#53 Nadine Barskiy - Von der Kaffeeliebe zum Business – nachhaltiges Gründen ohne Burnout
Shownotes
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In dieser Folge von FAIRstärkung treffen sich Anja und Helene mit der Jung-Unternehmerin Nadine Barskiy, die gemeinsam mit ihrem Mann die Morning Coffee Company gegründet hat.
Ihr Fokus: 100 % Robusta-Kaffee – säurearm, kräftig, nachhaltig und fair.
Gemeinsam sprechen sie über:
- Aufzählungs-Text den Weg in die Selbstständigkeit neben einem sicheren Vollzeitjob
- Aufzählungs-Text wie private Erfahrungen, wie z. B. eine frühere Insolvenz, Entscheidungen beeinflussen
- Aufzählungs-Text wie wichtig Absicherung, Gesellschaftsformen und rechtliche Beratung für Gründer*innen sind
- Aufzählungs-Text die unterschätzte Herausforderung der Neukund*innengewinnung
- Aufzählungs-Text warum sich Frauen manchmal selbst im Weg stehen und es trotzdem rockt
- Aufzählungs-Text wie man mit wenig Risiko ein Herzensprojekt startet und natürlich: Kaffee, Leidenschaft und Nachhaltigkeit
☕ EXKLUSIV FÜR UNSERE HÖRER*INNEN: Mit dem Rabattcode FAIR10 erhaltet ihr 10 % Rabatt auf alle Kaffees der Morning Coffee Company. ➡️ www.morning-coffee.de
Mehr zu Nadine Barskiy und der Morning Coffee Company: 🌐 Website: morning-coffee.de 📸 Instagram: @morningcoffeecompany
Transkript anzeigen
00:00:05: Ja, so rum.
00:00:06: Das ist schön formuliert, ja.
00:00:07: Habe ich das jetzt irgendwie glücklicher gemacht?
00:00:10: Nee, kein bisschen.
00:00:12: Und irgendwann sagte mein Mann, gut, dann müssen wir das jetzt selber machen.
00:00:15: Absolut.
00:00:18: Doch, man darf sich auch feiern.
00:00:21: Also dann hilft das große Auto auch nicht.
00:00:23: Dann habt ihr vielleicht auch einfach sehr viel richtig gemacht.
00:00:27: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:29: Wir sind deine Verstärkung von Vervendo.
00:00:31: Ein Podcast für nachhaltige Versicherungen und sozialethisches Finanzwesen.
00:00:36: Hier geht es nicht nur um deinen persönlichen Wohlstand, sondern auch um eine bessere Zukunft für uns alle.
00:00:42: Im heutigen Format nachgefragt, reden wir mit Expertinnen und Gästen.
00:00:47: Dabei teilen sie ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen mit uns, insbesondere zu Finanz- und Versicherungsthemen.
00:00:53: Das soll dich inspirieren und befähigen, nicht nur deine eigene Zukunft zu gestalten, sondern auch zu positiven Veränderungen in der Welt beizutragen.
00:01:02: So werden wir ganz nebenbei zu deiner Verstärkung.
00:01:06: Ich bin Anja Werner, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Verwendung zusammen mit Helene Marketing Team und nebenbei studiere ich Mediendesign.
00:01:13: Mein Name ist Helene Bosmann, ich bin Diplombetriebswirtin und habe ein Master in Wirtschaftspädagogik.
00:01:17: Ich bin seit elf Jahren selbstständig als Versicherungsmarklerin und davon seit neun Jahren bei Verwendung.
00:01:21: Hallo Helene.
00:01:23: Hi Anja.
00:01:24: Ein frohes Neues dir.
00:01:25: Das
00:01:26: wünsche ich dir auch.
00:01:27: Vielen lieben Dank.
00:01:27: Und
00:01:28: natürlich auch für alle unsere Zuhörenden.
00:01:30: Möge das neue Jahr euch alles bringen, was ihr euch wünscht und vor allem Gesundheit.
00:01:34: Das ist das Wichtigste.
00:01:35: Seid ihr gut reingerutscht?
00:01:37: Ja, wir sind im Grunde gut reingerutscht.
00:01:38: Der Weihnachtsstress hatte mich voll im Griff und dann war das total schön, weil wir haben so ein paar Tage Berlin gemacht.
00:01:43: Wie war es bei dir?
00:01:44: Auch schön.
00:01:45: Wir waren mit Freunden auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein und haben da mit fünf Familien ein wirklich schönes Silvester erlebt.
00:01:53: Das war sehr, sehr schön und gemütlich.
00:01:55: Klingt sehr gut.
00:01:56: Helene, ich habe uns heute einen Gast mitgebracht, eine liebe Freundin von mir, die hat gerade vor kurzem ein kleines Business gegründet und ich dachte, das ist vielleicht ein total schöner Aufhänger für uns mal darüber zu sprechen.
00:02:08: Was gibt es für
00:02:10: Hürden?
00:02:11: An was muss man vielleicht denken?
00:02:12: Du als Expertin kannst ihr da vielleicht in ein oder anderen Tipp noch mitgeben.
00:02:16: Tolle
00:02:16: Idee.
00:02:17: Dann begrüße ich hier mit meine liebe Freunde Nadine Baskie.
00:02:20: Hallo.
00:02:20: Guten Morgen.
00:02:21: Hallihallo.
00:02:22: Herzlich willkommen, liebe Nadine.
00:02:24: Wie schön,
00:02:24: dass du da bist.
00:02:26: Danke schön, dass ich bei euch sein darf.
00:02:28: Liebe Nadine, ihr habt euch ja mit einer eigenen Kaffeerösterer selbstständig gemacht.
00:02:33: Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
00:02:34: Nicht ganz.
00:02:35: Wir haben einen Kaffeehandel.
00:02:37: Das heißt, wir lassen Rösten.
00:02:38: Wir haben also keine eigene Rösterei, wo wir den Kaffee selber rösten, sondern wir handeln mit dem fertig nach unseren Vorgaben gerösteten Kaffee.
00:02:48: Genau.
00:02:49: Also wie kamen wir dazu?
00:02:50: Und weshalb rösten wir nicht selber?
00:02:51: Das ist ja vielleicht auch eine interessante Geschichte.
00:02:55: dazu ein bisschen weiter ausholen.
00:02:57: Wir haben früher ganz normal vor irgendwie sechs, sieben, acht Jahren so ein Nespresso-Kaffee.
00:03:03: Früher habe ich gar keinen Kaffee getrunken.
00:03:05: Ich hatte nur Tee getrunken mit meinem Mann.
00:03:07: Dann habe ich angefangen, so Kapstel-Kaffee zu trinken.
00:03:10: Und dann sind wir ins Ausland gegangen und haben dort allerdings angefangen, dann mit so Bialetti und Mokapot.
00:03:16: Jetzt waren wir in den USA.
00:03:17: USA ist nicht dafür bekannt, den besten Kaffee zu haben eigentlich.
00:03:20: Wir hatten aber Glück, in Philadelphia zu sein.
00:03:22: Und da gab es schon einige gute Kaffee-Röste rein.
00:03:25: Dann haben wir uns immer mehr so ein bisschen mit dem Thema beschäftigt, haben doch allerdings auch immer wieder festgestellt, dass wir, ja, wenn es zu säurehaltig ist, doch auch immer wieder so ein bisschen wagentechnisch, verdauungstechnisch ein bisschen Probleme haben.
00:03:40: Als wir dann zurückgekommen sind nach Deutschland, habe ich gesagt, okay, wenn wir jetzt was haben, wo wir jetzt auch wohnen können und wenn wir wissen, wo in Deutschland wir hinziehen und so und wir erste Wohnung haben, dann legen wir uns eine Siebträgermaschine zu.
00:03:53: Habe ich aber gedacht, jetzt haben wir so eine Siebträgermaschine zu Hause.
00:03:55: Das war auch das allererste, was in der neuen Sturbwohnung tatsächlich stand.
00:04:00: Jetzt müssen wir die aber auch irgendwie bedienen können.
00:04:03: Und hatte dann meinem Mann zum Geburtstag einen Barista-Kurs geschenkt, den wir beide gemacht haben.
00:04:07: Er ist zugegebenermaßen der bessere Barista zu Hause und er freut mich jeden Tag mit meinem Lieblingskapucino.
00:04:16: Und dann haben wir den aber gemacht und haben den hier in Hamburg bei einem Café-Röster gemacht und haben dann sehr viel über Kaffee gelernt und über die Zubereitung und haben da hundertprozentig Robuster getrunken.
00:04:27: Also viele kennen halt Arabika.
00:04:29: Das gab mal so eine riesengroße Werbekampagne im Arabika, dass das so die tollste Bone ever ist und so und die ist ganz besonders.
00:04:35: Und da konnte man irgendwie auch gut Geld mitmachen, weil die so besonders ist.
00:04:39: Und hundert Prozent Arabiker war so das Merkmal für irgendwie Qualitätscafé.
00:04:44: Und bei dem haben wir dann Robuster getrunken und haben festgestellt, dass wir diese Magenprobleme gar nicht haben und dass der uns vom Geschmack und von der Fülle der Creme an das er uns sehr, sehr gut gefallen hat.
00:04:54: Also haben wir uns dann umgeguckt und haben gedacht, wir schauen nach hundert Prozent Robustercafé, weil der tatsächlich von Natur aus etwas weniger Säure hat.
00:05:02: Wenn er dann also auch schon geröstet wird, per se weniger Säure hat als Arabiker.
00:05:07: Er hat doppeltes Koffein.
00:05:08: Das kann für manche Leute, muss nicht für ihn gut sein.
00:05:12: Aber wenn man gerne Kaffee braucht zum Wachmachen, dann ist das auch gut.
00:05:16: Und der ist natürlich robuster, also auch ein bisschen nachhaltiger im Blick auf Klimawandel und ähnliche Geschichten, robuster, was Krankheiten angeht und auch Klimaveränderungen gegenüber.
00:05:27: Wir fanden das alles so toll und positiv, dass wir uns dann nur noch nach hundert Prozent robuster Kaffees umgeschaut haben, aber halt auch qualitativ hochwertigen.
00:05:35: ... bei Roboster früher immer nur so als billig Kaffee ... ... für so Instant Kaffee, Füller ... ... in anderen Kaffees genutzt wurde ... ... und dann natürlich sage ich mal ... ... ein bisschen wie mit Bio-Produkten ... ... wenn du es nicht gut benutzt ... ... oder wenn du es nicht gut behandelst ... ... ist es halt ein nicht so gutes Produkt ... ... und wenn du aber jetzt sozusagen ... ... mit Bio-Verfahren behandelst ... ... und lieb zu dem Lebensmittel bist ... ... dann wird es auch ein sehr gutes Produkt ... ... und so ähnlich ist es dann natürlich auch bei dem Kaffee.
00:06:01: Aber es gab nicht so viel ... Specialty-Coffee, also hochwertigen Qualitätscafé, der hundert Prozent robuster ist.
00:06:09: Der Markt war einfach, da war eine Lücke da.
00:06:11: Es gibt ein paar.
00:06:12: Da hat uns allerdings immer die Transparenz gefehlt.
00:06:14: Wo kommt der Kaffee her?
00:06:15: Da steht dann immer nur, okay, der kommt halt aus Ecuador oder Uganda.
00:06:20: Ja, das sind halt große Länder.
00:06:21: Was weiß ich?
00:06:22: Was ist mit der Farm?
00:06:24: Wie arbeiten die Menschen dort?
00:06:26: Unter welchen Bedingungen?
00:06:27: Wie viel wird gezahlt für den Kaffee?
00:06:30: Das waren alles Dinge, die uns irgendwann wichtig waren, nachdem wir uns viel damit beschäftigt haben, was kommt bei den Kaffeebauern überhaupt an?
00:06:36: Und das ist halt bei den normalen, sag ich mal massenproduzierten Industriecafés sehr, sehr wenig.
00:06:41: Das ist einfach unter dem Lebenserhaltungsniveau überhaupt.
00:06:44: Und wir wollten wissen, wenn wir schon viel für guten Kaffee bezahlen, dass auch die Menschen, die den produzieren, damit gut leben können.
00:06:50: Und da haben uns die Infos immer gefehlt.
00:06:52: Und irgendwann sagte mein Mann, gut, dann müssen wir das jetzt selber machen.
