03: Das war wirklich wie du schon gesagt hast einmal ein kompletter Ritt durchs Rentensystem Aber sehr, sehr spannend.
00:50:09: Ich finde das hat nochmal unterschiedliche Räume und Ebenen auch aufgemacht.
00:50:16: Noch mal gezeigt wie strukturell das Ganze doch angegangen werden muss.
00:50:20: Und ich habe für meine Beratung auf jeden Fall was mitgenommen.
00:50:23: Ah super!
00:50:23: Ja danke schön.
00:50:25: Toll dass du da warst Ruth.
00:50:27: Vielen vielen Dank.
00:50:28: Ja sehr gerne.
00:50:29: Das hat
00:50:29: sehr viel Spaß gemacht.
00:50:31: Ja ich bedanke mich auch für die Einleitung auf jeden fall.
00:50:34: Vielen dank liebe Ruth und mach's gut.
00:50:36: Danke auch.
00:51:05: Tschüss!
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