00:06:55: Und so war die Idee geboren.
00:06:57: Und jetzt haben wir Morning Coffee Company und verkaufen nur hundert Prozent Robusta.
00:07:02: Wir hatten auch mal eine Fifty-Fifty-Mischung, also Robusta und Arabika, weil sich das für Filtercafe einfach ein bisschen besser macht.
00:07:09: Der lief aber tatsächlich wirklich nicht so gut und den haben wir dann auch nicht nachproduziert.
00:07:14: Ein Kaffee-Covey.
00:07:17: Ich habe
00:07:17: ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich gerade Tee trinke.
00:07:21: Du, ich habe auch Tee gerade vor mir.
00:07:24: Okay, darf man noch.
00:07:26: Man kann ja auch bei doppeltem Koffein nicht so viel Kaffee davon trinken.
00:07:29: Ja, auch wieder wahr.
00:07:31: Ich finde das spannend, als ich das auf eurer Seite gelesen habe mit dem Robusta und dachte, guck mal, ich war in Costa Rica und Nicaragua, und da waren wir auch so in Kaffeegebieten.
00:07:42: Und da habe ich das erste Mal von diesem Unterschied gehört.
00:07:45: Und auch, wie ich es quasi auf eurer Seite stehen habe, dass halt Arabikerbohnen so, die die wahr sind, quasi unter denen.
00:07:51: Ich glaube, fast genau so wurde es da bei der Führung und bei den Besichtigungen auch gesagt.
00:07:56: Und dass der Robuster einfach den Bauern viel mehr ertrag liefert und viel sicherer ertrag, also um wirklich davon leben zu können.
00:08:04: Und war mir gar nicht klar, müsste ich jetzt überlegen, ob wir da eigentlich, ja, wahrscheinlich haben wir da auch mehr Robusterköffe getrunken.
00:08:12: Es gibt ja auch viele andere Variitäten, die wir gar nicht kennen und die auch überhaupt gar nicht etabliert sind.
00:08:17: Also, da habe ich letztens wieder über einen gelesen, vielleicht den Namen jetzt nicht mehr, aber da, also man betreibt auch mittlerweile viel mehr Forschung, weil man auch weiß, mit dem Klimawandel wird es einfach ein Engpass geben und wird es Knappheit geben in Arabika Café.
00:08:31: und da muss man sich ein bisschen umschauen und da wird jetzt viel geguckt, welche Alternativen gibt es, welche andere Möglichkeiten gibt es.
00:08:37: Ja, da werden wir bestimmt auch noch ein paar andere Variitäten kennenlernen.
00:08:41: Wie wählt ihr denn euren Kaffee aus?
00:08:43: Also wählt ihr die Farm aus?
00:08:45: Wie geht ihr daran?
00:08:47: Das war
00:08:47: ja ein großer Teil am Anfang, wo wir uns gefragt haben, wie machen wir das jetzt überhaupt?
00:08:52: Wie geht man damit jetzt um?
00:08:54: Wir haben ja keine Ahnung von Kaffee wirklich, von Kaffee rösten, von wir wussten, was wir gerne mögen, wie wir den irgendwie gut zubereiten, damit er vielleicht irgendwie nicht so bitter ist, nicht so sauer ist, aber wie der Kaffee jetzt, wie man das am besten angeht und auch das ganze Thema Import.
00:09:08: Da waren wir ja totale Leiden, da kannten wir uns gar nicht aus.
00:09:11: Und dann haben wir immer mehr recherchiert und haben verstanden, das kann jetzt nicht unser Ansinn sein, eine eigene Rösterrei zu starten und diese ganzen Investitionen zu tätigen, sondern wir brauchen halt verlässliche Partner.
00:09:21: Und auch das Thema, wo kriegen wir den Kaffee her, war eins klar, wussten wir, welche Gegenden gibt es, wir hatten auch recherchiert, welche Farmen gibt es, aber ist es jetzt... für uns nachhaltig, also sowohl finanziell als Staatkapital oder als Staatinvestment, als auch für die Natur wird jetzt durch die Welt zu fliegen, um uns irgendwelche Farben anzugucken, die ja idealerweise vielleicht auch schon von anderen angeguckt wurden, wenn wir gar nicht selber rösten.
00:09:47: Also haben wir uns auf die Suche nach Rüstern gemacht, die direkt bei den Farmen-Sourcen.
00:09:53: Und es gibt eine Initiative, Roasters United.
00:09:55: Das sind mehrere Kaffee-Röster aus Europa, die sich zusammengetan haben, die bei sozialen Kooperativen und Kaffeefarmen ihren Kaffee direkt einkaufen ohne einen Großhänder.
00:10:06: Das sind halt dann aber mal kleinere Farmen.
00:10:08: Und die nehmen auch meistens kleinere Mengen ab, weil es kleinere Röster sind.
00:10:11: Deswegen haben die sich zusammengetan.
00:10:14: Und da haben wir dann versucht, uns jemanden zu suchen.
00:10:16: Es war gar nicht so einfach, weil die meisten Röster gesagt haben, hundert Prozent Robuster seid ihr wahnsinnig, das mache ich nicht.
00:10:22: Die noch immer noch diese alten Narrative, Arabiker ist die bessere Bohne, aufsitzen und sagen, nee, Robuster, das kann man nicht gut machen, hundert Prozent, das mache ich nicht.
00:10:32: Und sind dann aber an eine ganz wunderbare Familie in Kiel gekommen, die ... Für uns Rösten, Lobhocafé, die haben auch selber zwei Cafés, die rösten für uns nach unseren Vorgaben und mit denen haben wir zusammen dann auch die Farme ausgewählt, haben gesagt, wo kriegen wir wirklich hochwertigen, auch im Specialty-Coffee-Bereich, also mit einem Ranking.
00:10:50: Gute, robuste Café, die kaufen den dort direkt, die kennen auch die Farmer vor Ort persönlich, also die reisen dann tatsächlich auch umher, um ihre Cafés zu sourcen.
00:11:00: Und mit denen haben wir uns dann zusammengetan, die Rösten für uns, die verpacken auch für uns.
00:11:05: Das heißt, wir bekommen von denen ein nach unseren Vorstellungen produziertes fertiges Produkt, was dann für uns auch, das heißt, wir müssen uns mit dieser ganzen Haftungskette, die auch bei so einem Lebensmittel ja mit sich kommt, dann auch insofern nicht beschäftigen, als dass wir natürlich einen Dienstleistungsvertrag haben und dann gewisse Dinge schon ausgeschlossen sind, die in der Produktion halt passieren, die nicht in unseren Händen liegen.
00:11:26: Und wir handeln dann mit dem fertigen Produkt.
00:11:28: Ich kriege total Lust auf Kaffee.
00:11:31: Du sag mal, habt ihr was mitgebracht für unsere Hörer, die vielleicht auch so Lust haben, jetzt euren Kaffee mal zu probieren?
00:11:37: Aber
00:11:38: selbstverständlich.
00:11:39: Unter dem Code THERXEN könnt ihr bei www.morning-coffee.de Ich denke, wir werden das auch in die Shownotes stellen, oder?
00:11:49: Absolut.
00:11:49: Das verlinken wir.
00:11:50: Genau.
00:11:51: Mit dem Discount-Code könnt ihr bei uns Kaffee bestellen und könnt mal ausprobieren, wie gut hundertprozentrobuster schmecken kann.
00:11:59: Und euer Kaffee kann man denen als ganze Bohnen bestellen oder auch schon gemahlen.
00:12:04: und dann für die unterschiedlichen Siebträger.
00:12:08: Wir haben eine French Press.
00:12:09: Ja, der ist ganze Bohnen.
00:12:12: Weil das Thema Malen natürlich insofern ein Problem ist, als dass er dann das Aroma schnell verliert.
00:12:17: Und da wir gerade jetzt auch am Anfang noch nicht so große Abnahmemengen haben und meistens sehr schlecht einschätzen können, wie schnell der weggeht.
00:12:25: Also wir lassen dann auch immer in kleineren, wir haben die grünen Bohnen bei Lopokaffee liegen.
00:12:29: Kulak Funfack Lopokaffee hat jetzt einen neuen Kaffee Röster, der komplett nachhaltig arbeitet, also mit Seriou mit der Nutz, die Wärme von dem Kaffee Rösten wieder für die nächste Röstung.
00:12:41: Also es ist ein ganz modernes, nachhaltiges Ding.
00:12:44: Ganz tolle Sache, bin ich persönlich sehr großer Fan von.
00:12:47: Also die Rösten, die rösten dann halt immer so viel nur, wie wir gerade brauchen und wir schauen immer eher, dass wir kleinere Mengen nehmen, wir müssen mindestens zehn Kilo bestellen, weil das ein zehn Kilo Röster ist, aber wie hoch sind wir sozusagen, können wir selber entscheiden.
00:13:00: Und wenn der dann gemahlen wäre und wir den nicht so schnell verkaufen.
00:13:04: dann verliert er halt Aroma und das ist schade.
00:13:06: Deswegen gibt es nur ganze Bohnen, die man dann den Bedürfnissen entsprechend malen kann.
00:13:12: Mega cool.
00:13:13: Und ich kann aus eigener Erfahrung, ich hatte den Genuss schon mal zu kosten.
00:13:17: Ich bin kein großer Kaffee-Trinker, mir hat es gut geschmeckt.
00:13:20: Der Mann meiner Mutter, der sich mit Weingut auskennt, sagt, das Einzige, was zählt, ist, dass es schmeckt.
00:13:25: Richtig.
00:13:26: Ja, das würde ich auch immer unterschreiben.
00:13:28: Ja, finde ich auch.
00:13:30: Was wir an Robuster so mögen, der hat teilweise eine sehr nussige, schokoladige, volle, manchmal bisschen erdige Note.
00:13:38: Ist weniger fruchtig als Arabiker in den meisten Fällen.
00:13:43: Kommt auch immer an, wie er geröstet ist.
00:13:45: Weil wir haben aber nur dunkle Röstungen, halt für Espresso.
00:13:49: Und dann wird es sehr voll schokoladig.
00:13:52: Klingt gut.
00:13:53: So, aber wir wollen natürlich auch über eure Selbstständigkeit generell sprechen.
00:13:58: Also so Start-ups und wie geht man denn da so ran?
00:14:00: und da gibt es bei unseren Hörerinnen bestimmt ganz viele Fragen.
00:14:05: Und vielleicht die erste ist, was waren so eure Fragen und Türen und Zweifel, als ihr euch überlegt habt, euch jetzt selbstständig zu machen und jetzt eben genau diese Lücke zu schließen und den Roboter Kaffee hundert Prozent zu verkaufen.
00:14:19: Also erstmal war natürlich die Frage, wir haben ja beide auch Vollzeitjobs.
00:14:23: Also ich bin zu achtzig Prozent, aber das fühlt sich immer an wie Vollzeit.
00:14:27: Und ein Kind.
00:14:28: und dann fragt man sich schon, okay, kriegen wir das hin?
00:14:30: Wie viel müssen wir da reinstecken?
00:14:32: Wir wollten jetzt ja nicht unsere sicheren Jobs kündigen, um dann da irgendwie einzusteigen, auch nicht einer von uns.
00:14:39: Das heißt, wir müssen das nebenbei mit abbilden.
00:14:41: Erst mal wollen wir langsam starten.
00:14:42: Wir wollen alles, wir wollen das Risiko gering halten.
00:14:45: Wir wollen das Investment gering halten.
00:14:47: Wir wollen gucken, dass wir da reinsteigen und dann werden wir sehen, wohin es uns trägt.
00:14:51: Dazu kommt noch, dass ich ganz persönlich mal in der Privatinsolvenz war, weil ich, als ich sehr jung war und aus familiären Gründen dann für die Schlosser, die die Schule erstmal abgebrochen habe und habe selbstständig gearbeitet und hatte dann aber irgendwann das Problem, dass ich nicht bezahlt wurde.
00:15:06: Ich konnte meinen Rechnung nicht mehr bezahlen, das übliche Thema und hatte dann sehr viele Schulden, bin dann wie gesagt in die Privatinsolvenz und das Thema Selbstständigkeit war für mich halt immer sehr angstbesetzt.
00:15:17: Ich hab mal gedacht, das mach ich nicht nochmal.
00:15:19: Ich will nicht wieder dieses Risiko haben.
00:15:22: Ich hatte da sehr, sehr große Sorge, was ist, wenn wir verklagt werden wegen irgendwas.
00:15:28: Also es ging jetzt ja nicht darum, dass wir dann vielleicht nicht bezahlt werden.
00:15:30: Aber was ist, wenn es irgendein Problem mit dem Produkt gibt?
00:15:34: Oder wir haben irgendwas anderes falsch gemacht und dann reißt es die Familie in den Ruin?
00:15:39: Das heißt, für mich persönlich war es ein ganz großes Thema, das Risiko zumindest.
00:15:44: Auch mein Mann ist jetzt nicht der... Risikofreudigste.
00:15:47: Aber mich hat das schon emotional auch doch sehr beschäftigt.
00:15:51: Ob ich das überhaupt möchte, wie können wir das vielleicht ausgestalten, dass nur er da drin ist und ich vielleicht raus bin, jetzt sind wir aber verheiratet.
00:15:58: Okay, das geht gar nicht so einfach.
00:16:00: Dann haben wir uns die Gesellschaftsform angeguckt.
00:16:02: Also wir haben viele Recherche dazu betrieben und wichtig war, glaube ich, dass wir uns auch einig waren, wie viel Risiko wollen wir eingehen.
00:16:09: oder auch nicht.
00:16:10: Wie viel Investment wollen wir machen am Anfang?
00:16:12: Wie viel Startkapital brauchen wir oder eben auch nicht?
00:16:15: Ja, dann haben wir gesagt, wir wollen einfach so wenig wie möglich erstmal reinstecken und so wenig wie möglich Risiko nehmen.
00:16:21: Und das hat sich dann im Laufe dessen, dass wir verstanden haben, okay, wir haben ein fertiges Produkt, alles vorherlassen, wir sozusagen extern machen.
00:16:27: Dafür gibt es einen Dienstleistungsvertrag.
00:16:30: Da müssen wir halt gut gucken, was da drin steht, dass halt diese Risiken abgedeckt sind.
00:16:34: Haftungsrisiken und ähnliches.
00:16:36: Wir haben uns dann für GBR entschieden, weil das halt auch am einfachsten war, die einfach anzumelden.
00:16:41: Und wir auch verstanden haben, dass die Risiken, die wir haben über Haftung und ähnliches halt so gering sind, dass sich das doch auch eine GBR sich einfach gut macht, auch in der sozusagen steuerlichen Abwecklingen und ähnlichen eher unkompliziert ist.
00:16:55: und haben uns dann für GBR entschieden.
00:16:56: Ja, wow.
00:16:57: Also das mit den Zweifeln finde ich super wichtig, also beziehungsweise mit sich mit den Ängsten zu beschäftigen und auch da wirklich zu gucken, welche Gesellschaftsform ist es denn eigentlich?
00:17:08: Ich hätte jetzt nachdem was du gesagt hast, hätte ich gedacht, dass ihr euch für eine UG entschieden hättet oder schon für eine GmbH, wobei das Investment ja auch gering sein sollte.
00:17:16: Aber ja, also toll.
00:17:17: Deswegen fiel die GmbH auch aus.
00:17:19: Ja, aber als du das so erzählt hast, habe ich auch gedacht, na ja, eigentlich sind eure Risiken nicht groß, weil der Röster will wahrscheinlich vorher sein Geld.
00:17:26: Da seid ihr vertraglich abgesichert.
00:17:28: Der Kunde bezahlt vorher.
00:17:30: Das heißt, das Risiko quasi nicht bezahlt zu werden, ist verhältnismäßig gering.
00:17:34: Und eure Kosten habt ihr ganz gut im Blick.
00:17:37: Also habt ihr ja quasi in der Hand, vermietet ihr einen Laden lokal ein, macht es rein online, dann sind sie ja quasi nochmal die geringsten Kosten und so.
00:17:45: Ja.
00:17:45: Genau, genau so haben wir auch gestartet.
00:17:47: Mit einem Shop hatten natürlich das Anfangskapital erstmal vorzufinanzieren für die Kosten für den Shop, für den Online-Shop, Kosten für natürlich die erste Menge an Kaffee, die geröstet werden musste, Verpackungsmaterialien und solche, solche Geschichten, das konnten wir dann aber aus der Gesellschaftseinlage bedienen.
00:18:04: Genau, dadurch ist wirklich das Risiko ringt.
00:18:06: Aber ich hab immer gedacht, was ist, wenn einer, da ist was mit dem Kaffee, ne, da ist ein kleiner, weiß ich nicht, Schein drin, jemand verschluckt sich, keine Ahnung und der Verklage ist... So, man hat ja dann, also wir haben schon versucht, das Diverse Case Szenarien durchzuspielen und das auszuschließen, verstanden.
00:18:24: Wir haben uns dann auch viel mit Freunden und Bekannten gesprochen, Steuerberatern und Anwälten, die uns auch zum Thema Datenschutz, also rechtliche Vorgaben, Lebensmittel.
00:18:32: Was muss auf der Website stehen?
00:18:34: Was Datenschutz und AGB ist?
00:18:36: Was muss da wofür kann man da abgemahnt werden?
00:18:38: für mehrere Tausend Euro?
00:18:40: Da haben wir sehr liebe, sehr liebe enge Freunde, die uns da gut unterstützt haben.
00:18:45: Großer Dank und lieben groß an dieser Stelle.
00:18:47: Ihr wisst, wer ihr seid.
00:18:50: Das hat wirklich sehr geholfen.
00:18:52: Verkauft ihr auch an Händler oder im Moment nur an Privat?
00:18:57: Wir haben auch versucht an Cafés heranzutreten oder andere Händler.
00:19:03: Wir sind tatsächlich im Handel zu finden in Lübeck.
00:19:06: Im City Park gibt es das Fache.
00:19:09: Da kann man sich ein Fach mieten.
00:19:11: Also es gibt so kleine Holzboxen.
00:19:14: Da gibt es halt ganz viel Handgemachten, Schmuck, andere Handgemachte.
00:19:18: Dinge, Delikatessen und so, die meistens halt regional produziert werden.
00:19:22: Und da kann man unseren Kaffee auch im Handel kaufen.
00:19:26: Aber ihr werdet grundsätzlich schon offen, wenn jetzt ein Feinkostler an euch herantritt.
00:19:30: Genau, wir werden grundsätzlich schon offen.
00:19:32: In den meisten Fällen haben die dann entweder schon Kaffee drin, also eine andere regionale Kaffee Rösterei und dann haben wir schon
00:19:39: Arabika eben.
00:19:41: Ich weiß, ja.
00:19:42: Aber du
00:19:42: wirst es nicht glauben.
00:19:43: Es ist es ist sehr schwierig und die Verlässlichkeit.
00:19:48: ist so schlecht.
00:19:49: Ich weiß nicht, ob ich würde sagen, heutzutage.
00:19:52: Aber man, wirklich, man rennt hinterher und du kriegst nicht mal Antworten.
00:19:57: Also teilweise haben wir Kaffee auch, oder was ist das teilweise, haben häufig Kaffees, unseren Kaffee in Kaffees dagelassen und gesagt, probiert es bitte.
00:20:05: Wir haben gesagt, ja, ganz toll, auch klingt super.
00:20:07: Machen wir, wir melden uns auch von Kaffees, wo wir persönlich sehr häufig hingehen.
00:20:12: Also jetzt nicht einfach so random ausgewählt, sondern wenn man schon das Gefühl hatte, man hat irgendwie auch einen Bezug dazu.
00:20:18: Und ich glaube, die Leute sind so voll mit anderen Themen.
00:20:21: Wir haben halt irgendwann aufgegeben, nachzufragen.
00:20:23: Bei irgendwann kommst du dir halt auch doof vor, wenn du immer wieder sagst, hast du es denn jetzt probiert.
00:20:28: Das machst du ein paar Mal und dann auch nicht mehr.
00:20:30: Also es ist sehr, sehr, sehr viel schwieriger, als wir gedacht hätten.
00:20:33: Es ist auch sehr viel schwieriger online an Neukunden zu kommen.
00:20:36: Also das ganze Thema Neukunden, Akquise haben wir unterschätzt.
00:20:40: Ja,
00:20:40: glaube ich.
00:20:41: Wie auch.
00:20:42: Nein.
00:20:44: Also Mundprobaganda
00:20:46: ist halt auch immer wirklich kostbar und die muss natürlich sehr langsam wachsen.
00:20:51: Und probieren.
00:20:53: Die meisten Menschen wissen auch nicht, wie sie ihre Kaffeemaschine richtig bedienen, damit der Kaffee so schmeckt, wie er ursprünglich schmecken soll.
00:20:59: Das heißt, die schmeißen die Boden oben rein und dann kommt unten was raus.
00:21:04: Und wenn du Glück hast, passen die Einstellungen zu der Bohne, dann finden sie den Kaffee toll.
00:21:08: Oder wenn sie Pech haben, passt es nicht.
00:21:11: Und dann liegt es am Kaffee.
00:21:13: Und wenn du, also wir haben das ganz, ganz häufig mittlerweile diese Erfahrung gemacht, wenn sie dann bei uns den Kaffee trinken, sagt, nee, das ist ein ganz anderer Kaffee.
00:21:20: Und erst, wenn wir dann erklären, dass du auch am Vollautomaten-Einstellungen vorliegen kannst und musst, dann kommen sie jetzt auch wieder und bestellen den auch, weil sie verstanden haben, wie er eigentlich schmecken soll.
00:21:29: Und das ist halt ein großes Problem bei Online, einem Online-Vertrieb, dass du das nicht erklären kannst.
00:21:35: Also wir versuchen natürlich schon zu sagen, hier gibt es Brührezept, so viel Gramm rein, diese Einstellung musst du machen, so viel Wasser und dann muss so viel raus kommen und so.
00:21:44: Also da kann man sich, aber viele Menschen wollen sich ja so genau damit gar nicht befassen.
00:21:47: Die wollen einfach ihre Boden oben in den Vollautomaten schmeißen und unten soll halt leckerer Kaffee rauskommen.
00:21:53: Das ist das schöne Amtsfachel in Lübeck.
00:21:54: Die haben einen Siebträger vor Ort, die haben jetzt auch unseren Kaffee dort gekauft, den sie also vor Ort dort ausschenken.
00:22:01: Und da sieht man schon, dass die Menschen, wenn sie dort den Kaffee getrunken haben, dann auch häufiger doch mal zu unserer Kaffeetüte packen, greifen.
00:22:08: Ja, das glaube ich.
00:22:10: Ja, ich glaube, es ist halt auch immer noch ein Stück weit erklärungsbedürftig, eben warum Robusta, also dass es eben nicht das Gleiche ist, was ich jetzt irgendwie... ... beim Chibo selbst als Specialty-Coffee kaufen kann, sondern ... ... das ist halt eine ganz andere ... ... Geschichte ist.
00:22:23: Und ja, im Prinzip ... ... sind ja ... ... eure Kunden dann auch eher wie ihr, ... ... die gar nicht mehr so viel Kaffee getrunken haben, ... ... sondern gesagt haben, die Säure bekommt mir nicht.
00:22:32: So, ich mag aber den Geschmack.
00:22:34: Also sind ja ... Ja, das ist die Zielgruppe.
00:22:35: ... eure Zielgruppe sind eigentlich gar nicht mal Leute, ... ... die so viel Kaffee trinken.
00:22:38: Also ... ... wie erreicht man die denn?
00:22:40: Ja, verstehe ich.
00:22:41: Oder er wird halt, wenn die Einstellungen nicht stimmen, ... ... auch schnell sehr bitter.
00:22:44: Und dann sind die Leute halt auch raus.
00:22:47: Also ... Wie würdest du sagen, für was eignet sich euer Kaffee?
00:22:51: Erführe genau die gleichen Varianten wie beim Arabika.
00:22:55: oder weil wir zum Beispiel trinken, denen ich weiß nicht, ob das die richtige Bezeichnung ist.
00:22:58: Unterbrich mich sonst gerne türkisch.
00:23:00: Also wir haben ganz fein gemahlenen und den lassen wir in einer türkischen Kanne.
00:23:04: Die hat auch einen speziellen Namen, aber den wusste ich nie und weiß ich auch nicht.
00:23:08: Kurz quasi bist du so ein bisschen schäumt und so.
00:23:10: Also gibt es ja so.
00:23:11: Also wir haben da machen das schon nett so mit unserer Kanne.
00:23:14: Aber wäre dein wäre eure Kaffee Art dafür geeignet oder nicht?
00:23:19: Dann würde ich sagen eher weniger.
00:23:19: Es ist halt eine Espresso-Rüstung.
00:23:21: Also alles was so Filter an, wir haben auch einen Mokamaster zu Hause, also eine Filtermaschine.
00:23:26: Und mit der schmeckt mir unser Kaffee auch sehr gut.
00:23:29: Er hat halt eine andere, andere Noten.
00:23:32: Er ist halt ein bisschen kräftiger und ein bisschen bitterer und ein bisschen ärdiger.
00:23:36: Das muss man dann als Filterkaffee auch wirklich mögen.
00:23:39: Aber im Prinzip geht es doch darum, dass das Wasser nicht lange auf dem Kaffee ist, oder?
00:23:43: Wie bei einem Siebträger.
00:23:44: Also die Espresso-Rüstung doch dafür gedacht sind, dass es quasi... Es
00:23:47: muss halt mit Druck schnell durchgepresst werden.
00:23:50: Ja, nee, das ist bei Mokka ja.
00:23:51: Und
00:23:51: das ist halt, wenn du zu viel Wasser nimmst, extrahirts halt zu viel, ne?
00:23:54: Denn es ist überextrahir... Wenn du zu wenig Wasser hast, ist es unterextrahiert.
00:23:59: Das wird dann entweder immer sauer oder bitter.
00:24:01: Deswegen ist es so wichtig, wie viel Wasser dann genutzt wird und schnell durchgedrückt wird.
00:24:06: Und bei Filter läuft es halt wirklich sehr, sehr langsam durch.
00:24:09: Und dadurch ist es, wenn es ein Kaffee ist, der sowieso eher kräftiger und bitterer ist und erdiger ist, dann nimmt er halt viel von diesen Noten mit.
00:24:17: Und deshalb ist es als Entspresso-Röstung gedacht.
00:24:20: Gut für Siebträger, für Vollautomaten.
00:24:24: Aber da jetzt halt auch, also dann kannst du, dann ziehst du dir im Prinzip einen Amerikaner, also einen Espresso mit heißem Wasser.
00:24:32: Aber für Filter, Kaffee ist er eher weniger gut geeignet.
00:24:36: So, wieder zurück zur Gründung.
00:24:38: Gab's rechtliche oder bürokratische Hürden, die ihr meist dann musstet?
00:24:43: Also interessanterweise lief die Anmeldung beim Gewerbearm ziemlich unkompliziert.
00:24:49: Das war mein Gefühl, hab ich gesagt, oh Gott, nein, jetzt musst du da was anbinden.
00:24:53: Da musst du tausend Sachen ausfüllen und so.
00:24:56: Und das war gar nicht das große Thema.
00:24:59: Das große
00:24:59: Thema war nicht die rechtliche Unterstützung geholt quasi von Exzellenz.
00:25:03: Ja, das wär auch
00:25:04: grad, dass wir
00:25:05: auch mal meinen
00:25:06: Dienstleistungsvertrag, dass das alles sicher rechtssicher aufgebaut ist und wir uns da nicht irgendwie selber Eier legen.
00:25:14: Das war ... Das waren so die größten Hürden.
00:25:17: Und du hattest schon gesagt, da habt ihr euch quasi auch Unterstützung geholt quasi von extern.
00:25:22: Ja, das wäre auch gerade, das wäre auch immer mein Tipp, sich da auf jeden Fall von Fachleuten beraten zu lassen.
00:25:27: Also auch wenn man da viel googeln kann und so und irgendwelche Standardsachen findet.
00:25:31: Aber am Ende sind es mal die, die genauen Feinheiten für den jeweils eigenen Fall.
00:25:37: wo es dann doch Sinn macht, da auch noch mal ein Profi darüber gucken zu lassen.
00:25:40: Ja,
00:25:40: und auch die Standards haben viele Lücken.
00:25:41: Also wir haben damit angefangen, wir haben sozusagen viel recherchiert, gurgelt selber Standardvorlagen und erarbeitet, haben das dann immer ein bisschen angepasst, haben irgendwie drei Vorlagen gemirrt und haben dann zum Schluss unsere lieben Freund und Experten drüber gucken lassen.
00:25:55: Und wenn wir die nicht gehabt hätten, hätten wir uns extern jemanden geholt und hätten dann sicherlich auch das Geld erfinden, die Hand genommen, weil das wirklich ein sehr wichtiger Punkt ist, glaube ich.
00:26:04: Ja, du hast schon gesagt, dass ihr... viel Wert auf Sicherheit gelegt hat.
00:26:08: Und wie ist es denn mit Haftung und so?
00:26:09: Da habe ich vorhin schon über Nacht gedacht, na ja, dafür gibt es ja Versicherung.
00:26:13: So, wann habt ihr euch mit dem Thema beschäftigt?
00:26:18: Also beim Thema Haftung kam das natürlich auch auf.
00:26:21: Und dann haben wir auch ein Monster mit beschäftigt, als Anna gefragt hat.
00:26:24: Ja, so was.
00:26:28: Und hatten uns, also wir hatten, nachdem wir verstanden haben, dass wir relativ wenig Haftung Haftungsrisiken haben und verstanden, dass auch die private Haftlicht einen Teil Selbstständigkeit mit abdeckt.
00:26:40: Er zeigte sich gar nicht mehr so viel, was wir irgendwie versichern könnten oder müssten.
00:26:46: haben rein jetzt auf die Selbstständigkeit bezogen, auf das Business bezogen, keine weitere Versicherung dann abgeschlossen.
00:26:52: Wir hatten auch ja mit Verwendung gesprochen und haben einmal gesagt, okay, das ist irgendwie unser Case, aber haben wir jetzt hier wirklich ein großes Problem, was wir?
00:26:59: und letztendlich stellte sich heraus, es gibt jetzt gar nichts, was wir da speziell für das Geschäft versichern müssten oder so.
00:27:08: Man kann natürlich immer mehr machen, aber dass jetzt wirklich was dringend notwendig ist, also das brauchen wir jetzt unbedingt, das zeigte sich nicht.
00:27:15: Ja, das ist auch nochmal ein sehr guter Punkt für unsere Hörer, dass in vielen Haftpflichtversicherungen selbstständige Tätigkeiten entweder generell selbstständige Tätigkeiten oder sehr konkret abgesichert sind.
00:27:28: Da macht es auf jeden Fall immer Sinn, nochmal in die konkreten Bedingungen zu gucken.
00:27:32: Bei vielen ist es, sind es so Sport, Trainer, Sachen und so.
00:27:37: Aber dann vielleicht zum Beispiel handwerkliche Tätigkeiten, die man eben beimacht, nicht da auf jeden Fall immer reingucken.
00:27:42: Und genau gerade für den Anfang ist das super, weil bis zu einem Bis zu einem Umsatz von, auch das ist wieder abhängig von den Versicherungen bis zu zwölf, siebzehn, zwanzigtausend Euro Umsatz pro Jahr, kann man das auf jeden Fall über die private Haftlicht absichern.
00:27:56: Das macht auf jeden Fall Sinn, um am nicht am Anfang gleich irgendwie mit großen Versicherungen starten zu müssen.
00:28:02: Ja, das kommt dann meistens über die Zeit.
00:28:04: Also wenn es dann halt wächst, wenn die Umsätze wachsen, wenn es vielleicht dann doch irgendwann mal ein Lager braucht für euch, wo ihr sagt, so, hey, wir haben jetzt so viel, wir brauchen jetzt irgendwie Räumlichkeiten zum Verschicken und zum Lagern, weil da so viel reinkommt, dann macht es auf jeden Fall Sinn, sich auch nochmal über quasi die Hausratversicherung fürs Gewerbe zu unterhalten, also über eine Inhaltsversicherung und dann quasi das... Das Risiko, wie es im Prinzip in der Hausrat ist, für Feuer, Leitungswasser abzusichern.
00:28:31: Ja, also ich würde sagen, bei Gründung ist es immer ein gratuelles System.
00:28:36: Also
00:28:37: ich finde gerade am Anfang, wenn man halt, wie du gesagt hast, man verdient noch kein Geld, sondern man steckt nur Geld rein, dann zu gucken, dass das wirklich klein bleibt, dass man da nicht noch mehr Kostenpositionen schafft, sondern dass man erst mal ins Tun kommt und anfangen kann, ohne gleich ja monatlich irgendwie viel.
00:28:55: viel für Beiträge jeglicher Art nutzen zu müssen, sondern wirklich irgendwie ins investieren kommt.
00:29:01: Ja, auch da würde ich immer sagen, das ist eher ein vorsichtiger Gedanke.
00:29:06: Also das ist eher so ein Frauen, wie Frauen sich selbstständig machen.
00:29:10: Nämlich in der Freizeit quasi, kleinen Anfang von zu Hause sich selbst Dinge beibringen.
00:29:18: Also, okay, ich brauche ein Online-Shop.
00:29:19: Wie mache ich denn das?
00:29:20: Aber ich mache mich schlau und mache das selber.
00:29:23: Das ist so der Frauen oder der vorsichtigere Weg.
00:29:26: Vielfach sind Männer eher so, dass sie dann erst mal was anmieten.
00:29:29: Also die buchen erst mal tausend Leistungen.
00:29:32: Und gerade wenn es dann größer wird, gibt es wirklich Studien dazu, dass Männer dann erst mal investieren.
00:29:36: Also die kaufen sich dann erst mal ein neues Auto, so.
00:29:39: die mieten dann pristisch strechtige Büro-Räume an, haben noch nix verkauft.
00:29:43: Aber sie sehen schon mal aus wie erfolgreich ein Businessman.
00:29:48: Das ist witzig, die haben nicht meine Haare
00:29:49: gefragt.
00:29:52: Aber das ist ja gesagt, der ist auch eher vorsichtig und auch eher...
00:29:55: Da bin ich, ich bin mittlerweile die, die gesagt, jetzt lass doch mal, okay, dann müssen wir halt mal so ein Koffe-Bike kaufen und stellen uns mal halt irgendwo hin.
00:30:01: Und er ist eher die, die gesagt, ja, aber das kostet auch wieder.
00:30:03: Und jetzt gucken wir erst mal und so und versuchen wir noch mal das und
00:30:11: so.
00:30:12: Ja.
00:30:12: Er ist spannend.
00:30:13: Ja, das ist dann oft so dieses, genau, wann ist der Punkt zu investieren?
00:30:17: Also, ja, das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen.
00:30:19: Also, ich habe jetzt quasi angefangen, du hast schon gesagt, Neukundengewinnung ist auf jeden Fall irgendwie eine Herausforderung.
00:30:25: Wie geht man denn da jetzt ran?
00:30:27: So, ihr habt ja quasi alles schon analysiert.
00:30:29: Okay, die Leute wissen entweder nicht, wie man es richtig macht oder sehen die Notwendigkeit für robuste Kaffee nicht.
00:30:37: Und jetzt hast du es gerade selbst gesagt, das heißt, es könnte mal eine Finanzierung irgendwie nötig sein.
00:30:42: Habt ihr euch da mal mit beschäftigt?
00:30:44: Wie würdet ihr da rangehen?
00:30:45: Haben wir uns noch nicht mehr zu beschäftigt, weil wir uns da noch nicht einig sind, ob die jetzt schon der Zeitpunkt dafür ist.
00:30:52: Wir merken, dass es schwierig ist, an Neukunden zu kommen.
00:30:54: Wir haben versuchen auch an Influencer heranzutreten.
00:30:57: Allerdings können wir natürlich nur eine umsatzbasierte Beteiligung anbieten.
00:31:00: Wir können jetzt nicht irgendwie zweieinhalb Tausend Euro oder was sagen.
00:31:03: wir könnten wir natürlich, aber wollen wir nicht.
00:31:05: Wir wollen jetzt nicht unser an unser Erspartes geben, um irgendwie das Influencern mitzugeben in der Hoffnung, dass vielleicht nachher drei Leute dann auf den Ton kommen und bestellen.
00:31:14: Also bieten wir eine umsatzbasierte Beteiligung an, die aber alle nicht wollen.
00:31:19: ... muss man wirklich ganz ehrlich sagen.
00:31:22: Die meisten haben halt ihre festen Sätze, ... ... die nehmen irgendwie für einen Will ... ... zweitausendfünfhundert oder mehr Euro.
00:31:27: Für eins.
00:31:28: Und
00:31:28: entweder zahlst du das oder nicht.
00:31:29: Komm
00:31:29: mal
00:31:30: an.
00:31:30: Also wir versuchen trotzdem immer mal, ... ... wenn wir jemanden kennen, der jemand kennt und so, ... ... immer wieder doch irgendwie anzufragen.
00:31:37: Ich bin an einem Punkt, wo ich denke, ... ... Investment ist jetzt notwendig, ... ... um da jetzt ein bisschen voranzukommen.
00:31:44: Mein Mann hat, glaube ich, noch so zwei, drei Sachen, ... ... die er gerne vorher noch ausprobieren möchte.
00:31:48: Und auch das auch zu sagen, wir holen uns jetzt ein Koffee bei, impliziert natürlich, dass wir dann am Wochenende irgendwo stehen.
00:31:54: Dass wir entweder mit unserem Kind oder einer bleibt beim Kind, der andere steht dann da, aber einer alleine reicht nicht.
00:32:01: Also dieses ganze, das Thema Zeit Investment.
00:32:04: Mehr ist, also wir sind natürlich gestartet mit, wir haben den Online-Shop und dann bewerben wir das ein bisschen und dann wird sich das schon so eine Mundspropaganda und wird schon laufen, dass das nicht so gut fliegt und man mehr irgendwo vor Ort sein muss und mehr Präsenz zeigen muss, ist jetzt schon sozusagen für uns als Familie schwierig umzusetzen, wenn wir nicht stark umpriorisieren.
00:32:25: Ja, verstehe.
00:32:26: Und da müssen wir uns jetzt viel so auch miteinander einmal mal wieder ins Gespräch gehen.
00:32:31: Okay, wie sieht es aus?
00:32:32: Sind wir bereit, irgendwie die Wochenenden drauf zu geben?
00:32:35: und dafür uns auf Märkte zu stellen.
00:32:37: Oder nehmen wir die, nutzen wir die Zeit lieber, um mit unserem Kind irgendwo was anderes Schönes zu machen.
00:32:44: Oder ist es nicht eigentlich auch okay, wenn es bei uns ist und den Kaffee dann damit verkauft?
00:32:48: Ja, das ist auch schon losgelaufen und hat mit Freunden zusammen auf einer Geburtstagsparty bei Freunden irgendwie mit den Kaffee-Tüten und hat alle
00:32:54: den Kaffee
00:32:54: angekriegt und den Kaffee verkauft.
00:32:57: Also, ja, da müssen wir jetzt immer wieder ins Gespräch gehen und gucken, okay, wer ist für was jetzt bereit?
00:33:03: Wenn man dann mit seinem Partner, seinem Lebenspartner zusammenarbeitet, auch nicht immer einfach.
00:33:10: Hab ich auch schon.
00:33:11: Ich bin ganz froh, dass ich nicht mit meinem Mann arbeite, der quasi so einen schönen Nine to Five Job hat.
00:33:20: Und wirklich, wenn er nach Hause geht, dann fällt da die Klappe, dann ist der quasi für die Kinder da.
00:33:24: Die, die dann halt abends oder am Wochenende nochmal Termine hat und der das dann immer auffängt.
00:33:28: Oder man macht es zum Spielplatz.
00:33:30: Oder ihr stellt euch mit einem Koffibike auf den Spielplatz.
00:33:35: Das ist die beste Idee, Helene, wirklich.
00:33:37: Ja, wirklich.
00:33:37: Ich hab immer gedacht, wenn ich auf so einem Doofen, vor allem jetzt im Winter, auf so einem Doofenspielplatz saß, nun ist sie zu groß, aber damals, was, wie das Westes für eine Marktlücke.
00:33:46: denn, wenn jetzt hier Kaffee oder Tee verkauft
00:33:48: würde,
00:33:49: die Leute frieren an den Fingern.
00:33:51: Ich frag mich immer.
00:33:53: Ja, frag mich auch immer, warum ist da nicht irgendwie so ein kleines Kaffee oder nur irgendein Stande?
00:33:57: Ja, das
00:33:58: seid ihr.
00:33:58: Ja, ihr habt recht.
00:34:01: Ich glaube, das wäre voll gut.
00:34:02: Also ich meine, das Kind kann spielen, einer passt aufs Kind auf.
00:34:05: Wir haben natürlich ein Stromproblem und wir haben natürlich ein Anmeldungsproblem.
00:34:09: Fällt mir gerade wieder ein, wir sind ja in Deutschland und da muss man ja alle Sachen auch immer wieder anmelden.
00:34:13: Da kann man sich nicht irgendwo hinstellen und was verkaufen.
00:34:16: Aber eine geile Idee an sich.
00:34:18: Nö, ihr macht die Kaffees zu Hause und dann packt ihr die in einem Wärmebehälter.
00:34:23: Dann drückt
00:34:24: ihr oben so auf die Kanne.
00:34:24: Da haben wir doch wieder mit der Pumpfiltermaschine, genau.
00:34:29: Also du siehst, es ist mehr Recherchnot, wenn ich das erst mal denke.
00:34:31: Ja,
00:34:31: aber das war doch gut.
00:34:32: jetzt, genau.
00:34:32: Wir sind jetzt voll eingestiegen, Leute.
00:34:34: Aber ja, okay, kommen wir mal zurück zum Thema.
00:34:38: Also ist ja das Thema, aber...
00:34:40: Wie würdet ihr denn an das Thema Finanzierung rangehen?
00:34:44: Also wenn ihr euch jetzt entscheiden solltet, so wie wir brauchen jetzt... X Tausend Euro.
00:34:50: Was wäre, was wäre euer Weg?
00:34:52: Kommt natürlich darauf an, welche, über was für eine Summe wir hier sprechen.
00:34:58: Und auch da haben wir womöglich unterschiedliche Ansätze.
00:35:01: Also aufgrund meiner Historie bin ich immer diejenige, die sagt, ich habe meine eigene Meinung dazu, aber vertraue auch eher auf die Meinung meines Mannes.
00:35:09: Ich bin sehr emotional.
00:35:10: Ich mag gerne Sachen, wenn ich die Idee toll finde, mache ich die.
00:35:13: Und er ist diejenige, der dann sagt, okay, jetzt Machen wir einen Schritt zurück, jetzt überlegt doch mal hier und dann hast du die Kosten und dann muss das irgendwo gemacht werden.
00:35:20: Also er ist da der sehr strukturierte, er ist ein denkende Mensch, der auch die Zahlen und alles im Hinterkopf hat und ich bin total kreativer Bauchtyp.
00:35:29: Und wenn ich denke auch Kofferberg ist eine geile Idee, wir machen das schon irgendwie, dann bin ich auch die, die gesagt, ja, ich habe hier ein bisschen Geld angesparte rumliegen, das nehmen wir dafür.
00:35:38: Ich kann mir vorstellen, dass er dann sagt, naja, aber nicht so eine gute Idee, lass uns noch dafür...
00:35:43: Kredit
00:35:43: aufnehmen, wenn es Sinn macht.
00:35:44: Also ich bin ansonsten nicht unbedingt Freund von Kredit aufnehmen, wenn es nicht sein muss.
00:35:49: Aber zu sagen, du musst jetzt also alles Ersparte da rein zu packen, macht wahrscheinlich auch immer nicht so viel Sinn.
00:35:54: Wir besprechen das dann schon zusammen und sagen, okay, was sind die Vorteile?
00:35:57: Was sind die Nachteile?
00:35:58: Warum würde er den Weg jetzt wählen?
00:36:00: Und ich bin aber eher die, die für alles gut zu begeistern ist.
00:36:04: Aber ich glaube, das ist doch eine ganz gute Kombi.
00:36:08: Also, quasi, der Tipp wäre doch auf jeden Fall, mit anderen darüber zu sprechen.
00:36:11: Also, wenn man sich allein selbstständig macht und an seinem dunklen Kammarchen denkt, was jetzt eine gute Idee wäre, da auf jeden Fall nochmal mit anderen Leuten darüber zu sprechen, wie die das denn sehen, die ja aus verschiedenen Richtungen kommen, wie du sagst.
00:36:23: So, eher die kreative, die schon mal eine private Insolvenz durch hat.
00:36:26: Du bringst ja ganz andere Erfahrungswerte mit als jetzt ein zwanzigjähriger, der sagt so, was habe ich zu verlieren?
00:36:32: So, also immer nochmal ganz gute... Komponenten, die man da mitnimmt, einfach um die eigene Entscheidung besser reflektieren zu können und dann einfach sicherer treffen zu können.
00:36:43: Und auch Dinge vielleicht und Perspektiven zu erfahren, die man gar nicht kennt oder gar nicht kennen kann.
00:36:48: Und wo man dann vielleicht sagt, klar, jetzt, wo ich das weiß, macht das auch Sinn, das vielleicht so nicht zu machen.
00:36:53: Oder das nochmal zu bedenken, da nochmal drüber zu gucken, da nochmal zu überlegen, ist das, also will ich da eigentlich hin?
00:36:59: Und das sind die Konsequenzen, will ich das eigentlich?
00:37:02: oder müsste ich voran das irgendwo abbiegen?
00:37:05: Was würdet ihr generell Gründerin raten, die uns heute zuhören oder die gerade drüber nachdenken zu gründen?
00:37:12: Welche Learnings habt ihr mitgenommen?
00:37:15: Ein großes Learning ist einfach auch ausprobieren und machen.
00:37:19: Natürlich muss man sich genau vorher überlegen, wie will ich mal an meine Kunden kommen?
00:37:24: Also das Thema, wie gesagt, Neukundenarquise, wenn wir uns Manchmal hätten wir uns da besser mit beschäftigen sollen können, dann hätte man das vorher gewusst.
00:37:31: Ich glaube, viel gehört aber einfach im Prozess einfach als Learning dazu.
00:37:36: Also auch sozusagen nur, weil es am Anfang vielleicht nicht gleich klappt, weitermachen.
00:37:41: Es gehört immer dazu auch zu scheitern und aufzustehen und weiterzumachen und sich andere Ideen zu generieren und andere Sachen auszuprobieren, aber auch immer zu gucken, wie viel will ich investieren, wie viel kann ich investieren und da auch Puffer eindenken.
00:37:55: Ja, weil das haben wir festgestellt, wir haben das halt vieles unterschätzt, den Zeitaufwand unterschätzt, vielleicht auch das Investment unterschätzt, an Neukunden zu kommen oder halt irgendwie uns auch woanders präsentieren zu können etc.
00:38:08: Also da von dem, was man denkt, das gut klappt, immer noch ein bisschen was obendrauf packen.
00:38:14: Und manches braucht auch einfach ein bisschen Zeit und Glück.
00:38:17: Ich glaube, vieles auch einfach davon abhängig die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu treffen.
00:38:23: Und manchmal ist es, wir sind an dem Laden in Zwache vorbeigegangen, hier in Hamburg, in Ordnensinn, sind da rein, die hatten keinen Platz, dann haben wir es irgendwie ein paar Wochen später dann in Lübeck probiert und jetzt sind wir da, die hätten wir so wahrscheinlich gar nicht gefunden.
00:38:36: Es war einfach Glück, dass wir da vor dran vorbeigelaufen sind, diese Möglichkeit gesehen haben, ach guck mal, da kann man Fach mieten, das ist auch ein überschaubares Investment, Anfang Investment von irgendwie achtzig Euro gewesen für glaube ich ein Monat, zwei Monate, also wirklich überschaubar.
00:38:49: und einfach mal machen.
00:38:50: Aber das war halt auch ein bisschen Zufall und die Augen offen halten für die Wälder draußen und für Möglichkeiten, die sich vielleicht bieten.
00:38:57: Und immer trotzdem zu gucken, ist man noch, will ich das noch leisten?
00:39:00: Kann ich das noch leisten?
00:39:01: Bin ich da noch auf einem auf einem gesunden Weg?
00:39:04: Besonders dann, wenn man Vollzeit arbeitet mit Familie.
00:39:07: Klar.
00:39:08: Ja, finde ich super wichtig.
00:39:10: Wann bin ich soweit, dass ich eben vielleicht den Vollzeitjob aufgebe und mich da komplett rein?
00:39:15: Also das finde ich eine total schwierige Frage.
00:39:17: Wann ist so der Punkt?
00:39:19: Also ab irgendwie wie viel Umsatz oder wie viel, ich kann ja auch nicht erwarten, dass es direkt so gut läuft, dass es meinen Vollzeitjob ersetzt.
00:39:27: Aber wann ist der Punkt, wo man mir reinstecken muss, um gegebenenfalls da hinzukommen?
00:39:32: Das finde ich als selbstständig super, super kompliziert.
00:39:34: Also wir sind da lang nicht und ich möchte auch meinen, ich liebe meinen Job, ich möchte den keinesfalls aufgeben.
00:39:39: Aber trotzdem, wenn man so über das Geschäft nachdenkt, wenn das Booster werden würde, wie würde ich das denn dann händeln?
00:39:46: Ja, verstehe.
00:39:47: Und will ich das, will ich das händeln?
00:39:49: Wie du immer wieder sagst, so ist es eigentlich mein Weg.
00:39:52: So, das war eine Idee, es gibt eine Nische, es gibt eine Lücke.
00:39:55: Und vielleicht so das Anfangsding.
00:39:56: gut, aber irgendwann sagt man so, nee, das ist mir, also wird mir zu groß, driftet irgendwo hinab, ist jetzt gar nicht mehr Bitusi, sondern eher Bitubi, weil wir irgendwie daran müssen.
00:40:06: Und wie du sagst, es ist schwer und so.
00:40:08: Steuerlich, sagt man, Liebhaberei, will ich es nicht einfach als Liebhaberei laufen lassen.
00:40:13: Manchmal sage ich auch, wir machen Kaffee für Freunde und Familie eigentlich.
00:40:17: Klar wäre es schön, wenn es irgendwie größer würde, aber ja, wollen wir da hin.
00:40:22: Und manchmal glaube ich, sagen wir, es läuft einfach.
00:40:25: Es läuft so ein bisschen dahin.
00:40:27: Wir lieben unseren Kaffee, wenn immer wir woanders Kaffee trinken.
00:40:31: Nee, zu Hause ist doch irgendwie am besten.
00:40:33: Und ich würde den immer überall verteilen.
00:40:36: Ja, dann ist da so eine schöne Leidenschaft mit drin.
00:40:38: Da geht man eben auch, warum solltet ihr auch aufgeben?
00:40:41: Es kann ja auch einigermaßen plätschern.
00:40:44: Das ist ja das Gute.
00:40:45: Ihr habt das ja vorher so gebaut, dass man sagen kann, ist ja jetzt gar nicht schlimm, wenn es jetzt nicht gleich ganz, ganz viel ist.
00:40:51: So finde ich spannend, auch ein spannendes System daran zu gehen.
00:40:55: Ich finde, das habt ihr richtig gut gemacht.
00:40:57: Als Frau würde ich immer sagen, nicht so viel nachdenken.
00:40:59: Ich glaube, dass wir Frauen auch eher dazu nagen, sagen, das kann ich noch nicht, das ist noch nicht.
00:41:04: Und da ist noch nicht so richtig das ausgefeilt.
00:41:07: Und da habe ich noch keinen perfekten Plan.
00:41:09: Und da weiß ich noch nicht, wie.
00:41:10: Also
00:41:11: mir geht das bei vielen anderen Themen so.
00:41:14: Ich denke, das würde ich eigentlich gerne machen.
00:41:16: Man traut sich dann nicht, den ersten Schritt zu nehmen.
00:41:19: Und das war vielleicht auch so ein gutes Ding, dass man eigentlich geplant hatte mit einer Kollegin.
00:41:24: das aufzuziehen, die dann aus privaten unterschiedlichen Gründen dann da doch ausgestiegen ist.
00:41:29: Und wie gesagt haben wir gesagt, wir machen das gemeinsam.
00:41:31: Ich fand die Idee ganz gut, dass er macht sozusagen, das ist so ein bisschen sein Ding.
00:41:35: Ich bin ein bisschen raus, dass wir auch nicht als Paar dann dann die ganze Zeit drinstecken.
00:41:39: Mittlerweile ist es toll, es ist ein Familienbetrieb, das ist gut.
00:41:42: Aber wir haben auch gesagt, es ist auch nicht so einfach, mit dem Lebenspartner zusammenzuarbeiten.
00:41:46: Und dann hatte er damit angefangen und ich konnte einsteigen.
00:41:50: Ich weiß es, ich selber immer denke, ich bin nicht bereit genug.
00:41:54: Ich weiß nicht genug.
00:41:55: Ich habe das nicht genug gemacht.
00:41:57: Das ist wirklich so.
00:41:59: Das beobachten
00:42:00: wirklich ganz viele Frauen bei sich selbst.
00:42:02: Es gibt natürlich immer die Ausnahme, die die Regel bestätigt.
00:42:05: Oder den Mann in deinem Fall, der eben mal die Ausnahme bei den Männern bestätigt.
00:42:10: Ich
00:42:12: glaube, wir Frauen müssen da untereinander viel mehr Eli sein.
00:42:15: Also uns viel mehr pushen und supporten und unterstützen.
00:42:19: Ich war zu Beginn meiner Selbstverständlichkeit in einem Frauennetzwerk in Hamburg.
00:42:23: Es gibt so gar nicht mehr.
00:42:24: Hat sich dann aufgrund interner Streitereien in Hamburg aufgelöst.
00:42:28: Und da war ich am Anfang so geflasht von, wow, diese ganzen tollen, erfolgreichen Frauen.
00:42:35: ... um dann nach und nach zu lernen, ... ... das Ninzig Prozent von denen, ... ... das selbst also nebenberuflich machen, ... ... also noch ein Hauptjob haben.
00:42:42: Und ich war zu dem Zeitpunkt, ... ... hatte ich schon die Entscheidung getroffen, ... ... so ich mache das jetzt auch beruflich, ... ... ich probiere das, ... ... was habe ich zu verlieren, ... ... ich habe eben kein Investment, ... ... im Zweifel suche ich mir wieder einen Job, ... ... aber ich werde da nicht mit großen Schulten rausgehen ... ... und dachte so ... wie viel Show dahinter steckt.
00:42:57: Also wie viel Show sich irgendwie zu präsentieren und zu sagen, wie erfolgreich man ist.
00:43:00: Das ist ja nicht, als dass man das nicht ist, aber es ist halt immer die Rückfallebene.
00:43:06: Und das habe ich gemerkt, dass viele dann halt immer zurück rudern.
00:43:10: Also dann ist es das Business immer mal wieder kurz und dann ist es doch, wenn es gerade dann nicht so läuft, dann macht man auch weniger, weil es ja immer noch den Hauptjob gibt, den man hat.
00:43:19: Also ich glaube, irgendwann, wenn man Wenn man soweit ist und sagt, ja, das ist das, was ich machen will und was sich immer noch richtig anfühlt, dann muss man, glaube ich, auch einfach den Schritt ins kalte Wasser tun.
00:43:31: Weil sonst hemmt man sich, wie du es auch schon gesagt hast, sonst hemmt man sich einfach selber.
00:43:36: Weil der an der kleinsten Hürde sagt so, nee, okay, es klappt gerade nicht, dann lass ich es einfach.
00:43:41: Dann mache ich das andere und irgendwie später.
00:43:43: Und ja, wenn es dann der Brot- und Butterjob ist, dann muss man diese Hürde halt nehmen.
00:43:48: So, dann muss man da halt irgendwie drüber und sich damit beschäftigen und kann das nicht nach hinten schieben.
00:43:53: Und meine Erfahrung war, dass die meisten, die in der Nebenberuflichkeit gestartet sind und das irgendwie dauerhaft nebenberuflich gemacht haben, die damit nie wirklich erfolgreich wurden.
00:44:01: Das war dann irgendwann ein Liebhaberei.
00:44:03: Also, weil eben genau dieser drei fehlte, weil ja immer noch die Rückfallebene da war.
00:44:08: Also, wenn es nicht klappt, ist ja nicht schlimm.
00:44:09: Und dann genau dieser initiale Punkt dann da mehr reinzustecken.
00:44:13: Der fehlt also, hast nicht die Kapazitäten.
00:44:15: Wo muss dann größer zu machen?
00:44:17: Ja.
00:44:17: Ne, aber es muss natürlich auch, du musst natürlich auch das Setting haben, das machen zu können.
00:44:21: Klar.
00:44:22: Auf jeden Fall.
00:44:22: Also du
00:44:22: musst natürlich auch die Möglichkeit haben entweder mit einem Partner, einer Partnerin oder man ist noch kinderlos oder man hat irgendwie was angespart oder man, also das reicht dir sozusagen auch die ja auch staatliche Unterstützung für Gründer.
00:44:38: Das kommt natürlich super viel aus dem Ding an.
00:44:41: Wie welche Möglichkeiten man da hat.
00:44:43: Total.
00:44:44: Und das, wie du sagst, in der jeweiligen Konstellation auch gut zu besprechen.
00:44:47: So, ich hatte damals keinen Partner, keine Kinder.
00:44:50: So, ich hatte keinerlei Verpflichtung.
00:44:52: Ich hatte nur die Verpflichtung, mich selbst irgendwie über was da zu halten.
00:44:56: Und auch dazu sagen, bin ich bereit.
00:44:58: weniger Geld in Kauf zu nehmen.
00:45:00: So, ich bin auch aus einem guten Angestelltenjob gekommen.
00:45:03: Mir war klar, dass ich mindestens die ersten Jahre deutlich weniger verdienen werde als in dem Angestelltenjob und das war für mich okay.
00:45:10: Also es war so, dass ich gesagt habe, ich brauche das Geld nicht.
00:45:11: Das ist schön, das jeden Monat auf dem Konto zu sehen, aber es macht mich jetzt nicht glücklicher.
00:45:15: Glücklicher wird mich machen, an den Themen zu arbeiten, auf die ich Lust habe.
00:45:20: Und das haben am Anfang viele nicht verstanden, da ging es immer darum, du musst jetzt mehr verdienen und so, hier du hast weniger und so.
00:45:25: und das war so, hey Leute, ja ich weiß.
00:45:27: Also, aber hey, so hoch ist mein Lebensstandard nicht.
00:45:32: Und es macht halt im Zweifel, selbst wenn er höher wäre, auch nicht wirklich glücklich, wenn dir nicht Spaß macht.
00:45:37: Ja, komplett.
00:45:38: Also dann hilft das große Auto auch nicht.
00:45:40: Richtig.
00:45:41: Also das war für mich irgendwann der Punkt.
00:45:43: In dem Job, ich bin irgendwann morgens shoppen gegangen und hab so eine von drei Stunden, vierhundert auch rausgegeben.
00:45:47: Und das war, also es tat nicht mal weh auf dem Konto.
00:45:50: Also ich hab es nicht mal gemerkt auf dem Konto.
00:45:53: Und das war halt echt so, hab ich das jetzt irgendwie glücklicher gemacht?
00:45:56: Nee, kein bisschen.
00:45:58: Also mehr Geld macht nicht glücklicher.
00:45:59: Aber ich glaube, das lässt sich immer so leicht sagen.
00:46:02: Ich glaube, man muss immer einmal an den Punkt kommen, wo man genug Geld hat.
00:46:05: Also jetzt jemand, der in prekären Verhältnissen lebt, wird immer sagen, doch mehr Geld macht glücklicher und bis zu einer gewissen Grenze gilt das definitiv.
00:46:12: Ja, darüber gibt es ja ganz interessante Forschungen auch.
00:46:15: Bis zu welcher Grenze Geld glücklicher macht und ab welcher Grenze Geld, also der betragt dann nicht mehr.
00:46:22: die es Glück erhöht, sondern wenn du über der Grenze bist.
00:46:25: Das muss ich gleich mal googeln, ob ich noch nach oben habe.
00:46:28: Es ist überrascht
00:46:29: wenig, fand ich.
00:46:31: Ich habe in meiner Diplomarbeit damals über ein Modell geschrieben von Herzberg, glaube ich, zum Thema Motivatoren und Hygienefaktoren.
00:46:41: Und da ist Gehalt immer ein Hygienefaktor.
00:46:43: Das heißt mehr Gehalt.
00:46:45: gibt dir nicht mehr Motivation oder mehr Zufriedenheit, aber weniger würde dich.
00:46:51: Das ist schön formuliert.
00:46:52: Also so die Motivatoren sind es nicht.
00:46:55: Also das bringt nicht mehr Gehalt, bringt dir nur ganz kurzfristig.
00:46:58: Also so ein, zwei, drei Monate freust du dich über mehr Gehalt und danach ist es halt wieder normal.
00:47:02: Dann wird es halt eher, wird die Zufriedenheit größer, wenn man es dann wieder wegnimmt.
00:47:05: Aber es ist jetzt nicht so, als würde es langfristig zu einer höheren Motivation schönen.
00:47:09: Ich würde noch fragen, was ihr mit dem heutigen Wissen anders machen würdet.
00:47:13: Also wir haben über Best Practices gesprochen.
00:47:15: Was würdet ihr anders machen?
00:47:16: Welche Fehler würdet ihr, Gründer in Raten zu vermeiden?
00:47:20: Es
00:47:20: gibt jetzt gar nicht die großen Dinge, wo ich sagen würde, ach, das ist echt doof, da hätten wir jetzt sehr viel schneller, sehr viel besser, etwas sehr viel anders machen können.
00:47:29: Also es ist gar nicht die eine große Sache, wo ich sage, ja.
00:47:32: Dann habt ihr vielleicht auch einfach sehr viel richtig gemacht.
00:47:34: Ja, es wird mir mal schwer, das zu sagen, aber ja, vielleicht
00:47:38: schon.
00:47:38: Doch, man darf sich auch feiern.
00:47:39: Das fällt, das ist
00:47:40: wieder so dieses typische Imposter
00:47:42: bei Frauen.
00:47:44: Und Learnings gehören dazu.
00:47:46: Ich glaube, wir haben einfach, wir haben Dinge dazu gelernt, aber das gehört dazu.
00:47:49: Und du kannst nicht alles vorher wissen.
00:47:51: Schön, ja, deswegen.
00:47:53: Nee, alles gut.
00:47:54: Ich finde das gut.
00:47:55: Also, ich würde wahrscheinlich heute auch... Dinge irgendwie ein bisschen anders machen, als ich sie damals angegangen bin.
00:48:02: Jetzt bin ich einfach zehn Jahre älter und habe mehr Erfahrung.
00:48:05: Aber ich glaube genau, dass es halt quasi diesen Lernen ... ... Prozess damit zu nehmen und nicht zu sagen, ... ... so ein Mist, das war eine blöde Entscheidung, ... ... sondern okay, ich habe diese Entscheidung getroffen ... ... und damit lebe ich jetzt und mache irgendwie ... ... geh noch mal einen Schritt zurück, ... ... mach's jetzt anders oder ... ... geh damit weiter und knoge das irgendwie anders rein?
00:48:22: Ja, wir formulieren es in unserer Familie immer so, ... ... da haben wir Lehrgeld bezahlt, ... ... Lehrgeld ist was ganz Kostbares und gut investiertes Geld, ... ... und manchmal ist es viel Lehrgeld ... ... und manchmal was wenig Lehrgeld, aber ... ... in irgendeiner Form kosten Learnings ja doch immer Geld, ... ... und sei es Zeit, die ja auch
00:48:35: Geld wird.
00:48:36: Für mich sind es immer die Erfahrungen, ... ... die ich mit in meinem Rucksack ... Also das sind halt einfach viele Erfahrungen bei Lehrgeldzahlen.
00:48:43: Wie klinikativ.
00:48:44: So als wäre es ein Fehler gewesen.
00:48:45: Ich finde das aber gar nicht so.
00:48:47: Nee, gar nicht.
00:48:48: Im Gegenteil, ich finde es klinik wie ein Workshop, den ich bezahlt habe, um das zu lernen.
00:48:51: So habe ich den in der Sprache noch gar nicht
00:48:53: gesehen.
00:48:53: Also letztlich packe ich mir die Erfahrungen in Rucksäge.
00:48:55: Die hat halt Geld gekostet und das ist das Lehrgeld sozusagen.
00:48:58: Ich finde das gar nicht negativ.
00:48:59: Ich finde das für euch in Ordnung.
00:49:00: Ich habe mir eine Erfahrung dafür gekauft.
00:49:02: Ja, kann man auch so sehen.
00:49:04: Gibt es Fragen, die du uns gerne stellen möchtest?
00:49:06: Jetzt haben wir ja beide einen Vollzeitjob.
00:49:07: Das heißt, wir sind da, was zumindest so Rente und so Geschichten gibt.
00:49:10: Erst mal auch diesen Teil sozusagen abgesichert.
00:49:12: Wir wissen, dass der nicht reicht.
00:49:13: Wir machen da auch nebenbei und privat auch andere Vorsorgen.
00:49:16: Aber das wäre meine Frage, wenn ich das jetzt hundert Prozent machen würde.
00:49:21: Ich sage, ich stutz mich jetzt in die in die Selbstständigkeit und gebe den Vollzeitjob auf.
00:49:27: Und das Thema Altersarmut, gerade bei Frauen.
00:49:31: Ich bin sowieso.
00:49:32: durch Elternzeit und ähnliches.
00:49:34: Wir kennen die ganzen Geschichten, dass wir da sowieso mehr zu struggle haben und uns mehr drum kümmern müssen, dass wir eben nicht in die Altersarmut rutschen.
00:49:41: Und wenn ich mich jetzt selbstständig machen würde, ich wüsste gar nicht richtig, wo ich anfangen müsste.
00:49:45: Was sind so die grundlegende Dinge, wo man sagt, egal ob eine Anfangskosten oder her, die sollte ich grundlegend machen, um mich abzusichern.
00:49:54: Oder auch so der Punkt jetzt, wie viel von meinem Geld, was ich vielleicht auch in ETFs packen und Sparpläne packen kann, in andere Sachen packen, wie viel davon kann ich als Investment nehmen?
00:50:03: Also gibt es eine Sache, wo du sagst, weiß nicht, fünfzig Prozent von dem, was du jetzt eigentlich sparsst, kannst du auch locker jeden Monat in das Geschäft packen und kannst halt sagen, okay, ich pack mal jetzt zurück für meinen... Koffe-Bike, also kann man da, kann man das so sagen, wie so früh hat man gesagt, dreißig Prozent ein Drittel darf die Miete kosten vom monatlichen Einkommen, darüber sind wir lange hinaus, das für zwanzig Jahre, das vielleicht noch.
00:50:27: Jedenfalls im Ballungsraum Hamburg.
00:50:29: Ich
00:50:29: finde diese Regel immer schwierig, weil sie nicht berücksichtigen, dass man individuelle Erfahrungen gemacht hat, die da immer einen ganz großen Einfluss haben.
00:50:39: Von daher würde ich so bei dem, was investiere, ich würde immer sagen, was sich gut anfühlt.
00:50:45: Also ich finde, das muss sich am Ende alles, was du tust und welche Entscheidungen du triffst, muss sich gut anfühlen, weil ansonsten wirst du sie irgendwann schnell revidieren.
00:50:52: Also wenn ich jetzt sage, wenn du dich selbstständig machst, solltest du auf jeden Fall von Anfang an sechshundert Euro im Monat für Altersversorgung beiseite legen.
00:50:57: Also so das, was du jetzt heute in die Gesetzliche sparen würdest.
00:51:00: Wenn du das dann machst und merkst so, ob eigentlich das Geld gerade viel besser woanders gebrauchen und dann wirst du es nicht lange durchhalten und dann wird es quasi eher zu einem Scheitel oder zu einem Scheiterpunkt werden, glaube ich.
00:51:13: Von daher würde ich immer sagen, super, dass du das Thema überhaupt auf der Uhr hast.
00:51:17: Also wie viele selbstständige ich erlebe, die das eben... Nicht haben, leider
00:51:21: zu spät haben,
00:51:21: sodass dann eben die gesetzliche Rente nicht mehr greift, also dass man da nicht weiter einzahlt.
00:51:28: Und dann halt gucken, was geht und was sich gut anfühlt.
00:51:31: Ich bin zum Beispiel ein Mensch, ich kann nicht sagen, ich leg jetzt sechshundert Euro weg oder ich investiere jetzt jeden Monat sechshundert Euro.
00:51:39: Ich komme auch eher aus prekären Verhältnissen.
00:51:40: Diese sechshundert Euro auf einen Schlag machen mir echt Riesenbauchschmerzen.
00:51:45: Ich fange halt klein an.
00:51:46: Ich mach dann zweihundert und dann dreihundert und dann steige ich mich gefühlt.
00:51:50: Je nachdem, wie sie es anfühlt, alle zwei, drei, vier Monate bin dann am Ende auch bei sechshundert.
00:51:54: Aber diese Hürde des Hohen, die kann ich nicht nehmen.
00:51:59: Also ich weiß, dass das eine dumme Blockade ist, aber die ist halt einfach.
00:52:02: Da, also schält ich mich auch nicht dafür, dass sie da ist, weil am Ende komme ich genau dahin und habe dann vielleicht ein paar Monate weniger gemacht.
00:52:09: Aber am Ende wird das, glaube ich, den Braten nicht fett machen.
00:52:13: Von daher würde ich da immer sagen, was sich gut anfühlt.
00:52:16: Also bei mir war es so, dass als der Kühlschrank dann irgendwann mal voll war und ich wusste, ich habe jetzt all das, was ich quasi wieder brauche für mein Lebensstandard, auch da gibt es ja Monate, die sind mal besser und mal schlechter.
00:52:27: So, ich hatte zum Beispiel Monate, in denen habe ich extrem viel Geld verdient.
00:52:30: Dann habe ich mich erst mal zurückgelehnt, was natürlich dumm ist.
00:52:33: Auch Lehrgeld.
00:52:36: So mal nichts getan.
00:52:37: Aber als ich sicher wusste, okay, jetzt, das war nicht nur ein guter Monat, sondern die Monate werden jetzt alle kontinuierlich besser und das wird jetzt mehr, ist dann auch die Investitionsbereitschaft einfach deutlich höher, wenn man weiß, okay, ich bin mir sicher, dass ich auch nächsten Monat genug zu essen habe.
00:52:52: Und wie hoch muss jetzt eigentlich mein... mein finanzielles Liquiditätspolster sein.
00:52:57: Also an wie viel Geld muss ich jetzt schnell rankommen und wie viel investiere ich dann wirklich auch wieder längerfristiger und sei es dann... ... in ETFs oder in ... ... oder in ... ... wirklich Investitionen ... ... fürs Business, ... ... die ich dann mit Krediten ... ... finanziere, also ... ... jetzt auf die Coffee-Bike-Geschichte so, ... ... was würde das kosten, das Ding zu lesen, ... ... also wahrscheinlich kann man die Dinger ... ... ganz gut lesen, könnte ich mir vorstellen, ... ... was würde irgendwie ein Leasing kosten, ... ... was würde ein Entkauf kosten, ... ... was sind das jetzt an monatlichen Kosten, ... ... fühlt sich das gut an so, ... ... also kriegen wir das irgendwie gestemmt ... ... oder glauben wir in ... ... X Monaten, ... ... dass sich das dann wieder reinholt?
00:53:31: um dann quasi zu gucken, fühlt sich das gut an ihr oder nein.
00:53:33: Weil ich glaube, wenn man mit einem schlechten Gefühl da reingeht und dann mit einem schlechten Gefühl von euch beiden, dann wird es immer scheitern.
00:53:41: Weil jetzt, wenn der eine sagt, wir machen das und der andere sagt, ich glaube nicht und man macht es dann trotzdem, dann wird man immer der Zögerer sein.
00:53:47: Das mache ich vielleicht immer mehr gerade.
00:53:49: Ich gehe mal den Worst Case einmal durch.
00:53:51: So was ist also absoluter Worst Case?
00:53:54: Ich kaufe ein neues Auto und fahre das direkt morgen vor die Wand.
00:53:56: Ja, das ist sehr versichert aber.
00:53:59: So ist kurz so Worst Case.
00:54:01: Kann ich mit dem Worst Case leben?
00:54:03: Okay, dann mache ich's.
00:54:05: Weil dann ist alles was, also vielleicht irgendwie eine sehr pessimistische Denke, aber dann ist alles was Besseres als der Worst Case fühlt sich wie eine Freundin.
00:54:11: Ja, das ist, so geht mein Mann auch immer ran.
00:54:13: Sonst bin ich stimmt.
00:54:14: Ich bin ja immer dann eher die Optimistin.
00:54:17: Aber dann auch, dann muss ein gutes den Worst Case zu hören, weil du denkst, ah ja stimmt, das kann auch passieren.
00:54:22: Das ist jetzt gar nicht so nachgedacht.
00:54:23: Stimmt, das könnte natürlich passieren.
00:54:27: Dann seid ihr ein gutes Team,
00:54:28: das ist doch schön.
00:54:33: Was kommt an Kosten, wenn man sich selbstständig macht, ist ja irgendwie die Krankenversicherung.
00:54:37: Je nach Situation oder generell am Anfang würde ich immer raten, in einer gesetzlichen zu bleiben, sich vielleicht mal mit der Privaten zu beschäftigen und vielleicht eine Option abzuschließen, aber sich nicht direkt privat zu versichern, sondern erst mal in einer gesetzlichen zu bleiben.
00:54:51: und wenn man dann merkt, läuft und wird mehr.
00:54:54: Dann fahre ich mal über die private Nachdenken, weil gerade als Gründer hat man halt in der gesetzlichen wirklich mittlerweile einen sehr geringen Beitrag im Monat, um da nicht die Kosten so hoch zu treiben.
00:55:05: Und man hat halt eine gute Absicherung.
00:55:07: Man kann irgendwie noch das Krankengeld mit dazu buchen, wenn man jetzt länger ausfällt.
00:55:11: Also da würde ich immer raten, erst mal ein Gesetz zu bleiben.
00:55:13: Also
00:55:13: die private Versicherung haben wir auch letztens immer in der Familie besprochen.
00:55:17: Ich bin alt und vorerkrankt.
00:55:18: Also ich
00:55:19: bin alt.
00:55:21: Du hast dich aber gut gehalten, Nadine.
00:55:23: Danke schön.
00:55:25: Ja, das hör ich bei jungen Gründern halt auch auf.
00:55:27: So ja, dann in die private.
00:55:28: und ich denke mal so, nee, also mache vielleicht eine Option, dass du später in die private Reinkommens mit einem guten Gesundheitszustand.
00:55:33: Aber das sind halt einfach höhere Kosten.
00:55:36: Wenn man dann wirklich ein gutes Einkommen hat, dann steigt auch der Beitrag und dann kann man irgendwann überlegen, ob man in die gesetzliche wechselt, wenn dann der Preis irgendwie ähnlich ist mit besseren Leistungen.
00:55:45: Aber das wäre definitiv nicht das erste, was ich mir im Raten würde.
00:55:48: Der überlegt sich selbstständig zu machen.
00:55:51: Sondern dann wären es ja die anderen Dinge.
00:55:53: Ja, das
00:55:53: hatte mir auch das Genick gebrochen sozusagen, als ich Jugendlich war, die Privat-Krankenversicherung.
00:56:01: Ja, die
00:56:02: konnte
00:56:03: ich nicht bezahlen.
00:56:04: Dann habe ich mir das Kreuzband gerissen, während ich nicht versichert war.
00:56:11: Ja, das ist dann so, genau, der worst case, den ich in meinem Kopf habe, wenn junge Leute denken, ich bin selbstständig, ich versichere mich privat.
00:56:23: Ja, genau.
00:56:23: Und am Ende ist es, glaube ich, ob man es jetzt, also wenn man sich Geld beiseite legt, ob es dann quasi das Sparren in ETFs ist, was man ja auch für das Alter nutzen kann oder sich dann irgendwann entscheidet, das doch als Investment zu nutzen.
00:56:33: Es ist erstmal Geld beiseite gelegt.
00:56:35: Und am Ende ist eine Investition ins Unternehmen ja auch eine Investition ins Alter.
00:56:39: Also wenn man das so plant, dass man das Unternehmen entweder übergibt oder irgendwann mal verkauft, dann ist ja auch das quasi eine finanzielle Investition, die man tätigt aus der... im Nachgang hoffentlich mehr rauskommt, als man vorne reingesteckt
00:56:53: hat.
00:56:54: Das wäre schön.
00:56:55: So
00:56:55: reingetriebswirtschaftlich betrachtet.
00:56:59: Einen Kapitalredite und so.
00:57:01: Ich bin zwei neunzig und glaube, dass ich dir zehn Kilo nicht mehr alleine trinken kann.
00:57:04: Es wäre großartig, wenn mir den jemanden noch abkauft, bitte.
00:57:09: Genau.
00:57:11: Und wie du sagst, ich glaube am Ende... ... geht immer irgendwo.
00:57:14: Es ist immer ganz viel Glück dabei, ... ... so klappt das jetzt oder nicht.
00:57:18: Und ich bin aber auch ein großer Verfecht davon, ... ... wenn man irgendwo eine Tür zumacht, ... ... geht woanders eine auf.
00:57:22: Ja, das glaube ich auch.
00:57:23: Also ich habe gerade in der Selbstständigkeit ... ... so oft vor den Punkten gestanden, ... ... wo ich dachte, oh Gott, das geht nicht mehr, ... ... ich muss mir wieder einen angestellten Job suchen, ... ... irgendwie Bewerbung geschrieben, ... ... habe dabei gemerkt, ich will das überhaupt gar nicht, ... ... also ich will das nicht, ... ... also kriege ich jetzt endlich ein Arsch hoch ... ... und mache weiter, ... ... so oder auch einfach zu sagen, ... ... so nie an dem Punkt.
00:57:42: Hier geht es jetzt gerade irgendwie nicht weiter.
00:57:43: und auch wirklich zu sagen, Tür zu, so habe ich mich für entschieden.
00:57:47: Und ich habe bei mir was immer so, dass dann irgendwo eine Tür aufging, eine Unerwartete, die man nicht mal gesehen hat.
00:57:53: Also nicht so, ja, die könnte hoffentlich die Tür auf, sondern dann kommt von irgendwo was, du denkst so, wow, ja, wahrscheinlich musste ich dafür das andere erst abgeben, um dafür irgendwie den Kopf zu haben und so.
00:58:04: Bestimmt, also Scheitern gibt es auch.
00:58:07: Also vielleicht gibt es andere Menschen, die andere Erfahrungen haben, aber das ist meine, also wirklich immer, wenn ich, wenn ich entschieden habe, diesen Punkt jetzt zu beenden, dann passierte irgendwie kurz danach irgendwie was ganz Tolles, also irgendwie was ganz Behandrechendes in einem ganz anderen Bereich.
00:58:21: Aber
00:58:21: es gibt bestimmt auch anderes, ja.
00:58:23: Man kann natürlich auch einfach mal Pech haben, unten unten unten.
00:58:27: Und was war das, Benderes?
00:58:29: Ja, Kreuzbandriss.
00:58:30: Kreuzbandriss, ja.
00:58:32: So läuft's eben auch mal.
00:58:33: Ja, total.
00:58:34: Und auch das ist kein Scheitern.
00:58:36: Ja.
00:58:36: Aber wir leben Gott sei Dank auch in einem Land, das einen auffängt.
00:58:41: Also ich meine, ein Insolvenzverfahren ist kein... Es ist ja nicht so, dass man danach sagt, ich werde jetzt nie wieder ein schönes Leben haben, sondern man hat dann mal eine harte Zeit, die durch die man sich beißen kann.
00:58:50: Aber das ist halt toll, dass wir dann diese Systeme haben, wo wir einfach sagen, okay, dann war das jetzt einfach mal krasses Learning und ab jetzt muss es wieder bergauf gehen.
00:58:59: Schön, dass das bei uns so geht.
00:59:01: Genau.
00:59:01: Und danach bist du wieder ein weißes Blatt Papier.
00:59:03: Das finde ich auch.
00:59:04: Das
00:59:04: dauert halt.
00:59:05: Also da muss man sich dann lange durchbeißen, weil du hast halt lange dieses Digma in deiner Kreditwürdigkeit, egal wo du hingehst.
00:59:12: Du kriegst keine Kreditkarte, du kriegst das nicht, du kriegst das nicht.
00:59:15: Also du kannst die einfachsten Sachen dann irgendwie nicht machen, weil du keine Kreditkarte hast, weil du das nicht kriegst oder das nicht kriegst.
00:59:21: Aber das ist die Möglichkeit überhaupt eben.
00:59:23: Ist natürlich
00:59:24: super.
00:59:25: Ja,
00:59:25: das finde ich auch super.
00:59:27: Also das Leben endet ja nicht.
00:59:29: So, es gibt Momente, wo man denkt, es tut's.
00:59:31: Aber nein, es kommt ja immer einen danach.
00:59:34: Oder sich halt auch Hilfe holen.
00:59:36: Und das ist, glaube ich auch, was ich, als ich halt sehr jung war, ich immer dachte, ich muss das halt alleine schaffen.
00:59:43: Nicht Hilfe annehmen zu können und es recht nicht, da Fragen zu können.
00:59:47: Und wenn Hilfe angeht, dann geht's schon.
00:59:49: Sondern auch Hilfe anzufragen.
00:59:52: Und als dann, also das Insolvenzverfahren, weil mir wurde nicht komplett durchgezogen, sondern ich hab dann dann... wenn es da mal liegen Freunde es mich sozusagen auskaufen können.
01:00:00: So haben wir uns dann mit den Gläubigern geeinigt.
01:00:03: Das heißt, ich war dann nach weniger Zeit auch durch.
01:00:06: Aber bin dann auch zur Schuldenerberatung.
01:00:08: Ich habe einmal gesagt, okay, wie gehe ich jetzt damit um?
01:00:11: Wie kann man jetzt hier weiter machen?
01:00:13: Was ist mein Selbstbehalt?
01:00:16: Wie schreibe ich alle an?
01:00:17: Also irgendwann wird es ja einfach zu viel und deswegen wirklich auch mal Hilfe holen.
01:00:22: zu Experten gehen.
01:00:23: Und wenn es halt nicht, weil man es nicht in der Familie oder unter Freunden machen will, dann halt zu externen Experten, professionellen Expertenhilfe.
01:00:31: Ja,
01:00:32: Hilfe annehmen und um Hilfe bitten.
01:00:33: Ja, auch zwei Punkte, in denen ich nicht so besonders gut bin.
01:00:40: Ich lerne, also ich bin deutlich besser geworden in den letzten zwanzig Tagen, glaube ich.
01:00:43: Aber ja, da fühle ich mit dir, das wäre mir mit Anfang zwanzig genau so gegangen.
01:00:48: Ich kann das.
01:00:50: Vielen, vielen Dank.
01:00:52: Wie schön, dass du da warst.
01:00:53: Tolles Gespräch.
01:00:55: Und wie gesagt, mit vielen, mit vielen roten Fahrten und trotzdem auch Verknutung, was ich sehr liebe.
01:00:59: Vielen Dank dafür.
01:01:00: Es hat viel Spaß gemacht.
01:01:00: Vielen Dank euch.
01:01:01: Das finde ich auch.
01:01:02: War toll.
01:01:03: Und ich glaube, dass da unsere Hörerinnen auch ganz viel mitnehmen können.
01:01:06: Also ganz tolle Learnings und so.
01:01:08: Und für die Weltauspause, liebe Hörerinnen, stelle ich euch natürlich in die Show notes nochmal die Codes, wo ihr den Kaffee auch bestellen könnt.
01:01:15: Und auch die Webadresse.
01:01:17: Vielen Dank, mehr bleibt mir eigentlich nicht zu sagen.
01:01:19: Ich sag mal Tschüss, macht's gut ihr Lieben.
01:01:21: Tschüss und bis bald.
01:01:23: Tschüss.
01:01:24: Mit all diesen neuen Infos wirst du jetzt zur Verstärkung deines Umfelds.
01:01:29: Wenn du jetzt noch Fragen hast, schreib uns an verstärkung.verwendopunkt.de.
01:01:34: Verwendo schreibt sich
01:01:36: Friedrich Anton Ida-Richardt, Victor Emil Nordpol,
01:01:39: Dora Otto.
01:01:40: Die genaue Adresse findest du aber auch nochmal in den Show notes.
01:01:44: Lasst uns gerne ein Abo da und bewerte uns auf Spotify, Apple Podcast und Co.
01:01:50: Bis zum nächsten Mal.
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